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LETSLISTEN.DE ist nah dran – am Autor, ganz nah am Text. Nicht immer Hochglanz, nicht immer perfekt professionell, dafür echt und mit Liebe gemacht. 3 Ob vom Autor selbst eingelesen oder von jemandem, dem der Autor oder die erzählte Geschichte etwas bedeutet: Ganz egal. Es ist immer auch ein Hör-Ereignis: zu sehen, zu hören, wie die Geschichten vom Autor oder jemand anderem interpretiert werden. Dafür ist diese Seite da. Natürlich auch, um die Szene ein wenig zu supporten, auf diesen oder auch jene Autorin aufmerksam zu machen und ins Rampenlicht zu rücken. Aber das soll dir egal sein, liebe Hörerin, lieber Hörer. Drück auf ► Play!

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LETSLISTEN.DE ist nah dran – am Autor, ganz nah am Text. Nicht immer Hochglanz, nicht immer perfekt professionell, dafür echt und mit Liebe gemacht. 3 Ob vom Autor selbst eingelesen oder von jemandem, dem der Autor oder die erzählte Geschichte etwas bedeutet: Ganz egal. Es ist immer auch ein Hör-Ereignis: zu sehen, zu hören, wie die Geschichten vom Autor oder jemand anderem interpretiert werden. Dafür ist diese Seite da. Natürlich auch, um die Szene ein wenig zu supporten, auf diesen oder auch jene Autorin aufmerksam zu machen und ins Rampenlicht zu rücken. Aber das soll dir egal sein, liebe Hörerin, lieber Hörer. Drück auf ► Play!

    Ralph C. Doege: Balkonstaat. Gelesen von Christopher Peters.

    Ralph C. Doege: Balkonstaat. Gelesen von Christopher Peters.

    Julia zog ihren Kopf zurück.
    „Was tust du?“ fragte ich.
    „Das nennt man ‚küssen’.“
    „Das weiß ich“, ich war verwirrt. Von kleinauf hatte man uns beigebracht, dass körperlicher Kontakt unhygienisch sei. Ich sagte: „Geh zurück an deinen Bildschirm!“, aber sie lachte nur, zögerte einen Moment und setzte sich auf meinen Schoß. Ich lag regungslos auf der durchgelegenen Matratze. Sie zog die dünne Sommerdecke über unsere Köpfe, und dann küsste sie mich erneut. Ich versuchte auszuweichen und die Lippen nicht zu öffnen, gab aber schließlich dem Drängen ihrer Zunge nach. Ich spürte Julias raschen Herzschlag. Mir wurde ganz zittrig und heiß. Es erregte mich, etwas Verbotenes zu tun.


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    © Ralph C. Doege wurde 1971 in der Nähe von Osnabrück geboren und
    studierte in Leipzig. Seine Diplomarbeit schrieb er über Philip K. Dick.
    Doege ist Verfasser von Essays und Erzählungen, die in verschiedenen
    Magazinen und Anthologien veröffentlicht wurden, ergänzt durch einige
    Übersetzungen seiner Erzählungen ins Englische. 2010 erschien sein
    erster Erzählband mit dem Titel „Ende der Nacht“.
    Zehn Jahre später dann: „YUME: Träumen in Tokio“
    Dazwischen wurde u.a. sein Essay über Phantastische Literatur aus Japan
    veröffentlicht.

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    © Christopher Peters, am 05.12.1989 in Berlin geboren, interessierte sich schon früh für die Welt der Schauspielerei. Bereits als Kind zog es ihn in den 1990er Jahren als Darsteller in Laienproduktionen auf die Bühne. 2002 debütierte er in dem TV-Kurzfilm „Cottage Wars“. Es folgten diverse Auftritte im Kinder- und Jugendtheater.
    Seit 2008 ist er in verschiedenen professionellen Kino-, TV- und Theaterproduktionen zu sehen. Im Jahr 2016 wurde er Mitglied des Berliner Hörspielensembles „DreamTeamer Hörspieler“ und ist seitdem auch sonst vermehrt als Sprecher tätig.
    http://www.christopher-peters.de

    • 46 min
    Frank Hebben: Das Lied der Grammophonbäume. Gelesen von Clemens Weichard.

    Frank Hebben: Das Lied der Grammophonbäume. Gelesen von Clemens Weichard.

    Nahe unserem Dorf steht die Ruine eines Bauernhofs, ausgebrannt im Ersten Weltkrieg, nachdem eine Fliegerbombe die Scheune getroffen hatte. Nur die Mauern sind heil geblieben, in deren Fugen noch Ruß klebt – wie Schatten. An der Stelle, wo die Familie einst mit klappernden Tellern beim Essen saß, blühen die Kornblumen; Efeu umrankt den blinden Kamin, und in den Spalten nisten die Elstern.
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    © Frank Hebben (* 1975 in Neuss) ist ein deutscher Science-Fiction-Autor.Frank Hebben studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Germanistik und Philosophie, ist Magister und Technischer Redakteur (tekom). Er arbeitete als Werbetexter in Düsseldorf (u. a. bei BBDO Proximity) und Bielefeld. Heute lebt er in Bielefeld und veröffentlicht Kurzgeschichten unter anderem in den Zeitschriften c’t, Phantastisch! und Nova, bei der er zeitweise auch als Mitherausgeber fungierte. Besucht seine Website: www.schwarzfall.de

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    © Clemens Weichard, geboren am 21.05.92, ist Student im Doppelfach Musik – und freischaffender Sänger, gerne besetzt als Ensemblesänger; ist Stimmbildner und Sprecher. Stimmalter zwischen 20 und 45, Stimmlage: Bass/Bariton. Singen ist Staunen, sagt er, und Sprechen eine Leidenschaft. Er liebt es, mit der Stimme zu malen, mit Worten Stimmungen zu erzeugen und Welten zu beleben.
    Website: http://clemensweichard.de/

    • 12 min
    C. J. Knittel: Der lange Marsch. Gelesen von Christoph Lewicki.

    C. J. Knittel: Der lange Marsch. Gelesen von Christoph Lewicki.

    Wir hockten im Dickicht des Dschungels, fünfundzwanzig Kilometer vor den Toren der Stadt. Es war mitten in der Nacht. Der Himmel funkelte wie bei einem Feuerwerk, doch zu feiern gab es nichts. Es waren die Explosionen der Raketen und Jets, die im Orbit um die Herrschaft über diese Welt kämpften.

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    © C. J. Knittel wurde 1981 in Krefeld am Niederrhein geboren. Seine ersten Geschichten schrieb er bereits in der Grundschule. Mit zwölf Jahren versuchte er sich an seinem ersten Buch, einer Geschichtensammlung. Mit vierzehn an seinem ersten Roman. Erste Veröffentlichungen folgten mit Anfang zwanzig. Er schrieb Rezensionen über Klassiker der Science-Fiction Literatur für ein Magazin und Erzählungen als Beiträge für Anthologien. Nach einer Schaffenspause von rund zwei Jahren, in der er sich intensiv mit dem Handwerk des Schreibens beschäftigte, erschien 2010 sein erstes Buch - die Mystery-Novelle Die Siedlung. C. J. Knittel lebt heute mit seiner Frau in Mönchengladbach.
    www.cjknittel.de
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    © Christoph Lewicki ist Amateur-Schauspieler und Sprecher. Erste Erfahrungen sammelte der gebürtige Bottroper bei Schauspielprojekten während der Schulzeit wie u.a. die Inszenierung von Ingeborg Bachmann's "Der Gute Gott von Manhattan" (2003). Später (2005-2010) folgten diverse Projekte im Rahmen der Theatergruppe "Open your Eyes" der Kulturwerkstatt Bottrop.
    2017 begann er mit ersten Synchronsprecher-Aufnahmen, wie etwa für die nicht-kommerzielle Synchronisierung von "Mery für immer (Mery per Sempre)" als "Antonio", welcher auf YouTube zu sehen ist. 2018 sprach er für das Hörspiel "Anomalia" einen Techniker in der Folge "1 Uhr 23".

    • 49 min

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