Ist das gerecht?

Ein Interviewpodcast mit Ronen Steinke: Egal, ob es um die großen, aktuellen Krisen dieser Zeit geht, um jahrzehntelang geführte gesellschaftliche Debatten oder auch einfach nur um Konflikte im Alltag – in all diesen Bereich stellen wir uns immer wieder diese eine Frage: Was ist gerecht? Genau dieser Frage geht Ronen Steinke deshalb in diesem Podcast nach. Der gelernte Jurist und leitende Redakteur der SZ spricht mit prominenten Gästen und Experten und Expertinnen über juristische und politische Themen, von Schwangerschaftsabbruch über Wehrplicht bis Bildung und Wohnraum. Gerechtigkeit und Rechtsstaat – oft abstrakte Konzepte, die uns aber alle betreffen – werden dabei greifbar und verständlich. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die ersten beiden Folgen sind kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus hier, in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify hören. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die erste Folge ist kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify hören.

  1. „Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen alle beste Freunde werden“

    1 DAY AGO • SZ PLUS ONLY

    „Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen alle beste Freunde werden“

    Mehr gesellschaftliche Teilhabe für behinderte Menschen – was muss sich dafür andern? Ein Gespräch mit Raúl Krauthausen. Das Abbild behinderter Menschen in den Medien ist meistens von Extremen geprägt. Oft werden sie entweder als Helden dargestellt, wie sie täglich ihr Schicksal meistern. Oder als Opfer, das auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen ist. Dass Behinderte dabei weder als Helden noch als Opfer verstanden werden wollen, sondern als Menschen mit einem ganz natürlichen Bedürfnis nach gesellschaftlicher Teilhabe, wird dabei oft übersehen. Stattdessen ist von den „Special Needs“ behinderter Menschen die Rede, wenn es um Inklusion geht, zum Beispiel an Schulen. Für Raúl Krauthausen, Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit, ist der Begriff ein Euphemismus, der behinderten Menschen nicht weiterhilft. „Jeder hat Bedürfnisse. Und warum sollte das ‚special‘ sein, wenn ich genauso das Recht habe, zur Schule zu gehen oder mit dem ÖPNV zu fahren?“, sagt Krauthausen im Gespräch mit SZ-Redakteur Ronen Steinke. „Das Einzige, was wirklich etwas ändert, ist die Begegnung“, sagt Krauthausen in der neuen Folge des Podcasts. „Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen alle beste Freunde werden. Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen uns nur lieb haben.“ Es gehe nicht um die oft zitierten „Barrieren im Kopf“, sondern um echte Veränderungen. Insbesondere beim Thema Bildung. Krauthausen plädiert im Gespräch mit Steinke für eine „Schule für alle“ und erklärt, warum er „Sonderschulen“ kritisch sieht. Behinderte Kinder seien dadurch nämlich „aus den Augen, aus dem Sinn“. In der neuen Folge des Podcasts erzählt Krauthausen zudem, wie es für ihn war, mit nicht behinderten Kindern zur Schule zu gehen, und warum er davon profitiert hat. Und er erklärt, warum er lieber von „behinderten Menschen“ als von „Menschen mit Behinderung“ spricht und welche gesellschaftliche Entwicklung ihm derzeit Sorgen bereitet. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion und Produktion: Justin Patchett Bildrechte Cover: Anna Spindelndreier / Bearbeitung SZ Erfahren Sie hier alle Infos über „SZ Live“ am 25. März in der Kulturbrauerei in Berlin: die Publizistin Carolin Emcke und der SZ-Redakteur Ronen Steinke diskutieren dort über Bedrohungen für die Demokratie: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/diskussion-demokratie-steinke-emcke-berlin-li.3380639 Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    54 min
  2. „Das ist der feuchte Traum der autoritären Populisten“

    29 JAN • SZ PLUS ONLY

    „Das ist der feuchte Traum der autoritären Populisten“

    Die AfD hat Pläne, wie sie die deutsche Justiz kapern und umbauen kann – und sie arbeitet bereits daran, warnt der Verfassungsrechtler Maximilian Steinbeis. Die Bundesrepublik Deutschland ist seit fast acht Jahrzehnten eine liberale Demokratie. Und sie wurde in dem Gedanken errichtet, dass dies auch so bleiben soll und dass sie sich gegen Feinde der Demokratie verteidigen kann. Die Frage ist nur: Wie schützt man eigentlich eine Demokratie vor Feinden, wenn diese demokratisch gewählt werden? Hätte eine populistische Partei, die etwa die Landtagswahl gewinnt, die theoretische Möglichkeit, demokratische Institutionen abzubauen? Lautet die Antwort auf diese Frage Ja, dann ist in diesem Superwahljahr Alarm geboten. Die AfD steht laut Wahlumfragen in Sachsen-Anhalt, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern bei zwischen 30 und 40 Prozent und schickt sich an, dort die stärkste Kraft zu werden. Wichtige Landtagswahlen stehen dieses Jahr auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an. Welche Einfallstore demokratische Institutionen und die deutsche Justiz für rechtsautoritäre Populisten bieten, darüber spricht in dieser Folge von „Ist das gerecht?“ der Jurist Maximilian Steinbeis. Er leitet seit vielen Jahren die digitale Diskursplattform „Verfassungsblog“, eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich für Verfassungsrecht interessieren. Im Podcast spricht Steinbeis darüber, welchem Plan Populisten weltweit folgen, um die Unabhängigkeit der Justiz zu schwächen und warum dafür nicht zwingend eine Regierungsbeteiligung notwendig ist – Stichwort Sperrminorität in der Opposition. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation, Redaktion: Ronen Steinke Redaktionelle Betreuung: Ann-Marlen Hoolt, Justin Patchett Produktion: Carlo Sarsky Bildrechte Cover: Maurice Weiß / Bearbeitung SZ Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    45 min
  3. „Der Zorn Trumps ist eine verdiente Strafe“

    15 JAN • SZ PLUS ONLY

    „Der Zorn Trumps ist eine verdiente Strafe“

    Warum die Europäer jahrelang hochmütig gegenüber den USA waren – und welche Chance ihnen jetzt noch bleibt, um Trump im westlichen Lager zu halten. Schon während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident hat Donald Trump den Europäern vorgeworfen, zu wenig Geld in Verteidigung zu investieren. Hätten wir es also kommen sehen müssen, dass sich die USA unter Trump in seiner zweiten Amtszeit als Schutzmacht der Europäer zurückziehen werden? Vielleicht sogar, dass sie feindlich werden und das Ende der Nato riskieren, indem sie Anspruch auf Grönland erheben? Und damit in die direkte Konfrontation mit Dänemark und seinen europäischen Partnern gehen? „Das ist der große Schock, dass Freunde zu de facto Feinden werden“, sagt Hubert Wetzel, der als Europakorrespondent der SZ von Brüssel aus die Nato im Blick hat. Er spricht in dieser Folge des Podcast „Ist das gerecht?“ mit dem Jurist und SZ-Redakteur Ronen Steinke. Wetzel, der zuvor sechs Jahre lang als USA-Korrespondent der SZ in Washington gelebt hat, erzählt von deutscher Bräsigkeit, dem Wert des Völkerrechts für Donald Trump - und seiner ganz persönlichen Sicht auf Recht in der internationalen Politik. Hören können Sie das Gespräch mit SZ Plus, auf SZ.de oder auf Spotify. Neue Folgen von „Ist das gerecht?“ erscheinen jeden zweiten Freitag. Moderation, Redaktion: Ronen Steinke Redaktionelle Betreuung und Produktion: Justin Patchett Bildrechte Cover: Jan A. Staiger/Bearbeitung SZ Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    48 min
  4. „Das ist Moralspektakel“

    1 JAN • SZ PLUS ONLY

    „Das ist Moralspektakel“

    Die Politik verpflichtet die Menschen zu Klimaschutzmaßnahmen, aber Frauke Rostalski vom Deutschen Ethikrat meint: Nichts davon bringe irgendetwas. Sie fordert deshalb etwas ganz anderes. Das Pariser Klimaabkommen ist vor kurzem zehn Jahre alt geworden. Es markiert einen besonderen Moment in der Geschichte: In einem völkerrechtlichen Vertrag haben sich fast 200 Staaten zum Klimaschutz verpflichtet und dazu, ihre Treibhausgase zu reduzieren. Die Erderwärmung soll bis zum Jahr 2100 auf maximal zwei Grad reduziert werden, heißt es darin. Aber: Jedes Land kann selbst entscheiden, was es dafür unternimmt. Derzeit steuert die globale Erderwärmung dennoch auf drei Grad zu. Für die Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski, Mitglied des Deutschen Ethikrats, liegt der Fehler beim Abkommen selbst. „Wir brauchen eine echte Lösung und die liegt eben nicht im Pariser Klimaabkommen“, sagt sie im Gespräch mit dem SZ-Redakteur Ronen Steinke. Eine unpopuläre Meinung, schließlich lautet die Kernforderung von „Fridays for Future“, die Versprechen aus dem Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Die Professorin hat vor kurzem ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Wer soll was tun? – Warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind und worin unsere Verantwortung eigentlich besteht.“ Darüber, warum sie meint, dass das Pariser Klimaabkommen nicht nur sinnlos sei, sondern sogar Schaden anrichte, spricht Frauke Rostalski in dieser Folge des Podcasts. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation, Redaktion: Ronen Steinke Redaktionelle Betreuung: Justin Patchett Produktion: Carolin Lenk und Julia Ongyerth Bildrechte Cover: Pascal Bünning/Bearbeitung SZ Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    33 min

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