Jasmin Kosubek

Jasmin Kosubek

Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes liegt mit besonders am Herzen. Als Mensch bin ich neugierig, offen und bewusst. Ein besonderes Anliegen ist es mir, einen positiven Beitrag zur Normalisierung unserer Diskursfähigkeit zu leisten.

  1. 4 DAYS AGO

    Der Bruch im rechten Lager, den keiner offen austragen will | Dieter Stein Gründer Junge Freiheit

    Dieter Stein ist Gründer und Herausgeber der Jungen Freiheit, der ältesten konservativen Wochenzeitung Deutschlands. 1986 gab er die erste Ausgabe als 19-Jähriger aus seinem Kinderzimmer heraus, heute begleitet er den deutschen Konservatismus seit fast 40 Jahren publizistisch. Die Junge Freiheit stand selbst zehn Jahre lang unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, bis das Bundesverfassungsgericht 2005 zugunsten der Zeitung entschied. Stein hat sich publizistisch von Götz Kubitschek und der von ihm geprägten „Neuen Rechten" distanziert und Björn Höcke 2019 in einem viel beachteten Artikel als „ideologisches Irrlicht" bezeichnet. Den Begriff „Neue Rechte" lehnt er ab und hat ein Buch dagegen geschrieben. Sein politisches Selbstverständnis bezeichnet er als liberal-konservativ. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und stammt aus einer politisch heterogenen Familie – seine Schwester Monika Stein trat zuletzt als von Grünen und Linken getragene Oberbürgermeisterkandidatin in Freiburg an.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Dieter Stein offen über die inneren Spannungen des konservativen Lagers, über die Frage, wo die Grenze nach rechts verläuft und warum er Björn Höcke für ein „ideologisches Irrlicht" hält. Es geht um die Bruchlinien innerhalb der AfD, den Umgang mit Russland und der Ukraine, um Nord Stream, deutsche Souveränität und die Frage, was es eigentlich bedeutet, ein normales Land zu sein. Besonders eindringlich wird das Gespräch beim Thema Wehrhaftigkeit. Stein vertritt eine Position, die mit dem Pazifismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft bricht, und stellt sich der Konsequenz seiner eigenen Argumentation, auch in einem persönlichen Moment, der für viele Zuschauer schwer erträglich sein wird. Ein Gespräch über vier Jahrzehnte rechts der Mitte, über Familie, Identität und die Frage, was Konservative heute eigentlich noch zusammenhält.

    1hr 20min
  2. 27 APR

    Der neue Extremismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft

    Jan Karon ist Journalist bei NIUS und Autor des Buches „Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und arbeitete unter anderem beim ZDF und in einer Produktionsfirma für den RBB. Im Jahr 2022 brachte ihm ein einziger Tweet über einen Messerangriff in seiner Heimatstadt einen Shitstorm und das faktische Ende seiner Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Umfeld. Heute gehört er zu einer jungen Generation von Journalisten, die sich bewusst außerhalb des medialen Mainstreams positioniert und den Liberalismus, in dem sie aufgewachsen ist, von innen heraus kritisiert.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Karon eine schonungslose Meta-Diagnose unserer Gegenwart. Er spricht über den Verlust seiner Heimatstadt Ludwigshafen, über den Entfremdungsprozess von alten Freunden und Milieus und darüber, warum er den Liberalismus in seiner heutigen Form für eine Lebenslüge hält. Es geht um Migration und Remigration, um den „Extremismus der Mitte", um Trumps Angriffskrieg gegen den Iran, den Karon trotz seines Arbeitsplatzes bei NIUS offen kritisiert, und um die Frage, was es heißt, sich keinem politischen Lager mehr zugehörig zu fühlen. Im zweiten Teil des Gesprächs wird es persönlich: Karon beschreibt, wie Pornografie eine ganze Männergeneration geprägt hat, und verbindet das mit Einsamkeit, sinkenden Geburtenraten und der Krise moderner Beziehungsfähigkeit. Ein Interview über Heimat, Haltung und die Frage, was von der Moderne übrigbleibt, wenn man ihre Versprechen ernst nimmt.

    1hr 26min
  3. 20 APR

    Iran, Öl, dein Geld: Was jetzt wirklich droht - Fondsmillionär Max Otte

    Prof. Dr. Max Otte ist Ökonom, Fondsmanager und ein bekannter Wirtschaftspublizist im deutschsprachigen Raum. Mit 14 Büchern, darunter sechs Spiegel-Bestseller, hat er Generationen von Anlegern geprägt – von seiner Frühwarnung vor der Finanzkrise 2006 bis zu seinen aktuellen Analysen zur deutschen Wirtschaftslage. Otte ist außerdem Gründer des Investmentfonds „Privatinvestor Privatfonds". Sein neues Buch „Rettet unser Bargeld" erscheint Ende Mai und verbindet harte ökonomische Analyse mit konkreten Ratschlägen für die Mittelschicht. Nach dem Rauswurf aus seinem langjährigen Verlag veröffentlicht er heute unabhängig – und spricht entsprechend offen über das, was er sieht.Im zweiten Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es ums Eingemachte: Iran, Öl, Energiepreise und die Frage, was das alles für den deutschen Normalverbraucher bedeutet. Otte rechnet schonungslos ab – mit Trump, den er dreimal gewählt hat und der ihn enttäuschte, mit Friedrich Merz, dem er nie getraut hat, und mit einer Wirtschaftspolitik, die er als „ökonomischen Suizid" bezeichnet. Er erklärt, warum die deutsche Mittelschicht ausgeblutet wird, warum er als Millionär die Vermögenssteuer befürwortet und was er einem jungen Menschen mit 10.000 Euro Ersparnissen heute konkret raten würde. Ein Gespräch über Prepping, Souveränität, Cancel Culture und die Frage, was der Einzelne noch tun kann, wenn die alten Systeme nicht mehr tragen.

    27 min
  4. 13 APR

    Wer 45 Jahre arbeiten geht, ist ein Schlafschaf – Ole Nymoen provoziert

    Ole Nymoen ist Podcaster, Buchautor und dezidierter Kriegsdienstverweigerer. Bekannt wurde er im Juni 2024 mit einem Leitartikel unter dem Titel „Für Deutschland kämpfen? Never", der eine breite öffentliche Debatte auslöste. Seitdem zieht er durch die großen deutschen Talkshows – Markus Lanz, Hart aber fair, Sarah Bosetti – und sorgt dort regelmäßig für Entsetzen, wenn er seine Haltung unverändert vertritt: lieber besetzt als tot. Er betreibt einen Podcast, von dessen Erlösen er lebt, und sieht diese finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung dafür, unbequeme Meinungen überhaupt öffentlich vertreten zu können. Bis vor Kurzem war er Mitglied der Linkspartei. Er ist formal nicht ausgetreten, sondern schlicht durch Nichtzahlen der Beiträge. Ihm war die Parteiposition zum Nahostkonflikt zu wenig klar. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Nymoen eine konsequent materialistische Begründung seiner Kriegsdienstverweigerung: Ein Staat, der seine Wirtschaft darauf ausrichtet, Vermögende reicher zu machen, verdient keine Loyalität seiner Bürger. Wir sprechen über die Grünen als Kriegstreiber, über den instrumentalisierten Hitler-Vergleich in deutschen Talkshows und über die Frage, ob Arbeitsstolz eine Form von Autoritätshörigkeit ist. Dazu kommt ein bemerkenswertes Eingeständnis: Nymoen gibt zu, während der Corona-Zeit dem Staat geglaubt zu haben. “Das war falsch”, gibt er zu. Ein Gespräch, das polarisiert, weil es keine einfachen Lager kennt.

    1hr 15min
  5. 10 MAR

    Sind Diskussionen heute sinnlos?

    Matthias A. Narr, besser bekannt als „Biased Skeptic", betreibt seit 2021 einen YouTube-Kanäle an der Schnittstelle von Philosophie und Gesellschaftskritik. Der studierte Sprach- und Literaturwissenschaftler, Marketingexperte und Gründer der Kommunikationsagentur we communicaid GmbH hat sich mit seinem Kanal inzwischen über 40.000 Abonnenten einen Namen gemacht, indem er politische und gesellschaftliche Debatten auf logische Fehler, rhetorische Strategien und kognitive Verzerrungen untersucht. Aktuell macht er den Master in Philosophie im europäischen Kontext an der Fernuniversität Hagen. Sein 2024 erschienenes Buch „Dialog statt Dogma – Wie wir gesellschaftliche Konflikte lösen, ohne zu spalten" fasst seinen Ansatz zusammen. Narr ist Mitglied der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), bezeichnet sich selbst als agnostischen Atheisten mit naturalistischem Weltbild – und setzt sich trotzdem bewusst an Tische, an denen ganz anders gedacht wird.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek nimmt Narr die häufigsten Denkfehler auseinander, die unsere Diskussionen vergiften: vom Bestätigungsfehler über den Strohmann bis zur Nazikeule. Dabei bleibt er nicht in der Theorie, sondern wendet die Werkzeuge live an – auf Migrationsdebatte, Kriminalstatistiken und die Frage, warum Linke und Rechte bei Zahlen mit zweierlei Maß messen. In der zweiten Hälfte wird es persönlich: Anhand von Aristoteles' drei Phasen – Emotion, Anwalt, Richter – zeigen beide, wie produktive Gespräche gelingen können, und stellen sich der Frage, die seit Corona in vielen Familien unbeantwortet geblieben ist: Warum war ich mir so sicher – und du nicht? Ein Gespräch über die Kunst des Zuhörens, die Grenzen der Logik und die Hoffnung, dass Dialog noch möglich ist.

    1hr 29min

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Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes liegt mit besonders am Herzen. Als Mensch bin ich neugierig, offen und bewusst. Ein besonderes Anliegen ist es mir, einen positiven Beitrag zur Normalisierung unserer Diskursfähigkeit zu leisten.

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