Honigraum

Markus Habermehl

Honigraum — Bienen, Fragen, Antworten. Der ehrliche Imker-Podcast für Hobbyimker, die mehr wissen wollen als das, was im Imkerverein erzählt wird. Echte Praxis aus Markus Habermehls Imkerei seit 2025.

  1. há 8 h

    Mittelwand-Wachs: die Wahrheit über Wachsverfälschung

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts spricht Markus Habermehl über Wachsverfälschung bei Bienenwachs: was sie bedeutet, welche Fremdstoffe im Wachs landen, welche Schäden verfälschte Mittelwände im Volk anrichten und wie du dich davor schützt. Es gab Fälle, in denen gekaufte Mittelwände zu Brutverlusten und zum Zusammenbruch ganzer Völker geführt haben. Was Wachsverfälschung bedeutet Von Verfälschung spricht man, wenn dem Bienenwachs Fremdstoffe beigemischt werden, häufig genannt sind Stearin oder Paraffin. Für Markus ist das kein Randthema, denn solches Wachs wird zu Mittelwänden verarbeitet und landet direkt im Brutnest. Die Folgen für das Volk Verfälschtes Wachs kann die Brut schädigen und ein Volk massiv schwächen. Das Tückische: Das Problem zeigt sich oft erst spät, wenn die Brut ausfällt und niemand sofort ans Wachs denkt. Genau deshalb bleibt der Zusammenhang häufig lange unentdeckt. Warum das bloße Auge nicht reicht Mit bloßem Auge lässt sich verfälschtes Wachs meist nicht sicher erkennen. Geruch, Bruchverhalten und Schmelzpunkt geben Hinweise, aber sicher ist nur eine Analyse im Labor. Markus rät, sich nicht auf den ersten Eindruck zu verlassen. So schützt du dich Markus nennt drei Wege zur Absicherung: Erstens seriöse Anbieter, die Nachweise und Analysen vorlegen. Zweitens im Zweifel eine eigene Laboranalyse. Und drittens, als beste Absicherung, ein eigener Wachskreislauf, bei dem du genau weißt, was in deinem Wachs steckt. Dabei sollten Brutraum- und Honigraumwachs getrennt und sauber geführt werden, weil Wachs Rückstände binden kann. Ein Appell für klare Standards Zum Schluss weist Markus darauf hin, dass der Begriff Bienenwachs nicht klar geschützt ist, und fordert eine einheitliche Deklaration für Bienenwachs innerhalb der Imkerschaft. Solange die fehlt, bleibt der eigene, kontrollierte Wachskreislauf der sicherste Weg.

    22 min
  2. há 22 h

    Drohnenbrütigkeit erkennen: wenn das Volk seine Königin verliert

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts erklärt Markus Habermehl die Drohnenbrütigkeit im Bienenvolk: woran du sie am Brutbild erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und welche Wege dir bleiben, ein drohnenbrütiges Volk zu retten oder aufzulösen. Gerade für Anfänger ist das Bild schwer einzuordnen, und in der Praxis wird es schnell zum Problem. Was Drohnenbrütigkeit bedeutet Ein drohnenbrütiges Volk legt nur noch unbefruchtete Eier, aus denen ausschließlich Drohnen werden. Markus nennt zwei Hauptursachen: eierlegende Arbeiterinnen, die sogenannten Drohnenmütterchen, oder eine Königin, die schlecht begattet wurde oder deren Spermavorrat aufgebraucht ist. Ohne befruchtete Eier fehlt dem Volk der Nachwuchs an Arbeiterinnen. So erkennst du es am Brutbild Die typischen Zeichen: bucklige Zelldeckel, Drohnenbrut mitten auf den Arbeiterwaben, mehrere Eier pro Zelle, Eier an den Zellwänden und ein unruhiges, weiselloses Verhalten des Volkes. Wer diese Hinweise zusammen sieht, hat es sehr wahrscheinlich mit Drohnenbrütigkeit zu tun. Ursache Drohnenmütterchen oder Königin Bei der Behandlung bleibt Markus nüchtern. Ein Volk mit Drohnenmütterchen ist meist schwer zu retten, weil eine zugesetzte Königin oft abgestochen wird. Liegt es dagegen an einer drohnenbrütigen Königin, muss die alte Königin entfernt werden, danach lässt sich das Volk mit einer neuen Königin oder einer Weiselzelle wieder aufbauen. Abfegen oder vereinigen Als praktische Maßnahmen beschreibt Markus das Abfegen und die Vereinigung mit einem gesunden, weiselrichtigen Volk. Die Vereinigung ist oft die klügere Lösung: Sie senkt den Aufwand und das Risiko, eine neue Königin wieder zu verlieren. Statt Heldentum am kranken Volk zählt hier die nüchterne Entscheidung.

    15 min
  3. há 2 dias

    Honig schleudern: die Werkzeuge, die ich wirklich nutze

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts zeigt Markus Habermehl, welche Ausrüstung du zum Honig schleudern wirklich brauchst und wo Anfänger oft zu viel oder zu teuer einkaufen. Es geht um Schleudertypen, die Frage eigene oder Vereinsschleuder, das Entdeckeln, das Sieben und das Abfüllen, und über allem steht die Hygiene. Tangential- oder Radialschleuder Markus beginnt bei den zwei wichtigsten Schleudertypen. Die Tangentialschleuder ist günstiger, braucht aber mehr Handarbeit, weil die Waben gewendet werden müssen. Die Radialschleuder ist teurer, dafür schneller und bequemer, weil beide Wabenseiten gleichzeitig geschleudert werden. Dazu kommt die Wahl zwischen Hand- und Motorbetrieb. Eigene Schleuder oder Vereinsschleuder Ob sich eine eigene Schleuder lohnt, hängt für Markus an der Menge. Bei wenigen Völkern reicht die Vereinsschleuder, solange sie sauber zurückgegeben wird. Eine eigene Schleuder lohnt sich eher bei größeren Mengen oder wenn Termindruck entsteht. Markus berichtet dabei auch von seinen gebrauchten und älteren Schleuderlösungen. Entdeckeln und Deckelwachs gewinnen Beim Entdeckeln nennt Markus Entdeckelungsgabel, Entdeckelungsmesser und Entdeckelungswanne. Das Deckelwachs sollte gesammelt und möglichst getrennt weiterverarbeitet werden. Es gibt einfache Selbstbau-Lösungen, und auch Schleuderbeutel können hier helfen. Sieben, Klären und Abfüllen Zum Verarbeiten empfiehlt Markus grobe und feine Siebe sowie ein zylindrisches Sieb aus dem Brauereibedarf. Vor dem Abfüllen zählen Wassergehalt und der richtige Zeitpunkt vor der Kristallisation. Wer hier sauber arbeitet, spart sich später Ärger im Glas. Hygiene über allem Der wichtigste Punkt zum Schluss: Hygiene. Alle Geräte, Gläser und Arbeitsflächen müssen sauber, trocken und lebensmittelecht sein. Guter Honig entsteht nicht nur an der Schleuder, sondern an jeder Fläche, die er auf dem Weg ins Glas berührt.

    21 min
  4. há 2 dias

    Refraktometer für Honig: den Wassergehalt richtig messen

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts erklärt Markus Habermehl das Refraktometer für Honig: wie es den Wassergehalt misst, warum die Kalibrierung über alles entscheidet und welche Richtwerte nach Honigverordnung und DIB-Glas gelten. Dazu die typischen Messfehler und wie du sie vermeidest. Wie das Refraktometer den Wassergehalt misst Ein Refraktometer misst den Brechungsindex des Honigs. Daraus wird der Wassergehalt in Prozent berechnet und an einer blau-weißen Grenzlinie abgelesen. Die Honig-Skala liegt meist zwischen 13 und 25 Prozent. So bekommst du in Sekunden einen belastbaren Wert, vorausgesetzt, das Gerät stimmt. Kalibrierung entscheidet über alles Für Markus ist die Kalibrierung der wichtigste Punkt. Ein unkalibriertes Gerät liefert falsche Werte, egal wie teuer es war. Als Referenz dienen eine Kalibrierflüssigkeit oder ein Kalibrierprisma. Gemessen wird bei etwa 20 Grad Celsius oder mit automatischer Temperaturkompensation. Richtwerte für den Wassergehalt Die Honigverordnung erlaubt bis 20 Prozent Wassergehalt, im DIB-Glas sind maximal 18 Prozent zulässig. Markus empfiehlt, eher zwischen 15 und 17 Prozent zu ernten. Über 18 Prozent steigt die Gärgefahr, der Honig kann kippen. Typische Messfehler Falsche Temperatur, Luftblasen, ein ungleichmäßiger Honigtropfen, ein verschmutztes Prisma und eine fehlende Kalibrierung verfälschen das Ergebnis. Markus rät, mehrere Proben aus verschiedenen Waben zu nehmen und daraus einen Mittelwert zu bilden, statt sich auf eine einzelne Wabe zu verlassen. Welches Gerät reicht Zum Schluss macht Markus es einfach: Ein günstiges Honigrefraktometer mit automatischer Temperaturkompensation reicht völlig. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern regelmäßig zu kalibrieren und sauber zu messen.

    9 min
  5. há 3 dias

    Trachtlücke im Sommer: Was du jetzt deinem Bienenvolk geben kannst

    Die Trachtlücke im Sommer wird von vielen Imkern unterschätzt. Draußen ist alles grün, und trotzdem hungert das Bienenvolk. Markus Habermehl erklärt in dieser Folge des Honigraum Podcasts, wann die Trachtlücke im Hochsommer auftritt, woran du sie am Volk erkennst und wann eine Notfütterung wirklich sinnvoll ist. Dabei zeigt er auch die typische Falle mit dem Honigraum, in die du nicht tappen solltest. Was ist die Trachtlücke und wann tritt sie auf Die Trachtlücke liegt meist im Hochsommer, wenn die Frühjahrsblüte vorbei ist und die Sommeroder Waldtracht noch nicht richtig läuft. Markus Habermehl macht deutlich: Auch wenn die Landschaft sattgrün aussieht, kann im Volk der Nektar fehlen. Hitze und ausbleibende Nektarbildung verschärfen die Lage zusätzlich. Wie stark die Lücke ausfällt, hängt stark von der Region und dem Standort ab. Woran du die Trachtlücke am Bienenvolk erkennst Ein Schwerpunkt der Folge sind die Anzeichen. Markus Habermehl nennt weniger Flugaktivität, ein stagnierendes oder sinkendes Beutengewicht, knappe Vorräte und gereizteres Verhalten. Im Extremfall stellt die Königin die Eilage ein. Wichtig zu wissen: In dieser Phase werden Völker stechlustiger und deutlich anfälliger für Räuberei. Wer sein Volk regelmäßig beobachtet, erkennt die Trachtlücke früh genug, um zu handeln. Notfütterung: wann sie sinnvoll ist Die Notfütterung ist dann sinnvoll, wenn dem Volk akut Futter fehlt und die Brut sonst verhungern würde. Markus Habermehl warnt aber vor einer verbreiteten Falle: Wird bei aufgesetztem Honigraum gefüttert, verfälscht das Futter den Honig. Deshalb gilt, nur zu füttern, wenn kein zu erntender Honigraum betroffen ist oder dieser vorher abgenommen wurde. Offen gefüttert wird nicht, weil das die Räuberei anheizt. Die richtigen Maßnahmen gegen die Trachtlücke Als Vorgehen empfiehlt Markus Habermehl Beobachtung, Gewichtskontrolle und gezieltes Handeln statt blinden Aktionismus. Sauberes Arbeiten im Stock gehört dazu, und bei Bedarf hilft das Umhängen von Futterwaben, um Vorräte dorthin zu bringen, wo das Volk sie braucht. Langfristig ist eine standortgerechte Trachtvielfalt der beste Weg, die Sommerlücke von vornherein kleiner zu halten. Kapitel • 00:10 Trachtlücke im Sommer • 02:16 Anzeichen im Bienenvolk • 03:23 Wann Notfütterung sinnvoll ist • 05:06 Maßnahmen gegen die Lücke • 05:59 Folgen für die Honigernte • 06:55 Gewicht und Flug prüfen

    9 min
  6. há 4 dias

    Imkerverein: Was bringt dir die Mitgliedschaft wirklich?

    Lohnt sich ein Imkerverein oder kann man sich den Beitrag sparen? Markus Habermehl geht in dieser Folge des Honigraum Podcasts genau dieser Frage nach. Er wägt ehrlich ab, was die Mitgliedschaft in einem Imkerverein für Anfänger und erfahrene Imker konkret bringt: Praxiswissen, gemeinsames Material, Sammelbestellungen, den Austausch zu regionalen Themen und vor allem die Haftpflichtversicherung. Sein Fazit vorweg: Für die allermeisten überwiegt der Nutzen deutlich. Wissen, Geräte und Gemeinschaft im Imkerverein Der größte Alltagsnutzen liegt für Markus Habermehl im geballten Praxiswissen. Ein Imkerverein bietet Anfängerschulungen, Lehrbienenstände und erfahrene Imker als Ansprechpartner, die einem über die ersten Jahre hinweghelfen. Dazu kommt die gemeinsame Ausstattung: Geräte wie Honigschleuder, Mittelwandpresse oder Gießvorrichtung muss sich niemand allein anschaffen, sondern kann sie über den Verein nutzen. Auch Sammelbestellungen für Futter und Mittel sparen bares Geld. Und nicht zuletzt zählt die Gemeinschaft: Gleichgesinnte, die dieselbe Leidenschaft für die Bienen teilen. Die Haftpflichtversicherung als größter Vorteil Ein eigener Schwerpunkt der Folge ist die Haftpflichtversicherung über Verein oder Landesverband. Markus Habermehl hält sie für einen der wertvollsten Bausteine der Mitgliedschaft. Bienen können Schäden verursachen, etwa wenn ein Schwarm abgeht oder ein Verkehrsunfall entsteht. Genau dann greift die Versicherung, die in vielen Vereinsbeiträgen bereits enthalten ist. Ob zusätzlich Rechtsschutz oder Unfallleistungen mit abgedeckt sind, sollte man im Einzelfall prüfen. Regionale Praxis schlägt das Lehrbuch Beim Thema Wissen macht Markus Habermehl einen wichtigen Unterschied deutlich: Im Verein lernt man vor allem die regionale Praxis. Was im eigenen Klima funktioniert, wie erfahrene Imker vor Ort arbeiten und welche Handgriffe wirklich helfen, das steht so in keinem Lehrbuch. Gleichzeitig warnt er davor, alles ungefiltert zu übernehmen. Moderne Methoden werden nicht überall offen aufgenommen, deshalb sollte jeder Imker mitdenken, filtern und seinen eigenen Weg finden. Generationenkonflikt: Erfahrung trifft neue Ideen Offen spricht Markus Habermehl auch über das Spannungsfeld im Verein zwischen langjähriger Erfahrung und neuen Ideen aus dem Internet und der Praxis anderer Imker. Sein Rat: beide Seiten ernst nehmen, respektvoll zuhören und sich nicht an Rechthaberei aufreiben. Wer die Erfahrung der Älteren mit frischen Ansätzen verbindet, holt für seine eigene Imkerei am meisten heraus. Schnelle Infos zu neuen Gefahren Gerade bei aktuellen Bedrohungen zeigt sich der Wert des Netzwerks. Über den Verein bekommt man schnell Informationen zu regionalen Themen wie der Faulbrutlage oder der Ausbreitung der asiatischen Hornisse. Diese kurzen Wege können im Ernstfall entscheidend sein, um das eigene Volk und die Nachbarschaft zu schützen. Fazit: Lohnt sich der Imkerverein? Am Ende fällt das Urteil von Markus Habermehl klar positiv aus. Für die meisten Imker, und besonders für Anfänger, überwiegt der Nutzen einer Mitgliedschaft deutlich. Ausschlaggebend sind die Haftpflichtversicherung, das regionale Praxiswissen und der Austausch in der Gemeinschaft. Wer neu einsteigt, sollte den Weg in den örtlichen Imkerverein also ernsthaft in Betracht ziehen. Kapitel • 00:13 Imkerverein: Nutzen und Kritik • 00:36 Wissen, Geräte und Gemeinschaft • 04:35 Haftpflicht als Hauptvorteil • 07:30 Regionale Praxis statt Lehrbuch • 11:18 Generationenkonflikt im Verein • 13:17 Neue Gefahren, schnelle Infos • 13:50 Fazit zur Mitgliedschaft

    16 min
  7. há 6 dias

    Amerikanische Faulbrut erkennen: Symptome, Streichholztest und was du dann tun musst

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts erklärt Markus Habermehl die amerikanische Faulbrut bei Bienen: wie die Krankheit entsteht, woran du sie am Brutbild erkennst, wie der einfache Verdachtstest funktioniert und welche Meldepflichten und Vorbeugemaßnahmen gelten. Was die amerikanische Faulbrut ist Die amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Seuche, verursacht durch Paenibacillus larvae (früher Bacillus larvae). Besonders problematisch sind die Sporen, weil sie sehr widerstandsfähig sind und lange überleben. Verbreitet wird die Krankheit über Futter, Putzerbienen, Räuberei und Verflug im Stock und am Stand. Für Menschen und Honig ist sie ungefährlich, für Bienenvölker aber existenzbedrohend. Symptome am Brutbild Markus achtet vor allem auf das Brutbild: löchrige, unregelmäßige Brutflächen, eingesunkene und durchlöcherte Zelldeckel sowie braune, schleimige und zähfadenige Masse in der Zelle. Oft kommt ein fauliger Geruch dazu. Diese Anzeichen sind der erste Hinweis für einen Verdacht. Der Streichholztest Als einfachen Verdachtstest beschreibt Markus den Streichholztest: Lässt sich die zersetzte Larvenmasse fadenziehend aus der Zelle herausziehen, ist das ein deutliches Warnzeichen. Wichtig: Das ist nur ein Verdachtsmoment. Die sichere Diagnose erfolgt im Labor, in der Regel über eine Futterkranzprobe. Meldepflicht bei Verdacht Die amerikanische Faulbrut ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bei Verdacht muss das zuständige Veterinäramt oder die jeweilige Behörde informiert werden. Nach Bestätigung können Sperrbezirke eingerichtet werden, befallene Völker und Material werden nach behördlicher Anweisung saniert oder beseitigt. Vorbeugung Zum Schluss nennt Markus die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen: regelmäßige Brutkontrolle, saubere Arbeitsweise, kein Füttern von unbekanntem oder fremdem Honig, Vermeidung von Räuberei, konsequente Wabenerneuerung und bei Bedarf Futterkranzproben.

    19 min
  8. há 6 dias

    Standortwahl für Bienen: was bei der Standplatzsuche wirklich zählt

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts erklärt Markus Habermehl, wie man den richtigen Standort für seine Bienenvölker findet. Die Wahl des Standplatzes beeinflusst Honigertrag, Gesundheit und Arbeitsaufwand und lässt sich später nur schwer korrigieren, deshalb lohnt es sich, vorher gründlich nachzudenken. Sonne, Wind und trockener Boden Markus beginnt bei Flugloch und Wetter. Frühsonne am Flugloch bringt die Bienen morgens früher in den Flug, eine Ausrichtung nach Süden oder Südosten ist günstig. Genauso wichtig: ein windgeschützter, trockener Platz ohne Kaltluftseen und ohne Staunässe. Trachtangebot über das ganze Jahr Der entscheidende Punkt ist für Markus nicht eine einzelne Tracht, sondern die Versorgung über das ganze Jahr. Im Frühjahr zählen Weide, Obst und Raps, im Sommer Linde, Brombeere und Wald. Wer den Umkreis über die Saison hinweg betrachtet, trifft die bessere Standortentscheidung. Erreichbarkeit wird oft unterschätzt Ein Standort, den man nur schwer erreicht, wird seltener kontrolliert. Genau das rächt sich bei Schwarmkontrolle, Futterkontrolle und schnellen Eingriffen. Markus rät, auf die Zugänglichkeit zu achten, auch für den Transport von Zargen und Honigräumen, idealerweise direkt mit dem Auto oder in kurzer Distanz. Nachbarn und rechtliche Rücksicht Zum Schluss geht es um das Umfeld. Markus empfiehlt, Nachbarn früh einzubeziehen, die Flugrichtung weg von Terrasse und Gehweg zu legen und bei Bedarf Abstand zu halten. In Wohngebieten ist Imkerei grundsätzlich möglich, bei Unsicherheit hilft ein Gespräch mit dem Imkerverein oder der Gemeinde.

    15 min

Sobre

Honigraum — Bienen, Fragen, Antworten. Der ehrliche Imker-Podcast für Hobbyimker, die mehr wissen wollen als das, was im Imkerverein erzählt wird. Echte Praxis aus Markus Habermehls Imkerei seit 2025.

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