Ist das gerecht?

Ein Interviewpodcast mit Ronen Steinke: Egal, ob es um die großen, aktuellen Krisen dieser Zeit geht, um jahrzehntelang geführte gesellschaftliche Debatten oder auch einfach nur um Konflikte im Alltag – in all diesen Bereich stellen wir uns immer wieder diese eine Frage: Was ist gerecht? Genau dieser Frage geht Ronen Steinke deshalb in diesem Podcast nach. Der gelernte Jurist und leitende Redakteur der SZ spricht mit prominenten Gästen und Experten und Expertinnen über juristische und politische Themen, von Schwangerschaftsabbruch über Wehrplicht bis Bildung und Wohnraum. Gerechtigkeit und Rechtsstaat – oft abstrakte Konzepte, die uns aber alle betreffen – werden dabei greifbar und verständlich. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die ersten beiden Folgen sind kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus hier, in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify hören. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die erste Folge ist kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify hören.

  1. “Wehret den Anfängen? Ich bitte dich!”

    HÁ 16 H

    “Wehret den Anfängen? Ich bitte dich!”

    Michel Friedman blickt auf seine Jugend zurück und kritisiert: Die Kategorisierung von Menschen werde hierzulande wieder salonfähig. Als Teenager hatte der in Frankfurt lebende Michel Friedman einen amerikanischen Traum: „Meine Sehnsucht war es, nach dem Abitur nach New York zu gehen und an der Columbia zu studieren.“ Um später einmal Chefredakteur der New York Times und Lehrstuhlinhaber für Philosophie zu werden. Friedman bekam ein Stipendium und ein Visum für die USA, er war seinem Traum näher gekommen. Seinen Eltern, Überlebenden des Holocausts, erzählte er mit Stolz von seinen Plänen. „Ich dachte, es gibt einen Freudenschrei. Stattdessen gab es ein Schweigen und nach einer kurzen Zeit sagte meine Mutter: ‚Du willst gehen? Willst du uns umbringen?‘“ Im Gespräch mit SZ-Redakteur und Jurist Ronen Steinke sagt Michel Friedman, das sei einer von zwei, vielleicht drei Momenten in seinem Leben gewesen, in denen ihm klar gewesen sei: „Diese Entscheidung wird dein Leben determinieren. Ich habe mich entschieden zu bleiben – und habe das Visum zerrissen.“ „Ich habe mich entschieden zu bleiben.“ Es war der Moment, in dem er sich dazu entschieden habe, in Deutschland zu leben. In dem Land, durch das sein Vater „alle Menschen um sich herum verloren“ hatte. Wo er, der Sohn, in den Siebzigerjahren von Tätern umgeben war, die nun als Lehrer, Richter, Polizisten – also überall arbeiteten. „Und gleichzeitig gab es Zukunft, gleichzeitig wuchs eine neue Generation auf“, sagt Friedman im SZ-Podcast. „Meine Eltern haben zum Beispiel nie gehasst. Ich habe nie gehört, ‚wir hassen die Deutschen‘.“ Das habe Friedmans Aufwachsen in Deutschland sehr erleichtert. „Ich kenne den Hass nicht. Aber Angst hatte man.“ Was das Deutschsein für ihn bedeutet, darüber spricht der Publizist, Jurist, Philosoph und früherer Politiker der CDU in der neuen Folge des Podcasts „Ist das gerecht?“. Nach der USA-Episode habe er sich einbürgern lassen, denn: „Wenn ich schon hier lebe, dann mische ich mich ein.“ Ein Pass, vor allem der deutsche, sei eine Selbstermächtigung. „In unserer Welt macht der Pass dich zum Menschen.“ Auch warum Michel Friedman „großen Respekt vor der Bundesrepublik Deutschland“ hat, aber niemals zur Bundeswehr gehen würde, erzählt er im Podcast – und wie oft sein Jüdischsein eine Rolle spielt: „Ich wäre gerne selbstverständlich. Ich wäre gerne Michel Friedman, ohne dass ich ein jüdischer Friedman bin.“ Seine Religion sei zuletzt wieder häufiger genannt worden. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Die neue Folge ist jeweils die ersten beiden Wochen kostenlos. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion und Produktion: Justin Patchett Bildrechte Cover: Nicci Kuhn / Bearbeitung SZ Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    52 min
  2. “Ohne Ungleichbehandlung gäbe es keine gerechte Ordnung”

    9 DE ABR. • SZ PLUS (SOMENTE PARA ASSINANTES)

    “Ohne Ungleichbehandlung gäbe es keine gerechte Ordnung”

    Für den Autor Bernhard Schlink ist Gerechtigkeit ein Lebensthema. Er hat eine Antwort auf die Frage gefunden, wie man gerechte Lösungen erreicht – und wie nicht. Was ist Gerechtigkeit? Diese Frage beschäftigt Autor und Jurist Bernhard Schlink seit vielen Jahren. Sie begegnete ihm als Richter am Verfassungsgericht in Nordrhein-Westfalen und später als Autor seines Bestsellers „Der Vorleser“, in dem es auch um die Schuld der Deutschen und ihre NS-Vergangenheit geht. Und damit letztendlich um: Gerechtigkeit. In seinem zuletzt erschienen Buch mit dem simplen Titel „Gerechtigkeit“ versucht Schlink, eine allgemeingültige Antwort auf die Frage zu finden, was gerecht ist. Und zwar anhand eines Beispiels, das auf viele Familien zutreffen könnte. Darf ein Mädchen eine selbstgeschnitzte Flöte behalten oder sollte es das Instrument lieber der Schwester geben, die noch nie ein eigenes Spielzeug hatte? Und was ist mit dem dritten Mädchen, das schon Flöte spielen kann und am besten mit dem Instrument umgehen könnte? Eine liberale Gerechtigkeitstheorie würde die Flöte dem Kind geben, das die Flöte geschnitzt hat, erzählt Bernhard Schlink im Gespräch mit Jurist und SZ-Redakteur Ronen Steinke. Während eine kommunitaristische Theorie die Flöte der Schwester zugestehen würde, die noch nie ein Spielzeug hatte, damit sie sich in der Gemeinschaft wohlfühlen könne. Der Utilitarist würde die Flöte dagegen dem Kind geben, das bereits Flöte spielt. Weil es mit der Musik den größten Nutzen schaffen könnte. „Und wir müssen eine Lösung finden, die alle ein Stück weit zu ihrem Recht kommen lässt“, sagt Schlink im Podcast. „Das ist oft die Aufgabe der Gerechtigkeit.“ Es geht also darum, einen Kompromiss zu finden. Im Podcast „Ist das gerecht?“ erklärt Schlink, warum eine Überregulierung und Bürokratisierung nicht unbedingt zu gerechten Verhältnissen führt. Und warum eine Ungleichbehandlung manchmal für eine gerechte Ordnung notwendig ist. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Die neue Folge ist die jeweils ersten beiden Wochen kostenlos. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion und Produktion: Justin Patchett Bildrechte Cover: Friedrich Bungert / Bearbeitung SZ Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    37 min
  3. „Ich vertrete viele Opfer, die niemals Anzeige erstatten“

    26 DE MAR. • SZ PLUS (SOMENTE PARA ASSINANTES)

    „Ich vertrete viele Opfer, die niemals Anzeige erstatten“

    Die Anwältin Christina Clemm ist eine der bekanntesten Stimmen gegen Frauenhass. Was sie über den Umgang der Gerichte mit Opfern sexualisierter Gewalt gelernt hat. Der Fall um Collien Fernandes wird in ganz Deutschland diskutiert. Die öffentlichen Vorwürfe, die die Schauspielerin und Moderatorin gegen ihren Ex-Mann erhoben hat und die dessen Anwalt zurückweist, haben eine Debatte über Gewalt in Partnerschaften angestoßen. Immer noch ist Gewalt gegen Frauen – ob digital oder physisch – ein gesellschaftliches Problem, über das viel zu häufig geschwiegen wird. Die Fachanwältin für Straf- und Familienrecht Christina Clemm berät Collien Fernandes und spricht in dieser Folge des Podcasts von SZ-Redakteur Ronen Steinke über ein System, das Frauen unterdrückt, und über eine Justiz, die darauf unzureichend reagiert. „Ich bin mir manchmal unsicher, ob die Justiz hinterherhängt oder die Gesellschaft“, sagt Clemm im Gespräch mit Ronen Steinke. Nach derzeitigem Recht geht es bei Vergewaltigungen um die Frage, ob ein entgegenstehender Wille zu erkennen war. Dabei müsse einem eigentlich klar sein, „dass wenn mein Sexualpartner oder -partnerin auf einmal gar nichts mehr macht, erstarrt und womöglich noch weint oder sich vielleicht wegdreht, dass die den Sexualkontakt nicht möchte“. Ihre Mandantinnen sagen: „Ich will, dass er wenigstens einmal Angst bekommt.“ Christina Clemm berichtet im Gespräch mit Ronen Steinke, dass sie inzwischen mehr Mut bei ihren Mandantinnen beobachtet. Das habe auch mit dem Fall von Gisèle Pelicot zu tun, die vor Gericht sagte: „Die Scham muss die Seite wechseln.“ Seitdem sagen laut Clemm viele Frauen: „Ich will, dass er wenigstens einmal Angst kriegt. Dass es Ermittlungen gegen ihn gibt, dass ich das Schweigen breche. Dass er weiß, ich lasse mir das nicht einfach so gefallen.“ Warum Frauen bei Partnerschaftsgewalt oft die Täter schützen und warum Femizide von deutschen Gerichten nicht immer als Mord gewertet werden, hören Sie im Podcast. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Die neue Folge ist die jeweils ersten beiden Wochen kostenlos. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion und Produktion: Justin Patchett Bildrechte Cover: Alena Schmick / Bearbeitung SZ Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    59 min
  4. „Ich habe tatsächlich Angst, vom Verfassungsschutz überwacht zu werden“

    12 DE MAR. • SZ PLUS (SOMENTE PARA ASSINANTES)

    „Ich habe tatsächlich Angst, vom Verfassungsschutz überwacht zu werden“

    İlker Çatak über die Frage, wie man als Filmemacher unabhängig bleiben kann – trotz einer besorgniserregenden Tendenz. Der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat drei linke Buchhandlungen wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ vom inzwischen abgesagten Deutschen Buchhandlungspreis 2026 ausgeschlossen – und damit weite Teile des Kulturbetriebs in Deutschland erschüttert. Auch in der Filmbranche herrscht Verunsicherung. Schließlich ist sie auf staatliche Institutionen wie die Filmförderungsanstalt FFA und auf die Unterstützung durch den Kulturstaatsminister angewiesen. „Ich habe tatsächlich Angst, vom Verfassungsschutz überwacht zu werden“, sagt der Filmemacher İlker Çatak im Gespräch mit SZ-Redakteur Ronen Steinke im Podcast „Ist das gerecht?“. Das Vorgehen des Kulturstaatsministers Weimer erwecke den Eindruck, dass erst die politische Gesinnung geprüft werde, bevor staatliche Fördergelder vergeben werden. „Und das ist eine Tendenz, die keiner von uns gutheißen kann, die unsere Demokratie schädigt.“ Spätestens jetzt komme es in der Kulturbranche an, dass das politische Bewusstsein wieder geweckt werden müsse. İlker Çatak ist der derzeit vielleicht interessanteste und erfolgreichste Filmemacher Deutschlands. Auf der Berlinale ist er gerade mit dem Goldenen Bären für den Film „Gelbe Briefe“ ausgezeichnet worden. Zuvor hatte Çatak für „Das Lehrerzimmer“ den Deutschen Filmpreis in fünf Kategorien erhalten und sogar eine Oscar-Nominierung für den besten internationalen Film. In der neuen Folge des Podcasts spricht er mit Jurist und SZ-Redakteur Ronen Steinke über die Freiheit der Kunst. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion: Justin Patchett Produktion: Imanuel Pedersen Bildrechte Cover: Jeremy Knowles / Bearbeitung SZ Erfahren Sie hier alle Infos über „SZ Live“ am 25. März in der Kulturbrauerei in Berlin: die Publizistin Carolin Emcke und der SZ-Redakteur Ronen Steinke diskutieren dort über Bedrohungen für die Demokratie: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/diskussion-demokratie-steinke-emcke-berlin-li.3380639 Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    40 min
  5. „Die gefährlichste Attacke auf die Meinungsfreiheit“

    26 DE FEV. • SZ PLUS (SOMENTE PARA ASSINANTES)

    „Die gefährlichste Attacke auf die Meinungsfreiheit“

    Der ehemalige Verfassungsrichter Udo Di Fabio warnt: Immer mehr Menschen fürchteten sich, an Debatten teilzunehmen – aus einem einfachen Grund. Woran liegt es, dass die politischen Ränder in vielen Ländern stärker werden, dass die demokratische Mitte schwächer wird und sich die gesellschaftlichen Verhältnisse vermeintlich polarisiert haben? Für den ehemaligen Richter am Bundesverfassungsgericht Udo Di Fabio ist es ein „moralischer Überschuss“, der dazu führe, dass sich Menschen fürchten, ihre Meinung offen auszusprechen. „Es ist dieser Verständigungsabriss, der unsere Gesellschaften geschwächt hat“, sagt Di Fabio im Gespräch mit Jurist und SZ-Redakteur Ronen Steinke. Ein Beispiel dafür sei die Maga-Bewegung in den USA: „Wenn man das begreifen will, was da geschieht, dann muss man sehen: Das ist zum Teil eine Gegenreaktion auf angebliche Verengungen des Meinungskorridors.“ In der neuen Folge des Podcasts „Ist das gerecht?“ plädiert Di Fabio dafür, sensibel im Umgang mit unliebsamen Meinungen zu sein. Eine moralische Grundüberzeugung, was man sagen dürfe und was nicht, sei vielleicht „die gefährlichste Attacke auf die Meinungsfreiheit“. Udo Di Fabio war von 1999 bis 2011 Richter am Bundesverfassungsgericht und lehrt heute Öffentliches Recht an der Universität Bonn. In seinem Buch „Verfeindlichung“ analysiert Di Fabio die Verrohung des politischen Diskurses und die Mechanismen, die dazu führen. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion: Justin Patchett Produktion: Carlo Sarsky Bildrechte Cover: Privat / Bearbeitung SZ Erfahren Sie hier alle Infos über „SZ Live“ am 25. März in der Kulturbrauerei in Berlin: die Publizistin Carolin Emcke und der SZ-Redakteur Ronen Steinke diskutieren dort über Bedrohungen für die Demokratie: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/diskussion-demokratie-steinke-emcke-berlin-li.3380639 Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    45 min
  6. „Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen alle beste Freunde werden“

    12 DE FEV. • SZ PLUS (SOMENTE PARA ASSINANTES)

    „Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen alle beste Freunde werden“

    Mehr gesellschaftliche Teilhabe für behinderte Menschen – was muss sich dafür andern? Ein Gespräch mit Raúl Krauthausen. Das Abbild behinderter Menschen in den Medien ist meistens von Extremen geprägt. Oft werden sie entweder als Helden dargestellt, wie sie täglich ihr Schicksal meistern. Oder als Opfer, das auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen ist. Dass Behinderte dabei weder als Helden noch als Opfer verstanden werden wollen, sondern als Menschen mit einem ganz natürlichen Bedürfnis nach gesellschaftlicher Teilhabe, wird dabei oft übersehen. Stattdessen ist von den „Special Needs“ behinderter Menschen die Rede, wenn es um Inklusion geht, zum Beispiel an Schulen. Für Raúl Krauthausen, Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit, ist der Begriff ein Euphemismus, der behinderten Menschen nicht weiterhilft. „Jeder hat Bedürfnisse. Und warum sollte das ‚special‘ sein, wenn ich genauso das Recht habe, zur Schule zu gehen oder mit dem ÖPNV zu fahren?“, sagt Krauthausen im Gespräch mit SZ-Redakteur Ronen Steinke. „Das Einzige, was wirklich etwas ändert, ist die Begegnung“, sagt Krauthausen in der neuen Folge des Podcasts. „Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen alle beste Freunde werden. Inklusion bedeutet nicht: Wir müssen uns nur lieb haben.“ Es gehe nicht um die oft zitierten „Barrieren im Kopf“, sondern um echte Veränderungen. Insbesondere beim Thema Bildung. Krauthausen plädiert im Gespräch mit Steinke für eine „Schule für alle“ und erklärt, warum er „Sonderschulen“ kritisch sieht. Behinderte Kinder seien dadurch nämlich „aus den Augen, aus dem Sinn“. In der neuen Folge des Podcasts erzählt Krauthausen zudem, wie es für ihn war, mit nicht behinderten Kindern zur Schule zu gehen, und warum er davon profitiert hat. Und er erklärt, warum er lieber von „behinderten Menschen“ als von „Menschen mit Behinderung“ spricht und welche gesellschaftliche Entwicklung ihm derzeit Sorgen bereitet. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation: Ronen Steinke Redaktion und Produktion: Justin Patchett Bildrechte Cover: Anna Spindelndreier / Bearbeitung SZ Erfahren Sie hier alle Infos über „SZ Live“ am 25. März in der Kulturbrauerei in Berlin: die Publizistin Carolin Emcke und der SZ-Redakteur Ronen Steinke diskutieren dort über Bedrohungen für die Demokratie: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/diskussion-demokratie-steinke-emcke-berlin-li.3380639 Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    54 min

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Ein Interviewpodcast mit Ronen Steinke: Egal, ob es um die großen, aktuellen Krisen dieser Zeit geht, um jahrzehntelang geführte gesellschaftliche Debatten oder auch einfach nur um Konflikte im Alltag – in all diesen Bereich stellen wir uns immer wieder diese eine Frage: Was ist gerecht? Genau dieser Frage geht Ronen Steinke deshalb in diesem Podcast nach. Der gelernte Jurist und leitende Redakteur der SZ spricht mit prominenten Gästen und Experten und Expertinnen über juristische und politische Themen, von Schwangerschaftsabbruch über Wehrplicht bis Bildung und Wohnraum. Gerechtigkeit und Rechtsstaat – oft abstrakte Konzepte, die uns aber alle betreffen – werden dabei greifbar und verständlich. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die ersten beiden Folgen sind kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus hier, in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify hören. Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die erste Folge ist kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify hören.

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