DIFFUS INTERVIEW

Alle zwei Wochen erscheinen hier Interviews mit den spannendsten Artists.

  1. 7 hr ago

    Ebow: „Niemand hat es in diesen Vierteln härter als die Mädchen und Frauen“

    Zwischen Arbeiterkind, Tochter, politischer Aktivistin, verliebter Ebow und Rapperin: Auf ihrem neuen Album „Typologie eines Lebens“ lässt Ebow ganz unterschiedliche Seiten von sich nebeneinander existieren. Der Titel ist dabei Programm. Inspiriert von ihrem früheren Architekturstudium, versteht sie das Album wie eine Sammlung verschiedener Perspektiven auf ein und dasselbe Leben. Persönlicher als bisher erzählt sie von ihrer Familie, ihrem Aufwachsen und den Erfahrungen, die sie geprägt haben.Besonders offen wird Ebow auf „Novoline“, wo sie erstmals über die Spielsucht ihres Vaters spricht. Statt nur die eigene Wut auf ihn zu erzählen, versucht sie, die Sucht auch aus seiner Perspektive zu verstehen – und macht den Song damit gleichzeitig zu einer Art Liebeserklärung. In „ARBAYT“ geht es wiederum um drei Generationen ihrer Familie und die Frage, was es bedeutet, als erste Person finanziell wirklich unabhängig zu sein, während die eigene Familie weiterhin auf Unterstützung angewiesen ist. Und mit „BUTCH IM TANK“ zeigt Ebow eine selbstbewusste, queere Seite, die aus Selbstliebe und dem Loslassen von Erwartungen anderer entsteht.Im Gespräch spricht Ebow außerdem darüber, warum sie die Perspektive von Frauen in von Armut geprägten Vierteln stärker sichtbar machen will, weshalb Rap heute mehr unterschiedliche Lebensrealitäten abbildet und warum es für sie keine Möglichkeit gibt, einfach ein „neues Leben“ zu starten. Dazu gibt es eine Schnellfragerunde, ihre drei aktuellen Lieblingssongs und einen Ausblick auf ihre kommende Tour im Oktober. Redaktion: Nele Harder (Instagram ⁠⁠⁠@⁠⁠_nelejohanna_⁠) Kamera & Schnitt: Conrad Schön, Marjana Souley Ali, Antonio Jasawin & Dominik Maier

    Ebow: „Niemand hat es in diesen Vierteln härter als die Mädchen und Frauen“
  2. 4 Aug

    Josi Miller: „Ich habe mir einfach oft selber das Herz gebrochen.”

    Hinter den Decks wirkt oft alles leicht: volle Floors, euphorische Crowds und der nächste Drop. Dass das Leben als DJ aber auch eine Kehrseite hat, erzählt Josi Miller im Gespräch mit Nele so offen wie selten. Sie spricht über eine Zeit, in der exzessive Touren, Schlafmangel und permanenter Leistungsdruck schließlich in einer Panikattacke auf einem Festival gipfelten – und darüber, wie sie sich Schritt für Schritt zurück auf die Bühne gekämpft hat.Heute verarbeitet Josi genau diese Erfahrungen in ihrer Musik. Auf ihrer neuen EP „how to break your heart“ verbindet sie elektronische Clubsounds mit Themen wie People Pleasing, Selbstzweifeln und mentaler Gesundheit. Gleichzeitig spricht sie darüber, warum sie Producing-Workshops für FLINTA*-Personen gibt, weshalb Social Media die Clubkultur verändert hat und warum Erfolg für sie längst nicht mehr bedeutet, jede Anfrage anzunehmen. Stattdessen geht es darum, Musik machen zu können, ohne sich selbst dabei zu verlieren.Im Interview erzählt Josi Miller außerdem von ihrer Zeit als Tour-DJ für  @frauenarzt  und Trettmann, ihrem Weg zur Produzentin und davon, warum sie sich wünscht, dass mehr Menschen in der Musikbranche offen über mentale Gesundheit sprechen. Ein ehrliches Gespräch über Clubkultur, Kreativität und die Erkenntnis, dass niemand unbesiegbar ist. For more inspiration on how you can get as comfortable as us, visit Sweef.de for more personalized furniture. Sweef Showroom: Prinzessinnenstrasse 14, 10969 Berlin-Kreuzberg Redaktion: Nele Harder (Instagram ⁠⁠@_nelejohanna_) Kamera & Schnitt: Conrad Schön, Marjana Souley Ali & Amelie Löhlein

    Josi Miller: „Ich habe mir einfach oft selber das Herz gebrochen.”

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