DER SALON

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Die Neuen Zwanziger

Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt

Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest. Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.

  1. Das knappe Gut Arbeit · Links – Deutsch / Deutsch – Links · Hettche · Masculinization · Schönthaler · Vatikan-KI · Miosga · Infermezzo · Mutter

    7 MAY • DER SALON ONLY

    Das knappe Gut Arbeit · Links – Deutsch / Deutsch – Links · Hettche · Masculinization · Schönthaler · Vatikan-KI · Miosga · Infermezzo · Mutter

    Hauptbücher: Florian Butollo „Das knappe Gut Arbeit" und Voss/Reichelt „Links – Deutsch / Deutsch – Links". Plus Kurzlektüren: Hettche, PNAS-Demografie, Schönthaler, Vatikan-KI, Miosga/Merz, „Infermezzo", Anne-Sophie Mutter. Vor-Salon: Merz-Bilanz und Mariam Lau. 00:00:00 Vor dem Salon Wolfgang zur Koalitionslage, Stefan zur Merz-Bilanz nach einem Jahr. Beide kritisieren ein Deutschlandfunk-Gespräch mit Mariam Lau, die Merz' Ausfälle zu Migration und Stadtbild relativiert; Wolfgang nennt Laus Diagnose einer Nähe von Merz und Klingbeil unter dem Schlagwort Wachstum „Verblödung". 00:36:42 Florian Butollo: Das knappe Gut Arbeit Butollo widerspricht der KI-bedingten Massenarbeitslosigkeit und beschreibt dauerhafte Arbeitskräfteknappheit als Strukturmerkmal — Rebound-Effekte, Demografie, kaum automatisierbare Reproduktionsarbeit. Wolfgang ordnet ihn marxistisch ein und benennt das Mismatch von Langzeitarbeitslosen zu unbesetzten Pflegestellen. Stefan kritisiert fehlende Empirie und hält entgegen, dass das Buch das eigentliche KI-Potenzial — den ausbeutbaren Fleiß — wegwische. 02:14:16 1 Minute – Butollo Knappheits-Diagnose plus Stefans Einwand zum KI-Fleiß. 02:16:07 Voss/Reichelt (Hrsg.): Links – Deutsch / Deutsch – Links Wolfgang führt den Westend-Sammelband aus dem Nius-Umfeld ein (Broder, Thurn und Taxis, Kubicki, Kelle, Bolz, Martenstein, Steinhöfel, Schuler, Casula) und liest das Format als Programm einer schwarz-blauen Koalition. Stefan beschreibt die idiosynkratische Nius-Sprache; Lemmata wie „Transfrau", „Fachkraft", „Gemeinwohl" werden durchgegangen. Wolfgang arbeitet die transatlantische Ausrichtung (Hegseth, Vance, Yarvin, Thiel, Andreessen) heraus; beide ziehen die Parallele zu „Hoss & Hopf". 03:15:18 1 Minute – Voss/Reichelt Koalitionsprogramm einer möglichen blau-schwarzen Politik; Stefan rät vom Kauf ab. 03:17:10 Thomas Hettche: Liebe Hettches Roman (Kiepenheuer & Witsch) erzählt vom Okularisten Max und Anna, beide Anfang sechzig. Wolfgang liest ihn als universellen Liebesroman, mit Verweisen auf Goethe und Hegel. 03:27:03 Schubert (PNAS): Masculinization of Populations Stefan referiert die PNAS-Studie von Henrik-Alexander Schubert (MPIDR): 2024 überschritt erstmals die globale weibliche Fertilitätsrate die männliche. Treiber: sex-selektive Abtreibung in China, Korea, Indien und männlich dominierte Migration in den Golfstaaten; Wolfgang prägt die Formel vom „knappen Gut Frau". 03:38:11 Philipp Schönthaler: Mysteria Hysteria Wolfgang empfiehlt die 43-Seiten-Novelle (Matthes & Seitz): ein Lektor stößt in einer KI-Verlagswelt auf ein Manuskript, in dem er die Handschrift seiner Jugendliebe Elektra zu erkennen meint — Schönthaler verschränkt Sehnsucht mit der Frage, ob Textproduktion noch ein Subjekt erkennen lasse. 03:45:13 Vatikantexte: Leo XIV. + »Antiqua et nova« Stefan referiert Leo XIV.s Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel (Gesicht/Stimme als Persona/Prosopon) und „Antiqua et nova" — hervorgehoben: der „nicht gedachte Gedanke" und die Götzenbild-Analogie zur KI. 04:02:49 Caren Miosga im Gespräch mit Friedrich Merz Wolfgang arbeitet Miosgas Fragen an Merz chronologisch durch und kritisiert die Inhaltsleere: statt Deindustrialisierung kreisten sie um Vertrauen, Klima und das Verhältnis zu Klingbeil — „betreutes Regieren". Stefan rechnet vor, dass Miosga mehr verdient als der Bundeskanzler. 04:20:02 Mary-Jane: The Infermezzo Das Kofferwort „Infermezzo" (Inference + Intermezzo) beschreibt die Wartezeit, in der eine KI arbeitet. Mit Pablo Stanley, Henry Mintzberg und Jerry Z. Muller skizziert die Autorin, wie Nutzerinnen in eine Manager-Rolle rücken und KPIs zum Bewertungs-Substitut werden. 04:25:51 Anne-Sophie Mutter: East Meets West Mutters Album zum 50. Bühnenjubiläum mit Werken von Thomas Adès, Jörg Widmann, Aftab Darvishi und Unsuk Chin — darunter Darvishis „Likoo", Chins Duo mit Nancy Zhou, Widmanns sechstes Streichquartett und das Adès-Violinkonzert als Sibelius-Hommage.

    4h 33m

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Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest. Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.

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