Childless Dogladies

Birte Hanusrichter, Liza Tzschirner

Zwei Schauspielerinnen, zwei Frauen ohne Kinder, dafür mit Hunden, vielen Gedanken über das Leben und einer sehr langen Sprachnachrichten Historie. Denn eigentlich fing alles genau so an: mit Sprachnachrichten. Sehr vielen. Und sehr langen. Irgendwann dachten wir: Warum nicht einfach ein Mikrofon dazu stellen? In „Childless Dog Ladies“ sprechen Birte und Liza über ihre Leben, ihre Arbeit als Schauspielerinnen, über Drehs, Selbstzweifel, Hunde, Freundschaft, Beziehungen, Freiheit, Erwartungen und all die Dinge, über die man sonst meist nur im privaten Chat oder bei langen Spaziergängen spricht. Der Podcast ist auch ein Versuch, ein paar neue Bilder zu entwerfen. Denn Frauen, die keinen klassischen Lebensentwurf mit Kindern leben, tauchen als Vorbilder in der Öffentlichkeit erstaunlich selten auf und wenn doch, dann oft begleitet von Vorurteilen. Zum Beispiel diesen: Dass die Karriere wichtiger war. Dass kein Partner da war oder man ungewollt war. Dass man ohne Kinder unendlich viel Freizeit hat, immer ausschlafen kann und grundsätzlich ein beneidenswert entspanntes Leben führt. Es gibt viele Gründe für ein Leben ohne Kinder, genauso viele, wie es Lebensgeschichten gibt. Manche entscheiden sich bewusst dafür, manche können keine Kinder bekommen, bei manchen passiert es einfach nicht. Und trotzdem hält sich hartnäckig die Vorstellung, es gäbe nur eine richtige Art zu leben. „Childless Dog Ladies“ nimmt diese Klischees auseinander, neugierig, humorvoll und manchmal auch ziemlich ehrlich. Es geht dabei nicht um einen Podcast nur für Menschen ohne Kinder. Sondern um einen Podcast für alle, die Lust haben, über unterschiedliche Lebensentwürfe nachzudenken. Für Menschen, die Hunde mögen. Für Menschen, die sich fragen, wie das Leben zweier Schauspielerinnen zwischen Filmset, Alltag und großen Fragen eigentlich aussieht. Und vor allem für Menschen, die gerne zwei Frauen zuhören, die sich gefühlt seit Ewigkeiten kennen und sich über das Leben austauschen, so wie es eben passiert. Mit allem, was dazugehört. 🐕🎙️

  1. vor 10 Std.

    Science Birte und die Körperwelten

    Wir tauchen ein in die Frage, was Schwangerschaft und Kinderkriegen eigentlich mit Körper und Psyche machen – und zwar weit über die neun Monate hinaus. Es geht um den hormonellen Effekt, den so eine Schwangerschaft auslöst, um die psychologischen Seiten der Elternschaft und darum, wie stark diese Faktoren mitbestimmen, wie gesund und wie lange wir leben. Spannend wird's bei der Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und der Lebenserwartung, wo wir dann auch gleich mal ehrlich darüber sprechen, wie tückisch Studien sein können und wie gern reißerische Schlagzeilen aus dünnen Daten eine große Story stricken. Ein kleiner Realitätscheck gegen den Clickbait, sozusagen. Dann geht's tief rein ins Faszinierende: Was macht eine Schwangerschaft langfristig mit dem Gehirn? Und vielleicht das verblüffendste Thema der Folge Mikrochimärismus, also die Tatsache, dass Zellen des Kindes noch jahrelang im Körper der Mutter weiterleben. Wir gucken uns an, was diese kleinen Zell-Untermieter Gutes und weniger Gutes anrichten können. Und weil zu einem ehrlichen Gespräch beide Seiten gehören, geht es genauso um die gesundheitlichen und seelischen Vorzüge eines Lebens ohne Kinder. Am Ende steht eine nachdenkliche Reflexion über gesellschaftliche Erzählungen, eigene Werte und wie immer die Frage, welcher Weg eigentlich zu wem passt. Kommt mit, hört rein und sagt uns eure Meinung – wir freuen uns auf euch! Kapitel 00:00 Psychologische und soziale Aspekte des Kinderkriegens26:47 Studieninterpretation und Clickbait46:35 Mikrochimärismus: Zellen des Kindes im Körper der Mutter53:22 Persönliche Perspektiven auf die Mutterschaft59:42 Die emotionale und psychologische Wirkung der Mutterschaft01:07:19 Die psychologische Wirkung von Elternschaft und einem Leben ohne Kinder Quellen: Schwangerschaft, Kinder bekommen, Gesundheit & Langlebigkeit Ryan, C. P. et al. – 2024 – „Reproductive history and biological aging in women“ (PNAS) Poganik, J. R. et al. – 2023 – „Biological age is increased by pregnancy and restored after delivery“ (Cell Metabolism) Collaborative Group on Hormonal Factors in Breast Cancer – 2012 – „Menarche, menopause, and breast cancer risk: individual participant meta-analysis“ (The Lancet Oncology) Rich-Edwards, J. W. et al. – 2017 – „Pregnancy complications and the risk of cardiovascular disease“ Jadoulle, V. et al. – 2023 – „Reproductive factors and longevity: a systematic review“ Barclay, K. et al. – 2016 – „Reproductive history and mortality: a population-based study“ Hawkes, K., Coxworth, J. E., Kim, P. S. – 2012 – „Increased Longevity Evolves from Grandmothering“ (Proceedings of the Royal Society B) Hawkes, K. – 2003 – „Grandmothers and the evolution of human longevity“

    1 Std. 6 Min.
  2. 22. Juni

    Was bisher geschah

    Schön, dass Liza wieder da ist! In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine Reise und zwar buchstäblich. Liza kommt frisch aus Ägypten zurück, wo sie für einen Dreh unterwegs war, und hat jede Menge Eindrücke im Gepäck. Wir quatschen erstmal in Ruhe darüber, wie es ihr ergangen ist, bevor wir tiefer eintauchen. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kreuzfahrt- und einem Flussschiff? Liza klärt auf und nimmt uns mit zu den uralten Tempeln, deren Geschichte einen einfach nicht loslässt. Wie fühlt es sich an, vor diesen jahrtausendealten Mauern zu stehen? Und wie sieht das moderne Ägypten abseits der Postkartenmotive aus? Wir sprechen offen über die kulturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen, über überraschende Begegnungen mit Tieren, über den ganz eigenen Wahnsinn im Straßenverkehr und darüber, was man für so eine Reise eigentlich alles bedenken muss. Und dann wird's auch noch ein bisschen Branchen-Talk: Birte erzählt von ihrer neuen Serie von den Einschaltquoten und was die für eine mögliche zweite Staffel bedeuten, von ihrer Rolle, vom Spaß am Schauspielern und am Miteinander am Set. Wir sprechen über die Dreherfahrung in Leipzig, das Filmfest München und werfen schon mal einen Blick auf unsere nächste Folge, in der es um Schwangerschaft und den Körper gehen wird. Kapitel 00:00 Willkommen zurück und Auffangen14:50 Eindrücke aus Ägypten22:43 Auf Entdeckungstour durch alte Tempel29:04 Begegnungen mit Tieren40:41 Vorbereitung auf die Reise48:06 Einschaltquoten und die Zukunft der Serie55:00 Dreherfahrung in Leipzig

    50 Min.
  3. 15. Juni

    Wir gehen in Rant-e

    Diese Folge beginnt mit einer kleinen Kaffee-Saga (man kennt's) und entwickelt sich dann zu einem ehrlichen Gespräch über ein Reizthema, das offenbar viele beschäftigt: Wer macht eigentlich mehr Lärm, Kinder oder Hunde? Und wer hat in welcher Situation Vorrang? Liza und Birte teilen eigene Erlebnisse, lesen Zuschriften aus der Community und merken schnell: An dieser Frage hängt erstaunlich viel. Es geht um das oft etwas spannungsgeladene Zusammenspiel zwischen Eltern, Kindern, Hundebesitzer:innen und allen, die einfach nur ihren Espresso in Ruhe trinken wollen. Um gesellschaftliche Erwartungen, die auf Menschen mit Kindern genauso lasten wie auf Menschen ohne, nur eben anders. Und um die simple, manchmal vergessene Frage, wie man Lebensentwürfe respektiert, die nicht die eigenen sind. Im zweiten Teil wird's etwas grundsätzlicher: Wie viel Empathie braucht ein gutes Gespräch? Was unterscheidet ehrliches Interesse von höflichem Nachfragen? Und wie weit reicht eigentlich Verantwortung. Für andere, für sich selbst, für das Wesen am anderen Ende der Leine? Birte gesteht ganz nebenbei ihre Tendenzen als Helikopter-Hundemama, Liza kann es toppen und am Ende bleibt vor allem eines: Dankbarkeit für eine Community, die mitdenkt, mitschreibt und mitfühlt. Kapitel 00:00 Die Kaffee-Saga07:03 Eltern vs. Kinder: Lärm und Verantwortung18:48 Zuschriften von Hörern25:26 Grenzen respektieren30:54 Dynamiken am Arbeitsplatz38:20 Empathie und Verbindung48:03 Verantwortung und Unterstützung53:34 Helikopter-Hundemama

    57 Min.
  4. 1. Juni

    Schauspiel Take 1

    Birte und Liza erzählen von ihrem Weg zur Schauspielerei und davon, dass dieser Weg selten so glamourös ist, wie man ihn sich von außen vielleicht vorstellt. Birte spricht über ihren ungewöhnlichen Wechsel vom Filmstudium zum Spielen und darüber, wie schwer es ihr lange fiel, sich selbst wirklich auszudrücken. Sie erzählt offen von gesellschaftlichen Erwartungen, eigenen Unsicherheiten und dem Wunsch, beim Spielen und Erzählen möglichst ehrlich zu bleiben. Der Schritt vom Schneideraum vor die Kamera war dabei weniger ein perfekt ausgearbeiteter Karriereplan als vielmehr ein mutiger Sprung ins kalte Wasser. Später erzählt Liza von ihrem eigenen Weg zur Schauspielerin, ihrer großen Liebe zum Theater und den Unterschieden zwischen Bühne, Film und Fernsehen. Dabei geht es auch um die legendär nervenaufreibenden Aufnahmeprüfungen an staatlichen Schauspielschulen und die Frage, wie oft man eigentlich an sich zweifeln kann, bevor man trotzdem weitermacht. Außerdem sprechen die beiden über erste Fernseherfahrungen, leicht chaotische Drehtage und die manchmal unfreiwillig komischen Momente, die bei ersten Drehtagen entstehen können. Gleichzeitig werfen sie einen Blick darauf, wie sich die Schauspielbranche verändert hat und warum manche Formate heute ganz anders wahrgenommen werden als noch vor ein paar Jahren. Kapitel00:00 Einführung in den Podcast06:11 Der Einfluss von Selbstbild und gesellschaftlichen Erwartungen13:34 Die Bedeutung von „Beats“ im Storytelling21:49 Vom Filmstudium zur Schauspielerei27:28 Netzwerken und berufliche Verbindungen33:08 Der Weg zur Schauspielerin38:19 Karriereziele und persönliche Ambitionen44:49 Die Herausforderungen staatlicher Schauspielschulen51:32 Wandel der Schauspielbranche und neue Perspektiven

    1 Std. 5 Min.

Info

Zwei Schauspielerinnen, zwei Frauen ohne Kinder, dafür mit Hunden, vielen Gedanken über das Leben und einer sehr langen Sprachnachrichten Historie. Denn eigentlich fing alles genau so an: mit Sprachnachrichten. Sehr vielen. Und sehr langen. Irgendwann dachten wir: Warum nicht einfach ein Mikrofon dazu stellen? In „Childless Dog Ladies“ sprechen Birte und Liza über ihre Leben, ihre Arbeit als Schauspielerinnen, über Drehs, Selbstzweifel, Hunde, Freundschaft, Beziehungen, Freiheit, Erwartungen und all die Dinge, über die man sonst meist nur im privaten Chat oder bei langen Spaziergängen spricht. Der Podcast ist auch ein Versuch, ein paar neue Bilder zu entwerfen. Denn Frauen, die keinen klassischen Lebensentwurf mit Kindern leben, tauchen als Vorbilder in der Öffentlichkeit erstaunlich selten auf und wenn doch, dann oft begleitet von Vorurteilen. Zum Beispiel diesen: Dass die Karriere wichtiger war. Dass kein Partner da war oder man ungewollt war. Dass man ohne Kinder unendlich viel Freizeit hat, immer ausschlafen kann und grundsätzlich ein beneidenswert entspanntes Leben führt. Es gibt viele Gründe für ein Leben ohne Kinder, genauso viele, wie es Lebensgeschichten gibt. Manche entscheiden sich bewusst dafür, manche können keine Kinder bekommen, bei manchen passiert es einfach nicht. Und trotzdem hält sich hartnäckig die Vorstellung, es gäbe nur eine richtige Art zu leben. „Childless Dog Ladies“ nimmt diese Klischees auseinander, neugierig, humorvoll und manchmal auch ziemlich ehrlich. Es geht dabei nicht um einen Podcast nur für Menschen ohne Kinder. Sondern um einen Podcast für alle, die Lust haben, über unterschiedliche Lebensentwürfe nachzudenken. Für Menschen, die Hunde mögen. Für Menschen, die sich fragen, wie das Leben zweier Schauspielerinnen zwischen Filmset, Alltag und großen Fragen eigentlich aussieht. Und vor allem für Menschen, die gerne zwei Frauen zuhören, die sich gefühlt seit Ewigkeiten kennen und sich über das Leben austauschen, so wie es eben passiert. Mit allem, was dazugehört. 🐕🎙️

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