Deutsch und deutlich

Claudio Zanetti

Obwohl für uns Schweizer wichtig ist, was in Deutschland läuft, wissen wir erstaunlich wenig über unser nördliches Nachbarland, mit dem uns eine fast 400 Kilometer lange Grenze verbindet. «Deutsch und deutlich» will das ändern: Ein pointierter, tiefergehender Podcast, der das Schweizer Publikum mit Hilfe prominenter und eloquenter deutscher Gäste durch den (politischen) Alltag in Deutschland führt – unterhaltsam, analytisch und mit dem charakteristischen Nebelspalter-Blick.

Folgen

  1. 6. FEB.

    Eine richtige Aufarbeitung sieht anders aus – Tom Lausen und Hans-Georg Maassen über die Enquete-Kommission zu «Corona»

    In der Podcast-Folge von «Deutsch und deutlich!» diskutieren Claudio Zanetti mit den Gästen Tom Lausen (Datenanalyst und Mitglied der Enquete-Kommission) und Hans-Georg Maassen (ehemaliger Verfassungsschutzpräsident) die Aufarbeitung der Corona-Pandemie in Deutschland. Es durften sogar Fragen gestellt werden, die in der Kommission verboten waren… Lausen kritisiert die Enquete-Kommission des Bundestags scharf: Die Mehrheit blockiere eine echte kritische Aufarbeitung und wehre die Ansprache von Fehlern während der Pandemie aktiv ab. Statt Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, solle die Kommission nur Vorschläge für künftige Pandemien erarbeiten. Beide Experten listen schwerwiegende Vorwürfe auf: • Systematische Falschinformation: Politiker und Behörden hätten wissentlich falsche Aussagen verbreitet – über den angeblichen Tierursprung des Virus (statt des Labors in Wuhan), seine Gefährlichkeit, die Wirksamkeit von Lockdowns und Masken sowie über den Schutz und die Sicherheit der Impfstoffe. • Versagen der Kontrolle: Die Exekutive habe die Legislative entmachtet, das Parlament habe aufgrund fehlender oder falscher Informationen nicht kontrolliert. Die Opposition (AfD) sei mit Falschinformationen behindert worden. • Unverhältnismässige Massnahmen und Hetze: Lockdowns und Pflegeabbruch hätten zu vermeidbaren Todesfällen geführt, insbesondere bei Älteren. Regierungsvertreter hätten durch hetzerische Rhetorik (z.B. Bundespräsident Gauck) eine «Jagd auf Ungeimpfte» befördert. • Datenmanipulation und Vertuschung: Das Paul-Ehrlich-Institut habe seine Pflicht zur aktiven Überwachung von Impfnebenwirkungen vernachlässigt, Daten nicht korrekt ausgewertet und so Sicherheitssignale verschleiert. Corona-Todesfälle seien nicht sauber aufgeklärt worden. • Fehlende Konsequenzen: Es gebe keine ausreichenden Straftatbestände gegen Machtmissbrauch und bewusste Falschaussagen von Regierungsmitgliedern. Als zentrale Lehre fordern Lausen und Maassen: Bei künftigen Pandemien müssen Empfehlungen anstelle von Zwang im Vordergrund stehen. Die Regierung muss wahrhaftig informieren, und die individuelle Entscheidungsfreiheit (z.B. über Impfungen) muss respektiert werden. Die aktuelle Kommission verfehle jedoch ihr Ziel, da sie eine kritische Rückblick-Analyse verweigere.

    48 Min.
  2. 26.12.2025

    Grundgesetz in der Krise: Rupert Scholz fordert Rückbesinnung auf demokratische Kernprinzipien

    In «Deutsch und deutlich» mit Claudio Zanetti äussert der ehemalige Verteidigungsminister und Professor für Verfassungsrecht Rupert Scholz kritische Bedenken zum Zustand der deutschen Demokratie. Er betont die zentrale Bedeutung von Grundwerten wie Meinungsfreiheit und Menschenwürde, sieht diese jedoch gefährdet. Scholz kritisiert eine zunehmend unverhältnismässige Einschränkung der Meinungsfreiheit durch den Staat, etwa durch übermässige Strafverfolgung bei Politikkritik. Die Ausgrenzung der AfD und ein sinkendes Vertrauen in staatliche Institutionen wie das Bundesverfassungsgericht betrachtet er als alarmierende Signale. Zudem warnt er vor einer politischen Instrumentalisierung und Fehlentscheidungen des Gerichts, exemplarisch genannt im Klima-Beschluss, der seiner Ansicht nach die Politik unnötig lähmt. Scholz plädiert für eine Rückbesinnung auf demokratische Kernprinzipien wie Kompromissfähigkeit, politische Gleichbehandlung und die Wahrung institutioneller Neutralität. Obwohl für uns Schweizer wichtig ist, was in Deutschland läuft, wissen wir erstaunlich wenig über unser nördliches Nachbarland, mit dem uns eine fast 400 Kilometer lange Grenze verbindet. «Deutsch und deutlich» will das ändern: Ein pointierter, tiefergehender Podcast, der das Schweizer Publikum mit Hilfe prominenter und eloquenter deutscher Gäste durch den (politischen) Alltag in Deutschland führt – unterhaltsam, analytisch und mit dem charakteristischen Nebelspalter-Blick.

    26 Min.
  3. 22.12.2025

    Petr Bystron, müssen die USA die Europäer vor der EU schützen?

    Im Gespräch zwischen Claudio Zanetti und dem EU-Abgeordneten Petr Bystron (AfD) wird die Europäische Union fundamental kritisiert. Bystron beschreibt sie als ein undemokratisches, gegen die eigene Bevölkerung gerichtetes „Monster“, das zunehmend zur Bedrohung für die Freiheitsrechte der Bürger werde. Als Beispiele führt er Sanktionen gegen regierungskritische Personen wie den Schweizer Autor, Jacques Baud, an sowie die Unterdrückung der Opposition durch staatliche Mittel – er selbst sei Ziel von 27 Hausdurchsuchungen ohne Ergebnis gewesen. Ein zentraler Kritikpunkt ist der geplante „Chat-Control“-Überwachungsvorschlag der EU-Kommission. Bystron warnt, dieser ermögliche eine Totalüberwachung privater Chats, Fotos und Videos auf Handys noch vor dem Versand – ein System, das er als schlimmer als in China und als Vorstufe zur Zensur bezeichnet. Die EU handele systematisch gegen den Willen der Bürger, was er am Beispiel des Ukraine-Krieges festmacht: Eine Mehrheit in Europa und der Ukraine wolle Friedensverhandlungen, die regierenden Eliten trieben aber weiter Kriegspolitik im Interesse der Rüstungslobby. Die EU diene nicht den Bürgern, sondern grossen Konzernen und unterdrücke systematisch abweichende Meinungen, was bis zum Jobverlust und medialen „Canceln“ führe (Beispiele: Thilo Sarrazin, Hans-Georg Maassen). Die USA übten in ihrer neuen Sicherheitsstrategie scharfe Kritik an dieser Unterdrückung der Opposition in Europa. Als Ausweg fordert Bystron eine radikale Kurskorrektur: Geschlossene EU-Aussengrenzen nach amerikanischem Vorbild, Remigration von Straftätern und Personen, die das Wertesystem ablehnen, sowie massive Bürokratie- und Steuersenkungen, um Eigeninitiative und Wirtschaftskraft zurückzugewinnen.

    29 Min.

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Obwohl für uns Schweizer wichtig ist, was in Deutschland läuft, wissen wir erstaunlich wenig über unser nördliches Nachbarland, mit dem uns eine fast 400 Kilometer lange Grenze verbindet. «Deutsch und deutlich» will das ändern: Ein pointierter, tiefergehender Podcast, der das Schweizer Publikum mit Hilfe prominenter und eloquenter deutscher Gäste durch den (politischen) Alltag in Deutschland führt – unterhaltsam, analytisch und mit dem charakteristischen Nebelspalter-Blick.