Hinter der Schlagzeile

Eintauchen in die Welt der aktuellen Ereignisse. Joëlle Weil und Stefan Bühler, zusammen mit Top-Journalisten von CH Media, bringen dreimal wöchentlich tiefgründige Analysen, exklusive Recherchen und spannende Diskussionen zu den wichtigsten Themen der Schweiz und der Welt. Egal ob Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur – wir beleuchten die Hintergründe und liefern fundierte Einblicke. Jetzt abonnieren, um keine Folge zu verpassen! #Nachrichten #Schweiz #Welt #Aktuell #Politik #Wirtschaft #Recherche #CHMedia

  1. VOR 4 STD.

    15 Jahre um die Welt gereist: Der berühmteste Appenzeller Baumstamm

    Was passiert, wenn ein jahrhundertealter Appenzeller Fastnachtsbrauch zur globalen Kunstaktion wird? Das Urnäscher Bloch – ein fünf Meter langer Baumstamm – wurde 2011 von zwei Künstlern ersteigert und auf Weltreise geschickt. Geplant waren zwei bis drei Jahre. Am Ende wurden es 15. Der Stamm stand in Berlin, Shanghai und New York, steckte während der Pandemie in Chile fest und lag monatelang im Hafen von Mumbai – falsch deklariert, beinahe versteigert. Australien verweigerte die Einreise aus Angst vor eingeschleppten Schädlingen. Vor Verschiffungen wurde das Holz mit Gas oder Hitze behandelt, die Rinde entfernt – „jedes Jahr erneut getötet“, wie es im Text heisst. Redaktorin Ramona Koller von der Appenzeller Zeitung erzählt im Gespräch mit Mark Schoder die Geschichte eines Brauchs, der seine gewohnte Umgebung verliess – und dabei zum Fall für Spediteure, Anwältinnen und Diplomaten wurde. Eine Geschichte über Tradition und Transformation. Und über die Frage, ob das Bloch nach 15 Jahren Weltreise wieder heimfindet – oder ob seine Geschichte gerade erst beginnt. Wo liegen die Ursprünge des Blochs – Holzbrauch oder Fruchtbarkeitsritual? Was bleibt von einem Brauch übrig, wenn nur noch der Baumstamm reist – ohne Blochmannschaft, ohne Kontext? Warum hing das Bloch jahrelang in Häfen fest? Wer bezahlte die rund 120’000 Franken für die Odyssee? Und was kommt zurück in die Ostschweiz: derselbe Stamm – oder ein gezeichnetes Relikt seiner Reise? Mehr Artikel zum Thema:Die absurde Geschichte eines Baumstamms auf Weltreise: Das Urnäscher Bloch ist zurück – und hängt schon wieder fest15 Jahre unterwegs: Das Urnäscher Bloch steht kurz vor der HeimkehrRegen, Rauch und Reiter – das Urnäscher Bloch wird durchs Hinterland gezogen

    12 Min.
  2. VOR 1 TAG

    Krieg in Nahost: Wie wichtig ist die Rolle der Schweiz?

    Seit dem Kriegsausbruch vom Samstag sitzen mehrere Hunderttausend Schweizerinnen und Schweizer im Mittleren Osten fest. Wegen der Bombardements ist der Luftraum gesperrt, nur vereinzelt konnten Maschinen ausfliegen. Gleichzeitig steht die Schweizer Botschaft in Teheran im Fokus. Sie vertritt als sogenannte Schutzmacht die Interessen der USA im Iran – und übermittelt Botschaften zwischen den beiden Staaten.   Zuständig ist das Aussendepartement von Bundesrat Ignazio Cassis. Es muss sich um die gestrandeten Touristinnen und Touristen kümmern – und die guten Dienste der Schweiz aufrechterhalten.   Inlandredaktor Stefan Bühler sagt: «Mit den guten Diensten übernimmt die Schweiz streng genommen nur eine Briefträgerinnenfunktion zwischen Iran und den USA – manchmal ist es aber doch mehr.» Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» erzählt er ausserdem von einem sonderbaren Interview, das er 2012 mit einem der höchsten Vertreter des iranischen Regimes in Bern geführt hat. Lesen Sie mehr zum Thema: «Schlechte Dienste für das iranische Volk»: Kritik an Schweizer Vermittlung zwischen USA und Iran Newsblog++Hisbollah-Funktionär kündigt «offenen Krieg» mit Israel an Cassis über die Botschaft in Iran: «Die Lage ist geprägt von der Angst vor den deutlich hörbaren Mörsergranaten»   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»: https://www.aargauerzeitung.ch/podcasts/hinter-der-schlagzeile Host: Benjamin Rosch Gast: Stefan Bühler Kontakt: podcast@chmedia.ch

    16 Min.
  3. Susanne Wille im LIVE-Podcast

    24. FEB.

    Susanne Wille im LIVE-Podcast

    Worum geht’s? Am 8. März stimmt die Schweiz über die «Halbierungsinitiative» ab. Patrik Müller spricht mit SRG-Generaldirektorin Susanne Wille über den Abstimmungskampf, Kritik an der SRG und die geplante Transformation. Kernaussagen von Susanne Wille 200 Franken reichen nicht: Wille sagt, die Initiative bedeute eine Halbierung der Mittel; sie nennt –500 Mio. aus der Medienabgabe, –150 Mio. aus der Unternehmensabgabe sowie wegbrechende Werbegelder. Konsequenz laut Wille: Mit der Hälfte der Mittel sei das heutige viersprachige Angebot nicht mehr möglich; sie spricht vom Ende der heutigen Service-public-Leistung. Wofür das Geld eingesetzt wird: Wille sagt, rund die Hälfte der Beiträge fliesse in die Information. Warum die Umfragen knapp sind: Die Initiative wirke «verführerisch», weil sie suggeriere, mit etwas weniger gehe es schon. Gleichzeitig müsse Journalismus besser erklärt werden (Themensetzung, Entscheide, Aufwand). «Ich kommuniziere nicht taktisch»: Wille wehrt sich gegen den Vorwurf, konkrete Folgen als Drohung zu formulieren, und betont betriebswirtschaftliche Logik: Wenn man halbieren müsse, gehe es an teure Kostenblöcke wie Studios/Produktion. Transformation der SRG: Wille beschreibt die SRG als früher stärker dezentral gewachsen; sie wolle «zusammenrücken», Synergien nutzen und das Medienhaus «neu bauen» – bei laufendem Betrieb. Personal & Sparen: Wille verweist darauf, die SRG habe seit 2018 100 Mio. gespart; der Personalbestand sei über 20 Jahre ungefähr gleich gewesen, in den letzten zehn Jahren etwas gesunken; nun gehe er nochmals um 900 Vollzeitstellen runter. UKW-Entscheid: Wille sagt, sie habe früh angekündigt, den Entscheid zu überprüfen; als sich die Rahmenbedingungen änderten, sei die SRG zurück auf UKW gegangen und habe sich für die Verärgerung entschuldigt. Lohn-Debatte: Wille nennt das «nicht vermittelbar», hält aber fest: In der Abstimmung gehe es nicht um ihren Lohn, sondern um den Auftrag eines viersprachigen Medienhauses. SRG vs. Private: Wille spricht von einem «jahrzehntelangen Krieg», der beiden geschadet habe, und plädiert für Zusammenarbeit (z.B. Teilen von Rohmaterial). Sie warnt davor zu glauben, der Markt ersetze automatisch SRG-Leistungen – gerade in kleineren Sprachräumen. Vorwurf «zu links/zu rechts»: Wille sagt, der Vorwurf untergrabe Vertrauen. Sie verweist auf Ombudsstellen/UBI (unter 1% der Beanstandungen münde in eine UBI-Verurteilung) und betont Vielfalt auch bei Bildungswegen. KI & Vertrauen: KI sei Chance und Risiko; es brauche Transparenz und stärkeres Faktenprüfen, weil die Unterscheidung von echt/manipuliert schwieriger werde. Junge erreichen: Wille nennt Formate wie SRF News und spezifische Reportageformate, spricht von einer neuen Live-/Streaming-Plattform und sagt: Die Initiative verhindere die «digitale SRG». (rar)

    48 Min.
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Eintauchen in die Welt der aktuellen Ereignisse. Joëlle Weil und Stefan Bühler, zusammen mit Top-Journalisten von CH Media, bringen dreimal wöchentlich tiefgründige Analysen, exklusive Recherchen und spannende Diskussionen zu den wichtigsten Themen der Schweiz und der Welt. Egal ob Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur – wir beleuchten die Hintergründe und liefern fundierte Einblicke. Jetzt abonnieren, um keine Folge zu verpassen! #Nachrichten #Schweiz #Welt #Aktuell #Politik #Wirtschaft #Recherche #CHMedia

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