50 Folgen

«Kontext» ist die tägliche Hintergrundsendung zu Themen der Kunst, der Kultur, zu Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Eine Stunde lang täglich setzt «Kontext» einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung - hintergründig, mutig und überraschend.

Kontext Schweizer Radio und Fernsehen

    • Gesellschaft und Kultur
    • 4.3, 199 Bewertungen

«Kontext» ist die tägliche Hintergrundsendung zu Themen der Kunst, der Kultur, zu Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Eine Stunde lang täglich setzt «Kontext» einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung - hintergründig, mutig und überraschend.

    Talk mit Soziologin Zora Hauser über die Mafia nebenan

    Talk mit Soziologin Zora Hauser über die Mafia nebenan

    Die junge Soziologin Zora Hauser befasst sich an der Universität Oxford mit der mächtigsten Mafia-Organisation der Welt, der kalabrischen `Ndrangheta. Im «Kontext» -Gespräch zeigt sie auf, wie sie bei ihren Recherchen auf dem Territorium der Mafiosi vorgeht. Heutige Mafiosi kommen nicht mit Gangsterhut, einer protzigen Karosse und grossspurigen Allüren daher. Die Mitglieder der mächtigsten Mafia-Organisation, der kalabrischen `Ndrangheta, legen vielmehr Wert darauf, ihre illegalen Geschäfte diskret zu organisieren, erst recht wenn sie im Ausland operieren.

    Als kürzlich im aargauischen Muri ein `Ndrangheta-Ableger im Umfeld der örtlichen Pizzeria aufflog, war das Erstaunen gross. Auch 2014 rieb man sich die Augen, als im Thurgau mehrere Mafiosi verhaftet wurden, die in einem Sääli in Wängi ihre geheimen Treffen abhielten. Mit von der Partie waren ein Taxifahrer und Busunternehmer in Frauenfeld, die mittlerweile in Kalabrien im Gefängnis sind.

    Ob Aargau oder Thurgau – in beiden Fällen galten die Paten als gut integriert und als nette Nachbarn von nebenan. Sich anzupassen und nicht aufzufallen, gehöre jedoch geradezu zur Strategie der kriminellen Organisation im Ausland, sagt die `Ndrangheta-Expertin Zora Hauser, die in Kalabrien und in Deutschland Feldforschung zur mächtigsten Mafia-Organisation betreibt. Wie sie dabei vorgeht und was die Soziologie über die kriminelle Organisation heute weiss, zeigt der «Kontext-Talk» mit Zora Hauser auf.

    • 44 Min.
    Künste im Gespräch – Schreiben über Dunkles und Kunst als Zuhause

    Künste im Gespräch – Schreiben über Dunkles und Kunst als Zuhause

    Wenn die Kunst das wahre Zuhause ist, wenn das Schreiben Tumult erzeugt oder am Abgrund entsteht – dann ist künstlerisches Schaffen existenziell und bewegend. Die in Teheran geborene Sängerin und Komponistin Mahsa Vahdat lebt heute im Exil in den USA und sagt von sich, dass nur die Kunst ihr Zuhause ist.

    Unter dem Titel «Dunkelkammern» erzählen alte und junge Autoren und Schriftstellerinnen, wie sie mit ihren Stoffen und Ideen ringen. Schreiben kann Last und Lust zugleich sein.

    Charles Bukowski war schon als Kind ein Aussenseiter in der amerikanischen Gesellschaft, fand Halt in der Literatur und schrieb sich zum Kultautor hoch. Weitere Themen: Mahsa Vahdat: «Die Kunst ist mein wahres Zuhause» - Vom Making-of der Literatur - Ein Leben am Abgrund – 100 Jahre Charles Bukowski

    • 49 Min.
    Theaterfestivals: Wie international sind sie dieses Jahr?

    Theaterfestivals: Wie international sind sie dieses Jahr?

    Versammlungsverbote, Abstandregeln und Reisebeschränkungen: Eigentlich unmöglich, unter diesen Umständen ein internationales Theaterfestival durchzuführen. Und doch: Das «Zürcher Theater Spektakel» und das «Theaterfestival Basel» finden statt. Wie international sind sie dieses Jahr? Sie trotzen der Corona-Realität: Sowohl das Zürcher Theater Spektakel wie auch das Theaterfestival Basel haben Wege gefunden, ihre diesjährigen Ausgaben stattfinden zu lassen. Vieles wird anders sein als in früheren Jahren. Auf der Landiwiese in Zürich etwa, wo sonst Restaurants, Bars und Strassenkünstler die spezielle Stimmung des Festivals am See ausmachen, gibt es dieses Jahr nichts davon, dafür: Grosse Kunstinstallationen.

    Der künstlerische Leiter des Zürcher Theater Spektakel Matthias von Hartz und sein Team haben neue Projekte und Formate entwickelt, die es ermöglichen, dass internationale Künstler und Künstlerinnen ihre Werke zeigen können, ohne vor Ort sein zu müssen. In Basel setzt man auf ein Festival als Live-Event und legt einen programmlichen Fokus auf Künstler und Künstlerinnen mit aussereuropäischer Herkunft, die im Schengenraum wohnen.

    Was bedeutet die aktuelle Situation für die Künstlerinnen auf der ganzen Welt, die im Moment nicht reisen können? Der Performer Dorine Mokha (Lubumbashi/Kongo), die Regisseurin und Autorin Tina Satter (New York/USA) und die brasilianische Choreographin Lia Rodrigues (Rio/Brasilien) erzählen, was für sie die Zäsur durch Corona bedeutet. Wie wird sich die internationale Zusammenarbeit verändern? Weitere Themen: Internationale Transmissionsriemen - Jetzt ist Solidarität gefragt - Der globale Süden fehlt

    • 51 Min.
    Sachbuch-Trio

    Sachbuch-Trio

    Narzissmus ist ein schillernder und vielverwendeter Begriff, der Präzisierung verdient.

    Beethovens Musik hört anders, wer die politischen Hintergründe dazu kennt.

    Die Natur präsentiert sich vielfältiger, sobald man ihre Wechselbeziehungen versteht. Weitere Themen: Die toxische Macht der Narzissten - Beethoven – politischer Künstler in revolutionären Zeiten - Symbiosen in Wäldern, Wiesen, Mooren

    • 51 Min.
    100 Jahre Salzburger Festspiele

    100 Jahre Salzburger Festspiele

    Unter besonderen Vorzeichen feiert Salzburg das 100jährige Bestehen seiner Festspiele. Was 1920 als «Festspiele für alle» begonnen hat, steht 2020 nicht vor seiner ersten Krise. Wie führt der aktuelle Intendant Markus Hinterhäuser die Festspiele im 21. Jahrhundert? Mit Richard Strauss «Elektra» und mit «Zden?k Adamec», Peter Handkes Stück über einen jungen Mann, der sich aus Protest öffentlich in Prag verbrannte, stehen zwei Figuren am Beginn dieser Festspiele, deren verletztes Gerechtigkeitsgefühl nur den eigenen Tod als Ausweg kennt. Geballte Programmatik statt blosses Amüsement - so zeigt Intendant Markus Hinterhäuser, wie ernst er es mit seinen Festspielen meint.

    Wir blicken auf diese beiden Auftaktspremieren und befragen das Modell Hinterhäuser. In einer klingenden Zeitreise führen wir tief in die Geschichte der Salzburger Festspiele, beleuchten den schwierigen Anfang, die Zeit während des so genannten Anschlusses Österreichs an Nazideutschland und vermeintliche Glanz- wie echte künstlerische Höhepunkte danach.

    Und die Schweizer und Schweizerinnen? Auch sie spielen in Salzburg eine Rolle. Die Sopranistin Regula Mühlemann etwa, die diesen Sommer einen erneuten Auftritt mit Mozart in Salzburg gehabt hätte. Weitere Themen: 100 Jahre Festspiele für und mit «Jedermann» - Mit Regula Mühlemann in Salzburg

    • 50 Min.
    Der Theaterregisseur Werner Düggelin ist gestorben

    Der Theaterregisseur Werner Düggelin ist gestorben

    Ohne «Dügg» gäbe es die Schweizer Theaterlandschaft nicht, so wie sie heute ist. Er hat Regisseure, Schauspielerinnen und Autoren geprägt wie kein anderer Schweizer Regisseur. In der Nacht auf Donnerstag ist er mit 90 Jahren gestorben. Noch vor zwei Jahren hat Werner Düggelin am Schauspielhaus Zürich inszeniert. Dort hat seine Theaterkarriere 70 Jahre davor angefangen: als Techniker.

    Er ging schon in jungen Jahren nach Paris und lernte dort die wichtigsten französischen Nachkriegsautoren kennen: Samuel Becket, Eugène Ionesco, Albert Camus, Jean Genet. Später brachte er diese auch im deutschsprachigen Theater auf die Bühne.

    Legendär bis heute sind seine Jahre als Direktor am Theater Basel 1968 – 1975, in denen er das Theater weit über die Landesgrenzen bekannt gemacht hat.

    Wir würdigen den Altmeister der Regie, in dem wir in unser Archiv hinabsteigen und den hervorragenden Gesprächspartner und inspirierenden Freigeist nochmal selbst zu Gehör bringen.

    • 49 Min.

Kundenrezensionen

4.3 von 5
199 Bewertungen

199 Bewertungen

gespitzte Ohren ,

Radioglück

Liebe Redaktion
Eine so kluge und lebendige Sendung (das Sachbuch) zu zweit anhören zu dürfen, war mir heute Abend ein anregendes Glück. Danke!

Frewgz ,

Eine gute Abwechslung

Zu dem sonstigen sinnfreien Gebrabel der anderen Radiosender.
Mit Ausnahmen zum Bericht "Drohnen im Anflug". Da werden Szenarien verbreitet die definitiv nichts mit der Realität zu tun haben. Ausserdem wird Bezug auf ein Internetvideo genommen welches definitiv ein Trickfilm und zwar ein so lausiger, dass es jeder merkt der das Video nur halbwegs richtig anschaut.

Eisvogel ,

Möglichst keine Sendung verpassen!

Fast täglich eine Perle. Bester Journalismus.

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