48 Folgen

Geschichte im Gespräch. Zeitzeugen, Expertinnen, oder Betroffene schildern ihre Erinnerungen an historische Ereignisse. Aber nicht nur der Blick zurück ist hier wichtig, die «Zeitblende» auf Radio SRF4 News analysiert auch die aktuelle Bedeutung dieser Ereignisse.

 

 

 

Zeitblend‪e‬ Schweizer Radio und Fernsehen

    • Geschichte
    • 4.6 • 86 Bewertungen

Geschichte im Gespräch. Zeitzeugen, Expertinnen, oder Betroffene schildern ihre Erinnerungen an historische Ereignisse. Aber nicht nur der Blick zurück ist hier wichtig, die «Zeitblende» auf Radio SRF4 News analysiert auch die aktuelle Bedeutung dieser Ereignisse.

 

 

 

    Der Bödelimord: Als die Idylle Unterseens zerstört wurde

    Der Bödelimord: Als die Idylle Unterseens zerstört wurde

    Vor 20 Jahren verschwand ein 19-Jähriger aus Unterseen. Für die Polizei und den damaligen Sprecher der Berner Kantonspolizei Jürg Mosimann war schnell klar: «Hier stimmt etwas nicht». Wochen später wurde der Vermisste im Thunersee gefunden. Aus einer alltäglichen Vermisstmeldung wurde ein Mordfall.

    Denn der Teenager gehörte einer rechtsextremen Gruppe an. Als er deren oberstes Gebot brach - Verschwiegenheit - wurde er im Januar 2001 brutal umgebracht. Unterseen stand unter Schock.

    Doch das idyllische Städtchen im Berner Oberland nahm den Mord nicht einfach so hin. Ein Glockenmarsch im Städtchen sollte symbolisieren, dass man mit den Rechtsextremen nicht sympathisiert: «Wir wollten mit den Glocken einen anderen Ton nach Unterseen bringen», sagt der damalige Unterseener Pfarrer Theo Ritz. 

    Im Jahr 2004 kamen die jungen Täter vor Gericht. Mit dabei: Christine Brand, damals Gerichtsreporterin beim «Bund»: «Das war ein Fall, der mir geblieben ist. Eindrücklich war er wegen der Täter. Alles junge Männer auf der Kippe zum Erwachsenwerden.»

    Was vor 20 Jahren passiert ist. Was im idyllischen Unterseen zu diesem unvorstellbar brutalen Mord führte. Wie die Polizei ermittelt hat. Und auch: Was der Fall mit Unterseen gemacht hat. Darum geht es in dieser Zeitblende.

    • 29 Min.
    Kampf ums Frauenstimmrecht: «1971 war es klar, dass wir gewinnen»

    Kampf ums Frauenstimmrecht: «1971 war es klar, dass wir gewinnen»

    Seit 50 Jahren dürfen Frauen in der Schweiz abstimmen und wählen. Bis die Männer den Frauen dieses Recht gewährten, brauchte es zwei Volksabstimmungen. 

    1959, bei der ersten Abstimmung scheiterte das Vorhaben kläglich – zwei Drittel der Männer waren dagegen. Erst beim zweiten Anlauf 1971 kam die Vorlage durch. Was hat sich in diesen zwölf Jahren in den Köpfen der Männer verändert? Wie haben die Frauen das geschafft?
    Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss und Historikerin Brigitte Studer schauen in dieser Zeitblende zurück und ordnen ein.

    • 25 Min.
    Die Rigi: Trendsetterin für den alpinen Tourismus

    Die Rigi: Trendsetterin für den alpinen Tourismus

    Am 9. Februar 1961 brannte das Grand-Hotel «Rigi-Kaltbad» bis auf die Grundmauern nieder. Elf Menschen starben, rund 200 wurden gerettet. Es war Brandstiftung. Ein Hotelangestellter hatte im Alkoholrausch Feuer gelegt. Mit dem Brand verschwand das letzte der noblen Belle-Epoque-Hotels auf der Rigi.

    Zeugin des Brandes war Ruth Reinecke-Dahinden. Die 91jährige waschechte «Rigianerin» sagt: «Es war furchtbar, einfach dazustehen und zu wissen, dass da Menschen drin sind und die verbrennen nun einfach», Und die Historikerin Erika Flückiger Strebel skizziert die Tourismus-Entwicklung von den Anfängen im 17. Jahrhundert, als die Rigi eine beliebte Wallfahrts- und Badedestination war, über den aufkommenden Natur- und Aussichts-Tourismus vor gut 200 Jahren bis hin zur Blütezeit ab der Belle-Epoque, in der die Zentralschweiz Magnet wurde für Adel, Geschäftsleute und Prominenz aus ganz Europa.

    • 34 Min.
    Tunesiens Rapper im Strudel der Jasminrevolution

    Tunesiens Rapper im Strudel der Jasminrevolution

    Es sind junge Rapper, die in Tunesien den Soundtrack zum arabischen Frühling 2011 liefern. Sie übersetzen die Wut einer ganzen Generation und riskieren damit viel. Zehn Jahre später sind die tunesischen Protestmusikerinnen und -musiker sehr viel freier, aber die Ernüchterung ist trotzdem gross.

    "Herr Präsident, dein Volk stirbt, viele Leute essen aus Mülltonnen. Da siehst du, was sich im Land tut. Elend überall und die Leute wissen nicht, wo sie schlafen sollen.» So rappt El General im November 2010. Zwei Monate später fegen die Strassenproteste Präsident Ben Ali aus dem Amt und El General wird als «Stimme der Revolution» gefeiert. Heute heisst es, der Rapper sei Islamist, seine Musik Mainstream. Die «Zeitblende» will wissen: Wie sehr haben Protestmusiker wie El General die Revolution in Tunesien geprägt? Und was ist mit ihnen nach den Umbrüchen passiert? Eine Spurensuche mit der französisch-tunesischen Filmemacherin Hind Meddeb, die mehrere Filme über die Rapszene in Tunesien gedreht hat, und der Journalistin Sarah Mersch in Tunis.

    Musikliste:
    - El General: Rais Lebled
    - El General: Tounes Bledna
    - Férid El Extranjero: La3bed fi terkina
    - Bendirman: Hbiba Ciao
    - Zorah Lajnef: Tounis Hurra
    - Weld El 15: Boulicia Kleb
    - Emel Mathlouthi: Kelmti Horra

    • 34 Min.
    «Tonnenweise Kaffee und Zigaretten»: Goldene Schmugglerzeit im Val Poschiavo

    «Tonnenweise Kaffee und Zigaretten»: Goldene Schmugglerzeit im Val Poschiavo

    In den 60er und 70er Jahren erlebte das Puschlav eine Blütezeit des Schmuggels. Täglich wurden tonnenweise Kaffee und Zigaretten nach Italien gebracht - zu Fuss. Beidseits der Grenze wurde man reich. Eine «Zeitblende» auf der Fährte der «Contrabbandieri» und ihrer gefährlichen Schleichwege.

    Zwischen 20 und 30 Tonnen Kaffee und etwa eine Tonne Zigaretten wurden zu den besten Zeiten über die grüne Grenze ins Veltlin gebracht - und zwar pro Tag. Beidseits der Grenze hat man davon kräftig profitiert und ist reich geworden. 

    Die Blütezeit dieses Schmuggels erlebte das Puschlav in den 60er und bis Mitte der 70er Jahre. Die Schweizer Behörden tolerierten den Schwarzhandel. Denn: Jahr für Jahr flossen Millionen von Franken in die Bundeskasse. Alleine 1969 waren es rund 100 Millionen Franken. Damit wurde einem von 20 Pensionierten in der Schweiz die Rente bezahlt - Schmuggel sei dank. 

    • 33 Min.
    Josephine Baker: Vergessene Ikone im Kampf gegen Rassismus

    Josephine Baker: Vergessene Ikone im Kampf gegen Rassismus

    Entertainerin, Diva, der erste schwarze Superstar. Aber auch Widerstandskämpferin im 2. Weltkrieg. Bürgerrechtsaktivistin. Josephine Baker engagierte sich gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit, um jeden Preis.

    Geboren in den Slums von St. Louis und geprägt von der Unterdrückung der afroamerikanischen Bevölkerung in den USA, bezauberte die junge Josephine Baker in den 1920er Jahren als Nackttänzerin das Pariser Publikum. Mit ihrer Beweglichkeit, ihrem Aussehen und ihrem komödiantischen Talent.

    Dadurch wurde sie zu einer der erfolgreichsten und wohlhabendsten schwarzen Künstlerinnen ihrer Zeit. Und sie nützte ihren Ruhm, um den weltweiten Kampf gegen Rassismus voranzubringen. Ohne Rücksicht auf persönliche Verluste.

    Gast in der Zeitblende ist die Publizistin Mona Horncastle. Sie hat die erste deutschsprachige Biographie über Josephine Baker veröffentlicht.

    • 26 Min.

Kundenrezensionen

4.6 von 5
86 Bewertungen

86 Bewertungen

stoperigiali ,

Graubünden 1618: Jörg Jenatsch

Komplexe Zusammenhänge aus Jenatschs Leben wurden mir erst nach dieser hervorragenden Sendung klar. So spannend wie informativ!

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