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«International» befasst sich wöchentlich mit internationaler Politik und Gesellschaft. Seit 1978 am Radio und von Anbeginn auch online.

Reportagen, Analysen und Geschichten zur internationalen Aktualität, meist erzählt von Auslandskorrespondenten und -korrespondentinnen von Radio SRF.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

International SRF Podcast

    • Nachrichten
    • 4.5 • 374 Bewertungen

«International» befasst sich wöchentlich mit internationaler Politik und Gesellschaft. Seit 1978 am Radio und von Anbeginn auch online.

Reportagen, Analysen und Geschichten zur internationalen Aktualität, meist erzählt von Auslandskorrespondenten und -korrespondentinnen von Radio SRF.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Tödliche Politik an Europas Grenzen

    Tödliche Politik an Europas Grenzen

    Es war der bisher tödlichste Vorfall an Europas einziger Landgrenze mit Afrika: Im Juni versuchten fast 2000 Migranten, den Grenzzaun in Melilla zu überwinden. Mindestens 23 starben. Doch die Aufarbeitung des Dramas geht kaum voran – zu explosiv ist die Grenzpolitik in Nordafrika.

    Augenzeugen beschreiben die Ereignisse vom 24. Juni wie eine Schlacht zwischen den Migranten aus afrikanischen Ländern und der Polizei. Die Migranten hatten versucht, die Stacheldrahtzäune zu überwinden, die die spanische Exklave von Marokko trennen. Auf Videos sind hunderte junger Männer zu sehen, die offenbar mit Tränengas beschossen werden. Auf einem anderen Filmschnipsel sieht man eine Menschenmenge wie tot am Boden liegend und Verletzte mit zerrissenen und blutigen Kleidern. Die marokkanische Polizei soll mit Stöcken auf die Migranten eingeschlagen haben, Marokkos Behörden wiederum berichten von Gewalt von Seiten der Migranten und verletzten marokkanischen Beamten.

    Madrid und Rabat schieben die Schuld an dem Drama Menschenhändlern zu, die Ermittlungen laufen noch. Was sich aber zeigt: Die Migranten sind nicht nur zunehmend verzweifelt, sondern viele sind mit Gewalt und bewaffneten Konflikten aufgewachsen, was das Risiko erhöht, dass sie selber gewalttätig werden.

    In Marokko aber machen viele die Abschottungspolitik der EU mitverantwortlich. Diese jedoch reagiert verhalten. Das Thema ist brisant. Das zeigt sich auch während der Recherche zu dieser Reportage an Europas Aussengrenzen.

    (ARD-Übernahme)

    • 27 Min.
    Uruguay: Ein Modell für Europas Kifferinnen und Kiffer?

    Uruguay: Ein Modell für Europas Kifferinnen und Kiffer?

    Uruguay war vor bald zehn Jahren das erste Land weltweit, das Cannabis vollständig legalisierte. Die Erfahrungen des südamerikanischen sind deshalb auch für die Schweiz und Europa interessant. Doch trotz der Legalisierung hält sich der Cannabis-Schwarzmarkt auch in Uruguay hartnäckig.

    «Wir haben gelernt zu produzieren und die Verbraucher haben gelernt, zu konsumieren. Das ist die Geschichte der Marihuana Legalisierung in Uruguay», sagt Cannabis-Produzent Óscar González. Im Auftrag der uruguayischen Regierung produziert seine Firma zwei Tonnen Cannabis pro Jahr. Verkauft wird das Gras danach in der Apotheke.

    Es gibt vermutlich kein Land, das in den letzten Jahren so viel über Anbau, Handel und Konsum von Marihuana diskutiert hat, wie Uruguay. Uruguay geht dabei weiter, als andere Länder – weiter als die Niederlande etwa, wo Cannabis-Konsum und -Verkauf zwar geduldet werden, vom Gesetz aber verboten sind.

    In Uruguay hingegen hat die Regierung Cannabis 2013 vollständig legalisiert. Der linke Präsident José Mujica war davon überzeugt, dass die Legalisierung den Drogenbanden das Geschäft entzieht – mindestens beim Cannabis-Handel. Tatsächlich: Der illegale Cannabis-Handel ist seit 2014 um ein Fünftel zurückgegangen. Doch den Schwarzmarkt gibt es immer noch. Unter anderem, weil vielen Kiffern das staatliche Gras zu schwach ist.

    • 28 Min.
    Die Ostsee, das sterbende Meer

    Die Ostsee, das sterbende Meer

    Der Ostsee geht es schlecht. Die toten Zonen am Meeresboden werden grösser und grösser, die Fische weniger und kleiner. Fachleute befürchteten, die Ostsee könnte «kippen» und zu einem weitgehend toten Gewässer werden.

    Schon heute akut bedroht ist der Dorsch, der wichtigste Fisch für die Fischer an der Ostsee. Als Notfallmassnahme hat die Europäische Union 2019 ein Fangverbot für den Dorsch verhängt und es seither immer wieder erneuert. Doch die Bestände erholen sich nicht. Zu gross ist die Umweltbelastung durch die vielen Nährstoffe, welche die Flüsse in die Ostsee schwemmen; zu gross ist die Erwärmung des Meeres durch den Klimawandel.

    In Polen leben mehr Menschen im Einzugsgebiet der Ostsee als irgendwo sonst. Die Reportage von dort geht den Ursachen für das wahrscheinliche Ende des Dorsches nach. Sie zeigt, was es heisst für die Menschen, die von diesem Fisch lebten. Und sie fragt, wie es mit der Ostsee als Lebensraum weitergeht.

    • 28 Min.
    Der Staat schaut ins Schlafzimmer – Afrikas Überwachungsoffensive

    Der Staat schaut ins Schlafzimmer – Afrikas Überwachungsoffensive

    Mit Überwachungskameras aus China und Spionagesoftware aus Israel kann Uganda fast jeden Schritt seiner Bürgerinnen und Bürger mitverfolgen. Günstige Technologie macht die staatliche Überwachung in Afrika einfacher denn je. Die Menschenrechte bleiben auf der Strecke.

    Uganda überwacht seine Bürgerinnen und Bürger. Der ostafrikanische Staat bespitzelt etwa Oppositionelle und kritische Journalisten. Oppositionsführer Bobi Wine zeigt auf eine hohe Videokamera vor seinem Grundstück: «Die filmt bei mir direkt ins Schlafzimmer». Auch seine Telefonate würden abgehört, so der Politiker und Musiker.

    Das chinesische Kamerasystem sei ein Erfolg im Kampf gegen Kriminalität, erklärt hingegen der Informatik-Direktor der Polizei. Auf einer riesigen Videoleinwand werden in Echtzeit Strassenszenen aus dem ganzen Land gezeigt. Ugandas Behörden wollen die Überwachung noch ausbauen.
    «Die Nutzung von Überwachungstechnologie nimmt zu in Afrika», erklärt Bulelani Jili. Der Südafrikaner untersucht, wie China die Präsenz seiner Technologie auf dem afrikanischen Kontinent ausbaut. Der Schutz der Privatsphäre ist dabei zweitrangig.

    • 27 Min.
    Der deutsche Bürgermeister in Rumänien

    Der deutsche Bürgermeister in Rumänien

    Er stammt aus dem Schwarzwald und regiert die drittgrösste Stadt Rumäniens. In Timisoara kämpft Dominic Fritz für eine saubere Stadtverwaltung. Die politischen Gepflogenheiten Rumäniens machen es ihm jedoch schwieriger, als er je gedacht hätte.

    Dominic Fritz hat sich viel vorgenommen: Er will Korruption und Vetternwirtschaft bekämpfen. Auch dreissig Jahre nach dem Ende des Kommunismus dominieren noch immer Lokalbarone die Politik des Landes; Politiker, die Geld abzweigen, Geschenke verteilen oder Verwandte in der Stadtverwaltung anstellen.

    Viele von ihnen hat Dominic Fritz gegen sich aufgebracht. So erscheinen einige Beamte, die die Politik ihres neuen Chefs nicht mögen, einfach nicht mehr zur Arbeit. Zu seinen Gegnern gehört auch der Präsident des Landkreises, in dem sich Fritz Stadt befindet.

    Dazu kommt zunehmende Kritik aus Dominic Fritz eigenem Lager. Nicht wenige Wählerinnen und Wähler sind enttäuscht, dass der deutsche Bürgermeister bisher nicht mehr erreicht hat.
    Trotz Dauerstress und Druck von allen Seiten: Dominic Fritz will weitermachen und Rumänien zum Bessern verändern.

    • 26 Min.
    Alte neue Angst – Estland und der bedrohliche Nachbar Russland

    Alte neue Angst – Estland und der bedrohliche Nachbar Russland

    Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat in Estland alte Wunden aufgerissen. Man erinnert sich an die sowjetische Besatzung und entfernt Denkmäler aus dieser Zeit. Die russischsprachige Minderheit schwankt derweil zwischen Anpassung und Trotz. Und viele fragen sich: Greift Russland auch Estland an?

    Am 16. August hob ein Kran einen sowjetischen Panzer in der estnisch-russischen Grenzstadt Narva vom Sockel. Das Denkmal sollte an den Sieg der Sowjets im Zweiten Weltkrieg erinnern. Doch in Zeiten des Ukrainekriegs wollte die estnische Politik das Kriegsgerät der früheren Besatzungsmacht nicht mehr dulden. Denn in Estland fühlt man sich durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine an die eigene leidvolle Geschichte erinnert.

    Doch in Narva sind 95 Prozent der Menschen russischstämmig. Der Panzer ist zwar weg, geistert aber noch in den Köpfen herum. Viele fühlen sich um die eigene Geschichte betrogen, einige versammeln sich regelmässig am Standort des Denkmals, legen Blumen nieder und lassen Lieder ertönen, die den Sieg der Sowjets über die Nazis verherrlichen. Der Nachbar Russland giesst fleissig Öl ins Feuer: Er stellt in unmittelbarer Nachbarschaft von Narva einen typengleichen alten Sowjetpanzer auf einen Sockel und eröffnet das Denkmal mit viel Pomp – begleitet von Drohgebärden in Richtung Estland. Wie ernst sind die Drohungen zu nehmen? Stimmen und Einschätzungen aus dem nördlichsten Land des Baltikums.

    • 28 Min.

Kundenrezensionen

4.5 von 5
374 Bewertungen

374 Bewertungen

rod3 ,

Sehr gute Sendung

Gut recherchiert und präsentiert. Immer spannend zum Zuhören!

kukuk3 ,

Chiles Grundmauern wackel

Ich habe schon lange keine so schlechte Sendung mehr gehört. Schade. Das Thema hätte einiges zu bieten.

magichamlet ,

Selbstreflexion

Mehr Selbstreflexion würde gut tun.

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