heute dreht sich wirklich alles um brotdosen. und mit alles meinen wir auch alles. wir reden über brotdosen aus plastik, brotdosen aus metall, brotdosen mit fächern, ohne fächer, mit griff, ohne griff und über diese eine brotdose, die seit acht jahren irgendwo im schrank liegt und trotzdem niemand wegwirft. wir stellen uns fragen, auf die niemand eine antwort braucht, zum beispiel warum käsebrote grundsätzlich besser schmecken, wenn sie leicht zusammengedrückt wurden, oder weshalb jede brotdose irgendwann diesen einen undefinierbaren geruch entwickelt. spoiler: wir finden natürlich keine lösung. natürlich widmen wir uns auch den menschen hinter der brotdose. wer packt sie? wer vergisst sie? wer lässt sie drei wochen im auto liegen und tut danach überrascht, dass darin inzwischen neues leben entstanden ist? wir sprechen über brotdosen, die nach curry nie wieder dieselbe farbe hatten, über brotdosen, die beim ersten sturz direkt aufgegeben haben, und über brotdosen, die seit der grundschule dieselben kratzer sammeln. außerdem klären wir die vielleicht wichtigste frage überhaupt: warum nimmt man sich morgens die mühe, liebevoll ein brot zu schmieren, wenn man mittags am ende doch nur den schokoriegel isst. es geht außerdem um brotdosen mit motiven, brotdosen ohne persönlichkeit und brotdosen, die offensichtlich mehr gekostet haben als ein kleiner gebrauchtwagen. wir philosophieren darüber, warum jeder schon einmal versucht hat, eine viel zu große banane in eine viel zu kleine brotdose zu quetschen, warum tomaten grundsätzlich genau dann auslaufen, wenn man helle klamotten trägt, und weshalb paprika in einer brotdose immer nach viel mehr riecht, als paprika eigentlich riechen dürfte. wir analysieren die wissenschaft hinter dem perfekten belegten brot, scheitern dabei aber ungefähr nach drei minuten. selbstverständlich darf auch das thema deckel nicht fehlen. warum gibt es brotdosen, die sich beim ersten versuch öffnen, und andere, bei denen man das gefühl hat, einen tresor zu knacken? warum verschwinden deckel häufiger als einzelne socken? und warum passt ausgerechnet der eine deckel niemals auf die brotdose, die direkt daneben steht? wir gehen diesen fragen mit erschreckend wenig motivation nach und kommen zu absolut keinem ergebnis. zum abschluss sprechen wir noch über die emotionale seite der brotdose. über die enttäuschung, wenn statt des erhofften schnitzels nur ein trockenes käsebrot drin liegt. über den kurzen moment der hoffnung, wenn man die brotdose öffnet und denkt, vielleicht ist heute ja doch etwas spannendes drin. und über die erkenntnis, dass am ende doch wieder nur zwei scheiben brot, ein leicht matschiger apfel und ein müsliriegel zurückstarren. falls ihr euch also schon immer gefragt habt, wie lange man über brotdosen reden kann, lautet die antwort: eindeutig zu lange.