WarmUp Nummer vier beginnt mit einem laufenden Fernseher im Hintergrund, einem Husten, der offensichtlich beschlossen hat, den gesamten Februar mitzunehmen, und der leichten Irritation darüber, dass wir jetzt tatsächlich schon die vierte Woche in Folge aufnehmen. Was sich für uns ungefähr so professionell anfühlt wie für andere Leute ein täglicher Arbeitsweg. Während irgendwo Promis in Reality-Formate einziehen, sprechen wir über das, was wirklich alle beschäftigt, auch wenn es niemand offen zugibt: Eintrittspreise. Früher war das einfach. Man wurde gefragt „Was kostet das?“ und man hat eine Zahl gesagt. Heute muss man zurückfragen: Wann? Wie spontan? Mit oder ohne Mondphase? Mit Newsletter? Mit Frühbucher-Code? Mit dem Mut, am Parkeingang das Doppelte zu bezahlen? Die klassische Zahl gibt es nicht mehr. Es gibt Vor-Ort-Preise, die sich anfühlen wie eine pädagogische Maßnahme gegen Spontanität, Online-Tarife, die täglich variieren, 29-Euro-Aktionen, bei denen man sich im Februar auf einen Dienstag im Juni festlegen darf, wissend, dass das Wetter entweder Weltuntergang oder Sahara wird, und irgendwo dazwischen die leise Erkenntnis, dass man selbst genau in diesem System festhängt, obwohl man eigentlich nur „mal wieder in einen Park“ wollte. Natürlich wissen die Parks inzwischen sehr genau, wann du kommst. Sie wissen, wann Frankreich Ferien hat, wann NRW frei macht, wann es 24 Grad wird, wann es 12 Grad werden soll und wann du am wahrscheinlichsten auf „Jetzt buchen“ klickst. Ampelsysteme warnen dich freundlich vor überfüllten Tagen, kosten aber exakt dann am meisten. Transparenz mit Preisschild. Und dann gibt es da diese Old-School-Oasen, in denen man einfach einen Preis sieht, ihn bezahlt und nicht das Gefühl hat, gerade an der Börse zu handeln. Keine Rabattcodes, kein Countdown, kein „Nur noch heute“, kein „Letzte Chance“. Fast schon revolutionär, einfach nur 50 Euro zu zahlen und reinzugehen, ohne vorher fünf Tabs offen zu haben. Parallel dazu wird natürlich über Jahreskarten philosophiert, über Parks, die Fans verlieren und gleichzeitig voller werden, über Hotelangebote, bei denen man sich fragt, ob man eigentlich Urlaub im Park oder Park im Urlaub macht, und über die stille Sehnsucht nach einer Zeit, in der man nicht das Gefühl hatte, seine Freizeit müsse man Monate im Voraus strategisch planen. Vier Wochen Warm-up sind damit durch. Wir sind wieder drin. Und die Saison darf jetzt bitte anfangen – zum Tagespreis.