Against the Obvious

Sebastian Kraus

Against the Obvious sind Gespräche mit Menschen, die eine Geschichte in sich tragen. Nicht nur die, die im Rampenlicht stehen. Auch die, an denen man auf der Straße vorbeilaufen würde, ohne zu ahnen, was sie erlebt haben. Kein Skript. Kein Schnitt. Keine Fragen, die man schon tausendmal gehört hat. Weil ein einziges echtes Gespräch die Art verändern kann, wie man die Welt sieht.

Folgen

  1. vor 2 Tagen

    One House Gründer: Warum Made in Germany Made in China schlägt und er GEGEN eine Personal Brand ist

    Niederländer, Innenarchitekt, Award-Designer und trotzdem nicht das Gesicht seiner Marke. Jan-Willem van den Bosch über One House, Dutch Design Made in Germany, und warum er bewusst keine Personal Brand aufbaut. Jan-Willem van den Bosch führt gemeinsam mit seiner Frau Katharina die Möbelmarke One House, ein Familienunternehmen aus München, das modulare Sofas, Esstische und Stühle entwirft und zu 100 % in Deutschland produziert. Dutch Design, Made in Germany, Direktvertrieb ohne Zwischenhändler. Für das Bolder Sofa gab es 2023 den German Design Award und den Iconic Award. In dieser Folge von Against the Obvious sprechen wir darüber: – wie aus einem kleinen Möbelladen im Münchner Glockenbachviertel eine eigene Designmarke wurde – warum „Made in Germany“ für ihn mehr ist als ein Etikett – und was es konkret bedeutet – warum seine Frau Katharina nicht „die Frau, die mithilft“ ist, sondern 50 % des Erfolgs – warum er bewusst NICHT das Gesicht seiner Marke sein will, obwohl ihm jeder zu Personal Branding rät – der Moment 2019, als er zum ersten Mal auf seinem eigenen Sofa saß: „Die Welt gehört mir.“ – und warum im Büro ein Schild hängt: „Hermann und Rosie muss es auch gefallen.“ Ein Gespräch über Möbel Made in Germany, das Aufbauen einer Marke ohne BWL-Studium, das Leben als Niederländer in Bayern und die Frage, was wirklich zählt, wenn man etwas Eigenes schafft. MEHR ÜBER ONE HOUSE Website: https://onehouse.de Instagram: https://www.instagram.com/onehouse.de/ TikTok: https://www.tiktok.com/@onehouse.de Pinterest: https://pl.pinterest.com/onehousede Showroom München: https://maps.app.goo.gl/ojrmaGCjmxxMZLWy8Showroom Hamburg: https://maps.app.goo.gl/nJyZvDcKYZnzYBAy8 - Ich mag es, Leute kennenzulernen, Feedback zu bekommen und interessante Projekte zu unterstützen. Wenn du etwas auf dem Herzen hast – schreib mir einfach eine Nachricht, ich freue mich darauf, von dir zu hören. - KAPITEL 00:00 Made in Germany – relevanter denn je? 02:30 Direktvertrieb statt Händlernetz 07:35 IKEA, Champions League und der Mittelweg 10:30 Jan des Bouvrie und demokratisches Design 17:00 Wie Jan-Wilhelm nach München kam 19:20 „Erfolg hängt von der Partnerwahl ab“ – Katharina als 50 % 23:30 „Hermann und Rosie muss es auch gefallen“ 25:20 Holländer in München, nach zwölf Jahren 30:40 Vom Möbelladen zum Möbelhersteller 33:45 Was den Pivot ausgelöst hat 36:30 Das erste eigene Sofa: „Die Welt gehört mir“ 41:30 Mit wem teilt man große Entscheidungen? 50:00 Die neue Polsterei 2023 – ein Wechsel auf Kante 52:20 Die Kundin, die ihr Haus umbauen ließ 57:00 Warum Personal Brand bewusst zurückgenommen wurde 01:02:00 Showroom als Antwort auf die KI-Welt 01:04:00 Was Jan-Willem aus dem Gespräch mitnimmt - Schreib mir unten in den Kommentaren

    1 Std. 3 Min.
  2. 6. Mai

    Mehr Intrigen gehen nicht! So viel wird beim Friseur wirklich erzählt - #005

    🎙 Against the Obvious – Folge 005Hussin Alahmar ist 30, Friseurmeister in Regensburg und er weiß mehr über seine Kunden als deren beste Freunde. Eine Frau kam direkt zu ihm, nachdem sie erfahren hatte, dass ihre Schwester gestorben ist. Zwei Kundinnen saßen nebeneinander und zeigten ihm Bilder vom selben Mann. Seit 13 Jahren begleitet er Menschen durch Hochzeiten, Scheidungen und Krisen am Friseurstuhl.Mit 6 kam er aus dem Libanon nach Deutschland. Mit 17 marschierte er ohne brauchbare Bewerbung bei Udo Walz in Berlin rein und wurde am nächsten Tag eingestellt. Mit 25 machte er seinen eigenen Laden auf. Ohne Meistertitel. Den holte er erst Jahre später nach.In dieser Folge sprechen wir darüber, warum der Beruf Friseur nichts mit "einfach Haare schneiden" zu tun hat, was er an einem Tag über Menschen lernt, das die meisten ein Leben lang nicht erfahren und warum eine Kindheit ohne Geld der Grund ist, warum er heute jeden Tag glücklich aufsteht.Against the Obvious. No easy answers. Just real conversations.-Ich mag es, Leute kennenzulernen, Feedback zu bekommen und interessante Projekte zu unterstützen.Wenn du etwas auf dem Herzen hast – schreib mir einfach eine Nachricht, ich freue mich darauf, von dir zu hören.-00:00:00 Cold Open00:00:19 "Fühlst du dich mehr wie ein Therapeut?"00:02:21 Was wirklich zum Friseurberuf gehört00:02:47 Meister nach dem Laden — wie geht das?00:04:03 Alle drei Monate den Job gewechselt00:06:38 Udo Walz: Ohne Bewerbung zum Promi-Friseur00:09:31 Show und Persönlichkeit — das größte Learning00:11:01 Die Produkte und der Name "Iconic Hair"00:14:14 "Für was willst du bekannt sein?"00:17:08 Chemie, Farblehre und Mathematik im Salon00:20:23 Team, Mitarbeiter, Ausbildungs-Philosophie00:23:42 13 Jahre Geschichten am Stuhl00:24:53 Zwei Kundinnen, ein Mann00:26:02 Die Kundin, deren Schwester gestorben ist00:28:22 Wenn Geschichten am Stuhl zu viel werden00:34:03 "Kunde ist König gibt es nicht"00:38:09 "Deswegen gibt es auch keine Konkurrenz"00:42:04 "Ich brauche keine freien Tage"00:43:01 Privatleben00:46:07 Kindheit, Libanon, der Vater00:48:20 Als Erster den deutschen Pass00:51:34 Die Familie heute00:53:06 "Selbstständig als Friseur ist eine Lüge"00:58:22 Die letzte Frage-Schreib mir unten in den Kommentaren oder besuche...https://www.againsttheobvious.de/

    1 Std.
  3. 29. Apr.

    Was du im Krankenhaus nie zu sehen bekommst - #004

    Leonie Decker ist 28 und arbeitet seit fünf Jahren in der Radiologie. Sie macht CTs, MRTs, Röntgenbilder. Sie schaut jeden Tag buchstäblich in Menschen rein: Tumore, Brüche, Leichen vom Tatort. Von außen sieht bei Leonie alles stabil aus. Guter Job, Freunde, funktioniert. Aber was passiert hinter "mir geht es gut"? In diesem Gespräch erzählt sie zum ersten Mal, was fünf Jahre Krankenhaus mit einem Menschen machen. Von dem Nachtdienst der sie verfolgt. Von dem Vater den sie vermisst obwohl er vieles falsch gemacht hat. Von dem Punkt an dem alle um sie herum sahen dass es ihr nicht gut geht, nur sie selbst nicht. Keine Gründerin, keine Influencerin, kein großer Name. Ein Mensch der zeigt was passiert wenn man jemanden fragt, der nie gefragt wird. - Ich mag es, Leute kennenzulernen, Feedback zu bekommen und interessante Projekte zu unterstützen. Wenn du etwas auf dem Herzen hast – schreib mir einfach eine Nachricht, ich freue mich darauf, von dir zu hören. - 00:00:00 – Cold Open 00:00:50 – "Du schaust jeden Tag in Menschen rein. Aber wer schaut auf dich?" 00:03:09 – Warum Radiologie? Der Weg ins Krankenhaus 00:05:14 – Der eine Tag der nie aus dem Kopf geht 00:09:32 – Leichen, Morde, Rechtsmedizin – der Alltag den niemand kennt 00:16:38 – Warum sie nach 5 Jahren immer noch bleibt 00:19:22 – "Manchmal eine toxische Beziehung" 00:22:46 – Was die Schwester über Leonie sagen würde 00:28:30 – Drei Frauen, ein kleines Haus: Familie nach der Trennung 00:31:10 – "Vermisst du deinen Papa?" – "Ja, immer." 00:35:46 – Aufgehört in den eigenen Körper zu schauen 00:40:46 – Ernährung, Schlaf, Vernachlässigung 00:44:46 – Der Tiefpunkt: "Es gab den Moment" 00:47:11 – "Es haben alle gesehen, außer mir" 00:53:43 – Was sie gelernt hat: Menschen sind zugänglicher als man denkt 00:58:18 – Was kommt als nächstes: Reisen, Welt sehen, nicht stehenbleiben 01:08:25 – "Was muss passieren, dass du sagst: jetzt bin ich angekommen?" - Schreib mir unten in den Kommentaren ANAD e.V. (Beratung Essstörungen): 089 219973-0 Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenfrei, 24/7) BZgA Essstörungen: bzga-essstoerungen.de

    1 Std. 6 Min.
  4. 22. Apr.

    Lufthansa Pilot: Warum Qualifikation kein Schutz ist - #003

    Fabian Rannersberger fliegt hunderte Menschen durch Europa. Als Lufthansa-Pilot. Jeden Tag.Was keiner weiß: Er hat sieben Jahre auf diesen Job gewartet. Er war trotz Pilotenausbildung und Ingenieursabschluss arbeitslos. Er musste sich in Bewerbungsgesprächen verbiegen. Und als Corona kam, nach nur 18 Monaten im Cockpit, wurde ihm wieder alles genommen.In dieser Folge erzählt Fabian, was wirklich im Cockpit passiert, wenn das Triebwerk ausfällt ("Bestell dir erstmal einen Kaffee"), warum eine 30er-WG in der Flugausbildung besser funktionierte als jede 4er-WG, und warum er sagt: Jeder Mensch ist Unternehmer. Ob er will oder nicht.Wir sprechen über Kontrolle und die Illusion davon, über den Moment als Corona ihm nach 18 Monaten wieder alles nahm, und über die Frage, die er selbst nicht beantworten kann: Fliegen oder Business? Was macht ihn glücklicher?-Ich mag es, Leute kennenzulernen, Feedback zu bekommen und interessante Projekte zu unterstützen.Wenn du etwas auf dem Herzen hast – schreib mir einfach eine Nachricht, ich freue mich darauf, von dir zu hören.-00:00:00 – Cold Open00:00:20 – 7 Jahre auf den Traum gewartet00:03:14 – Der erste Flug nach Abu Dhabi00:05:43 – Qualifiziert und trotzdem arbeitslos00:07:24 – Die erste Uniform00:10:07 – Was keiner über den Berufseinstieg als Pilot weiß00:11:43 – Das Buch "Direct to Pilot"00:17:15 – Was passiert hinter der Cockpit-Tür00:19:23 – Pilot Flying vs. Pilot Monitoring00:24:28 – Ist Fliegen wirklich das sicherste Verkehrsmittel?00:27:44 – Elmsfeuer und Gewitterwolken von oben00:32:46 – Wenn etwas von der Checkliste abweicht (FORDEC)00:35:29 – Startabbruch in Amman um 3 Uhr nachts00:38:35 – Ist die Kontrolle echt?00:40:22 – Triebwerk brennt? Erstmal Kaffee bestellen00:42:07 – Wie es zu Hause ist00:43:03 – Die 30er-WG die funktionierte00:44:18 – Corona: "Ich wurde zurückgesetzt"00:49:02 – Vom Praktikanten zum Consulting-Team-Leiter00:52:45 – Cockpit-Prinzipien im Marketing00:58:01 – Jeder Mensch ist Unternehmer01:04:20 – Warum Piloten ein zweites Standbein brauchen01:07:37 – Menschen befähigen statt KI ersetzen01:12:30 – Von oben sind die Probleme klein01:14:04 – 90 Tonnen von Hand fliegen01:18:40 – Fliegen oder Business – was macht glücklicher?01:19:53 – Der letzte Flug-Schreib mir unten in den Kommentaren

    1 Std. 27 Min.

Info

Against the Obvious sind Gespräche mit Menschen, die eine Geschichte in sich tragen. Nicht nur die, die im Rampenlicht stehen. Auch die, an denen man auf der Straße vorbeilaufen würde, ohne zu ahnen, was sie erlebt haben. Kein Skript. Kein Schnitt. Keine Fragen, die man schon tausendmal gehört hat. Weil ein einziges echtes Gespräch die Art verändern kann, wie man die Welt sieht.