Schach für Späterstarter - Schach entdecken, wenn das Leben schon läuft

Julia und Jakob

In diesem Podcast nehmen dich Julia und ihr Bruder Jakob mit auf ihre persönliche Schach-Reise: von ersten Taktik-Fehlern bis zu Aha-Momenten, die das Spiel plötzlich spannend machen. Für alle, die als Erwachsene neu beginnen oder nach Jahren wieder einsteigen. Hier gibt’s praktische Tipps, interessante und unterhaltsame Einblicke in die Welt des Schachs und die Gewissheit: Es ist nie zu spät für den ersten Zug. Ob du gerade die Grundregeln lernst oder deine ersten Partien spielst – dieser Podcast ist dein Begleiter für Taktik, Strategie und den Spaß am Spiel.

Folgen

  1. 22. Aug.

    Wie ein Elefant zum Läufer wurde

    In dieser Folge berichtet Julia von ihrer neuen Entdeckung, dem Fernschach - sie spielt gerade eine Partie gegen einen Freund ihres Sohnes und erzählt, was den besonderen Reiz dieser Spielform ausmacht. Jakob ordnet das Format ein und erklärt Regeln und Kultur rund um Korrespondenzschach. Danach geht es tief in die Geschichte des Schachspiels: von den Ursprüngen im indischen Chaturanga über die Reise durch Persien und die arabische Welt bis nach Europa. Julia und Jakob sprechen darüber, wie Figuren wie Läufer, Turm und Dame zu ihren heutigen Namen und Formen kamen, wie sich Regeln wie Rochade und En-Passant über Jahrhunderte entwickelt haben, und streifen kuriose Geschichten rund um Schach und Besessenheit – von Iwan dem Schrecklichen bis Marcel Duchamp. Zum Abschluss geht's um aktuelles Turniergeschehen (der eSports World Cup mit einer legendären Partie von Magnus Carlsen) sowie eine kleine Visualisierungsübung, bei der Julia ein taktisches Motiv - die Bauerngabel - live am Beispiel ihrer eigenen Fernschachpartie kennenlernt. Timestamps 00:00 – Fernschach & Julias aktuelle Spielphase10:30 – Schachgeschichte: von Indien bis Europa26:00 – Schach, Sucht und Kuriositäten32:30 – Aktuelles Turniergeschehen & Zuschautipps36:50 – Visualisierungsübung zum Abschluss Wer uns schreiben möchte, kann dies über die Kommentare tun oder über die Mailadresse: schachfuerspaeterstarter@gmail.com Mein spärliches Geschichtskuriositätenwissen habe ich übrigens unter anderem aus dem tollen Podcast "Geschichten aus der Geschichte" Folge 359: Eine kleine Geschichte des Schachspiels.

  2. 25. Juli

    Meine Dame, deine Dame

    Heute mit leichter Urlaubsverzögerung. Jakob ist zurück aus Kolumbien - und natürlich hat er dort Schach gespielt. In dieser Folge geht es um Straßenschach unter Palmen, außerdem um die Frage, wann man eine Partie eigentlich aufgeben sollte, um kluge Bauernzüge gegen frühe Angriffe, ums Tauschen (oder Nicht-Tauschen) von Figuren - und ganz am Ende um eine Eröffnung, in der die gegnerische Dame gnadenlos gejagt wird. Kaffeehausschach in KolumbienJakob berichtet von den Schachplätzen in kolumbianischen Städten, auf denen von morgens bis Sonnenuntergang geblitzt wird - lautstark, kommentiert von den Umstehenden und mit einer ganz anderen Spielkultur als hierzulande. Turniermäßig weitergebracht hat ihn das nicht unbedingt, aber einen ordentlichen Motivationsschub gab es trotzdem. Frühzeitig aufgeben - unhöflich oder verständlich?Julia ärgert sich über Gegner, die in aussichtslosen Online-Partien einfach das Spiel verlassen, statt es zu Ende zu spielen. Jakob ordnet ein, warum das passiert und warum sich auch aus einer eigentlich verlorenen Stellung manchmal noch Gegenspiel entwickeln lässt. Gegen frühe Bauernangriffe (d4-Systeme)Ein zentraler Theorie-Block: Wie reagiert man, wenn der Gegner nach d4 mit e3, c3 und b4 auf dem Damenflügel vorstößt? Jakob erklärt, warum ein einfacher Zug wie a6 solche Angriffe im Keim ersticken kann und warum der Springer in solchen Stellungen besser nicht auf c3/c6 landet. Tauschen oder nicht tauschen?Grundsatzfrage: Wann lohnt sich ein Figurentausch wirklich? Jakobs Faustregel: nur tauschen, wenn man danach nachweislich besser steht - sei es durch Materialgewinn, Raumvorteil oder weil man einen gefährlichen Angreifer des Gegners loswird. Kein Angriffsplan? Die schlechteste Figur suchenWas tun, wenn alle eigenen Figuren entwickelt sind und trotzdem kein Angriff in Sicht ist? Jakobs Tipp: die eigenen Figuren einzeln durchgehen und fragen, welche davon am wenigsten tut – und wie man sie aktiver postieren kann. Damentausch, Endspiele und die Remis-FrageWann ist es sinnvoll, die Damen vom Brett zu nehmen und wann sollte man sie im Gegenteil möglichst lange halten? Außerdem: der Unterschied zwischen "einfach nur verteidigen" und bewusst auf Remis spielen, wenn die Stellung schlechter steht. Partien mitschreiben und VisualisierungEin Plädoyer fürs Notieren eigener Partien, auch in entspannten Hauspartien, als Übung fürs spätere Turnierschach und als Basis für Visualisierungstraining. Die skandinavische Verteidigung: die Dame als JagdobjektZum Abschluss eine konkrete Eröffnungsanalyse anhand von Julias eigenen Partien: 1. e4 d5 2. exd5 Dxd5 3. Sc3 - und wie Weiß die vorschnell herausgekommene schwarze Dame nutzt, um mit Tempogewinn die eigene Entwicklung voranzutreiben. Außerdem in dieser Folge Ein Hinweis auf ein offenes, kostenloses Schachtraining für Frauen - mittwochs um 18:30 Uhr bei Rotation Berlin in Berlin-Mitte, auch für Nicht-Vereinsmitglieder. (https://www.rotation-berlin-schach.de/training/frauen) Für alle, die mitspielen wollen Eröffnungsidee: Gegen d4-Systeme mit frühem b4-Vorstoß hilft oft ein einfacher a6-Zug.Faustregel Figurentausch: Nur tauschen, wenn danach ein konkreter Vorteil erkennbar ist.Skandinavische Verteidigung (1. e4 d5): Nach 2. exd5 Dxd5 3. Sc3 die gegnerische Dame weiter jagen und dabei eigene Figuren entwickeln. Wir hören uns in zwei Wochen wieder.

  3. 11. Juli

    Sommer-Solo-Folge: Schachlust und Schachfrust

    Jakob ist im Urlaub, deshalb sitzt Julia diesmal allein vor dem Mikro für eine kürzere, persönliche Folge. Nach zwei Monaten Schach zieht Julia eine erste Zwischenbilanz: Sie steckt gerade auf einem Plateau fest und merkt, wie aus anfänglicher Neugier ganz schön viel Ehrgeiz geworden ist. Warum das so ist, was sie daraus lernt und wie es weitergehen soll - heute mal ganz ohne Interview, dafür laut mitgedacht. Themen in dieser Folge Die steile Lernkurve am Anfang – und warum sich das gerade wie ein Plateau anfühlt Schach als "Sportart" begreifen: harte Arbeit statt nur Talent Warum Zeit der limitierende Faktor ist (Schach ist eben nicht das einzige Hobby im Leben) Der Unterschied zwischen App-Schach und echtem Brett-Schach Wie Julia den Ehrgeiz wieder etwas rausnehmen und mehr Spielfreude reinbringen will Neuentdeckung: ein Podcast, der nur Züge berühmter Partien vorliest – gut zum Visualisierung-Trainieren Ausblick: eine Schach-Probestunde im August, mehr Endspiel-Literatur, und die Frage fürs nächste Mal: Wann spielt man eigentlich auf Remis? Erwähnt in dieser Folge The Big Greek - YouTube-Kanal mit Schach-Erklärungen Judit Polgár - Doku-Serie über die Schachspielerin und ihr Training Audio Chess - Ein Podcast mit dem Zügen berühmter Partien Die Stappenmethode - Lernmethode fürs Schach, Tipp aus einem Hörer-Kommentar, Danke an Alwin für den ersten Kommentar bei Spotify – gerne mehr davon!

  4. 30. Mai

    Alles Taktik!?

    Julia und Jakob tauchen ein in die Welt der Schach-Wertungen: von Elo (international) über DWZ (deutsch) bis zu Online-Ratings auf Plattformen wie Chess.com oder Lichess. Sie klären, warum diese Zahlen kaum vergleichbar sind, wie der K-Faktor Anfänger schnell zu ihrer wahren Spielstärke führt – und warum Julias aktuelles Rating noch mit einem Fragezeichen versehen ist.Im Praxisteil geht es um taktische Motive wie Gabeln (z. B. Springer-Gabel auf Dame und König) und Fesselungen („Pins“), die Julia bereits in eigenen Partien erfolgreich anwenden konnte. Jakob betont, wie wichtig Zeitmanagement und das Vermeiden von „eingestellten“ Figuren sind. Zum Abschluss üben sie die Visualisierung des Brettes – eine Grundlagenfähigkeit fürs Blindspiel und das Berechnen von Zugfolgen. 00:00:00 – Begrüßung & Ausblick: Wertungen, Taktik, praktische Übung00:01:20 – Wertungssysteme im Schach: Elo (FIDE), DWZ (Deutschland), Online-Ratings (Chess.com, Lichess)00:04:30 – Julias aktuelle Ratings: 844 (Lichess, mit Fragezeichen), 590 (Chess.com)00:08:57 – K-Faktor: Warum Anfänger schnell Punkte gewinnen/verlieren00:10:18 – Tipps für Anfänger:Zeit nehmen für jeden Zug (mind. 15 Sekunden!)Figuren nicht „einstellen“ (ungedeckt lassen)Springer-Gabeln & Fesselungen erkennen00:17:31 – Taktik: Gabeln (Springer, Läufer, Turm, Dame)00:22:11 – Taktik: Fesselungen („Pins“) – wie man sie nutzt oder bricht00:26:31 – Taktik-Ratings vs. Spiel-Ratings: Warum sie nicht vergleichbar sind00:30:23 – Partienanalyse: Julias Sieg durch eine Springer-Gabel & Endspiel-Tipps (Turm + König vs. König)00:35:31 – Endspiele üben: Dame + König vs. König (einfacher als Turm + König!)00:39:09 – Praxistraining: Visualisierung (Felderfarben, Springerzüge, Läuferdiagonalen)00:46:06 – Merksatz: „Springer am Rand bringt Kummer und Schand“

Bewertungen und Rezensionen

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In diesem Podcast nehmen dich Julia und ihr Bruder Jakob mit auf ihre persönliche Schach-Reise: von ersten Taktik-Fehlern bis zu Aha-Momenten, die das Spiel plötzlich spannend machen. Für alle, die als Erwachsene neu beginnen oder nach Jahren wieder einsteigen. Hier gibt’s praktische Tipps, interessante und unterhaltsame Einblicke in die Welt des Schachs und die Gewissheit: Es ist nie zu spät für den ersten Zug. Ob du gerade die Grundregeln lernst oder deine ersten Partien spielst – dieser Podcast ist dein Begleiter für Taktik, Strategie und den Spaß am Spiel.