AM WERK

Miriam Luckhardt, Peter Wittenbruch & KYRA

Design from the origin. AM WERK.

Folgen

  1. 9. Aug.

    Dunning-Kruger ist überschätzt: Das wahre Problem heißt Overconfidence

    Der Dunning-Kruger-Effekt gehört zu den bekanntesten Phänomenen der Psychologie: Wer wenig weiß, überschätzt die eigene Kompetenz - so zumindest die populäre Vorstellung. Doch wissenschaftlich ist die Sache deutlich komplizierter. Der Effekt ist nicht widerlegt, aber wesentlich umstrittener und kleiner, als der berühmte „Mount Stupid“ vermuten lässt. Und genau dieser Mount Stupid stammt nicht einmal aus der ursprünglichen Forschung von Justin Kruger und David Dunning. Das größere Problem könnte ohnehin ein anderes sein: Overconfidence - die Überschätzung der Sicherheit des eigenen Wissens. Und die betrifft nicht nur Menschen mit wenig Ahnung. Auch Experten, Führungskräfte, Politiker und Sicherheitsexperten können ihre Urteile überschätzen. Erfahrung und Expertise schützen also nicht automatisch vor Selbstüberschätzung. Und dann ist da noch die Künstliche Intelligenz. Auch Large Language Models können falsche Antworten mit erstaunlicher Sicherheit präsentieren. Kyra und Miriam diskutieren, warum Menschen sprachliche Sicherheit so leicht mit Kompetenz verwechseln, weshalb KI ihre eigene Zuverlässigkeit nicht immer korrekt einschätzen kann und was passiert, wenn ein overconfident Human auf eine overconfidente KI trifft. Was hilft gegen Selbstüberschätzung? Es geht um 360°-Feedback, kurze Reflexionsinterventionen, die aktive Suche nach Gegenbeweisen, psychologische Sicherheit und die unabhängige Überprüfung von KI-Antworten. Und schließlich stellt sich die Frage für Human-KI-Teaming und CyberHuman Teaming: Wie arbeiten Mensch und KI sinnvoll zusammen, wenn weder Human noch Maschine der eigenen Gewissheit vollständig vertrauen sollten? Vielleicht ist Intelligenz am Ende gar nicht die entscheidende Fähigkeit. Vielleicht ist es die Fähigkeit zu erkennen, wann man sich irren könnte.

    Dunning-Kruger ist überschätzt: Das wahre Problem heißt Overconfidence
  2. 27. März

    Design entscheidet. Der unterschätzte Hebel für staatliche Wirkung (1)

    In dieser Folge von „AM WERK“ begrüßen wir Professorin Katrin Androschin, Mitbegründerin der Agentur EMBASSY und Expertin für Markenstrategie. Sie hat die Kampagne "be Berlin" erfunden und nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gestaltung des öffentlichen Raums. Was dich in dieser Folge erwartet: - Identität im Fluss: Warum das Projekt „Flussbad Berlin“ viel mehr ist als eine Mutprobe für Winterschwimmer – es ist ein Kampf um urbane Lebensqualität gegen bürokratische Barrieren - Städte als Marken: Im globalen Wettbewerb um die „Creative Class“ können Regionen es sich nicht mehr leisten, keine Identität zu haben. Katrin erklärt, warum Marken wie „Be Berlin“ Vertrauen durch Konsistenz schaffen - Branding für BND und Bundeswehr: Wie kommuniziert man Sicherheit? Wir analysieren provokante Kampagnen wie „Suchen Terroristen (m/w/d)“ und fragen uns, ob Design im öffentlichen Dienst eine „brutale Ehrlichkeit“ braucht. - Embrace Complexity: Wenn Designer auf Soldaten treffen, prallen Welten aufeinander. Erfahre, wie das Lehrkonzept der „umarmten Komplexität“ dabei hilft, das „veraltete Betriebssystem“ unserer Verwaltung nutzerzentriert neu zu denken. - Das visuelle Wettrüsten um die Demokratie: In Zeiten von Social Media und KI müssen demokratische Werte visuell aufrüsten. Wir diskutieren, wie wir emotionale Narrative schaffen, ohne in „Orwell-Sprech“ zu verfallen.

    Design entscheidet. Der unterschätzte Hebel für staatliche Wirkung (1)
  3. 28.12.2025

    Werkslese 1 - wie Bücher Dein Denken, Dein Leben und Dein Arbeiten verändern können. Plus: Buchtipps!

    🎧 Werkslese #1 – Wie Bücher dein Denken, dein Leben und dein Arbeiten verändern können In dieser ersten Folge der Werkslese der Genossenschaft Werk 7.62 sprechen Miriam, Silke und Bastian über Bücher, die sie persönlich und beruflich geprägt haben – und darüber, wie Lesen Denken verändern kann. Silke erzählt, wie Daniel Kahnemanns Schnelles Denken, langsames Denken ihre Arbeitsweise revolutioniert hat und warum sie Gerd Gigerenzers Ansatz zur Entscheidungsfindung unter Unsicherheit besonders schätzt. Bastian bringt Extreme Ownership von Jocko Willink ins Gespräch – ein Buch über Verantwortung, Selbstführung und Klarheit – sowie On the Way to New Work von Allmers, Trautmann und Magnussen, das Denkanstöße zu psychologischer Sicherheit und moderner Arbeitskultur liefert. Zum Abschluss spricht Peter mit Carsten Wist, dem Inhaber des Potsdamer Literaturladens Wist, über sein absolutes Lieblingsbuch Die letzte Welt von Christoph Ransmayr und über die Bedeutung von Literatur für unser Leben und Denken. Ein Gespräch über Bücher, die bleiben – und über die Kunst, sich immer wieder neu inspirieren zu lassen. Denn Lesen verändert – wenn man es zulässt. 📚 Autoren und Buchtitel Swantje Allmers, Michael Trautmann & Christoph Magnussen – On the Way to New Work Frithjof Bergmann – New Work, New Culture (Neue Arbeit – Neue Kultur) Gerd Gigerenzer – Entscheidung unter Unsicherheit Daniel Kahneman – Schnelles Denken, langsames Denken Gunhard Keil – Durchsetzungsstark verhandeln Bernd Oestereich & Claudia Schröder – Agile Organisationsentwicklung Christoph Ransmayr – Die letzte Welt Hans Rosling, Ola Rosling & Anna Rosling Rönnlund – Factfulness Jocko Willink & Leif Babin – Extreme Ownership 💬 Zitat zum Mitnehmen „Manchmal reicht ein einziges Buch, um die Richtung deines Denkens zu verändern.“

    Werkslese 1 - wie Bücher Dein Denken, Dein Leben und Dein Arbeiten verändern können. Plus: Buchtipps!

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