Allgemein möchte ich anmerken, dass ich das weitgreifende Spektrum der Public History sehr faszinierend und spannend finde. Die Diversität der Definitionsfindung und ihre eigenen Standpunkte, die über die Standarddefinition herausgehen, machen das Lernen über diese Thematik umso interessanter. Besonders in der Folge mit Christine Gundermann wurde deutlich gemacht, dass sich die Public History nicht nur auf einen spezifischen Raum bezieht. Dass sich nun auch zunehmend der wissenschaftliche Zugriff auf das facettenreiche Gebiet der öffentlichen Geschichte erkenntlich gibt, steht meiner Meinung nach im absoluten Begriff des Zeitgemäßen.
Ich möchte im Bezug zur Folge mit Cord Arendes von der Universität Heidelberg zu dem Thema „Geschichte in der Politik“ kommentieren. Wie schon in dieser Folge deutlich wurde, ist die Geschichtsberatung in der Politik und der wissenschaftliche Dienst im Bundestag ein nicht zu vernachlässigendes Handeln. Nicht selten wird Geschichte für politische Zwecke genutzt und steht somit auch im Begriff der Public History. Auch wenn der „Gebrauch“ von Geschichte bei politischen Belangen nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist, so stehen Politik und Historie doch im sehr engen Bezug zueinander. Oder wie es der Politikwissenschaftler Karl Rohe sagte:„Wer über Geschichte nicht reden will, sollte über politische Kultur schweigen.“ (Tagungsbericht: Wozu (ge)braucht Politik Geschichte?, 15.06.2007 – 16.06.2007 Berlin)