Finale. Zwischen Folge 4 und 5 sind ein paar Monate, eine Omnicom-IPG-Mega-Fusion und ein Branchen-Beben vergangen. Das ganze Netzwerk-Game wackelt, KI wird zur Entlassungs-Ausrede, Kreativagenturen in Berlin behandeln ihre Leute wie Dreck, weil sie's sich in der Hauptstadt leisten können — und genau hier springen die Jungen: Max von GenAB ("Chapeau Max!"), virale TikTok-Spezialisten, wachsen durch ein Vakuum, das keiner besetzt hat. Lutz und Nemo ziehen Bilanz: Wo stehen sie als Social-First-Agenturen, die den 2010er-Zug früh erwischt haben und jetzt selbst restrukturieren müssen? Lutz hat seit Sommer einen Unternehmensberater im Haus und rüstet um — "Wir haben fünf-Mann-Prozesse für ein 13-Mann-Team." Dazu der Lieblingsclaim der Folge: "Wir müssen uns verändern, um zu bleiben, wie wir sind." Effizienz heißt bei ihnen nicht "mehr in kürzerer Zeit aus Kollegen rausdrücken", sondern Prozesse bauen, die es Menschen komfortabel machen, exzellente Ergebnisse zu liefern. Mitarbeiter ist Kapital, nicht Menschenmaterial. Dazu ein Exkurs zur Bundeswehr, eine Kündigungsstory, bei der Lutz einfach nur "Pferd" sagt, bevor er weiß, was los ist, Tony-Robbins-Mathematik (bei 11.000 Angestellten macht gerade garantiert jemand irgendwo Mist) und die gemeinsame Vision mit Mitte 50: Mentor sein, Strategie machen, die Entscheidungen den Leuten am Maschinenraum überlassen. Plus Demolition-Man-Rätsel zum Abschluss: Was macht man eigentlich mit den drei Muscheln? Die letzte Folge von Algorithm Anxiety — aufgenommen mitten im größten Agentur-Beben seit Jahren. DDB geht, Netzwerke konsolidieren, KI ist die Ausrede des Jahres. Zwei Social-First-Chefs ziehen Bilanz. "Wir müssen uns verändern, um zu bleiben, wie wir sind." Lutz über seinen Change-Prozess mit Unternehmensberater im Haus. Und warum fünf-Mann-Prozesse im 13-Mann-Team irgendwann knirschen. "Effizienz heißt nicht, mehr aus Kollegen rauszudrücken. Effizienz heißt: Prozesse bauen, die es Menschen komfortabel machen, exzellent zu arbeiten." Mitarbeiter = Kapital, nicht Menschenmaterial. Lutz: Ein junger Kollege kündigt. Erste Reaktion vom Chef: einfach "Pferd" in den Raum werfen. Warum Unternehmer zwei Herzen brauchen — das empathische für den Menschen, das pragmatische für den Laden. Nemo: "Mein Traum wäre, mit Mitte 50 zu sagen: Es läuft. Perfekt. Ohne mich. Ich habe meine Schäfchen im Trockenen. Und Social Media existiert noch die nächsten 100 Jahre weiter."