BehindBlueEyes.de

Danny Schreckenbach

BehindBlueEyes.de ist mein persönlicher Blick auf die Welt, geschrieben und gesprochen in Dresden. Hier gibt es klare Meinungen zu Politik und Zeitgeschehen, durchmischt mit spannenden Anekdoten aus dem Leben. Ehrlich, sarkastisch und immer hörenswert.

  1. 8. Aug.

    Deutsche und Reformen

    Kaum beschließt die Bundesregierung die Pläne der unabhängigen Rentenkommission, kochen die Gemüter hoch. Im Zentrum der Hitzewelle: Das drohende Aus für die abschlagsfreie „Rente mit 63“. Doch während Parteien, Gewerkschaften und Verbände im gewohnten Empörungsmodus verharren, wird die mathematische Realität schlicht ausgeblendet. In dieser Folge von BehindBlueEyes.de blicken wir hinter die lautstarken Schlagzeilen und widmen uns dem Prinzip: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“ In dieser Episode sprechen wir über: Das Erbe von Bismarck: Warum ein Umlagesystem aus dem 19. Jahrhundert in Zeiten von demografischem Wandel, sinkenden Geburtenraten und dem Renteneintritt der Babyboomer an seine Grenzen stößt. Aufregung um ein Phantom: Warum die sogenannte Rente mit 63 für den Großteil der heute im mittleren Alter Stehenden ohnehin längst Geschichte ist – und weshalb die Reform niemandem etwas wegnimmt. Die Angst vor dem Wähler: Warum Parteien und Verbände den Mut zur Wahrheit vermissen lassen und den Bürgerinnen und Bürgern womöglich viel weniger Pragmatismus zutrauen, als längst vorhanden ist. Neue Welt, alte Reflexe: Weshalb wir uns in einer sich rasant verändernden, globalisierten Welt nicht mehr auf den Rezepten der Vergangenheit ausruhen können. Eine Folge über notwendige Veränderungen, den Abschied von liebgewonnenen Sicherheiten und die Frage, wie wir den Wandel aktiv gestalten, statt ihn verängstigt auszusitzen. ➔ ⁠BehindBlueEye.de⁠ ➔ ⁠Bluesky⁠ ➔ ⁠Instagram⁠

    Deutsche und Reformen
  2. 17. Juli

    Spahn und das Statussymbol Kind

    Es ist eine Nachricht, die im ersten Moment vor allem eines auslösen sollte. die Anerkennung eines zutiefst menschlichen Glücks. Wenn sich zwei Menschen bewusst dafür entscheiden, füreinander und für ein neues Leben einzustehen, dann verdient das Respekt. Unionsfraktionschef Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Väter geworden. Ein kleiner Junge namens Georg erblickte in den USA das Licht der Welt, ausgetragen von einer Leihmutter. Die Freude der beiden über die Vaterschaft und das pure Glück, das sie nun öffentlich teilen, ist die eine Seite dieser Geschichte. Ein Kind willkommen zu heißen und als Eltern bedingungslose Verantwortung zu übernehmen, ist ein zutiefst positiver Akt. Doch bei einer Person des öffentlichen Lebens, einem der mächtigsten Spitzenpolitiker des Landes, lässt sich das Private nicht isoliert von der politischen Realität betrachten. Genau hier bricht eine massive Doppelmoral auf, die einen Schatten über das familiäre Glück wirft. In Deutschland ist die von Spahn und seinem Partner gewählte Form der Elternschaft gesetzlich strikt verboten. Das Embryonenschutzgesetz stellt die Leihmutterschaft unter Strafe, um die körperliche Selbstbestimmung von Frauen zu schützen und eine Kommerzialisierung des weiblichen Körpers zu verhindern. Besonders brisant ist dabei die Rolle von Spahns eigener Partei. Erst auf dem CDU-Parteitag im Februar dieses Jahres wurde ein eindeutiger Beschluss gefasst. Die Christlich Demokratische Union hält ausdrücklich und ohne Ausnahmen am Verbot der Leihmutterschaft fest, selbst für altruistische Modelle. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Kind der Spahns bereits im zweiten Trimester der Schwangerschaft. Wer nun aufmerksam die Protokolle durchforstet, sucht vergeblich nach einer abweichenden Meinungsäußerung oder einem kritischen Debattenbeitrag Spahns in Stuttgart. Spahn schwieg, trug den harten, konservativen Kurs seiner Partei nach außen hin voll mit, während er im Privaten längst Fakten schuf, die diesem Kurs diametral widersprechen. ➔ ⁠BehindBlueEye.de⁠ ➔ ⁠Bluesky⁠ ➔ ⁠Instagram⁠

    Spahn und das Statussymbol Kind

Info

BehindBlueEyes.de ist mein persönlicher Blick auf die Welt, geschrieben und gesprochen in Dresden. Hier gibt es klare Meinungen zu Politik und Zeitgeschehen, durchmischt mit spannenden Anekdoten aus dem Leben. Ehrlich, sarkastisch und immer hörenswert.