Black History

Steven Xavier Cassimo

Black History ist ein Podcast, der sich der Sichtbarmachung von Schwarzen Geschichten und Perspektiven in Deutschland widmet. Im Zentrum stehen die Lebensrealitäten und historischen Beiträge Schwarzer Menschen, die oft vergessen oder übersehen wurden. Der Podcast beleuchtet sowohl historische Ereignisse als auch aktuelle Kämpfe gegen Rassismus und für Gerechtigkeit. Dabei werden Verbindungen zur globalen Schwarzen Diaspora gezogen, um ein umfassendes Bild Schwarzer Erfahrungen in Deutschland und weltweit zu vermitteln. Begleitet mich auf meiner Reise, durch facettenreiche und spannende Reportagen und Interviews eine Plattform für Schwarze Stimmen zu schaffen und ihre Geschichten ein Stück weiter ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

  1. 10. Mai

    Kein Nachruf (sdn. ein (V-)erlernen) III: Kritik der verkohlten Vernunft, Kulturkampf und das Patriarchat.

    00:00:15 Forethought 00:09:12 Erste Notiz: Kritik der verkohlten Vernunft 00:37:31 Zweite Notiz: Mein Wahn nach Rationalität 00:46:31 Dritte Notiz: KI, die verkohlte Vernunft 00:50:21 Vierte Notiz: Kulturkampf und Männlichkeit 00:55:10 Fünfte Notiz: Dies ist kein Nachruf 01:07:51 Abmoderation Link zur ‘Folgenwebsite’ (Skript) Diese Folge wurde produziert, recherchiert und moderiert von Steven Xavier Cassimo. Die Intro- und Outro-Musik wurde komponiert und produziert von Jason Shaw (Creative Commons Music by Jason Shaw on Audionautix.com). Schickt mir eure Kritik an stevenxaviercassimo@protonmail.de Folgt mir auf Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben. Es gibt auch die Möglichkeit, meine Arbeit auf Steady zu unterstützen. Gott ist tot. Religion, Werte und Moral sind tot. Alle metaphysischen Gewissheiten tot. Sie atmen den Nihilismus, sie atmen das Nichts, weil sie das geduldige Gespräch mit den Dingen, den Ahnen, den unvollständigen Geschöpfen der Welten in ihrer Welt ablehnen. Sie sahen zu, wie die christliche Moral mit ihrer Leibfeindlichkeit, ihren Demutsidealen und ihrer Betonung des Mitleids ihre Kraft einbüßte, Sinn zu stiften, und sie erlebten, wie diese Moral das schlechte Gewissen und die Unterdrückung der Emotionen hervorbrachte. Sie haben die Vorstellungen von einer göttlichen Ordnung, einem jenseitigen Sinn des Lebens als überholt verworfen. Die Kosmologien und Ahnen jener Welten hörten alles, was sie sagten, und sahen alles, was sie taten. In ihrem Herrschaftswahn über ihr eigenes Schicksal bestimmen zu wollen, schluckten sie die Ideen von Gut und Böse einfach hinunter, als bedeuteten sie nichts. Nationalismus, Antisemitismus und Sozialismus wurden zu ihren neuen Religionen. Zwar war ihnen der Kapitalismus noch kein Begriff, dennoch erkannten sie sich an der Herrschaft des Geldes und des Erwerbs und machten sie zum Ausdruck ihrer eigensüchtigen Geldaristokratie. Die Ahnen hörten ihnen dabei zu, wie sie ihren Rassismus und Kolonialismus anbeteten. Während einige wenige von ihnen spürten, dass es seltsam war, was sie taten, verhielten sie sich ihrer Zeit entsprechend mehrzüngig zu ihrem Rassismus und Kolonialismus: Die wenigen verspotteten die Vorstellung eines spezifisch deutschen Rassebegriffs, sie taten ihn als Irrtum ab und sahen gerade im ‘Mischmasch-Europa’ den Ursprung großer Kulturen.1 Gleichzeitig griffen sie den Rassebegriff, ohne etwas zu sagen, auf, etwa in der Rede von einem ‘Herrenrasse'-Begriff, der naturgegeben an oberster Stelle stehe.2 Überkreuz mit jenem formulierten sie die Überzeugung, dass jede Kultur auf Sklaventum und der Ausbeutung einer leidenden Masse beruhe, deren Elend gar gesteigert werden müsse, um einer kleinen Elite ihre künstlerische Entfaltung zu ermöglichen.3 Schließlich forderten sie, ohne den Begriff Kolonialismus zu verwenden, eine expansive Weltpolitik und den Kampf um ‘Erdherrschaft’, entwarfen geopolitische Szenarien von russischer Dominanz über Europa und Asien bis hin zu kolonialen Fantasien einer deutschen Forstkultur in Mexiko.4 Ihre Kritik an den rassistischen Exzessen ihrer Zeit ist ein Januskopf: Die Argumentation dagegen dient zeitgleich als Apologie, um die eigene Vorherrschaft sowie die Aufrechterhaltung der Ausbeutungsverhältnisse moralisch abzusichern. Hinter dem gleißenden Licht modern geglaubter Ideologien verbirgt sich der Verlust der Metaphysik, den auch das lauteste Versprechen von Sinn und Identität nicht zu füllen vermag. Wie kann eine Identität das Gewicht der Geschichte tragen, wenn ihr ideologisches Gewebe entleert ist? Der eurozentrische Mensch bleibt ein Isolierter, weil er Sinn nur dort sucht, wo er sein Privileg nicht gefährdet – indem er versucht, sich autark vom Rest der Welt zu schöpfen. Er ist ein Verdammter seiner eigenen Welt. Seine Verdammnis ist die Unfähigkeit, sich ohne sein Privileg zu denken. Solange er sich weigert, nach den vielen Welten in der Welt zu suchen, muss er ständig neue Ismen und Ideologien produzieren, um den Riss zwischen seinem humanistischen Selbstbild und seinen Ausbeutungspraktiken zu überblenden. Vor fast 150 Jahren schrieb Friedrich Nietzsche sein Werk ‘Der Wille zur Macht’, dessen Worte letztlich zur Idee des Übermenschen kulminierten. Dann setzte eine unheilbare Krankheit ein. Nietzsche starb. pole pole, gerne auch mit den Augen rollen, aber nicht abschalten, denn ich möchte hier natürlich keinen romantisierenden Nachruf auf Nietzsche verfassen. Obwohl sein Gesamtwerk erstaunlich aktuell ist und viel über unsere Zeit zu erzählen hat und einiges davon zu Recht gewürdigt wird. Kritische Theoretiker*innen, Geschichtsphilosoph*innen und antike Philosoph*innen verdienen unsere Würdigung und sollten nicht vergessen werden. Gleichzeitig sollten wir sie aber auch mit den Ideen der Poststrukturalist*innen, dekolonialen und postkolonialen Theoretiker*innen, also der ideenreichen Epistemologie des Südens, konfrontieren. Wir müssen die Werke von Kant, Fichte, Hegel, Hildegard von Bin

    1 Std. 11 Min.
  2. 25. März

    BRICS

    Diese Folge wurde produziert, recherchiert und moderiert von Steven Xavier Cassimo. Die Intro- und Outro-Musik wurde komponiert und produziert von Jason Shaw (Creative Commons Music by Jason Shaw on Audionautix.com) Schickt mir eure Kritik an stevenxaviercassimo@protonmail.de Folgt mir auf Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben. Es gibt auch die Möglichkeit, meine Arbeit auf Steady zu unterstützen. Audio clipping. (2025, 14. August). clipping. - Forever War (Official Audio) [Video]. YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=ZBncPHFJHz0 Referenzen Altvater, E. (2015). BRICS at the brink of the fossil bonanza. In P. Bond & A. Garcia (Hrsg.), BRICS: An anti-capitalist critique (S. 239–246). Pluto Press. Abir et al. (2024). Use of AI-Powered Precision in Machine Learning Models for Real-Time Currency Exchange Rate Forecasting in BRICS Economies. Journal of Economics, Finance and Accounting Studies, 6(6), 66–83. https://doi.org/10.32996/jefas.2024.6.6.6 Armijo, L. E., & Roberts, C. (2014). The Emerging Powers and Global Governance: Why the BRICS Matter. In Handbook of Emerging Economies (p. 27). Routledge. Azahaf, N., & Schraad-Tischler, D. (2012). Governance Capacities in the BRICS (Sustainable Governance Indicators, p. 127). Bertelsmann Stiftung. www.sgi-network.org/brics/ Bagchi, A. K. (2014). Earth-grab by corporate feudalism and how to go about resisting it. The Economic and Labour Relations Review, 25(4), 612–618. Belli, L. (2025). How are BRICS countries building AI sovereignty? Introduction to Thematic Section. The African Journal of Information and Communication (AJIC), (35), 1–4. https://doi.org/10.23962/ajic.i35.23192 Bendob, A., & Midoun, I. (2025). The Effect of Foreign Direct Investment Abroad and Exports on Economic Growth: Brics. Les Cahiers Du Cread, 40(03), 49–78. AJOL. https://dx.doi.org/10.4314/cread.v40i3.3 Benjamin, B., & Aondoakaa, A. (2024). BRICS and the Lessons of Geo-Strategic Politics for Nigeria. African Journal of Politics and Administrative Studies, 17(1), 43–69. https://doi.org/10.4314/ajpas.v17i1.3 Bond, P. (2020). Subimperial BRICS enter the Bolsonaro-Putin-Modi-Xi-Ramaphosa era. In V. Satgar (Hrsg.), BRICS and the new American imperialism: Global rivalry and resistance (S. 76–105). Wits University Press. Bond, P., & Garcia, A. (Hrsg.). (2015). BRICS: An anti-capitalist critique. Pluto Press. Borodina, S. D., & Shvyrkov, O. (Eds.). (2010). Investing in BRIC countries: Evaluating risk and governance in Brazil, Russia, India, & China. McGraw-Hill. Branco, R. C. (2015). The BRICS: Some historical experiences, growth challenges and opportunities (p. 26). Center for Growth and Economic Development, Fundação Getulio Vargas, FGV Crescimento & Desenvolvimento. Cafruny, A., Talani, L. S., & Pozo Martin, G. (Eds.). (2016). The Palgrave Handbook of Critical International Political Economy. Palgrave Macmillan UK. https://doi.org/10.1057/978-1-137-50018-2 Couldry, N., & Mejias, U. A. (2019). The costs of connection: How data is colonizing human life and appropriating it for capitalism. Stanford University Press. Cilliers, J. M. (2017). Life Beyond BRICS? South Africa’s Future Foreign Policy Interests. SSRN Electronic Journal. https://doi.org/10.2139/ssrn.3099375 Crane, R. (Ed.). (2015). Building bridges among the BRICs. Palgrave Macmillan. De Sousa Santos, B. (2018). The end of the cognitive empire: The coming of age of epistemologies of the South. Duke University Press. Drahos, P., & Braithwaite, J. (2002). Informational feudalism: Who owns the knowledge economy? Earthscan. Elsenhans, H., & Babones, S. J. (2017). Brics or bust? Escaping the middle income trap. Stanford Briefs, an imprint of Stanford University Press. Fleming Splidsboel, H., & Sergunin, A. (2015). Russia, BRICS, and peaceful coexistence: Between idealism and instrumentalism. In C. de Coning, T. Mandrup, & L. Odgaard (Hrsg.), The BRICS and coexistence: An alternative vision of world order (S. 75–99). Routledge. Fontes, V. (2015). BRICS, capital-imperialism and new contradictions. In P. Bond & A. Garcia (Hrsg.), BRICS: An anti-capitalist critique (S. 45–58). Pluto Press. Frey, M., Spakowski, N., & NUS Press (Eds.). (2016). Asianisms: Regionalist interactions and Asian integration. NUS Press. Fukuyama, F. (1992). The end of history and the last man. The Free Press. Hung, H.-F. (2015). The China boom: Origins, global impacts, and demise. Columbia University Press. Habchi, L., & Martinet, L. (2013). The BRICS in Africa: Ambitions and Realities of an Influence Group. Hansohm, D., & Koblianska, I. (2025). EXPLORING AFRICA’S GROWTH AND DEVELOPMENT THROUGH ENGAGEMENT WITH BRICS AND EU. Економіка Розвитку Систем, 7(1), 90–102. https://doi.org/10.32782/2707-8019/2025-1-12 Hoefnagels, A. (n.d.). India’s Strategy in the Shanghai Cooperation Organisation. International Crisis Group. (2026, Februar). CrisisWatch: Global overview February

    1 Std. 44 Min.

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Black History ist ein Podcast, der sich der Sichtbarmachung von Schwarzen Geschichten und Perspektiven in Deutschland widmet. Im Zentrum stehen die Lebensrealitäten und historischen Beiträge Schwarzer Menschen, die oft vergessen oder übersehen wurden. Der Podcast beleuchtet sowohl historische Ereignisse als auch aktuelle Kämpfe gegen Rassismus und für Gerechtigkeit. Dabei werden Verbindungen zur globalen Schwarzen Diaspora gezogen, um ein umfassendes Bild Schwarzer Erfahrungen in Deutschland und weltweit zu vermitteln. Begleitet mich auf meiner Reise, durch facettenreiche und spannende Reportagen und Interviews eine Plattform für Schwarze Stimmen zu schaffen und ihre Geschichten ein Stück weiter ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.