CactusPodcast

Ulrich Haage

CactusPodcast – Kaktusgärtner Ulrich Haage mit Stories, Tipps und Kaktusgärtnergeheimnissen aus der ältesten Kakteenzucht der Welt

  1. Folge 44

    CactusPodcast - 044 Philipp inside DKG - Deutsche Kakteengesellschaft

    CactusPodcast 044 – Philipp inside DKG – Deutsche Kakteengesellschaft Ich bin Ulrich Haage und ich bin heute auf Podcast-Exkursion. Genau gesagt melde ich mich aus Hamburg, Hauptbahnhof, auf Gleis 11. Und ich bin auf dem Weg zu meinem heutigen Gast. Wir treffen uns heute in einer Gärtnerei, und ich rechne damit, dass mir heute mindestens so viele Stacheln begegnen wie zu Hause in den Gewächshäusern. Rosen? Ich treffe heute Philipp bei seiner Arbeit – und ich dachte zunächst: in einer Rosengärtnerei. Warte! Es geht heute trotzdem um Kakteen! Philipp ist Mitte 20 und ich mutmaße, dass er seit etwa 15 Jahren vernarrt in Kakteen ist. Mit zwölf hat er den Umweltpreis der Stadt Chemnitz bekommen. Er hat einen Brief an seine Oberbürgermeisterin geschrieben und sich für den Erhalt des Botanischen Gartens eingesetzt. Er ist Künstler, malt in seiner Freizeit und ist seit 2025 Master of Science (M.Sc.) im Produktionsgartenbau der HTW Dresden. In seiner Bachelorarbeit hat er sich tief in ein ziemlich spannendes Thema eingearbeitet. Ganz grob: Es geht um Pflanzenlicht bei der Kultur von Lophophora. Last but not least engagiert sich Philipp bei der Deutschen Kakteen-Gesellschaft und kümmert sich dort um die Social-Media-Belange. Und ich bin echt neugierig, was er uns darüber erzählt. Ich habe jetzt eine Verabredung. Philipp inside DKG – Deutsche Kakteengesellschaft von Ulrich Haage und Philipp Heidel-Weizel | CactusPodcast https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2025/08/CP44-philipp-inside-dkg-deutsche-kakteengesellschaft.mp3 Podcast-Exkursion · Bilsen bei Hamburg Ein Gespräch zwischen 5.000 jungen Araukarien Wir sind im Gewächshaus und wir gucken heute auf Araukarien – weil ich mit meiner Erwartung völlig falsch lag! Wir sind heute nicht bei Rosen Kordes, sondern bei Kordes Jungpflanzen. Hier werden keine Rosen angebaut, sondern Jungpflanzen für Baumschulen in ganz Europa produziert. Vorhin hatten wir noch einen kurzen Schnack mit Christian Kordes, dem Chef. Philipp ist hier in der Gärtnerei in der Züchtung tätig. Vor uns auf den Tischen stehen etwa 5.000 Araukarien-Sämlinge. Ich habe so etwas vorher noch nicht gesehen. Man kann die Araukarien schon erkennen. Manche tragen wie ein kleines Hütchen noch die Reste der Samenhülle oben am Austrieb – und die wachsen hier vor sich hin. Es ist richtig schön warm, die Sonne scheint, und wenn ihr zwischendurch ein lautes Quietschen und Getöse hört, dann ist das die automatische Schattierung, damit es uns nicht unangenehm warm wird. Manchmal gibt es auch Flugzeuge oder anderes Geflügel über uns. Jetzt die erste Frage: Wie bist du zu den Kakteen gekommen? „Dann bin ich dieses Rabbit Hole immer tiefer hinabgestiegen.“ — Philipp Heidel-Weizel Mehr über die Menschen im CactusPodcast Kapitel der Episode Die Zeitmarken passen zur veröffentlichten Audiofassung. 00:00 Podcast-Exkursion ab Hamburg Hauptbahnhof 01:32 Zwischen 5.000 Araukarien bei Kordes Jungpflanzen 02:43 Philipps Weg zu den Kakteen 07:20 Botanischer Garten, Umweltpreis und frühes Engagement 08:06 Überlebensstrategien, Klimawandel und Faszination 10:45 Eine dynamische Sammlung statt Vollständigkeit 14:01 Kakteen als Weg zu anderen Menschen 15:45 Wer begegnet sich in der DKG? 20:45 Generationenwissen und der erste Ortsgruppenabend 25:01 Instagram: junge Mitglieder sprechen junge Menschen an 28:25 KuaS, Bibliothek, Publikationen und Archive 31:40 Schwestergesellschaften und Arbeitsgruppen 33:50 Ein Platz für Fensterbrettsammler und Profis 36:22 Ehrenamt, Lebensphasen und Entschleunigung 46:13 Ein pflanzliches Mitbringsel und ein extremer Kaktus 48:57 Zurück auf Gleis 5 Kakteen für die Ohren Hör den CactusPodcast dort, wo du sowieso hörst. Einmal folgen – und neue Episoden erscheinen automatisch in deiner Podcast-App. SpotifyIn Spotify folgen Apple PodcastsAuf Apple-Geräten hören YouTube MusicDen RSS-Podcast hinzufügen Weitere Möglichkeiten: Pocket Casts · Deezer · RSS-Feed Noch neu bei Podcasts? So funktioniert das Abonnieren. Transkript · redaktionell gekürzt Philipps Weg zu den Kakteen Philipp: Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau. Ich interessiere mich schon mein Leben lang für Pflanzen. Schon in der Schule war ich in einer Botanik-AG im Botanischen Garten in Chemnitz – da komme ich her. Pflanzen waren immer irgendwie interessant für mich. Das mit den Kakteen kam ungefähr zu Beginn meines Studiums. Ich habe Gartenbau in Dresden studiert, und im Zierpflanzenbau ging es los. Dann bin ich dieses Rabbit Hole immer tiefer hinabgestiegen. Also: Es sind keine 15 Jahre, wie du es vorhin erzählt hast. Ulrich: Weißt du, was dich angefixt hat? Hast du den Stich erlebt, als der Kakteen-Virus bei dir injiziert wurde? Philipp: Auch das weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich habe mir irgendwann einmal einen Kaktus auf die Fensterbank gestellt – eine Mammillaria geminispina. Dazu kam irgendwann ein zweiter und ein dritter und ein vierter, und dann war die Fensterbank voll. Danach war die nächste Fensterbank dran. Ulrich: Du bist zwischendurch sogar umgezogen, weil die Fensterbretter voll waren? Philipp: Nein, nein, das nicht. Aber ich hatte in der nächsten Wohnung tatsächlich ein paar Fensterbretter mehr. Ulrich: Deine Eltern haben dich dabei unterstützt? Philipp: Oh ja, doch, das kann man so sagen. Meine Mutter hat mir zum Geburtstag einmal einen Gutschein für das CactusWorkCamp geschenkt. Das war unsere erste Begegnung. Mentoren und die Faszination für Kakteen Ulrich: Gab es jemanden, der dich bei deinen ersten Kakteen begleitet hat? Einen Mentor, der dir bei den ersten Sammlungen und Pflanzen geholfen und erklärt hat, wie das geht? Oder hast du dir alles selbst erobern dürfen? Philipp: So richtig an die Hand genommen wurde ich nicht. Ich habe mich viel in Büchern und Foren belesen. Wahrscheinlich gab es eine ganze Menge Leute, die mich inspiriert haben. Aber wenn ich jetzt anfangen würde, Namen aufzuzählen, würde ich vermutlich irgendjemanden vergessen. Ich blättere gern durch die „Kakteen und andere Sukkulenten“, kurz KuaS, und bleibe an verschiedenen Artikeln hängen – vor allem an Reiseberichten. Aber auch dort gibt es keinen einzelnen Autor, der mich ganz besonders beeinflusst hätte. Wenn es in der Pflanzenwelt etwas gibt, das bei mir ganz am Anfang das Interesse geweckt hat, dann war es die Zeit im Botanischen Garten in Chemnitz. Dort gab es einen Lehrer im Schulbiologiezentrum, der diese AG betreut hat. Er hat mich in das ganze Thema Pflanzen hineingebracht – nicht speziell in die Kakteen. Aber ich bin ja vielseitig interessiert, sonst würde man als Kakteenliebhaber wahrscheinlich auch nicht in einer Baumschule landen. Das kann man als den Anfang sehen. Umweltschutz und Kakteen: Philipps frühes Engagement Ulrich: Du hast mit zarten zwölf Jahren schon einen Umweltpreis bekommen? Philipp: Den Umweltpreis der Stadt Chemnitz. Damals haben wir uns mit Ackerwildkräutern im Raum Chemnitz beschäftigt. Ulrich: Und dann stand irgendwann dem Botanischen Garten das Wasser bis zum Hals. Da hast du dich eingesetzt und gesagt: Liebe Stadtverwaltung … Philipp: … so nicht! Da hast du aber ganz schön tief gekramt! Ulrich: Zurück zu den Kakteen: Was sticht dich sozusagen? Was fasziniert dich ganz besonders an ihnen? Philipp: Ich glaube, es ist diese Vielfalt an Überlebensstrategien, die diese Pflanzenfamilie über Jahrmillionen entwickelt hat. Wenn du dir die Lebensräume anschaust: Da gibt es Epiphyten, die Regenwälder am Amazonas oder andere feuchte Gebiete bewohnen. Ganz wild fand ich eine Mammillaria, die auf einer Eiche im Kork wächst – wahrscheinlich eher zufällig, sie ist ja kein geplanter Epiphyt. Aber so etwas ist total interessant. Dann gibt es die Küstennebelregionen, in denen Pflanzen das Wasser aus der feuchten Luft auskämmen und davon leben. Andere gehen mit ihren Wurzeln meterweit in die Tiefe, bis sie irgendwann das Grundwasser erreichen. Diese Vielfalt an Methoden, unter widrigsten Bedingungen weiterzuleben und sich einen Lebensraum zu erschließen, holt mich einfach ab. Kakteen, Klimawandel und eine bewegliche Sammlung Ulrich: Ist das eine Sache, die auch mit dem Klimawandel erklärbar ist? Philipp: Wie meinst du das genau? Ulrich: Als ich in deinem Alter war, hat die Braunkohleheizung die Luft versaut. Dann gab es das Ozonloch, das wir irgendwie wieder schließen mussten. Und heute brennt die ganze Welt. Ich weiß nicht, ob man die Möwen über dem Gewächshaus hört – wir sind wirklich richtig im Norden. Philipp: Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimawandel beschäftigen wahrscheinlich jeden Menschen meiner Generation. Die Generationen nach mir wird das noch viel stärker beschäftigen. Von Detlef Metzing, dem Artenschutzbeauftragten der DKG, gibt es einen sehr interessanten Vortrag darüber, wie sich Kakteenpopulationen nach den aktuellen Klimawandelprognosen verschieben könnten – also welche Arten sich ausbreiten, vorausgesetzt, die Pflanzen

    CactusPodcast - 044 Philipp inside DKG - Deutsche Kakteengesellschaft
  2. Folge 45

    CactusPodcast - 045 Johannes Uhlig - ein Generationen-Treffen am Rande des Jakobsweges

    CactusPodcast 045 – Johannes Uhlig: Generationen-Treffen am Rande des Jakobsweges Auf meinem Jakobsweg mache ich einen Abstecher nach Kernen-Rommelshausen und besuche die Kollegen von Uhlig Kakteen. Aus einer Kaffeepause am World Podcast Day wird ein spontanes Gespräch mit Johannes Uhlig – über seinen Weg zum Kakteengärtner, die nächste Generation und einen Generationswechsel, dessen Termin selbst mich überrascht. Johannes Uhlig – Generationen-Treffen am Rande des Jakobsweges von Ulrich Haage | CactusPodcast https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2025/10/cactuspodcast-045-johannes-uhlig-kaktusgaertner-next-generation.mp3 Kernen-Rommelshausen · World Podcast Day · 30. September 2025 Ein Abstecher vom Jakobsweg Eigentlich bin ich im Urlaub und auf dem Jakobsweg unterwegs – allein und fast ohne Kakteen. Weil Stuttgart in greifbarer Nähe liegt, unterbreche ich meine Etappe und besuche die Kollegen von Uhlig Kakteen. Geplant ist vor allem Zeit für alte Freunde. Dann treffe ich Johannes Uhlig und merke: Heute ist World Podcast Day. Also machen wir, ohne großes Trara, das Mikrofon an. „Zum Jahreswechsel 2026/27 übernehme ich das Zepter hier in der Gärtnerei Uhlig.“ — Johannes Uhlig Aus einer einzigen Frage wird ein Gespräch über Ausbildung, Familiengeschichte und die Zukunft einer traditionsreichen Kakteengärtnerei. Mehr über die Menschen im CactusPodcast Themen der Episode Mein Jakobsweg und der Abstecher nach Kernen-Rommelshausen Eine überraschende Begegnung im Gewächshaus Kaffee mit Matthias Uhlig und Uwe Mergel World Podcast Day: eine spontane Frage an Johannes Ausbildung an der Wilhelma, Studium und Arbeit mit Kakteen Der angekündigte Generationswechsel bei Uhlig Kakteen Matthias Uhligs heimliche Reise zu Kakteen-Haage in den 1980er Jahren Kakteen für die Ohren Hör den CactusPodcast dort, wo du sowieso hörst. Einmal folgen – und neue Episoden erscheinen automatisch in deiner Podcast-App. SpotifyIn Spotify folgen Apple PodcastsAuf Apple-Geräten hören YouTube MusicDen RSS-Podcast hinzufügen Weitere Möglichkeiten: Pocket Casts · Deezer · RSS-Feed Noch neu bei Podcasts? So funktioniert das Abonnieren. Transkript · redaktionell gekürzt Auf dem Jakobsweg Ich bin Ulrich Haage und diesmal ganz privat unterwegs: auf dem Jakobsweg, allein und eigentlich auch ohne Kakteen. Fast jedenfalls. Ich laufe seit einigen Jahren in Etappen in Richtung Santiago de Compostela. Losgegangen bin ich zu Hause und noch bin ich in Deutschland. In diesem Jahr führt mich der Weg durch Bayern und Baden-Württemberg bis nach Rheinland-Pfalz. Weil Stuttgart in greifbarer Nähe liegt, mache ich eine kurze Pause. Ich möchte mit einem langjährigen Freund einen Baum pflanzen und vorher meine Kollegen in der Kakteengärtnerei Uhlig besuchen. Das hatte ich schon sehr lange wieder einmal vor. Eine überraschende Begegnung im Gewächshaus Ich stiefele durch die Gärtnerei und komme ins erste Gewächshaus. Niemand zu sehen. Im nächsten Haus bewegt sich ganz hinten jemand, aber das ist nicht Matthias Uhlig, mit dem ich verabredet bin. Mit meinem Rucksack gehe ich lieber nicht zwischen die Pflanzen – dabei würde ich vermutlich einiges niedermähen. Auf einmal steht Johannes Uhlig hinter mir. Mit mir hat er hier ganz sicher nicht gerechnet. Wir reden kurz, dann bringt er mich zu seinem Vater Matthias, der im nächsten Gewächshaus gerade Stecklinge geschnitten hat. Mit zwei Tassen Kaffee sitzen Matthias und ich in der Herbstsonne und reden. Dafür hatten wir viele Jahre keine Zeit. Später kommt Uwe Mergel dazu. Wir sprechen über Ausbildung, über geschlossene und neu entstehende Kakteengärtnereien, den Gartenbau und die Entwicklungen in der grünen Branche. Die Zeit vergeht wie im Flug. World Podcast Day Dann fällt mir ein: Heute ist der 30. September – World Podcast Day. Obwohl ich im Urlaub bin, stehen die Zeichen ziemlich klar auf Machen. Vater und Sohn einigen sich schnell. Kurz darauf sitze ich mit Johannes in der Kaffee-Ecke im Herzen der Gärtnerei. Wir unterhalten uns an diesem Tag schon zum zweiten Mal – jetzt mit Mikrofon, aber ohne großes Trara. Warum bist du Kakteengärtner geworden? Es sollte ein einfaches, unschuldiges und vor allem kurzes Gespräch werden. Ich möchte Johannes nur eine Frage stellen: Warum bist du eigentlich Kakteengärtner geworden? Johannes erzählt frei heraus von sich, von der Entstehung und Geschichte der Gärtnerei Uhlig und vom anstehenden Generationswechsel. „Zum Jahreswechsel 2026/27 übernehme ich das Zepter hier in der Gärtnerei Uhlig.“ — Johannes Uhlig Moment! Damit habe ich nicht gerechnet. Dass dieser Gedanke naheliegt, ist klar. Dass die Geschichte aber ausgerechnet hier im Interview öffentlich wird, überrascht mich dann doch. Und natürlich bin ich neugierig, wie der Weg weitergeht. Eigentlich alles anders machen Johannes erzählt von seinen Plänen und Ideen für die Zukunft. Eigentlich wollte er vieles anders machen als sein Vater. Am Ende verlief sein Weg aber erstaunlich ähnlich wie der von Matthias: Gärtnerausbildung an der Wilhelma, die Welt anschauen, Studium in Hohenheim, mit Kakteen arbeiten – und schließlich die Kakteengärtnerei des Vaters übernehmen. Darüber müssen wir beide ziemlich lachen. Auch bei der Frage, wie man den eigenen Betrieb von innen und von außen sieht, gibt es einiges zu lachen. Dann ist unser kurzes Gespräch schon wieder vorbei und für mich geht es weiter. Matthias Uhlig auf heimlicher DDR-Reise Später, als ich wieder in Richtung Speyer laufe, fällt mir eine Geschichte aus meiner Jugend ein. Matthias Uhlig war in den 1980er Jahren auf Klassenfahrt – damals noch in die DDR. Heimlich setzte er sich von seiner Gruppe ab und reiste nach Erfurt, um unsere Gärtnerei kennenzulernen. So etwas war damals streng verboten. Touristen mussten sich an die vorher beantragte und genehmigte Reiseroute halten. Auch Kontakte aus dem sogenannten nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet konnten ernste Konsequenzen haben, wenn die Staatssicherheit davon erfuhr. Zum Glück geschah das nicht. Stattdessen saß der junge Matthias plötzlich bei meiner Familie am Kaffeetisch, fragte meinen Eltern und Großeltern Löcher in den Bauch und erzählte spannende Geschichten. Anschließend schloss er sich unbemerkt wieder seiner Klasse an. Heute treffen sich unsere Familien und Gärtnereien erneut an einem Übergang zwischen den Generationen. Genau das macht diese spontane Begegnung für mich so besonders. Shownotes zu Episode 045 – Johannes Uhlig Links und weiterführende Informationen zu dieser Folge: Uhlig Kakteen Uhlig Kakteen – aktuelle Website und Onlineshop CactusPodcast Menschen im CactusPodcast CactusPodcast-Community bei Facebook Kontakt Mail ans Studio Der Beitrag CactusPodcast 045 – Johannes Uhlig: Generationen-Treffen am Rande des Jakobsweges erschien zuerst auf Cactusblog.

    CactusPodcast - 045 Johannes Uhlig - ein Generationen-Treffen am Rande des Jakobsweges
  3. Folge 45

    CactusPodcast - 045 Johannes Uhlig - ein Generationen-Treffen am Rande des Jakobsweges

    CactusPodcast 046 – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt: Vorschau & Einladung zum Jubiläum Sechs Tage vor dem 100-jährigen Jubiläum des Kakteenvereins „Walther Haage“ Erfurt teste ich die Live-Sendung aus dem Gewächshaus – und erzähle, warum mich an dieser Feier nicht nur der Blick zurück interessiert. Es geht um Wurzeln, Menschen und die Frage, was ein Verein braucht, damit seine Geschichte auch in der nächsten Generation weitergeht. 100 Jahre Kakteenverein Erfurt – Vorschau und Einladung von Ulrich Haage | CactusPodcast https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2026/05/cp046-100-jahre-kakteenverein-erfurt.mp3 Live-Test · Gewächshaus bei Kakteen-Haage · 4. Mai 2026 Eine Einladung – und der Anfang der nächsten Folge Die Idee zu dieser Episode kam ziemlich kurzfristig. Beim Treffen des Kakteenforums hatte Henry gefragt, wann endlich die nächste Folge des CactusPodcast kommt. Gleichzeitig mussten wir ausprobieren, ob eine Live-Sendung aus dem Gewächshaus technisch funktioniert. Also habe ich beides zusammengebracht: Mikrofon an, Kamera an – und los. Am 9. Mai 2026 feierte der Kakteenverein „Walther Haage“ Erfurt sein 100-jähriges Bestehen. In dieser Vorschau erzähle ich, was wir für den Tag der offenen Tür geplant hatten und warum mich hinter der Chronik vor allem die Geschichten der Menschen interessierten. „Ohne ein solides Wurzelwachstum geht es der Pflanze nicht gut – und das gilt ziemlich deutlich auch für uns Menschen.“ — Ulrich Haage Aus dem angekündigten Podiumsgespräch wurde anschließend CP047 – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt: live aus dem Gewächshaus. Dort erzählen mehrere Generationen selbst von Vereinsleben, DDR, Wende, Freundschaften und der Zukunft der Kakteenvereine. Mehr über die Menschen im CactusPodcast Kapitel der Episode Damit du schnell zu den einzelnen Stationen springen kannst: 00:00 Zurück im CactusPodcast – live aus dem Gewächshaus 00:52 Der Livestream-Test beginnt 02:12 Henrys Frage beim Kakteenforum 02:41 Warum 100 Jahre Kakteenverein etwas Besonderes sind 04:20 Geschichten statt Geschichtsstunde 05:31 DDR, Wende und die Frage nach der Zukunft 06:45 Einladung zum 9. Mai 07:24 Wurzeln, Herkunft und neue Triebe 09:46 Nachtrag und Datumskorrektur 10:35 DKG-Präsident, Gäste und der Erfurter Verein 11:33 Der Name Walther Haage 12:14 Programm beim Tag der offenen Tür 13:01 Lottes Kinderführung – wieder in echt 13:45 Ragnvald Leonhardt und das passende Gefäß 14:49 Kaktusbratwurst, Café und Quesadillas 15:32 Kaktusgartenbahn, Pflanzendoktor und Quiz 16:38 Letzte Einladung und sonnige Grüße Kakteen für die Ohren Hör den CactusPodcast dort, wo du sowieso hörst. Einmal folgen – und neue Episoden erscheinen automatisch in deiner Podcast-App. SpotifyIn Spotify folgen Apple PodcastsAuf Apple-Geräten hören YouTube MusicDen RSS-Podcast hinzufügen Weitere Möglichkeiten: Pocket Casts · Deezer · RSS-Feed Noch neu bei Podcasts? So funktioniert das Abonnieren. Transkript · redaktionell gekürzt Live aus dem Gewächshaus So eine Ewigkeit schon wieder nichts gemacht – aber das stimmt natürlich nicht. Gemacht habe ich die ganze Zeit etwas, nur gab es keine neue Folge im CactusPodcast. Das holen wir jetzt schnell nach. Heute auf eine andere Art: eine Sendung live aus dem Gewächshaus. Wenn du die Aufzeichnung sehen möchtest, findest du sie auf unserem YouTube-Kanal. Wir gehen jetzt einfach hinein in den Test. Gut, wir sind live. Ganz schön aufregend. Hi, ich bin Ulrich Haage. Herzlich willkommen im CactusPodcast – diesmal mit einer Live-Übertragung aus dem Gewächshaus. Heute habe ich noch eine zweite Mission: Das ist gleichzeitig der Teaser für eine Geschichte, die wir am 9. Mai geplant haben. Der Kakteenverein „Walther Haage“ Erfurt feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Wir haben beschlossen, daraus etwas Besonderes zu machen, und genau hier soll es passieren. Heute testen wir, ob das funktioniert. Wir wollen darüber reden, wie es gelingen kann, dass Menschen sich über eine so lange Zeit und über mehrere Generationen mit einem Thema beschäftigen. Henrys Frage und eine spontane Idee Am vergangenen Samstag war das Treffen des Kakteenforums. Henry hat mich gefragt: „Sag mal, wann kommt denn die nächste Folge im CactusPodcast?“ Ich war schon relativ lange nicht auf Sendung. Und dann kam der Gedanke: Wir nutzen diesen Test und erledigen das eine mit dem anderen. So ist diese kleine Ankündigung über den Kakteenverein entstanden. 100 Jahre sind ein dickes Brett 100 Jahre Kakteenverein – das ist eine heftige Nummer. Für mich ist das nicht irgendein Termin. Ich bin froh über die vielen Menschen, die uns dabei unterstützen, diese Geschichte ein bisschen lauter und weiter zu erzählen. Am 9. Mai werde ich hier natürlich nicht allein sitzen. Es wird eine Gesprächsrunde geben, die Menschen aus dem Kakteenverein und weit gereiste Gäste zusammenbringt. Ein Moderator wird sie löchern, damit sie erzählen, was sie in all den Jahrzehnten erlebt haben. Ich durfte tief in die Chronik hineingucken. Dort stecken wunderbare Geschichten. Wir wollen aber keine Geschichtsstunde halten und auch nicht einfach aus der Chronik vorlesen. Uns interessiert, was dieser Verein in den vergangenen 100 Jahren für Menschen bedeutet hat und wie sie sich engagiert haben. Von den starken Jahren über die Wende bis heute Wir spannen den Bogen aus den starken Zeiten der 1970er und 80er Jahre. Damals beschäftigten sich sehr viele Menschen mit Kakteen und steckten enorme Energie in ihre Vereine und Ausstellungen. Die Welt war dabei keineswegs nur so klein, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Auch dazu werden wir eine Geschichte hören. Mit der Wende waren Kakteen für viele Menschen plötzlich nicht mehr ganz so wichtig. Mich interessiert, wie der Verein und die ganze Kakteenwelt auf diesen Umbruch reagierten. Der zentrale Punkt ist für mich aber: Wie geht die Geschichte weiter? Wie holen wir die nächste Generation mit ins Boot? Diese Frage möchte ich gemeinsam mit den Menschen im Gewächshaus und mit euch erobern. Einladung ins Gewächshaus Deshalb ist das heute nicht nur ein Testlauf. Erzählt es weiter und kommt nach Erfurt. Am Samstag, dem 9. Mai 2026, beginnt die Festveranstaltung um 14 Uhr im Gewächshaus bei Kakteen-Haage. Sie gehört zum Tag der offenen Tür, und dort ist ohnehin immer ziemlich Remmidemmi. Wer nicht nach Erfurt kommen kann, kann digital dabei sein, mitfeiern und Fragen in den Live-Chat schicken. Wurzeln und Zukunft Warum ist mir das wichtig? Als Gärtner liegt das Bild ziemlich nahe: Wurzeln – also unsere Ursprünge – sind elementar. Ohne ein solides Wurzelwachstum geht es der Pflanze nicht gut, und das gilt auch für uns Menschen. Deswegen schaue ich gern in die Geschichte. Wir dürfen aber nicht nur rückwärts blicken. Wir müssen auch fragen, was daraus Neues entstehen kann und was uns weiterträgt. Das beschäftigt mich bei Kakteen-Haage und ganz persönlich. In dieser Episode ist es noch nicht das eigentliche Thema, aber im CactusPodcast werden wir darauf zurückkommen. Nachtrag: April ist schon vorbei Nein, so schnell schießen die Preußen hier auch nicht. Mir galoppiert bei dieser Aufnahme die Zeit davon – deshalb noch eine Fehlerkorrektur: Natürlich ist der 9. April bereits vorbei. Wir reden vom 9. Mai 2026. Das ist ein Samstag, und um 14 Uhr beginnt die Festveranstaltung. Wir erwarten den Präsidenten der Deutschen Kakteen-Gesellschaft und eine ganze Reihe weiterer Gäste, die zum Teil ziemlich weit gereist sind. Der Kakteenverein „Walther Haage“ Erfurt Wenn du die Menschen aus dem Erfurter Kakteenverein kennenlernen und dich mit ihnen über Kakteen austauschen möchtest, kommst du einfach zum Tag der offenen Tür. Dort ist die ganze Truppe versammelt. Dieser Verein ist für mich nicht nur besonders, weil er 1926 gegründet wurde. Er trägt auch den Namen meines Großvaters Walther Haage. Darauf bin ich schon ein kleines bisschen stolz. Vorschau auf den Tag der offenen Tür Natürlich gibt es bei Kakteen-Haage sehr viele Kakteen und andere Sukkulenten zu sehen – auf rund 1.500 Quadratmetern Verkaufsfläche und bei Führungen auch hinter den Kulissen. Anfang Mai stehen außerdem viele Pflanzen in Blüte. Nach fünf Jahren planten wir eine Neuauflage von Lottes Kinderführung. Diesmal nicht digital wie im ersten Corona-Jahr, sondern wieder richtig in echt. Lotte ist inzwischen nicht mehr die Kleine aus dem Film, sondern schon groß – und sie kennt sich noch besser mit Kakteen aus. Welches Gefäß passt zu welcher Pflanze? Mit unserem Pflanzentöpfer Ragnvald Leonhardt aus Jena war ein Workshop geplant. Gemeinsam wollten wir der Frage auf den Grund gehen, wie wichtig das Gefäß für eine Pflanze ist und wie wir beides zusammenbringen. Ragnvald macht richtig tolle Gefäße. Ich wollte durch die Gärtnerei stiefeln und zu seinen Töpfen die passenden Pflanzen suchen – also die Frage einmal umdrehen. Kaktusbratwurst, Gartenbahn und Sorgenpflanzen Zu essen sollte es natürlich Kaktusbratwurst und andere Sachen vom Grill geben. Das Cactus Café war mit frischem Kuchen und Kaffee dabei, nebenan mexikanische Quesadillas und – wenn alles gut lief – frische Limonaden. Im Gewächshaus sollte wieder die Kaktusgartenbahn durch die Canyons rattern. D

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  4. Folge 47

    CactusPodcast 047 – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt – live aus dem Gewächshaus

    CactusPodcast 047 – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt – live aus dem Gewächshaus Ein Jahrhundert Kakteenleidenschaft – erzählt von den Menschen, die sie weitertragen. 1926 wurde in Erfurt eine Ortsgruppe der Deutschen Kakteen-Gesellschaft gegründet. Hundert Jahre später treffen sich Kakteenfreunde mehrerer Generationen dort, wo Erfurter Kakteengeschichte seit Jahrhunderten zu Hause ist: im Gewächshaus bei Kakteen-Haage. Diese Folge des CactusPodcast ist die Aufzeichnung des Bühnengesprächs zum Jubiläum des Kakteenvereins „Walther Haage“ Erfurt am 9. Mai 2026. Die Veranstaltung war Teil des Tags der offenen Tür 2026 und wurde live aus dem Gewächshaus bei Kakteen-Haage übertragen. Unter den Gästen waren Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür sowie unsere Kakteenfreunde aus Ústí nad Labem, mit denen uns seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft verbindet. Sie waren gemeinsam mit ihrem Vorsitzenden angereist. Es geht um die ersten Vereinsjahre, die nächtliche Wanderung zur Königin der Nacht, um Krieg und Neubeginn, das Vereinsleben im Kulturbund der DDR, die Wende und die Neuorganisation danach. Vor allem aber geht es um die Menschen hinter den Pflanzen. Durch das Gespräch führt Philipp Heidel-Weizel. Mit dabei sind Hans-Friedrich Haage, Andreas Schill, Gudrun Kroll, Klaus-Dieter Lentzkow, Markus Münch und Tim Oettel. Zum Auftakt gratuliert DKG-Präsident Till Hägele. 100 Jahre Kakteenverein Erfurt – live aus dem Gewächshaus von Ulrich Haage, Philipp Heidel-Weizel und Gäste | CactusPodcast https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2026/08/CP047-100-Jahre-Kakteenverein-Erfurt-live-.mp3 Die Menschen in dieser Folge Für diese Runde habe ich Menschen zusammengebracht, die den Erfurter Kakteenverein über Jahrzehnte getragen, nach Brüchen neu aufgebaut und immer wieder für die nächste Generation geöffnet haben. Ihre Erinnerungen, ihr Wissen und vor allem ihr persönliches Engagement tragen diese Folge. Till Hägele Till Hägele ist Präsident der Deutschen Kakteen-Gesellschaft. Der Gartenbauingenieur und promovierte Agrarwissenschaftler arbeitet seit 2001 als Abteilungsleiter der Gewächshausanlage im Botanischen Garten München. In Erfurt ordnet er die 100 Jahre Vereinsgeschichte aus Sicht der DKG ein – und richtet einen deutlichen Appell an die nächste Generation. Philipp Heidel-Weizel Philipp Heidel-Weizel moderiert das Bühnengespräch. Er gehört zur jüngeren Generation der Kakteenfreunde und arbeitet heute professionell als Pflanzenzüchter, besonders im Bereich Gehölze. Im CactusPodcast war er bereits in Episode 044 – Philipp inside DKG zu Gast. Für diese Jubiläumsrunde führt er die Geschichte bewusst von den Pflanzen zu den Menschen hinterm Kaktus. Hans-Friedrich Haage Hans-Friedrich Haage schlägt die direkte Brücke in die Familien- und Vereinsgeschichte. Als Sohn von Walther Haage kennt er viele Erzählungen aus der Erfurter Kakteenzucht aus erster Hand. Nach seinem Gartenbaustudium übernahm er 1972 die Leitung der verstaatlichten „Brigade Kakteenzucht“ und führte den Betrieb 1990 wieder in die Selbständigkeit. Mehr zu ihm: Hans-Friedrich Haage bei Kakteen-Haage. Andreas Schill Andreas Schill war über viele Jahre Kassierer der Erfurter Kakteengruppe und hat die starke Zeit der großen Ausstellungen unmittelbar erlebt. Kakteen sind nicht sein einziges ausgesprochen spezielles Hobby: Andreas gehört auch zur Erfurter Gartenbahnszene. Die beiden Welten trafen bei Kakteen-Haage schon ganz praktisch zusammen, wenn die Kaktus-Bahn durch das Gewächshaus fuhr. Gudrun Kroll Gudrun Kroll hat die Chronik der Erfurter Kakteenfreunde weitergeführt und damit einen wichtigen Teil der Vereinsgeschichte bewahrt. In der Kakteenwelt ist sie außerdem für ihre Hybriden bekannt; auch 2026 ist sie mit dem Vortrag „Blühende Hybriden“ im Programm einer DKG-Ortsgruppe zu finden. In dieser Folge erzählt sie unter anderem, wie entscheidend der persönliche Kontakt dafür war, selbst wieder Mitglied einer Ortsgruppe zu werden. Klaus-Dieter Lentzkow Klaus-Dieter Lentzkow bringt die Magdeburger Perspektive und ein großes Stück ostdeutscher Vereinsgeschichte mit. Er wurde kurz nach der Wiedervereinigung als Beisitzer in den Vorstand der Deutschen Kakteen-Gesellschaft gewählt und war später Sprecher des DKG-Beirats. Im Gespräch erinnert er an den tiefen Einschnitt der Wendezeit – und daran, wie neue Verbindungen zwischen ost- und westdeutschen Gruppen entstanden. Markus Münch Markus Münch steht für die Generation, die den Kakteenverein „Walther Haage“ Erfurt heute trägt. Er beschreibt den heutigen Vereinsabend als ziemlich unkomplizierte Angelegenheit: keine Krawatte, keine feste Sitzordnung, dafür Vorträge, Erfahrungsaustausch und jede Menge kleine Tricks, die man eben nicht aus jedem Buch bekommt. Auch außerhalb der Vereinsabende ist er mit einem breiten Pflanzensortiment auf Garten- und Kakteenveranstaltungen präsent. Tim Oettel Tim Oettel ist Pflanzenenthusiast und Biologiestudent aus Göttingen. Gemeinsam mit Dr. Michael Schwerdtfeger produziert er die Kurzfilmreihe Doc Shorts, in der botanische und zoologische Kuriositäten niedrigschwellig in kurzen Videos erzählt werden. 2025 wurde der weitere Ausbau der Serie an der Universität Göttingen gefördert. Tim steht damit ziemlich genau für eine der Zukunftsfragen dieser Folge: Wie erreicht Pflanzenwissen heute neue Menschen – über YouTube und soziale Medien, aber am Ende möglichst auch wieder persönlich? Mehr: Doc Shorts – Wundersame Botanik. Ulrich Haage Ulrich Haage ist Gastgeber der Jubiläumsveranstaltung und des CactusPodcast. In dieser Folge führt er vom Podcast-Intro ins Gewächshaus, begrüßt die Gäste und gibt das Gespräch anschließend an Philipp weiter. Kapitel der Episode Die Zeitmarken passen zur veröffentlichten Audiofassung und eignen sich auch für die Shownotes sowie für die Beschreibung der Videoaufzeichnung auf YouTube. 00:00 Intro – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt 01:49 Live im Gewächshaus 05:14 Till Hägele – Grußwort der DKG 11:26 Macht die Türen auf für die Jungen 12:35 Philipp Heidel-Weizel übernimmt das Bühnengespräch 13:35 Hans-Friedrich Haage – wie alles begann 16:53 Nächtliche Wanderung zur Königin der Nacht 18:18 Bruch, Krieg und Neubeginn 22:13 Die starke Zeit – Schill, Kroll und Lentzkow 25:23 Kulturbund, Wende und Neugründung 32:36 Warum Menschen im Verein bleiben 36:06 Neue Verbindungen nach der Wiedervereinigung 38:52 Markus Münch und Tim Oettel – die nächste Generation 42:09 Warum interessieren sich junge Menschen für Pflanzen? 43:56 Wissenschaftskommunikation: YouTube, Doc Shorts & Instagram 46:57 Social Media und der persönliche Kontakt 49:59 Was ein Kakteenverein heute leisten kann 52:26 Grüße aus Magdeburg 53:04 Über 60 Jahre Freundschaft mit Ústí nad Labem 56:03 Auf die nächsten 100 Jahre Die Podiumsdiskussion im Gewächshaus Die Livesendung aus dem Gewächshaus bei Kakteen-Haage haben wir auch im Video festgehalten. Kakteen für die Ohren Hör den CactusPodcast dort, wo du sowieso hörst. Einmal folgen – und neue Episoden erscheinen automatisch in deiner Podcast-App. SpotifyIn Spotify folgen Apple PodcastsAuf Apple-Geräten hören YouTube MusicDen RSS-Podcast hinzufügen Weitere Möglichkeiten: Pocket Casts · Deezer · RSS-Feed Noch neu bei Podcasts? So funktioniert das Abonnieren. Transkript · redaktionell gekürzt 00:00 · Intro – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt Ulrich: Herzlich willkommen zum CactusPodcast, Folge 47. Heute etwas ganz Besonderes: die Aufzeichnung unserer Live-Sendung zum 100-jährigen Jubiläum des Kakteenvereins „Walther Haage“ Erfurt. Am 9. Mai 2026 haben wir im Gewächshaus bei uns in der Gärtnerei gefeiert – gemeinsam mit den befreundeten Kakteenfreunden aus Ústí nad Labem. Der Präsident der Deutschen Kakteen-Gesellschaft spricht ein Grußwort, und Philipp Heidel-Weizel moderiert anschließend die Gesprächsrunde. Er blickt mit uns in die Vergangenheit und führt das Ganze in die Zukunft. 01:49 · Live im Gewächshaus Ulrich: Ein Verein lebt nicht von Protokollen oder Mitgliederlisten – auch wenn die Chronik ziemlich voll davon ist. Das Spannende ist das, was zwischen den Zeilen passiert: was Menschen erleben, was sie zusammenbringt und wie sie ihr Wissen und ihre Leidenschaft in eine Gemeinschaft hineintragen. 100 Jahre sind ein dickes Brett. Deshalb zuerst ein Dank an die Mitglieder, an mein Team, an Freunde, Gäste und Familie und an alle, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Die Chronik ist für mich dabei ein wichtiges Thema geworden. Wer eigene Erinnerungen oder Geschichten hat, darf sie gern ergänzen. Gudrun Kroll hat diese Chronik weitergeführt und hilft dabei, dass sie lebendig bleibt. 05:14 · Till Hägele – Grußwort der DKG Till Hägele: Die Ortsgruppe Erfurt feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. 1926 war sie bereits der elfte Kakteenverein in Deutschland. Das Interesse an Kakteen wuchs besonders im 19. Jahrhundert mit dem aufkommenden Bürgertum und der Begeisterung für exotische Pflanzen. Fachliteratur, Gärtnereien und Vereine sorgten dafür, dass Wissen weitergegeben wurde. Heute ist diese Aufgabe nicht kleiner geworden: Wissen bewahren, Wissen weitergeben und Menschen für Kakteen u

    CactusPodcast 047 – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt – live aus dem Gewächshaus
  5. Folge 48

    CactusPodcast 047 – 100 Jahre Kakteenverein Erfurt – live aus dem Gewächshaus

    CactusPodcast 048 – CactusBasics – Kakteen umtopfen: Muss der wirklich raus? Ein Gespräch über Wurzeln, Topfgröße, Kakteenerde – und die Frage, wann Nicht-Umtopfen die bessere Pflege ist. Ein zu kleiner Topf, Wurzeln am Abzugsloch oder Erde, die kaum noch Wasser annimmt: Muss der Kaktus jetzt wirklich raus? In CactusPodcast 048 sprechen Ulrich Haage und Philipp Heidel-Weizel darüber, woran sich der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen erkennen lässt – und warum nicht jedes sichtbare Zeichen automatisch einen größeren Topf verlangt. Es geht um gesunde und geschädigte Wurzeln, alte und neue Kakteenerde, die passende Topfgröße, Ton- und Kunststofftöpfe, helle Altbrandtöpfe und die Pflege nach dem Umtopfen. Auch Sonderfälle kommen zur Sprache: Wurzelläuse, verdichtete Erde, empfindliche Wurzeltypen, neu gekaufte Pflanzen und wurzellose Kindel. Das praktische Wie zeigt das begleitende Video. Im Podcast geht es um das Wann, das Warum und die Ausnahmen. Zur Einordnung: Diese Folge haben wir direkt nach dem Sommerfest Querbeet vom 22. August 2026 aufgenommen. Wenn wir im Gespräch von „gestern“, von Kundenkontakten oder von „hier“ sprechen, beziehen wir uns auf den Aktionstag und die Begegnungen in der Blumenstraße. Kakteen umtopfen: Muss der wirklich raus? von Ulrich Haage und Philipp Heidel-Weizel | CactusPodcast https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2026/08/CP048-CactusBasics-Kakteen-umtopfen-UPLOAD.mp3 CactusBasics · Begleitartikel Umtopfen verstehen – nicht nur nachmachen Ein Kaktus sprengt beinahe seinen Topf. Unten schauen Wurzeln heraus. Die Erde wirkt alt und fest. Also: raus damit, größerer Topf, frische Erde – fertig? Ganz so einfach ist es nicht. Genau deshalb beginnt CactusPodcast 048 nicht mit dem neuen Topf, sondern mit der Frage: Muss der Kaktus überhaupt umgetopft werden? Von der KaktusWerkstatt zur neuen Folge der CactusBasics Der Ausgangspunkt dieser Folge liegt in der KaktusWerkstatt auf der Landesgartenschau im Eichsfeld. Dort ging es ganz praktisch darum, gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern Kakteen umzutopfen. Zwischen widerspenstigen Pflanzen, alten Wurzelballen und vielen Einzelfragen wurde Ulrich klar: Über Spezialfälle lässt sich lange sprechen – aber die scheinbar einfachen Grundlagen werden oft nur vorausgesetzt. Mir haben die Grundlagen gefehlt – und deswegen machen wir jetzt die CactusBasics zum Kaktus umtopfen, beschreibt Ulrich den Ausgangspunkt der Folge. Das begleitende Video zeigt die Handgriffe. Im Podcast gehen Ulrich und Philipp einen Schritt zurück: Wann ist ein neuer Topf wirklich nötig? Was erzählen Wurzeln und Erde? Und wie verändert das Umtopfen die Pflege danach? Zwei gärtnerische Blickrichtungen, ein gemeinsamer Tisch Ulrich bringt viele Jahrzehnte Erfahrung aus der Kakteengärtnerei mit. Philipp verbindet sein gärtnerisches Fachwissen mit Studium, Berufspraxis und seiner eigenen Kakteenkultur. Ein Austausch auf Augenhöhe – mit unterschiedlichen Erfahrungswegen und viel Raum für Beispiele, Einwände und kleine Abschweifungen. Wer Philipp näher kennenlernen möchte, findet ihn bereits in CactusPodcast 044 – Philipp inside DKG und in der vorangegangenen Folge CactusPodcast 047 wieder. Früher war der Topf anders – die Fragen waren dieselben Ein Blick zurück in die Zeit unserer Groß- oder Urgroßeltern führt zu schweren Tontöpfen, einer Scherbe über dem Abzugsloch und selbst gemischten Erden aus Rasensoden, Flusssand, verrottetem Pferdemist, Holzkohle oder Ziegelbruch. Einen festsitzenden Tontopf konnte man nicht zusammendrücken oder massieren. Im Zweifel wurde geklopft – oder der Topf geopfert. Geändert haben sich Gefäße, Materialien und Arbeitsabläufe. Geblieben sind die eigentlichen Kulturfragen: Passt der Wurzelraum? Fließt Wasser zuverlässig ab? Wie stark darf der Ballen gestört werden? Und wann darf danach wieder gegossen werden? Wann kann der Kaktus raus – und wann muss er? Ein gesunder, heller und fester Wurzelballen, der den Topf gut ausfüllt, ist ein sinnvoller Zeitpunkt zum Umtopfen. Er ist aber noch kein Notfall. „Dann kann man. Es ist nicht das Muss.“ — Ulrich Haage Deutlicher wird der Handlungsbedarf, wenn die Pflanze trotz passender Bedingungen nicht mehr wächst, auffällig blass wird, Wasser nur noch am Ballen vorbeiläuft, der Topf durch Rhizome oder Wurzeldruck aufbricht oder sich Schädlinge zeigen. Gerade Wurzelläuse verraten sich mitunter durch kleine weiße Spuren an Topf und Wurzelballen. Dabei gilt: Das sichtbare Symptom ist noch keine fertige Diagnose. Lichtmangel, falsches Gießen, Ruhezeit, Nährstoffversorgung und Wurzelschäden können ähnlich aussehen. Umtopfen repariert nicht automatisch jedes Pflegeproblem. Alte Erde entfernen – so viel wie nötig, so wenig wie möglich Ein gesunder Ballen muss nicht grundsätzlich vollständig zerlegt werden. Häufig genügt es, die äußere Erde vorsichtig zu lockern, den Wurzelhals freizulegen und den Zustand der Wurzeln zu prüfen. Anders sieht es bei Schädlingen, Fäulnis, Pilzverdacht oder völlig ungeeigneter Erde aus. Dann kann es nötig sein, das Substrat vollständig zu entfernen, die Wurzeln auszuspülen und die Pflanze wiederholt zu behandeln. Sehr harte Ballen von Agaven oder anderen kräftig wurzelnden Pflanzen brauchen manchmal sogar Messer, Schere oder Spaten. Die Regel lautet deshalb nicht „alte Erde immer ab“ oder „Ballen niemals stören“, sondern: Der Eingriff richtet sich nach dem Befund. Erde, Topf und Gießweise gehören zusammen Philipp mischt seine Erde passend zu seiner eigenen Pflege. Weil er seine Pflanzen nicht täglich kontrolliert, darf sein Substrat etwas länger Feuchtigkeit halten. Für den Einstieg empfiehlt er trotzdem keine komplizierte Spezialmischung, sondern eine verlässliche Kakteenerde, deren Verhalten man kennenlernt. Ein abrupter Wechsel von sehr humoser Erde zu einer völlig anderen Mischung ist nicht für jede üppig gewachsene Pflanze ideal. Manchmal ist ein Übergang in Schritten die bessere Lösung. Auch beim neuen Topf gilt: größer nur, wenn der Wurzelballen den vorhandenen Raum tatsächlich nutzt. Bei kleinen Pflanzen reicht meist eine Topfstufe beziehungsweise ungefähr ein bis zwei Zentimeter mehr Durchmesser. Langsam wachsende Arten brauchen weniger Reserve als kräftige Echinopsen oder Blattkakteen. Ein zu großer Topf kann lange feucht bleiben – und die Pflanze anfangs mehr in Wurzeln als in Blüten investieren lassen. Kugel, Säule und Rübenwurzel brauchen nicht dasselbe Kugelkakteen kommen häufig mit der klassischen kleinen Topfstufe gut zurecht. Säulen brauchen zusätzlich Standfestigkeit; ein schwereres Gefäß oder Steine im unteren Bereich können helfen. Arten mit Rübenwurzeln benötigen passende, oft tiefere Gefäße. Empfindliche Gattungen wie Melocactus oder Discocactus vertragen unnötige Wurzelverletzungen besonders schlecht. Entscheidend ist nicht allein, wie viel Erde im neuen Topf liegt, sondern wie viel aktive Wurzelmasse darin Wasser aufnehmen kann. „Die Wassergabe nicht an das Erdvolumen, sondern an das Wurzelvolumen anpassen.“ — Philipp Heidel-Weizel Runde und eckige Töpfe – und Philipps helle Altbrandtöpfe Dem Kaktus ist meist gleichgültig, ob sein Topf rund oder eckig ist. Für die Gärtnerei und die Sammlung kann die Form trotzdem wichtig sein, weil eckige Töpfe den verfügbaren Platz besser ausnutzen. Beim Material wird es kulturtechnisch interessanter. Ton trocknet schneller und zieht Wurzeln eher an die Topfwand. Kunststoff hält Feuchtigkeit länger und lässt sich beim Austopfen zusammendrücken. Entscheidend ist also nicht, welches Material pauschal „besser“ ist, sondern wie es zur Erde, zum Standort und zur eigenen Gießweise passt. Und dann gibt es noch Töpfe, die man nicht achtlos weitergeben sollte: Philipp hat dabei einen besonderen Blick auf die hellen Altbrandtöpfe: Wer einen davon in die Finger bekommt, sollte ihn besser nicht achtlos wegwerfen oder verschenken. Sie sind nicht nur schöne historische Gefäße, sondern bringen besonderen Charakter in die Sammlung. Bei Kakteen-Haage ist ein kleiner historischer Bestand ausgestellt – leider nicht zum Verkauf. Der Übertopf darf Halt geben – aber kein Wasserlager sein Philipp nutzt bei Zimmerpflanzen gelegentlich einen Übertopf, um einer kopflastigen Pflanze mehr Stabilität zu geben. Das kann funktionieren, solange überschüssiges Wasser vollständig ablaufen kann. Als dauerhaftes Wasserreservoir ist der Übertopf dagegen gefährlich. Bleibt der Kulturtopf nach dem Gießen im Wasser stehen, fehlt den Wurzeln Luft. Stehendes Wasser im Übertopf ist dabei tabu: Die Wurzeln dürfen nach dem Gießen nicht dauerhaft im Wasser stehen. Nach dem Umtopfen beginnt die eigentliche Bewährungsprobe Beim Lockern und Einsetzen werden fast immer Fein- und Haarwurzeln verletzt. Deshalb wird ein frisch umgetopfter Kaktus nicht automatisch sofort angegossen. Sieben bis zehn Tage sind eine brauchbare Orientierung – abhängig von Wetter, Jahreszeit, Substratfeuchte, Pflanzenart und Umfang der Wurzelverletzungen. Auch Dünger hat unmittelbar nach dem Umtopfen Pause. Die Wurzeln sollen heilen und den neuen Raum erschließen. Ein geschützter, beobachtbarer Standort hilft dabei, Probleme früh zu erkennen. Sinkt die Pflanze ein, kann eine Lufttasche unter dem Ballen die Ursache sein. Wird sie weich oder gelblich, kann das ein Zeichen von Fäulnis sein. Philipp bringt die Wasserfrage am Ende mit einem wurzellosen Echinopsis-Kindel auf den Punkt: Philipp bringt die Wasserfrage am Ende mit ein

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CactusPodcast – Kaktusgärtner Ulrich Haage mit Stories, Tipps und Kaktusgärtnergeheimnissen aus der ältesten Kakteenzucht der Welt