Dialog·pause im Norden

Thomas Rehehäuser

Dialog·pause · Gespräche mit Zeit. Nach jeder Frage und jeder Antwort klingt ein Gong · erst wenn er verklungen ist, geht es weiter. Zeit zum eigenen Denken, zur Reflexion, zur Resonanz. Gespräche mit Menschen aus Norddeutschland über das Leben, Lieben, Machen und Mensch-Sein.

  1. 21.01.2025

    Die Reise einer Chemieingenieurin zur Mosterei-Besitzerin im ländlichen Norddeutschland

    Ein zufälliger Umzug, der zum Lebensmittelpunkt wurde – Andrea Möckel nimmt uns mit auf ihre unerwartete Reise nach Mecklenburg. Als junge Chemieingenieurin aus Thüringen führte sie die Liebe und die Geburt ihres Kindes in den Norden Deutschlands, einen Ort, den sie nie als Heimat geplant hatte. Mit erfrischender Offenheit beschreibt Andrea den Kontrast zwischen ihrer bergigen thüringischen Heimat und der flachen "Agrarwüste" Mecklenburgs. Was zunächst fremd wirkte, wurde über drei Jahrzehnte zu dem Ort, an dem sie sich vollkommen frei entfalten konnte. Besonders die Seen, allen voran ihr geliebter Menzendorfer See, und die bunte Mischung aus zugezogenen Menschen haben es ihr angetan. Andreas Geschichte ihrer Lohnmosterei fesselt durch ihre Wendungen: Was als Gemeinschaftsprojekt mit Freunden begann, wurde nach persönlichen Tragödien zu ihrem alleinigen Unternehmen. Mit Mut und Unterstützung eines erfahrenen Mosterei-Betreibers baute sie ihr Geschäft auf, das sie nun seit fast 30 Jahren betreibt. Daneben arbeitet sie im Garten- und Landschaftsbau, saniert Häuser für die Vermietung und versorgt sich weitgehend selbst mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Am berührendsten ist Andreas klare Antwort auf die Frage, ob sie in Mecklenburg der Mensch sein kann, der sie sein möchte: ein uneingeschränktes Ja. Die Freiheit, ihre Tage selbst zu strukturieren und körperlich zu arbeiten, entspricht genau ihrem Wesen. Ihre Geschichte lehrt uns, dass manchmal gerade die Orte, die wir nicht selbst wählen, uns die größte Entfaltung ermöglichen. Höre jetzt diese inspirierende Folge der Dialogpause und nimm dir Zeit für deine eigenen Gedanken zwischen den Gongschlägen. Vielleicht entdeckst du, wie auch unerwartete Lebenswege zu tiefer Zufriedenheit führen können.

  2. 06.01.2025

    Ingo Schraders Entscheidung: Vom Stadtleben zur ländlichen Freiheit in Mecklenburg

    Stell dir vor, du tauschst den Lärm der Großstadt gegen die Stille der mecklenburgischen Landschaft ein. In dieser Episode der Dialogpause erfährst du von unserem Gast Ingo Schrader, warum er und seine Familie das naturverbundene Leben auf dem Land dem hektischen Stadtleben vorgezogen haben. Ingo entführt uns in seine Welt, wo die Freiheit, über eine Wiese zu laufen oder ein Lagerfeuer zu entfachen, zum Alltag gehört.  Ingo, der seine Jugend in einem Dorf verbrachte, teilt seine Erfahrungen, wie er die pulsierende Energie der Stadt während seiner Studienzeit genoss, aber letztendlich das ruhige Landleben für seine Kinder wählte. Die Selbstversorgung und die enge familiäre Bindung sind nicht nur Herausforderungen, sondern bieten auch eine unvergleichliche Lebensqualität. Er spricht über die starke Gemeinschaft, die trotz der ruhigen Umgebung überraschend dynamisch und vielfältig ist. Unsere Diskussion führt uns weiter zu den Themen Eigenverantwortung und Gemeinschaft. Wir betonen, wie wichtig es ist, Kindern Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu geben und ihnen zu zeigen, dass Arbeit Freude und Erfüllung bringen kann. Die Episode ermutigt zu einer Kultur der Selbstreflexion und Dankbarkeit, in der persönliche Entwicklung und die heilende Kraft der Selbstbetrachtung im Vordergrund stehen. Es ist eine Einladung, das eigene Leben durch die Brille der Dankbarkeit und der positiven Beziehungen zu betrachten.

  3. 08.10.2024

    Veronika Buschs Heimkehr: Ostsee-Liebe und kreative Transformation in Mecklenburg

    Veronika Busch hat das geschafft, wovon viele junge Menschen träumen: Sie hat die Welt erkundet und das erworbene Wissen mit in ihre Heimat Mecklenburg-Vorpommern gebracht. In unserer aktuellen Episode erzählt sie, warum sie nach dem dualen Studium der Betriebswirtschaftslehre in Karlsruhe und einem abgebrochenen VWL-Studium an der Humboldt-Universität entschied, in Rostock neue Wege zu gehen. Veronika lässt uns an ihrer Liebe zur Ostsee teilhaben und berichtet von den Herausforderungen und Überraschungen, die ihre Rückkehr in die Heimat mit sich brachte – insbesondere wie sie es schaffte, ihre berufliche Passion mit einer tiefen Heimatverbundenheit zu verknüpfen. Gemeinsam mit Fred Schneider von der IHK erkannte Veronika die Dringlichkeit, einen kreativen Begegnungsort in Rostock zu schaffen, um frische Ideen zu fördern. Wir erfahren von den kulturellen Unterschieden zwischen Mecklenburg und Vorpommern, von der unprätentiösen Art der Menschen bis hin zur einzigartigen Urlaubskultur der Region. Veronika teilt zudem ihre Gedanken zur Bildungspolitik und den Vorteilen kostenfreier Kitas, die das Leben in Mecklenburg-Vorpommern lebenswert machen. Die Eigenarten der Menschen und die geringe Bevölkerungsdichte tragen dazu bei, dass die Region ein besonderer Ort zum Leben ist. Am Ende der Episode wagen wir einen Blick in die Zukunft und diskutieren, welche alternativen Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme eine nachhaltige Balance zwischen Leben und Arbeit ermöglichen könnten. Veronikas Engagement für eine nachhaltige Lebensweise und die Chancen, die Mecklenburg-Vorpommern bietet, geben Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Vorstellung, in einer eng verbundenen Gemeinschaft zu leben und die Natur hautnah zu erleben, wird greifbar, während wir die Vorteile eines bedingungslosen Grundeinkommens und solidarischer Gemeinschaften ergründen.

Info

Dialog·pause · Gespräche mit Zeit. Nach jeder Frage und jeder Antwort klingt ein Gong · erst wenn er verklungen ist, geht es weiter. Zeit zum eigenen Denken, zur Reflexion, zur Resonanz. Gespräche mit Menschen aus Norddeutschland über das Leben, Lieben, Machen und Mensch-Sein.