Das große Bild

private banking magazin

In unserem Podcast „Das große Bild“ gehen wir mit Portfoliomanagern, Analysten, Family Officern, institutionellen Investoren und Rechtsanwälten den wichtigsten Fragen für große und komplexe Vermögen nach. Alle zwei Wochen spricht Podcast-Host Christian Hammes mit seinen Gästen über neue Inputs für Anlageausschuss und die Verwaltung großer Vermögen.

  1. Folge 160: Der Irankrieg und der bleibende Imperativ der Diversifikation – mit Dr. Martin Lück (Franklin Templeton)

    VOR 3 TAGEN

    Folge 160: Der Irankrieg und der bleibende Imperativ der Diversifikation – mit Dr. Martin Lück (Franklin Templeton)

    In dieser Episode von Das große Bild spricht Christian Hammes mit Martin Lück, Chef-Kapitalmarktstratege für Deutschland und Österreich bei Franklin Templeton, über die Frage, wie sich Vermögensallokation in einer Zeit verdichteter geopolitischer Risiken, politischer Unberechenbarkeit und struktureller Marktverschiebungen neu justieren lässt. Das Gespräch verbindet makroökonomische Diagnose mit unmittelbaren Investmentfolgen und richtet den Blick auf drei Trageachsen der aktuellen Kapitalmarktdebatte: 1. die strategische Notwendigkeit, Portfolios aus der Übergewichtung von USA, US-Dollar und US-Technologie heraus zu diversifizieren, 2. die Folgen von Iran-Krieg, Inflationserwartungen, Zinsrisiken und politischen Eingriffen für Aktien, Anleihen und Währungen, 3. die Frage, welche Rolle Emerging Markets, Rohstoffe, Nachhaltigkeit und aktives Management in einer robusten langfristigen Vermögensarchitektur spielen. Hammes argumentiert dabei aus der Perspektive des strategischen Portfoliobaus, Lück aus der Sicht eines globalen Kapitalmarktstrategen mit Blick auf Bewertungsniveaus, volkswirtschaftliche Bruchlinien und reale Kapitalströme. Das Ergebnis ist ein dichtes Gespräch über Ordnung in der Unruhe und über die Kunst, aus einem lauten Nachrichtenumfeld belastbare Leitlinien für das eigene Portfolio abzuleiten. Dabei wird deutlich: 1. Geopolitische Schocks erhöhen nicht die Sinnlosigkeit strategischer Allokation, sondern deren Notwendigkeit. Das Gespräch behandelt den Iran-Krieg ausdrücklich als Ereignis, das bestehende Diversifikationsargumente verschärft, nicht entkräftet. Gerade weil politische Verwerfungen kurzfristig Preise verzerren, gewinnt ein robuster Portfolioaufbau gegenüber situativem Reagieren an Bedeutung. 2. Die gegenwärtige Marktphase spricht für eine bewusste Emanzipation von den USA und vom Technologiesektor. Christian Hammes formuliert Diversifikation weg von USA und Tech als bereits zuvor sinnvolles Rezept, das durch die jüngsten Entwicklungen noch dringlicher geworden ist. Diese Aussage ist falsifizierbar, weil sie sich in relativen Risiko-Rendite-Profilen alternativer Regionalallokationen messen ließe. 3. Der Iran-Krieg ist im Gespräch primär als temporärer Beschleuniger bestehender Marktbewegungen und nicht als dauerhaft neues Marktregime eingeordnet. Martin Lück begründet dies mit der Erwartung eines zeitlich begrenzten Konflikts, dessen kriegsbedingte Verwerfungen auf Sicht wieder verschwinden könnten. Ob diese Einschätzung trägt, hängt empirisch von Konfliktdauer, Opferzahl und Kostenentwicklung ab. 4. Politische Kommunikation aus den USA ist marktrelevant, selbst wenn sie inhaltlich erratisch erscheint. Das Gespräch verweist auf die Möglichkeit, dass ein US-Präsident Kriegsverläufe medial instrumentalisieren kann; damit wird politische Rhetorik selbst zu einem Preisfaktor. Die These ist überprüfbar über Marktreaktionen auf politische Statements und deren Persistenz.

    1 Std. 25 Min.
  2. Folge 159: Irankrieg, AI-Fragezeichen und der Qualitätsansatz – CIO-Gespräch mit Dr. Christoph Hott und Till Haubner

    VOR 4 TAGEN

    Folge 159: Irankrieg, AI-Fragezeichen und der Qualitätsansatz – CIO-Gespräch mit Dr. Christoph Hott und Till Haubner

    In dieser Folge von „Das große Bild“ diskutiert Christian Hammes mit Christoph Hott und Till Haubner von der BNP Paribas über die aktuelle Marktphase, die strategische Portfolioausrichtung institutioneller Vermögensverwalter sowie über die strukturellen Veränderungen an den Kapitalmärkten. Das Gespräch verbindet eine Top-Down-Analyse der globalen Makrolage mit der praktischen Umsetzung in der Portfolioallokation. Dabei wird deutlich, wie geopolitische Risiken, Inflationsdynamik und technologische Disruption die Kapitalmärkte prägen und eine flexible, zugleich disziplinierte Investmentstrategie erfordern. Drei zentrale Themen stehen im Mittelpunkt des Gesprächs: 1. Makroökonomische Unsicherheit und strategische Asset-Allokation Die Gesprächspartner erläutern, wie Veränderungen bei Wachstumserwartungen, Inflation und monetären Rahmenbedingungen zu Anpassungen in der Portfolioallokation führen. Insbesondere Europa wird aufgrund schwächerer Konjunkturdynamik skeptischer beurteilt, während die USA trotz hoher Bewertungen weiterhin durch stärkeres Gewinnmomentum gestützt werden. 2. Faktorstrategien und der Qualitätsansatz im Aktienportfolio Ein Schwerpunkt liegt auf dem Investmentstil „Quality Growth“. Die Gesprächspartner zeigen, wie Qualitätskriterien wie hohe operative Margen, stabile Cashflows und solide Bilanzen langfristig stabilere Renditen ermöglichen. Gleichzeitig wird diskutiert, warum solche Strategien in Phasen starker Marktrotation – etwa zwischen Value- und Growth-Titeln – zeitweise unter Druck geraten können. 3. Neue Wachstumsfelder: KI, Automatisierung und strukturelle Trends Die Diskussion beleuchtet, wie künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung neue Produktivitätsgewinne erzeugen können. Die langfristigen Gewinner könnten weniger die großen KI-Plattformanbieter selbst sein, sondern Unternehmen, die diese Technologien industriell einsetzen – etwa in Logistik, Produktion oder Software-Infrastruktur. Darüber hinaus sprechen die Teilnehmer über sichere Häfen in geopolitischen Krisen, Risiken im Private-Credit-Markt sowie über die Rolle aktiver Strategien in Emerging Markets.

    55 Min.
  3. Folge 158: Navigieren im spätzyklischen Bullenmarkt – CIO-Gespräch mit Dr. Robert Wiesner

    25. FEB.

    Folge 158: Navigieren im spätzyklischen Bullenmarkt – CIO-Gespräch mit Dr. Robert Wiesner

    In dieser Folge des Podcasts diskutieren Christian Hammes und Dr. Robert Wiesner, Leiter Asset Management der BTV Vier Länder Bank, die Kapitalmarktperspektiven für das Jahr 2026 vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, geldpolitischer Zyklen und struktureller Marktrotationen. Ausgangspunkt ist die anhaltende handelspolitische Unsicherheit rund um US-Zölle, die Investitionsentscheidungen von Unternehmen verzögert und die Planbarkeit globaler Lieferketten beeinträchtigt, ohne jedoch einen unmittelbaren Konjunktureinbruch erwarten zu lassen. Erstens steht die makroökonomische Robustheit trotz politischer Risiken im Fokus: Moderate Inflation, potenzielle Zinssenkungen in den USA sowie eine leichte konjunkturelle Belebung sprechen aus Sicht Wiesners weiterhin für konstruktive Aktienmärkte, wenngleich erhöhte Volatilität und Bewertungsrisiken bestehen bleiben. Zweitens analysieren die Gesprächspartner eine strukturelle Rotation an den Kapitalmärkten weg von kapitalleichten Technologie- und Softwaremodellen hin zu Real-Asset-Sektoren, industriellen Wertschöpfungsketten sowie Small- und Mid-Caps, die von Produktivitätsgewinnen und zyklischer Nachfrage profitieren könnten. Drittens wird die strategische Asset Allocation im globalen Kontext diskutiert: Während Europa kurzfristig von fiskalischen Impulsen und Bewertungsaufholpotenzial profitiert, bleiben die USA aufgrund ihrer Innovationskraft strukturell relevant, und Emerging Markets gewinnen als Wachstumstreiber zunehmend an Gewicht – idealerweise umgesetzt über eine Kombination aus aktiven und passiven Strategien. Insgesamt zeichnet das Gespräch das Bild eines konstruktiven, aber selektiven Marktumfelds, in dem antizyklisches Handeln, regionale Diversifikation und eine bewusste Mischung aus Wachstums- und Substanzwerten entscheidend für den Portfolioerfolg sind.

    1 Std. 18 Min.
4,2
von 5
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In unserem Podcast „Das große Bild“ gehen wir mit Portfoliomanagern, Analysten, Family Officern, institutionellen Investoren und Rechtsanwälten den wichtigsten Fragen für große und komplexe Vermögen nach. Alle zwei Wochen spricht Podcast-Host Christian Hammes mit seinen Gästen über neue Inputs für Anlageausschuss und die Verwaltung großer Vermögen.

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