Die Welt und Wir

Ana Große Halbuer und Steffen Groth

Die Welt und Wir ist ein gedanklicher Ort für Dich, für Euch und für das Wir. Wir möchten mit Euch hier über die Dinge sprechen, die wir gesamtgesellschaftlich oftmals nicht besprechen, von denen wir aber glauben, dass sie uns verwandeln, uns befreien und uns zusammenbringen können. Hierzu laden wir unter Anderem spannende, schlaue Menschen und Experten in unseren Podcast ein, die für den Wandel des Bewusstseins stehen, den wir uns für diese Welt wünschen.

  1. Episode 43 - Über Coabhängigkeit

    29.05.2021

    Episode 43 - Über Coabhängigkeit

    Wieviel glaubst Du musst Du tun oder Sein um ganz geliebt zu werden? Was müsstest Du Investieren um Was für Wen zu sein? Coabhängigkeit ist etwas, was wir beginnen in unserer frühesten Kindheit zu lernen und wurde ursprünglich in Bezug auf stoffbezogenen Suchterkrankungen, wie der Alkohol – und später, der Drogensucht definiert.Heute wird dieser Begriff zu Recht kritisch betrachtet, stigmatisiert er nahe Menschen und Angehörige von Abhängig gewordenen. Wir sprechen in dieser Episode mit Euch über die emotionale CO:Abhängigkeit und damit über die Vermischung von persönlichen Grenzen in Beziehungen und über die möglichen Folgen von unsicheren und ambivalenten Beziehungserfahrungen unserer ersten Jahre. Insbesondere in den frühen Jahren unseres Lebens, prägen Reaktionen unseres Umfeldes auf unsere Bedürfnisse und Gefühle uns stark. Wenn wir Eltern und nahe Bezugspersonen erlebten, die mit sich Selbst kaum verbunden waren und nur wenig im Reinen mit sich Selbst – so erleben wir als Kind eine für die kindliche Psyche massive Verunsicherung in unserer ersten Bindung. Waren nahe Bezugspersonen für uns nicht verlässlich erreichbar, kann uns darüber hinaus die Erfüllung unserer Grundbedürfnisse nach Schutz, Versorgung, Verbindung, Einstimmung und liebevoller Zuwendung als nicht möglich und damit als nicht sicher erscheinen. Diese frühe Unsicherheit und der grundlegende Mangel an Verbindung zu unseren Wurzeln, prägt uns bis weit in unser Leben hinein umfassend und tief .Wenn Eltern, Ihre Gefühle gemieden haben oder sich nicht gut selbst regulieren konnten, dann erlebten wir in unseren nahen Beziehungen oft verschwommene Grenzen und wurden mit diesen Verbindungsdefiziten dann vor allem eins – nämlich unsicher und abhängig von Ihren Bedürfnissen und Wünschen im Bezug auf uns. Wenn wir nicht gesehen, gehört und gefragt worden sind und in unseren Versuchen für uns Selbst zu wählen sogar durch Liebesentzug bestraft, beschämt, kontrolliert oder abgewertet wurden, sorgt das für einen niedrigen Selbstwert und mangelndes (Selbst) vertrauen in unsere Fähigkeiten und Liebenswürdigkeit. In der Natur des Menschen liegt es, dass der Mangel an Verbindung zum Aussen uns dazu veranlasst, stärker in die Kontrolle und Anpassung ans Aussen zu gehen. Stresskreisläufe werden so schon früh in unseren Körpern ausgelöst und führen im späteren Leben dazu, dass wir Beziehungen als nicht sicher erleben und immer wieder alte Abhängigkeiten wählen. Co:Abhängigkeit hat viele Gesichter, im Kern geht es immer wieder um die Sehnsucht nach wirklicher Sicherheit in Beziehung. Und darum , Abwertungen, Verletzungen und ein Verlassen Werden durch den Anderen zu vermeiden. Wir wünschen Euch schöne Erkenntnisse beim zuhören *

    1 Std. 8 Min.
  2. Episode 42 - Über Konsum feat. Lucas Reiber

    15.05.2021

    Episode 42 - Über Konsum feat. Lucas Reiber

    In dieser Folge sprechen wir mit dem wunderbaren Lucas Reiber über Konsum. Mit einer rasant steigenden Weltbevölkerung und steigendem Wohlstand wächst der Konsum in der Welt. Allein in den letzten 100 Jahren hat sich die Weltbevölkerung fast vervierfacht.Und jeder der aktuell über 7 Milliarden Menschen hat grundsätzlich und theoretisch die gleichen Bedürfnisse hinsichtlich Nahrung, Bildung und Versorgung. Doch was zieht dieser Konsum nach sich und welchen hohen Preis sind wir am Ende bereit zu zahlen wenn es um den massiven Raubbau an den natürlichen Ressourcen unsere Erde geht und an den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen vieler Produktionsländer. Wir alle kennen das Erlebnis im Angesicht der Größe und Schönheit der Natur - dem Meer, den Bergen oder einem ursprünglichen Wald etwa - in Staunen und Ehrfurcht zu verfallen. Natur berührt uns, wenn wir es zulassen. Zerstören wir diesen wunderschönen Planeten, dann zerstören wir unsere Lebensgrundlage. Und dennoch tun wir seit Beginn der industriellen Revolution nichts weniger: wir produzieren und konsumieren immer mehr und vernichten Natur und Arten wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. So zerstören wir in diesem Zuge unseren Planeten in bisher nie dagewesenem Maße. Und scheinen dabei nur schwerlich zu begreifen, dass wir an dem Ast sägen auf dem wir sitzen. Warum wir dringend ein Umdenken benötigen, was jeder Einzelne tun kann und welcher politische Wandel einen Anfang sein könnte um den Kollaps unseres Systems zu verhindern, darüber wollen wir heute mit Euch und unserm großartigen Gast sprechen.

    1 Std. 30 Min.
  3. Episode 39 - Über Abgrenzung

    17.04.2021

    Episode 39 - Über Abgrenzung

    Wie leicht gelingt es Euch Eure persönlichen Grenzen zu fühlen und zu vertreten? Könnt Ihr jedem Eurer Gefühle erst einmal unvoreingenommen und offen begegnen ? In dieser Episode dreht sich alles um die Geschichte unserer persönlichen Grenzen und Abgrenzung und warum Abgrenzungfähigkeit sogar Sicherheit, Geborgenheit, Vertrauen und Liebe fördern kann. Machten wir in unseren frühen Jahren und darüber hinaus die Erfahrung, dass unsere Bedürfnisse und Wünsche nicht gesehen, gehört oder Berücksichtigung erfahren konnten , wurden wir sogar für Autonomie - Bestrebungen , unsere gesellschaflichen Markierungen oder unser „ Anders – Sein“ bestraft oder beschämt - so werden wir als erwachsene Menschen heute, verständlicher Weise, immer wieder Schwierigkeiten mit der Vermischung unserer Grenzen und Ängsten haben. Wenn wir also einmal lernten, dass Nähe, Verbindung und Zugehörigkeit bedeutete, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse für Andere zurückstellen müssen um Liebe oder Zugehörigkeit zu verdienen, – dann verlieren wir den Überblick über unsere Gefühle. Ihr erfahrt ausserdem, warum unsere Grenze zunächst einmal nicht mehr und nicht weniger ein Ausdruck unserer Möglichkeiten ist. Unsere Grenzen steht für sich und ist unabhängig vond er ( emotionalen) Reaktion unseres Gegenübers. Sie erzählt und informiert zunächst nur, was ich gewillt bin zu tun, was ich annehmen werde und was nicht. Wir dürfen dabei bei uns bleiben und können offen werden für die Grenze unseres Gegenübers. Wir wünschen Euch viel Spass und Erkenntnisse beim hören dieser Folge und glauben fest daran. An der Achtung unserer Grenzen können wir gemeinsam wachsen und heilen. Wenn wir wollen.

    1 Std. 10 Min.
4,8
von 5
16 Bewertungen

Info

Die Welt und Wir ist ein gedanklicher Ort für Dich, für Euch und für das Wir. Wir möchten mit Euch hier über die Dinge sprechen, die wir gesamtgesellschaftlich oftmals nicht besprechen, von denen wir aber glauben, dass sie uns verwandeln, uns befreien und uns zusammenbringen können. Hierzu laden wir unter Anderem spannende, schlaue Menschen und Experten in unseren Podcast ein, die für den Wandel des Bewusstseins stehen, den wir uns für diese Welt wünschen.