Extreme Zeiten

Demokratiezentrum Hessen

„Extreme Zeiten!“, der Podcast des Demokratiezentrums Hessen: Hier sprechen wir einmal im Monat mit Expert*innen und Berater*innen über Einblicke und Hintergründe zu ihrer Arbeit, geben Erfahrungsberichte und Handlungsempfehlungen zu Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungen oder gewaltorientierten Islamismus. Wir wollen zum Beispiel wissen, was ist eigentlich Antisemitismus heute oder Antiziganismus? Was tun gegen rechtsextreme Stimmungen in der Schule oder rassistische Parolen am Stammtisch? Was mache ich, wenn mein Kind auf dem rechten Weg ist? Wie rede ich mit Leuten, die an Verschwörungsmythen glauben? Diese und viele andere Fragen - sowie Arbeitsansätze und Analysen aus dem Bereich der Demokratiefeindlichkeit - werden wir hier mit spannenden Gästen aus der Wissenschaft und der Praxis für euch diskutieren - unabhängig von tagespolitischen Konjunkturen. Moderation: Angela Fitsch Redaktion: Nora Zado Musik: „Cloud 1“ von Roland Kah, siehe: https://ronaldkah.de/ Sie haben Anregungen und Ideen? Schreiben Sie uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  1. 31. JAN.

    Einsam, Jung und Rechts?

    In dieser Folge von „Extreme Zeiten“ blickt Angela Fitsch gemeinsam mit Paul Lachmann auf das mittlerweile abgeschlossene Projekt „gemEINSAM gegen RECHTS“ zurück. Es wurde als Kooperation der Universität Göttingen und der Stiftung Adam von Trott durchgeführt. Gefördert wurde es im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, wie Einsamkeitserfahrungen bei Jugendlichen, insbesondere in Berufsschulklassen in Osthessen, deren politische Einstellung beeinflussen. Die Ergebnisse liegen nun in einer umfassenden Handreichung vor und zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen sozialer Isolation und der Distanz zu demokratischen Werten auf. Paul Lachmann erläutert, dass das Einsamkeitsniveau seit der Pandemie auf einem hohen Niveau stagniert und bei betroffenen jungen Menschen oft zu einem Gefühl der politischen Heimatlosigkeit führt. Neigen junge Menschen, die sich einsam fühlen, eher zu autoritären Einstellungen oder zur Wahl rechtsextremer Parteien? Die Handreichung „gemEINSAM gegen RECHTS“ bietet hierzu wertvolle pädagogische Ansätze und Analysen, um die demokratische Resilienz im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken. Mehr Informationen zum Projekt und den Methoden gibt es hier: https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/31ff004968264d8b9caafcd6e3bafefb.pdf/2024_Handreichung_GGR_digital_Einzelseiten.pdf Du hast Fragen, Anregungen und Ideen? Schreibe uns an: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  2. 31.12.2025

    Gewalt gegen Bürgermeister*innen

    In der aktuellen war Nora Zado vom Demokratiezentrum Hessen zu Gast. Auf Grundlage ihrer Forschung zu Anfeindungen und Gewalt gegen Bürgermeister*innen in Hessen beleuchtet sie, welchen Belastungen Mandatsträger*innen ausgesetzt sind, die sich auf lokaler Ebene für ihre Gemeinden engagieren. Dabei wird deutlich: Die Bedrohungslage hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verschärft und stellt nicht nur eine Gefahr für die betroffenen Amtsträger*innen dar, sondern untergräbt auch die demokratische Kultur in unseren Kommunen. Im Gespräch diskutieren wir die Hintergründe dieser Entwicklung und schauen auf konkrete Erscheinungsformen der Anfeindungen – von verbalen Attacken in Ratssitzungen über Hassnachrichten in sozialen Medien bis hin zu physischer Gewalt. Nora Zado stellt erste Forschungsergebnisse aus ihrer Studie vor und ordnet diese wissenschaftlich ein. Dabei wird deutlich, welche Rolle gesellschaftliche Polarisierung, Vertrauensverlust in demokratische Institutionen und die Enthemmung im digitalen Raum spielen. Zugleich diskutieren wir mögliche Präventions- und Schutzstrategien: Welche Maßnahmen können Kommunen ergreifen, um ihre Amtsträgerinnen zu schützen? Und wie lässt sich eine Kultur des Respekts in der Kommunalpolitik stärken? Den vollständigen Artikel findet ihr in der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit, die im Wochenschau Verlag erscheint: https://demokratie-gegen-menschenfeindlichkeit.de/ Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    49 Min.
  3. 30.11.2025

    Demokratieskeptiker*innen

    In dieser Folge spricht Dr. Reiner Becker darüber, wie der Begriff der „Demokratieskepsis“ überhaupt gefasst werden kann. Er zeigt, dass Menschen, die skeptisch auf Demokratie blicken, nicht automatisch extremistisch sind, sondern oft aus Unsicherheit, Enttäuschung oder fehlender Repräsentation heraus zweifeln. Demokratieskeptiker*innen bewegen sich in einem Zwischenraum. Sie stellen demokratische Prozesse infrage, ohne sie grundsätzlich abzulehnen. Zugleich macht Becker deutlich, dass Demokratieskepsis eng mit gesellschaftlichen Erfahrungen zusammenhängt. Bildungsstand, Einsamkeit, das Gefühl politischer Ohnmacht oder Wahrnehmungen von Ungerechtigkeit beeinflussen die Haltung zum politischen System. Genau hier liegt die Herausforderung für Demokratiearbeit. Skepsis kann in produktive Beteiligung übersetzt werden, wenn Dialogräume geschaffen werden, die ernst nehmen, zuordnen und Orientierung bieten. Den vollständigen Artikel findet ihr in der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit, die im Wochenschau Verlag erscheint: https://demokratie-gegen-menschenfeindlichkeit.de/ Weitere Informationen zum Demokratiezentrum findet ihr hier: https://beratungsnetzwerk-hessen.de/ Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMBFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    48 Min.
  4. 31.10.2025

    Polizei und Haltung

    In dieser Folge sprechen wir mit Cornelia Rotter, ehemalige Kriminalhauptkommissarin und Diplompädagogin. Sie arbeitet heute im Hochschuldidaktischen Dienst der HöMS, der hessischen Polizeiakademie. Dort begleitet sie Lehrende dabei, ihre Lehre weiterzuentwickeln – fachlich, didaktisch und inhaltlich im Sinne einer reflektierten Haltung. Ziel ist es nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern Räume für kritisches Denken und ethisches Urteilsvermögen zu schaffen. Im Gespräch geht es um Bildungsarbeit innerhalb der Polizei, um Ethik als Querschnittsaufgabe und darum, wie Haltung und Verantwortung in der Ausbildung verankert werden können. Cornelia Rotter berichtet von Workshops, Weiterbildungen und neuen Lehrkonzepten, die Lehrende und Studierende gleichermaßen dazu ermutigen, über Menschenrechte, demokratische Werte und die Rolle der Polizei in einer pluralen Gesellschaft nachzudenken. Mehr Infos zum Hochschuldidaktischen Dienst der HöMS findest du hier: https://hoems.hessen.de/organisation/die-dekanate/hochschuldidaktischer-dienst Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    53 Min.
  5. 30.09.2025

    Antisemitismus in Hessen

    Nach den Massakern der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 erlebte Deutschland eine Welle antisemitischer Vorfälle. Der aktuelle Jahresbericht 2024 der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) zeigt: Die Zahl der dokumentierten Taten stieg sprunghaft an – von Anfeindungen im Alltag über Hetze auf Demonstrationen bis hin zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen. Allein in Hessen wurden 2024 926 antisemitische Vorfälle registriert, das sind 75 Prozent mehr als im Vorjahr (2023: 528 Vorfälle). Darunter waren ein Fall extremer Gewalt, 33 Angriffe, 32 gezielte Sachbeschädigungen, 48 Bedrohungen, 53 Massenzuschriften und 759 Fälle verletzenden Verhaltens. Antisemitismus wurde sichtbarer, lauter und bedrohlicher. Dr. Susanne Urban, Leiterin von RIAS Hessen, ordnet dies ein. Sie und ihre Kollegen von RIAS Hessen nehmen Vorfälle an, geben Betroffenen eine Stimme und machen sichtbar, wie sehr Antisemitismus den Alltag von Jüdinnen und Juden in Deutschland und Hessen prägt. Der Bericht zeigt zudem: Antisemitismus kommt eben nicht nur von rechts außen, sondern auch aus islamistischen, verschwörungsideologischen sowie linken Milieus und aus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte. Nach dem 7. Oktober 2023 wurden die Grenzen des Sag- und Zeigbaren noch weiter verschoben . Mehr Infos zu RIAS findest du hier: https://rias-hessen.de/ https://www.instagram.com/rias_hessen/ Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

  6. 31.08.2025

    Jungwähler*innen und die AfD

    Viele Jugendliche begegnen der AfD nicht zuerst in Parlamenten oder durch Anträge, sondern in den sozialen Medien. Dort inszeniert sich die Partei mit einfachen Botschaften und klaren Feindbildern – und erreicht junge Menschen direkt in ihrem Alltag. Prof. Dr. Benno Hafeneger ordnet ein, welche Wirkung diese Strategien entfalten und wie die AfD versucht, Jugend- und Bildungspolitik langfristig zu beeinflussen. Im Podcast sprechen wir außerdem darüber, wie junge Menschen heute wählen, welche gesellschaftlichen Grenzen sich in den letzten Jahren verschoben haben und warum immer mehr Jugendliche rechts wählen. Dabei geht es um Motive wie Zukunftsunsicherheit, Politikverdrossenheit und den Wunsch nach klaren Antworten – und darum, welche Herausforderungen sich daraus für die Demokratie ergeben. Mehr Infos zur Studie „Die AfD und die Jugend. Wie die Rechtsaußenpartei die Jugend- und Bildungspolitik verändern will“ findest du hier: https://www.wochenschau-verlag.de/Die-AfD-und-die-Jugend/41200 Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    45 Min.
  7. 31.07.2025

    Was ist DemoGIS?

    In dieser Folge sprechen wir über DemoGIS, ein innovatives Projekt des Demokratiezentrums Hessen in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt. Das webbasierte Geoinformationssystem wurde 2020–2021 unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Bernd Belina entwickelt. Es macht rechtsextreme und menschenverachtende Vorfälle sichtbar, indem es öffentlich zugängliche Daten – etwa zu Wahlergebnissen, sozioökonomischen Strukturen und Aktivitäten lokaler Partnerschaften für Demokratie – auf Kreis-, Gemeinde- und Ortsteilebene zusammenführt und kartografisch darstellt. So entsteht ein datenbasiertes Verständnis regionaler Dynamiken, das sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Prävention ermöglicht. Als Gast begrüßen wir Prof. Dr. Bernd Belina, Humangeograf an der Goethe-Universität Frankfurt und Initiator des Projekts. Mit ihm sprechen wir über die Potenziale raumbezogener Analyse politisch motivierter Gewalt, über die Verbindung von Wissenschaft und Praxis sowie über konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Kampf gegen Demokratiefeindlichkeit. DemoGIS zeigt, wie sozialräumliche Forschung gesellschaftlich relevante Handlungsspielräume eröffnen kann. Hier finden Sie das Projekt: www.experience.arcgis.com Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://www.uni-marburg.de/de/fb21/erzwinst/demokratiezentrum/forschung/1-laufende-projekte/1-1-rechtsextremismus-rassismus-und-demokratiefeindlichkeit-forschung-und-wissenschaftliche-weiterbildung-1/1-1-1-demogis-hessen Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    42 Min.
  8. 30.06.2025

    Wiederholung der 30er-Jahre?

    Was lehrt uns die Geschichte der Weimarer Republik und welche Schlüsse ziehen wir daraus für unsere Gegenwart? In dieser Folge fragen wir, wie es um unsere Demokratie heute steht: Ist sie stabil genug, um antidemokratischen Kräften standzuhalten? Gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Eckart Conze, Professor für Neuere Geschichte an der Philipps-Universität Marburg, sprechen wir über das mögliche Verbot der AfD, über historische Lehren aus dem Scheitern der Weimarer Republik und über die politische Lage in einer Zeit, in der autoritäre Rhetorik und Systemverachtung wieder lauter werden. Die Geschichte bietet keine einfachen Antworten – aber sie zeigt, wie Demokratien sterben können. Prof. Dr. Conze ordnet ein, warum historische Vergleiche sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Wir sprechen über die Bedeutung politischer Kultur, über demokratische Resilienz und über die Verantwortung von Politik, Medien und Gesellschaft. Eine Folge, die zeigt: Geschichte ist kein Schicksal, aber sie mahnt, wenn wir bereit sind, genau hinzusehen. Mehr zu dem Thema findet ihr in Herr Conzes Werken: Schatten des Kaiserreichs. Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe, München (dtv) 2021 Eckart Conze, Astrid Wallmann: Gefühlte Demokratie. Die Weimarer Erfahrung im 20. und 21. Jahrhundert, Frankfurt a.M./New York (Campus) 2025. Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments. Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

    43 Min.

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„Extreme Zeiten!“, der Podcast des Demokratiezentrums Hessen: Hier sprechen wir einmal im Monat mit Expert*innen und Berater*innen über Einblicke und Hintergründe zu ihrer Arbeit, geben Erfahrungsberichte und Handlungsempfehlungen zu Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungen oder gewaltorientierten Islamismus. Wir wollen zum Beispiel wissen, was ist eigentlich Antisemitismus heute oder Antiziganismus? Was tun gegen rechtsextreme Stimmungen in der Schule oder rassistische Parolen am Stammtisch? Was mache ich, wenn mein Kind auf dem rechten Weg ist? Wie rede ich mit Leuten, die an Verschwörungsmythen glauben? Diese und viele andere Fragen - sowie Arbeitsansätze und Analysen aus dem Bereich der Demokratiefeindlichkeit - werden wir hier mit spannenden Gästen aus der Wissenschaft und der Praxis für euch diskutieren - unabhängig von tagespolitischen Konjunkturen. Moderation: Angela Fitsch Redaktion: Nora Zado Musik: „Cloud 1“ von Roland Kah, siehe: https://ronaldkah.de/ Sie haben Anregungen und Ideen? Schreiben Sie uns: podcast@beratungsnetzwerk-hessen.de Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben" und des Landesprogramms "Hessen - aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.