In dieser Folge von GanzLanz spricht Andreas Lanz mit Melanie Oesch. Sängerin, Musikerin und Teil einer Familie, die seit fast drei Jahrzehnten gemeinsam auf der Bühne steht. Dieses Gespräch handelt von weit mehr als nur Musik. Es geht um Familie, Leidenschaft, den Anspruch an sich selbst und um die Frage, wie man etwas loslässt, das über Jahrzehnte nicht einfach ein Beruf, sondern ein Teil des eigenen Lebens geworden ist. Melanie erzählt offen von ihren Anfängen, ihrer Faszination für das Jodeln und davon, weshalb sie sich selbst weniger als Sängerin denn als Brückenbauerin versteht. Denn Musik bedeutet für sie vor allem eines: Verbindung zwischen Menschen, Generationen und manchmal sogar zwischen Menschen, die mit Vorurteilen in ein Konzert kommen und danach mit einem völlig anderen Gefühl wieder nach Hause gehen. Doch hinter dieser Leichtigkeit steckt auch eine andere Seite. Melanie spricht über ihren hohen Anspruch an sich selbst, über Druck, über Momente, in denen sie über ihre Grenzen gegangen ist – und darüber, wie schwierig es sein kann, gleichzeitig Musikerin, Unternehmerin, Mutter, Familienmensch und kreative Persönlichkeit zu sein. Wie bleibt man sich selbst treu, wenn andere längst ein bestimmtes Bild von einem haben? Wie schafft es eine Familie, fast drei Jahrzehnte gemeinsam auf der Bühne zu stehen, obwohl unterschiedliche Persönlichkeiten, Werte und Vorstellungen aufeinandertreffen? Und was passiert, wenn man irgendwann erkennt, dass selbst die schönste gemeinsame Reise nicht ewig weitergehen kann? Besonders persönlich wird das Gespräch, als Melanie über die angekündigte Veränderung von Oesch’s die Dritten spricht. Andreas schlägt dabei immer wieder die Brücke zu BEWUSST.AKTIV.SEIN.: zu Selbstführung, Werten, innerem Antrieb und der Fähigkeit, nicht einfach einem vorgegebenen Bild zu entsprechen, sondern den eigenen Weg zu gehen. 🎧 Zu Gast in dieser Folge Melanie Oesch steht seit ihrer Kindheit auf der Bühne und prägt mit Oesch’s die Dritten seit fast drei Jahrzehnten die Schweizer Musiklandschaft. Was als gemeinsames Musizieren innerhalb der Familie begann, entwickelte sich spätestens mit dem Durchbruch beim Musikantenstadl 2007 zu einer aussergewöhnlichen Karriere. Konzerte im In- und Ausland, unzählige Begegnungen und eine Fangemeinschaft weit über die Schweiz hinaus folgten. Doch Melanie sieht sich selbst nicht in erster Linie über Erfolg oder musikalische Auszeichnungen. Sie bezeichnet sich als Brückenbauerin. Als jemanden, der Menschen zusammenbringen, Vorurteile aufbrechen und mit Musik etwas schaffen möchte, das über Sprache, Herkunft und Musikgeschmack hinausgeht. Gleichzeitig ist Melanie nicht nur Musikerin, sondern auch Unternehmerin, Mutter und Teil eines Familienunternehmens, in dem unterschiedliche Generationen und Persönlichkeiten seit Jahrzehnten miteinander arbeiten. Im Gespräch erzählt sie, wie wichtig klare Rollen und Verantwortlichkeiten dabei geworden sind, weshalb sie Kreativität und Administration bewusst trennt und warum Wertschätzung gerade dann wichtig wird, wenn aussergewöhnliche Leistungen irgendwann selbstverständlich erscheinen. Und sie spricht über eine der emotionalsten Entscheidungen ihrer bisherigen Karriere: Den gemeinsamen Weg von Oesch’s die Dritten nicht einfach so lange weiterzuführen, bis er irgendwann versandet, sondern selbstbestimmt zu entscheiden, wie diese gemeinsame Reise zu Ende gehen soll. Ein persönliches Gespräch über Musik, Familie und Zusammenhalt. über hohe Ansprüche an sich selbst, über den Mut, gegen den Strom zu schwimmen und über die Dankbarkeit für etwas, das gerade deshalb so wertvoll ist, weil es nicht selbstverständlich für immer bleibt. 📅 Aufnahmedatum: 2026