Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

  1. 8. Februar: Heilige Josefina Bakita

    VOR 4 TAGEN

    8. Februar: Heilige Josefina Bakita

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Am 8. Februar wird weltweit an den Gebetstag für die Opfer von Menschenhandel erinnert, der 2015 von Papst Franziskus eingeführt wurde. Josefina im Angesicht von Entführung und Versklavung An diesem Tag wird an die heilige Josefina Bakita gedacht, da sie selbst als junge Frau Sklavin war, ihr Leben aber glücklicherweise eine gute Wendung genommen hat. Mit sieben Jahren wurde sie aus ihrem Dorf im Sudan entführt und mehrmals verkauft. Der Schock war so groß, dass sie ihren Namen vergaß. Die Räuber gaben ihr deshalb einen Namen: Bakita – die Glückliche. Zynisch. Josefina auf dem Weg zur Freiheit und BerufungNach zehn Jahren in der Sklaverei kam sie zu italienischen Diplomaten, die sie später während einer Reise den Canossianerinnen in Venedig anvertrauten. Dort wollte Bakita getauft werden und in den Orden eintreten. Als frühere Besitzer dies verhindern wollten, erklärte ein Gericht sie für frei. Kurz darauf wurde sie auf den Namen Josefina getauft und trat 1896 in den Orden ein. Sie lebte 45 Jahre in Schio, arbeitete im Waisenhaus, später als Pförtnerin und Mesnerin. Sie wurde wegen ihrer Güte von der Bevölkerung weithin geschätzt. Josefina Bakita starb im Alter von 77 Jahren und wurde im Jahr 2000 heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  2. 3. Februar: Heiliger Blasius

    3. FEB.

    3. Februar: Heiliger Blasius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Blasius lebte zu Beginn des vierten Jahrhunderts in Sebaste in der heutige Türkei. Von Beruf war er Arzt und derart hilfsbereit, dass ihn die Bevölkerung zum Bischof wählte. Blasius und die Entstehung seines Patroziniums gegen Halsschmerzen Da seine Bischofswahl in eine Zeit der Christenverfolgung fiel, musste er fliehen, wurde aber bald gefasst, gefoltert und ermordet. Sein Patrozinium gegen Halsschmerzen geht auf zwei Legenden zurück. Eine besagt, Blasius soll während seiner Gefangenschaft einen Mann, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Nach einer anderen bat er vor seiner Hinrichtung um Heilung für alle, die mit Halsschmerzen in seinem Namen darum bitten würden. Eine Stimme vom Himmel soll ihm die Bitte gewährt haben. Blasius und der Februar Dass der Blasiussegen mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet wird, geht wieder auf eine andere Legende zurück: Eine arme Frau soll durch sein Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurückerhalten haben. Sie schlachtete es für den Heiligen und brachte es ihm mit Brot und Kerze. Blasius bat sie, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern. Sein Gedenktag wird am 3. Februar gefeiert. Der Februar ist auch als Fiebermonat bekannt. Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.

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  3. 26. Jänner: Heiliger Titus

    26. JAN.

    26. Jänner: Heiliger Titus

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Wenn Sie in der kalten Jahreszeit von Sonne und Wärme träumen, könnte Kreta genau das richtige Ziel für Ihre nächste Reise sein. Dort können Sie auf den Spuren eines berühmten Schülers des Apostels Paulus wandeln: Titus.  Er war der erste Bischof auf der Insel. Paulus erwähnt ihn mehrmals in seinen Schriften, demnach war Titus ein Heidenchrist. Er wurde nicht als Jude geboren und war wohl einer der ersten, die zum christlichen Glauben auf anderen Wegen kamen. Der Legende nach lernte der hochgebildete Grieche Paulus in Jerusalem kennen und wurde sein engster Mitarbeiter. Paulus bezeichnet ihn als „rechtmäßiges Kind“ und als „Gefährten und Mitarbeiter“. Er nahm ihn zum Apostelkonzil mit und zeigte, dass Heiden ohne jüdische Gesetze glauben konnten. Außerdem half Titus Paulus in Korinth, sammelte Spenden, überbrachte einen Brief und vermittelte bei Konflikten. Nach alter Tradition wurde Titus Bischof von Kreta und errichtete im heutigen Iraklio auf Kreta eine Bischofskirche, wo er nach seinem Tod mit über 90 Jahren begraben wurde. Die heutige Tituskirche mit der Schädelreliquie des Titus steht allerdings an einer anderen Stelle und ist übrigens orthodox.  Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.   Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  4. 28. Dezember: Heiliger Julius

    28.12.2025

    28. Dezember: Heiliger Julius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Der 28. Dezember ist der Gedenktag der Unschuldigen Kinder. Ursprünglich bezog er sich auf die Opfer des Kindermords von Betlehem. Inzwischen ist er ausgeweitet worden auf das Gedenken an alle leidenden Kinder.  Aber an diesem Tag ist auch Gedenktag eines Heiligen, der nur zehn Jahre alt wurde und dann als Märtyrer starb. Julius von Rom wurde Opfer der ersten Christenverfolgungen in Rom im 2. oder 3. Jahrhundert. In Wien hat er eine Gedenkstätte, denn seine Gebeine befinden sich in der Michaelerkirche. Wie das kam? Es begann mit einer päpstlichen Schenkung an den Wiener Kaiserhof. Kaiserin Maria Theresia ließ die Gebeine zur öffentlichen Verehrung in die Kirche am Hof bringen, die damals den Jesuiten gehörte. Kardinal Sigismund Kollonitz legte das Fest des Heiligen mit dem Tag der Unschuldigen Kinder zusammen. Daraus wurde ein regelrechter „Juliuskult“ mit Kinderprozessionen. Er wurde zum Schutzpatron der Wiener Kinder. Seine Verehrung verbreitete sich von Wien aus über die Jesuitenmissionen in die ganze Welt. Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773, übergab Maria Theresia die Reliquien schließlich der Hofpfarrkirche St. Michael, wo sie sich noch heute befinden. Schauen Sie sich das an!  Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Jetzt bestellen unter: https://www.domverlag.at/unit/domverlag/shop/detail/shop.item/821.html

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Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.