34 Folgen

IDEA ist ein Oral History-Projekt von und mit gesellschaftlich engagierten Frauen mit internationaler Geschichte. Sie setzen sich ein für mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit.

Im Podcast „herIDEA - sie, engagiert, diverskulturell“ erzählen Migrantinnen ihre Geschichten in der Reihe MIGRACHIV. Im MAGAZIN führen Studierende der Hochschule Furtwangen Interviews und berichten über Themen wie Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden, die Hürden der Integration oder Migration und psychische Gesundheit.

IDEA ist ein Kooperationsprojekt der Katholischen Hochschule Freiburg und Hochschule Furtwangen. Praxispartnerin ist die Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V. IDEA wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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    • Geschichte
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IDEA ist ein Oral History-Projekt von und mit gesellschaftlich engagierten Frauen mit internationaler Geschichte. Sie setzen sich ein für mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit.

Im Podcast „herIDEA - sie, engagiert, diverskulturell“ erzählen Migrantinnen ihre Geschichten in der Reihe MIGRACHIV. Im MAGAZIN führen Studierende der Hochschule Furtwangen Interviews und berichten über Themen wie Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden, die Hürden der Integration oder Migration und psychische Gesundheit.

IDEA ist ein Kooperationsprojekt der Katholischen Hochschule Freiburg und Hochschule Furtwangen. Praxispartnerin ist die Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V. IDEA wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

    Czarina Wilpert, wie hast du Veränderung bewirkt? | MIGRACHIV herIDEA

    Czarina Wilpert, wie hast du Veränderung bewirkt? | MIGRACHIV herIDEA

    „Wir müssen sehr viel mehr in der Gesellschaft machen. Forschung allein reicht nicht, wenn wir nicht versuchen, was zu ändern. Es geht nicht automatisch von politischen Parteien aus, es geht nicht automatisch von Regierungen aus. Die machen nur, wo Druck ausgeübt wird, und das heißt, man muss mindestens ein Beispiel aufbauen.“

    Czarina Wilpert forschte über ein halbes Jahrhundert lang zu Migration, kultureller Identität und Frauen. Sie koordinierte und leitete zahlreiche Projekte. 


    1938 wird Czarina in Los Angeles als Tochter eines Mexikaners und einer Europäerin geboren. In den 1960er Jahren heiratet sie einen Deutschen und migriert nach Deutschland. Dort vertieft sie ihr Soziologiestudium und promoviert. 


    Für ihre Arbeit bekommt sie internationale Anerkennung, 2017 wird ihr der Bundesverdienstorden verliehen. Bereits 2006 wird Czarina mit dem Berliner Frauenpreis ausgezeichnet, und 2012 mit dem Berliner Verdienstorden. 

    • 38 Min.
    Magda Agudelo, wie werden deutsche Bühnen diverser? | MIGRACHIV herIDEA

    Magda Agudelo, wie werden deutsche Bühnen diverser? | MIGRACHIV herIDEA

    „Es muss immer etwas gespielt werden, das mit meiner Herkunft zu tun hat. Nicht andere Themen, die wirklich mit dieser Gesellschaft zu tun haben. Also ich habe auch einmal eine Drogenhändlerin gespielt, weil ich aus Kolumbien komme. Verstehst du? Also ein höheres Klischee kann es nicht geben. Irgendwann muss ich für mich selber entscheiden: Diese Rollen will ich nicht mehr spielen. Ich will auch nicht mehr meine eigene Migrationsgeschichte auf die Bühne erzählen.“

    Magda Agudelo engagiert sich für mehr Diversität und Internationalität in der Kultur. Sie will eine größere Sichtbarkeit von Migrantinnen auf der Theater-Bühne und dahinter. 

    Magda ist in vielen Vereinen aktiv und eine starke Netzwerkerin. Mit anderen Schauspielerinnen hat Magda vor kurzem den Verein La Fuchsia Kollektiva e.V. gegründet. Ganz konkret setzt sie sich für die Chancengleichheit von Künstlerinnen und Künstlern mit internationaler Geschichte ein. Sie engagiert sich als Beraterin in allen beruflichen Fragen.
     
    Magda Agudelo ist 1976 in Kolumbien geboren und studierte Szenische Künste an der Universidad Distrital Bogotá. 2004 kam sie zum ersten Mal nach Deutschland. Sie kam für ein Theaterprojekt, zu dem sie als Schauspielerin eingeladen wurde.

    „Meine Kunst ist wie eine Metaebene der gesellschaftlichen Engagement. Sie soll auch unterhalten, aber was ich erreichen will, ist letztendlich die Gesellschaft zu verändern. Das gehört zu meiner Kunst. Also meine Kunst existiert nicht ohne dieses soziale, gesellschaftliche Engagement.“

    • 37 Min.
    Thi My-Hanh Nguyen, wieso musst du doppelt kämpfen? | MIGRACHIV herIDEA

    Thi My-Hanh Nguyen, wieso musst du doppelt kämpfen? | MIGRACHIV herIDEA

    „Ich hab noch nie gesagt, ich bin Deutsche. Noch nie habe ich das gesagt, weil ich glaube, die Gesellschaft guckt mich als Vietnamesin an. Und dadurch ist es auch überflüssig, wenn ich sage, ich bin Deutsche. Ob ich sage oder nicht sage, die müssen wissen, werde ich kämpfen. Für Vietnam tun bin ich Vietnamesin, aber zu kämpfen bin Deutsche.“

    Thi My-Hanh kommt 1971 aus Vietnam nach Deutschland. Sie studiert in Aachen und macht dort ihr Diplom als Ingenieurin für Chemie. Danach arbeitet sie erst einmal in der Industrie. Sie heiratet, bekommt ein Kind und ist die Hauptverdienerin der Familie. 1982 trennt sich My-Hanh und zieht mit ihrem Sohn nach Bochum. Beruflich spezialisiert sie sich nun auf Umweltfragen und arbeitet als Beraterin und Bildungsexpertin.
     
    Von Anfang an ist My-Hanh in Deutschland engagiert. In Aachen macht sie viel für die Community der Studierenden aus Vietnam. Sie organisiert große gemeinsame Feste und gegenseitige Hilfe. In Bochum unterstützt My-Hanh ab 1982 geflüchtete Menschen aus Vietnam. Sie hilft ihnen im Alltag, ist mit Rat und Wissen an ihrer Seite. Und ist dabei berufstätige Mutter.
     
    1994 gründet My-Hanh in Bochum die Vietnamesische Interkulturelle Fraueninitiative ViFi. 1994 endete mit US Präsident Clinton das fast 20 Jahre dauernde Embargo des Westens gegen Vietnam. Nun erst wird es möglich, soziale und wirtschaftliche Hilfen für Vietnam von Deutschland aus zu organisieren.

    • 38 Min.
    Lúcia Rolim-Schulz, wie förderst du Frauen mit Migrationsgeschichte? | MIGRACHIV herIDEA

    Lúcia Rolim-Schulz, wie förderst du Frauen mit Migrationsgeschichte? | MIGRACHIV herIDEA

    „Wie kann ein Land, das reich ist, nicht genug Tagesstätten haben, dass die Frauen für sich selber entscheiden können? Möchte ich zuhause bleiben, auf mein Kind aufpassen, drei oder vier Jahre und nachher zurück in meinen Beruf? Oder muss ich meine Kinder in einer Tagesstätte lassen, von Montag bis Freitag, vier Stunden oder sechs? Das heißt, die Frauen haben nicht viel Wahl. Und das war ein Schock für mich.“

    Lúcia Rolim-Schulz engagiert sich für die Rechte von Frauen, insbesondere von Migrantinnen. Sie gründete unter anderem den Verein Imbradiva e.V. und ist langjähriges Mitglied des Migrantinnen- und Migrantenbeirats der Stadt Freiburg.
     
    Lúcia kam 1990 für ein Studienstipendium nach Europa. In Brasilien machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und studierte anschließend Theologie. Die Armut in Brasilien war Ausgangspunkt ihres sozialen Engagements.

    • 31 Min.
    Valentina, how do you experience culture shock? | MAGAZIN herIDEA

    Valentina, how do you experience culture shock? | MAGAZIN herIDEA

    „I remember, when I first stepped into the airport, I felt very happy. I feel like I was in another world. In that moment, I felt very strong and I felt, that I was ready to start my new life.“

    Valentina is 21 years old and studies International Business Management at Furtwangen University at the Villingen-Schwenningen Campus. In 2021, Valentina came from Argentina to Germany together with her sister and her mother. Her father is still in Argentina and will also come to Germany if the family succeeds in the adjustment process.
     
    In the process of getting to know a new culture, the so-called culture shock often occurs.
    When a person moves from a familiar environment to a completely foreign culture, it often leads to feelings of fear, loneliness and uncertainty. Culture shock has two faces: One is the new country, the new culture. On the other hand, the home country, the culture left behind.

    „I knew, that changing your culture is like escaping of your comfort zone, and try to adapt to a new culture. I knew, that it was going to be difficult, yes, absolutely, but yes, I tried to make new friends, to connect with people from the first time, even when sometimes I feel, that I am not able or I can’t.“

    • 19 Min.
    Amina Said, why do you want to become an activist for gender and diversity? | MIGRACHIV herIDEA

    Amina Said, why do you want to become an activist for gender and diversity? | MIGRACHIV herIDEA

    „I think, that's where we start victim blaming. Like the victim here would be yourself, or myself, and you would start thinking: ,Oh maybe, if I go out that late, someone will harass me.' I try to break from that. I used to have that a lot back home, like I shouldn't go out at a certain time. But I don't think, it matters at all. I think, that could happen, even in daylight.“

    Amina Said was 18, when the Tunisian Revolution of 2011 and the Arab Spring began. Then, Amina was part of the protest movement against the authoritarian regime. There, as a  student, she also was involved in university politics back in Tunisia. 


    Amina Said graduated in Tunisia as Bachelor of Computer Science. When she came to Germany in 2016, she started working as an AuPair for one year. After that, Amina did a voluntary social year, which is called Freiwilligendienst in Germany. Now, she studies Gender and Diversity. To finance her studies, she works as a social media content moderator in an outsourcing company. Amina is particularly interested in affairs of Gender Violence. She describes herself as a feminist. 

    „I hope, there will be more harmony between people, and just be accepting of each other. Like from any side, from every side. I just hope that, regardless of differences.“

    • 17 Min.

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