BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger

Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.

  1. vor 1 Tag

    Boden, Humus und Mulch | Permakultur mit Josef Holzer #2

    Am Krameterhof im Lungau dreht sich heute alles um Boden, Humus und Mulch. Josef Holzer erklärt mir, wie ein Regentropfen am steilen Hang möglichst auch dort versickert, wo er fällt. Wasser am Hof zu halten war dort schon für die Generationen vor ihm ein Thema. Wir haben vereinbart, die großen Themen seiner Permakultur in weiteren Folgen zu besprechen, heute geht es um den Boden.Mich hat überrascht, wie viel an einem einzigen Regentropfen hängt. Fällt er auf offenen Boden, zerschlägt er die Bodenkrümel. Die Oberfläche verschlämmt und das nächste Wasser rinnt schneller ab. Josef sagt, einen offenen Oberboden gibt es in der Natur nicht. Darum dreht sich bei ihm alles um Vegetation und um Wurzeln, die das Wasser in tiefere Schichten leiten.Von Humus hatte ich bisher ein ziemlich ungenaues Bild. Ich dachte an Nährstoff. Josef beschreibt ihn als Lebensraum, den sich das Bodenleben aus organischem und mineralischem Material selbst baut. Kompost kann helfen. Ohne Leben im Boden bleibt er aber nicht lange dort.Wir reden auch über den alten Streifenanbau an steilen Hängen und über artenreiche Wiesen. Beim Mulch lerne ich, dass das Mulchen mit dem Schlegelmulcher am Straßenrand etwas ganz anderes meint als die Mulchschicht im Gemüsebau. Josef sieht Mulch als Flächenkompostierung und erklärt, warum Wiesenschnitt für ihn der beste Mulch ist. Weitere Videos rund um den Krameterhof findest du auf YouTube, Link in den Shownotes.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly stellt die Fokusfolge über Boden, Humus und Mulch vor.00:04:50 Krameterhof im LungauJosef über den steilen Südhang und warum Wasser am Hof immer Thema war.00:07:00 Planungsbüro und ProjekteWas Holzer Permaculture Solutions macht und warum Josef ehrlich berät.00:18:02 So beginnt eine PlanungWarum Josef bei jedem Projekt zuerst Wasserwege und Erschließung plant.00:26:02 Der Weg des RegentropfensWas ein Regentropfen auf offenem Boden anrichtet und was Vegetation ändert.00:34:52 Streifenanbau am HangWie steile Hänge früher abwechselnd bewirtschaftet wurden.00:38:27 Den Boden fütternJosef versorgt den Boden und der Boden versorgt die Pflanze.00:42:43 Wurzeln und artenreiche WiesenWie Wurzeln von Wiesen und Hecken Wasser in tiefere Schichten leiten.00:47:51 Was ist Humus?Humus als Lebensraum, den das Bodenleben aus Organik und Mineral baut.01:01:05 Kompost und HumusaufbauWann Kompost hilft und warum er ohne Bodenleben verschwindet.01:06:24 Was Mulch wirklich istMulch als Flächenkompost, das C/N-Verhältnis und warum Wiesenschnitt passt.01:21:28 Das größte MissverständnisWarum Josef den Boden über das Leben darin verbessern will.Kurz-Bio Gast:Josef Holzer bewirtschaftet seit 2009 den Krameterhof in Ramingstein im Salzburger Lungau, einen Bergbauernhof an einem Südhang zwischen 1100 und 1500 Metern Seehöhe. Er hat den Hof von seinem Vater Sepp Holzer übernommen und ist gelernter Förster. Mit seinem technischen Büro Holzer Permaculture Solutions plant und begleitet er Projekte zu Wasserretention und Bodenaufbau, vor allem im deutschsprachigen Raum und in Europa.INFOS ZUR FOLGEKrameterhof (Website)www.krameterhof.atHolzer Permaculture (Website)www.holzerpermaculture.comKrameterhof Runde - Vor Ort (B2P YouTube-Playlist)www.youtube.com/playlist?list=PLMAFF7IzqvpkB2P Folge 271: Die Philosophie der Permakultur | Permakultur mit Josef Holzer #1www.bauertothepeople.at/podcast/271Sepp Holzer (Vater von Josef)https://de.wikipedia.org/wiki/Sepp_Holzer ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

    Boden, Humus und Mulch | Permakultur mit Josef Holzer #2
  2. 11. Okt.

    Einspruch Bachler | Dürre · Milchkrise · Dieselpreise

    Mehr Milch in einem Dürrejahr: Dieses Paradoxon hat mich beschäftigt, und Christian erklärt mir, warum die Antwort in der Fütterung und im Zukauf liegt.Angefangen haben wir aber woanders. Christian hatte noch Redebedarf zum Thema Dürre und Anpassung, und wir sind schnell bei etwas gelandet, das ich bis dahin unterschätzt habe: Wer eine Fläche nur von Jahr zu Jahr gepachtet hat, hat wenig Grund, in Humus, Hecken oder Windschutz zu investieren. Der Boden wird dann zur Ertragsquelle für eine Saison statt zum Kapital für Generationen. Christian beschreibt, wie in Regionen mit vielen Verpächtern die Interessen auseinanderlaufen, und wie sich das in Ostdeutschland nach der Umwandlung der LPGs noch einmal anders zugespitzt hat, wenn außerlandwirtschaftliches Kapital einsteigt.Dazwischen erzählt er die Geschichte von einem Krug Wasser in einem Gastbetrieb, die sich zu einer Grundsatzdebatte ausgewachsen hat. Ich finde sie deshalb stark, weil sie zeigt, wie weit Lebensrealitäten auseinanderliegen können, ohne dass jemand böse Absichten hat. Und sie führt uns zur Frage, die mich an dem ganzen Podcast am meisten umtreibt: Wer vermittelt das eigentlich noch, wenn es kaum mehr persönliche Berührungspunkte gibt.Beim Milchmarkt wird es dann sehr konkret. Christian erklärt, warum der begrenzende Faktor die aufnehmbare Trockenmasse ist, warum in einem schlechten Futterjahr hochkalorisch ergänzt und schärfer selektiert wird, und wieso am Ende trotzdem Milch da ist. Danach landen wir bei der eigentlichen Zwickmühle: Der einzelne Betrieb mit Stall, Krediten und Maschinen hat kaum einen Anreiz, weniger zu melken, auch wenn genau das dem Markt insgesamt helfen würde. Zum Schluss reden wir über Treibstoffkosten, über Transportpreise, die durchschlagen bis ins Regal, und über die Agrardieselrückvergütung, die pauschal nach Fläche berechnet wird und am Einzelbetrieb oft erstaunlich wenig ausmacht.Eine Sache noch: Das Thema Hass im Netz haben wir diesmal verschoben, dem widmen wir uns beim nächsten Mal ausführlich.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly und Christian stecken die Themen der Ausgabe ab.00:01:06 Nachtrag zur DürreWarum Anpassung in der Theorie einfach und in der Praxis zäh ist.00:05:05 Pacht von Jahr zu JahrKurze Verträge und das fehlende Interesse an langfristigem Bodenaufbau.00:11:15 Eigentum, LPGs und GroßkapitalVom Strukturbruch im Osten zu Investoren ohne Bezug zur Fläche.00:16:10 Der Krug WasserEine Gastro-Anekdote über Kosten, die niemand sieht.00:19:01 Wer vermittelt zwischen den WeltenSchule, Medien, Podcasts: woher kommt das Gespür füreinander.00:29:04 Hecken, Mikroklima und CO2Struktur in der Fläche und was sie für Pflanzen am Morgen bedeutet.00:32:04 Mehr Milch trotz DürreZukauf, Selektion und Energiedichte als Erklärung für das Paradoxon.00:37:27 Preisdruck und EinzelbetriebFixkosten, Liquidität und warum keiner als Erster weniger melkt.00:42:02 Neuseeland als GegenentwurfWeidebasierte Produktion, niedrige Kosten, derselbe Weltmarkt.00:48:00 Treibstoffkosten im BetriebTankfüllungen, Transportpreise und die Wirkung auf Lebensmittelpreise.00:52:47 Agrardiesel: was ankommtPauschale Berechnung nach Fläche und der Betrag am Einzelbetrieb.Kurz-Bio Gast:Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.INFOS ZUR FOLGEBergerhof Krakauebene (Website)www.bergerhof-krakauebene.atBergerhof Krakauebene auf Instagramwww.instagram.com/bergerhof_krakauebeneBergerhof Krakauebene auf Facebookwww.facebook.com/BergerhofKrakauebeneBergerhof Krakauebene auf YouTubewww.youtube.com/@bergerhofkrakauebeneAlternative University of Bergerhof (Website)www.alternativeuniversity.atIG-Milchwww.ig-milch.at ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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    Einspruch Bachler | Dürre · Milchkrise · Dieselpreise
  3. 4. Okt.

    Erwin Wagenhofer - Von We Feed the World bis Atmosphere

    Erwin Wagenhofer hat mit We Feed the World 2005 den Blick vieler Menschen auf unser Ernährungssystem verändert. Jetzt saß er bei mir im Wiener Studio, kurz vor dem Kinostart seines neuen Films Atmosphere. Er erzählt vom kleinen Hof seiner Großmutter im Mostviertel, wo noch fast alles selbst gemacht wurde, und von dem Moment Anfang der 70er Jahre, als dort der erste Kunstdüngersack auftauchte. Diese Szene zieht sich durch sein ganzes Werk, bis in den aktuellen Film hinein.Wir reden über seinen Weg zum Film, über die ersten 39 Jahre ohne Förderung, über Auftragsarbeiten und darüber, wie schmal der Grat zwischen Konsequenz und Sturheit ist. Und wir reden über den Bruch nach Alphabet, als er beschlossen hat, nicht mehr nur Abgründe zu zeigen. Mit But Beautiful und jetzt mit Atmosphere richtet er den Blick auf Menschen, die es anders machen: auf Ernst Götsch und seine syntropische Landwirtschaft, auf Maria Giménez und ihre Gärten in Brandenburg, auf die Lehmbauleute rund um Anna Heringer und Martin Rauch.Ich habe ihm meine liebste Frage gestellt, die ich mir selbst auch dauernd stelle: Was bringen diese Nischen eigentlich, wenn sich im Großen so wenig bewegt? Seine Antwort hat mich nicht beruhigt, aber sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Genauso wie die Stelle, an der ich ihn mit der Verantwortung von uns Konsumentinnen und Konsumenten konfrontiere und er mir ziemlich trocken erklärt, warum sein Film nicht They Feed the World heißt.Zum Schluss wird es handwerklich: Warum ein guter Film auch ohne Ton funktionieren muss, warum er keine Musik unterlegt, und was passiert ist, nachdem er damals den Nestlé-Chef vor der Kamera hatte. Mit 65 denkt er jedenfalls nicht ans Aufhören. Da kommt noch was.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly begrüßt Erwin Wagenhofer im Wiener Podcast-Studio.00:03:05 Zufrieden mit 65?Warum Unzufriedenheit Antrieb bleibt und Aufhören kein Thema ist.00:05:01 Film lebt von FörderungWas ein Kinofilm kostet und wer in Europa sonst noch gefördert wird.00:13:12 Kindheit im MostviertelSelbstversorgung bei der Oma und der erste Kunstdüngersack am Hof.00:25:03 Der Film, der alles auslösteMit 16 nachts Cul-de-sac gesehen und die Berufung gespürt.00:35:19 Wie We Feed the World entstandLoslassen, Wiener Märkte und die Frage, wo die Produkte herkommen.00:46:12 Von 2008 bis zur OrientierungslosigkeitFinanzkrise, Griechenland 2015 und der Verlust politischer Orientierung.00:56:26 Zwei Arten von AtmosphäreDie dünne Schicht um die Erde und das überhitzte Klima zwischen uns.01:17:00 Lösungen statt nur KritikWarum Kunst angeblich keine Lösungen zeigen darf und er es trotzdem tut.01:27:11 Was bringen Nischen?Vorbildwirkung, Startkapital und die Frage nach der Breitenwirkung.01:55:03 Wie mündig sind Konsumenten?Verantwortung zwischen Supermarktkasse, Bildung und erschöpftem Alltag.02:23:07 Warum der Film ins Kino gehörtKonzentration, Rhythmus und das Bild als stärkstes Mittel im Kino.02:41:00 Verantwortung vor der KameraVon Erntearbeitern in Almería bis zum Gespräch mit dem Nestlé-Chef.Kurz-Bio Gast:Erwin Wagenhofer, geboren 1961 in Amstetten, ist Filmmacher. Nach einer technischen Ausbildung und mehr als 150 Image-, Industrie- und Werbefilmen drehte er ab 2005 die Kinodokumentarfilme We Feed the World, Let's Make Money und Alphabet sowie den Spielfilm Black Brown White und den Musikfilm But Beautiful. Sein sechster Kinofilm Atmosphere startet am 9. Oktober 2026 in den österreichischen Kinos.INFOS ZUR FOLGEErwin Wagenhofer – offizielle Websitewww.filmmacher.atATMOSPHERE (AT 2026) – Filmdaten beim Österreichischen Filminstitutwww.filminstitut.at/filme/atmosphereATMOSPHERE (AT 2026) – Filmladen Filmverleihwww.filmladen.at/film/atmosphereErwin Wagenhofer – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_WagenhoferErwin Wagenhofer auf Instagramwww.instagram.com/erwinwagenhofer.filmmacherErwin Wagenhofer auf Facebookwww.facebook.com/p/Erwin-Wagenhofer-Filmemacher-100063198311780Erwin Wagenhofer auf LinkedInwww.linkedin.com/in/erwin-wagenhofer-358b2a428Filmladen Filmverleih auf YouTubewww.youtube.com/user/FilmladenFilmladen Filmverleih auf Instagramwww.instagram.com/filmladen_lunafilmFilmladen Filmverleih auf Facebookwww.facebook.com/filmladenFilmladen Filmverleih auf LinkedInwww.linkedin.com/company/filmladen-filmverleih-gmbh ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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    Erwin Wagenhofer - Von We Feed the World bis Atmosphere
  4. 27. Sept.

    Einspruch Bachler | Dürre · Anpassung · Molkereifusion

    Dürre, leere Futterlager und ein Markt, der kippt: Christian und ich reden über ein Jahr, das viele Betriebe an ihre Grenze gebracht hat.Wir haben im Juli schon einmal über Trockenheit gesprochen, damals mitten in der Entwicklung. Jetzt ist die Saison vorbei und das Bild klarer. Am Bergerhof in der Krakauebene ist es mit ein paar Gewittern noch einigermaßen gut ausgegangen, östlich vom Semmering war das Jahr für viele existenzbedrohend. Die Österreichische Hagelversicherung bezifferte die Dürreschäden in der Landwirtschaft Anfang August mit rund einer Milliarde Euro.Was mir Christian erklärt hat und was ich vorher so nicht am Schirm hatte: Wie fein verzahnt das alles ist. Wenn Almen nicht grün werden, kommen die Tiere im August statt im Oktober heim, dorthin, wo auch kein Futter liegt. Gleichzeitig steigen Mäster aus, weil ihnen die Preise davongelaufen sind, und verkaufen lieber ihr Futter. Und der Futterhändler hebt irgendwann nicht mehr ab, weil es schlicht nichts mehr zu kaufen gibt, auch nicht in Ungarn, Tschechien oder Norditalien.Nachdenklich gemacht hat mich ein anderer Punkt: Christian beschreibt, dass in so einem Jahr ausgerechnet jene Betriebe besser dastehen können, die stark mit Handelsdünger arbeiten. Wer mit Mist und Kompost düngt, braucht Bodenfeuchte, damit das Bodenleben überhaupt arbeitet. Er nennt das einen Wettkampf, bei dem der eine gedopt ist und der andere nicht. Wir streiten darüber, was daraus zu lernen ist, und landen bei Hecken, Windbremsen, Tau, standortangepassten Sorten und der Frage, warum Anpassung fast immer einzelbetrieblich beginnt.Im zweiten Teil geht es um die Fusion der Obersteirischen Molkerei mit der Berglandmilch, die die OM-Mitglieder mit 92 Prozent beschlossen haben. Christian hat sich der Stimme enthalten und erklärt, warum ihm die Sache gleichzeitig egal und wichtig ist: Weil hinter dem Kostenargument die Frage steht, ob man sich noch als Eigentümer einer Genossenschaft versteht oder nur mehr als Milchlieferant.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsBegrüßung, Themen des Tages: Dürre, Anpassung und Molkerei-Fusion00:02:02 Eine Kappe aus PakistanBesuch eines Yak-Fachmanns und was Christian daraus mitgenommen hat00:06:14 Wirtschaften auf 4.000 MeternSubsistenz, harte Selektion und ganzjährige Weide unter Extrembedingungen00:11:17 Trockenheit: Osten und WestenWie unterschiedlich das Dürrejahr die Regionen getroffen hat00:12:25 Warum Tiere früher heimkommenAlmen ohne Grün, leere Winterfuttervorräte und frühes Abtreiben00:16:48 Wenn der Rindermarkt kipptMäster steigen aus, Einsteller finden keine Abnehmer, Preise verwerfen00:19:11 Kein Futter am MarktAusverkaufte Händler, steigende Ballenpreise und fehlende Liquidität00:26:15 Versicherung und Hilfspakete240 Millionen, Dürreindex und die Kritik an der Gießkanne00:32:18 Das Doping-ParadoxWarum intensive Betriebe im Dürrejahr teils besser durchkommen00:40:19 Anpassung am eigenen BetriebHecken, Wind, Tau und viele kleine Schritte statt großer Programme00:53:03 Sorten und Tiere für den StandortKleinräumige Genetik statt Maximalertrag aus dem Katalog01:03:03 Fusion OM und BerglandmilchKonzentration im Molkereiwesen und die Rolle der GenossenschaftKurz-Bio Gast:Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.INFOS ZUR FOLGEBergerhof Krakauebene (Website)www.bergerhof-krakauebene.atBergerhof Krakauebene auf Instagramwww.instagram.com/bergerhof_krakauebeneBergerhof Krakauebene auf Facebookwww.facebook.com/BergerhofKrakauebeneBergerhof Krakauebene auf YouTubewww.youtube.com/@bergerhofkrakauebeneAlternative University of Bergerhof (Website)www.alternativeuniversity.atBerglandmilch eGenwww.berglandmilch.atObersteirische Molkerei eGenwww.oml.at ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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    Einspruch Bachler | Dürre · Anpassung · Molkereifusion
  5. 20. Sept.

    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Freiheit und Maß

    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Agrarpolitik in Österreich: Dürrejahr, Herkunftskennzeichnung, Mercosur, Tierhaltung und die Frage, wie viel Freiheit zumutbar ist.Georg Strasser sitzt mit mehreren Hüten am Tisch: Nationalratsabgeordneter, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, stellvertretender Klubchef der ÖVP – und Bauer. Ich wollte zuerst wissen, ob er selbst immer weiß, welcher Hut gerade gilt. Seine Antwort war, er komme mit allen drei ins Gespräch, und genau so hat es sich dann auch angefühlt. Weil Georg danach noch einen wichtigen Termin hatte, musste ich bei den Fragen improvisieren und einiges streichen. Wir haben ausgemacht, dass wir einen zweiten Teil aufnehmen. Wenn dir dabei etwas unter den Nägeln brennt, schick mir deine Frage.Was mich überrascht hat: wie offen er über einen Hänger vor drei Jahren spricht, über 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche und darüber, dass Politik kein familienfreundlicher Job ist. Genauso deutlich wird er, wenn es um Zuschreibungen geht – oberster Bauer sei er ausdrücklich nicht, der Bauernbund ist eine Teilorganisation der ÖVP und etwas anderes als die Landwirtschaftskammer.Inhaltlich reden wir über die Struktur des Bauernbundes von der Ortsgruppe bis ins Wiener Büro, über die Mitgliedschaft in den Bundesländern und das Zusammenspiel der Bünde in der Volkspartei. Danach wird es strittig: Ich halte ihm den Citizen-Consumer-Gap entgegen, er verteidigt Transparenz statt Vorschrift und eine gemeinsame ÖVP-Linie für ein einheitliches Herkunftssystem nach einer freiwilligen Phase. Beim Dürrejahr mit rund einer Milliarde Euro Schaden laut Hagelversicherung erklärt er, warum er eine Pflichtversicherung ablehnt, und ich frage nach, ob Freiheit nicht auch den Extremfall einschließt. Dazu kommen Klimaschutzgesetz und Renaturierung mit offenen Finanzierungsfragen, die Debatte um Tierhaltung und EU-Förderungen, Kontrollen an den Außengrenzen, seine klare Absage an eine schnelle agrarische Marktfusion mit der Ukraine und das Jahr der Bäuerin mit der Frage, wer am Hof was am Laufen hält.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly stellt Georg Strasser und die Themen des Gesprächs vor.00:02:15 Drei Hüte: Bauer, Politiker, FamilieWelche Rolle wann gilt und was ihm zwei Frauen für den Weg mitgegeben haben.00:08:13 Dicke Haut und ein Hänger60 bis 80 Stunden Arbeit, Überarbeitung und der Weg zurück in die Balance.00:13:07 Nöchling, Soßhof und FußballKindheit am Hof, Hausnamen, Studium und wie ihn die Politik erwischt hat.00:30:04 Bauernbund: Rolle und StrukturTeilorganisation der ÖVP, Abgrenzung zur Kammer, Ortsgruppen und Bundesländer.00:42:27 Die Mitte und das verlorene GespürWarum Strasser Links-Rechts-Kategorien für unbrauchbar hält.00:46:13 Freiheit und HerkunftskennzeichnungCitizen-Consumer-Gap, Gastronomie und die Grenzen von Transparenz.00:53:05 Dürre und PflichtversicherungMilliardenschaden, Prämienzuschuss und die Frage nach Eigenverantwortung.01:03:38 Klimaschutz und RenaturierungOffene Finanzierungsfragen, Anreize statt Verbote, Investitionen in dürren Jahren.01:12:06 Tierhaltung, Standards, UkraineEU-Förderungen, Haltungsnormen, Kontrollen und der Blick auf den Weltmarkt.01:21:03 Jahr der Bäuerin und RollenbilderBetriebsleiterinnen, Kinderbetreuung und gemeinsame Betriebsführung.Kurz-Bio Gast:Georg Strasser ist seit 2013 Abgeordneter im Nationalrat, Präsident des Österreichischen Bauernbundes und stellvertretender Klubchef der ÖVP. Aufgewachsen ist er auf einem Milchviehbetrieb in Nöchling im südwestlichen Waldviertel, er studierte Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur und war Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Gemeinsam mit seiner Frau führt er einen landwirtschaftlichen Betrieb in einem Drei-Generationen-Haushalt.INFOS ZUR FOLGEÖsterreichischer Bauernbund - Websitewww.bauernbund.atGeorg Strasser – Profil im Parlamentwww.parlament.gv.at/person/83153Georg Strasser – ÖVP-Parlamentsklubwww.oevpklub.at/georg-strasserGeorg Strasser auf Instagramwww.instagram.com/georg_strasserGeorg Strasser auf Facebookwww.facebook.com/strassergeorgLebensqualität Bauernhof – Beratung und Bäuerliches Sorgentelefonwww.lebensqualitaet-bauernhof.at ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Freiheit und Maß
  6. 13. Sept.

    Marchfeldkanal: Wasser für die Kornkammer - Franz Steiner

    Der Marchfeldkanal bringt Donauwasser in eine der trockensten Regionen Österreichs. Franz Steiner hat mir erklärt, was dieses System kann und was nicht.Ich bin mit der Vorstellung ins Gespräch gegangen, ein Kanal sei ein Graben, durch den Wasser fließt. Nach zwei Stunden mit Franz Steiner, dem Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, ist daraus ein ziemlich vielschichtiges Bauwerk geworden: 19 Kilometer neu angelegtes Gewässer, dazu Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach, in Summe rund 91 Kilometer nach Angaben der Betriebsgesellschaft. Andere Quellen sprechen von knapp 100 Kilometern, je nachdem, was man mitzählt.Am meisten hängen geblieben ist bei mir das Bild der Badewanne. Franz erklärt den größten zusammenhängenden Grundwasserkörper Österreichs als eine mit Schotter gefüllte, leicht geneigte Wanne zwischen Wien und Bratislava. Wenn man an einer Stelle Wasser einbringt, entsteht kein See, sondern ein Kegel, der sich über Monate ausbreitet. Das erklärt auch, warum die Anlagen in einem Jahr wie diesem nicht eins zu eins nachliefern können, was auf den Feldern verbraucht wird.Überrascht hat mich der historische Teil. Geplant und gebaut wurde in einer Zeit, in der gerade Linien und glatte Böschungen als Fortschritt galten. Trotzdem entstand ein naturnah gestaltetes Gewässer mit Aufweitungen, Buchten und Fischaufstiegen. Dass ausgerechnet ein technisches Bewässerungsprojekt heute wie ein großes Renaturierungsprojekt wirkt, ist eine der Widersprüchlichkeiten, über die wir länger reden.Wir sprechen außerdem über Keller im Marchfeld, über Kläranlagen, die einen verlässlichen Vorfluter brauchen, über Nitrat im Grundwasser und über die Frage, wem das Wasser gehört, wenn es knapper wird. Und darüber, warum Franz sagt, dass Renaturierung in der Fläche wichtig ist, nach wochenlanger Dürre aber auch der beste Boden am Ende ist.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly stellt Franz Steiner und das Marchfeldkanalsystem vor.00:03:35 Vom Waldviertel zum WasserKindheit am Bach, Umweg über die HTL, Studium an der BOKU.00:15:02 Warum das Marchfeld austrockneteDonauregulierung, Urbarmachung und sinkende Grundwasserstände.00:23:11 Der Grundwasserkörper als BadewanneSchotter, Flurabstand und wer dem Grundwasser Wasser entnimmt.00:32:05 Naturnah statt BetonrinneWarum in den 80ern kein Trapezprofil gebaut wurde.00:36:40 Hainburg und die ErsatzbaustelleWie politische Umstände dem Projekt zum Durchbruch verhalfen.00:46:07 Vier Gewässer, rund 91 KilometerMarchfeldkanal, Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach.00:54:05 Versickern und SteuernWehrklappen, Filterbecken und drei Grundwasseranreicherungsanlagen.01:05:01 Kläranlagen, Hochwasser, FischeWeitere Funktionen des Systems und was sie für die Region bedeuten.01:17:17 Was das System kostetErrichtungskosten, laufendes Budget und offene Darlehen bis 2043.01:26:26 Wasser für die LandwirtschaftWarum Bewässerung trotz Wasser im Boden an Grenzen stößt.01:36:46 Ressource Wasser in ZukunftVerdunstung, Nitrat, Nutzungskonflikte und internationale Abstimmung.Kurz-Bio Gast:Franz Steiner ist Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal und leitet das dort angesiedelte Kompetenzzentrum Bewässerung, das Landwirtinnen und Landwirte in ganz Niederösterreich berät. Aufgewachsen ist er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Waldviertel, studiert hat er an der BOKU Kulturtechnik und Wasserwirtschaft. Vor seinem Wechsel 2022 war er bei der via donau für den Flussbau an March und Thaya zuständig.INFOS ZUR FOLGEBetriebsgesellschaft Marchfeldkanalwww.marchfeldkanal.atKompetenzzentrum Bewässerung – Land Niederösterreichwww.noe.gv.at/noe/Wasser/Kompetenzzentrum_Bewaesserung.htmlTätigkeitsbericht 2025 der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal (PDF)www.marchfeldkanal.at/wp-content/uploads/2026/08/JB-2025-zur-Veroeffentlichung.pdfAussendung Dürre 2026: Wasser als Zukunftsfrage der Landwirtschaftwww.marchfeldkanal.at/duerre-2026-wasser-ist-zentrale-zukunftsfrage-der-landwirtschaftB2P-Folge mit Christian Griebler zum Thema Grundwasserwww.bauertothepeople.at/podcast/289 ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? 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    Marchfeldkanal: Wasser für die Kornkammer - Franz Steiner
  7. 30. Aug.

    Physik, Dürre und die Frage nach Qualität – Werner Gruber

    Dürre, Landwirtschaft und Physik: Werner Gruber über das Trockenjahr 2026, Kostenwahrheit bei Lebensmitteln und die Frage, warum sich Qualität so selten schmecken lässt.Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Gespräch kürzen soll. Habe ich nicht. Werner Gruber ist jemand, der auf eine Frage nicht mit einer Antwort reagiert, sondern mit einer Geschichte, einem Gegenbeispiel und meistens noch mit einer Pointe. Drei Stunden sind viel, ich weiß. Dafür gibt es die Kapitelmarken, und du musst dir das wirklich nicht in einem Stück anhören.Wir starten bei der Trockenheit dieses Sommers. Laut Landwirtschaftsministerium liegen die Ertragseinbußen beim Getreide bei rund zwanzig Prozent, im Grünland drohen Ausfälle von bis zu fünfzig Prozent. Werner rechnet damit, dass uns das im Herbst über die Preise einholt, weil das, was hier fehlt, importiert werden muss. Von dort landen wir bei der Frage, warum Gesellschaften manche Veränderungen mühelos schaffen und andere über Jahrzehnte nicht, und warum das seiner Meinung nach seltener ein technisches und öfter ein psychologisches Problem ist.Dann wird es kulinarisch. Werner hat Weihnachtsgänse verschiedener Herkunft unter identischen Bedingungen zubereitet, Gulasch mit unterschiedlichsten Fleischqualitäten gekocht und heuer fünf Marmorkuchen mit fünf verschiedenen Eiersorten gebacken. Sein Befund ist unbequem: In vielen Fällen entscheidet der Zubereitungsprozess mehr als das Etikett. Bei Tomaten oder Salat sieht er das anders. Mich hat vor allem interessiert, was das für die Art bedeutet, wie wir über Qualität reden und werben.Wir sprechen außerdem über Laborfleisch und E-Fuels, über die Grenzen der Effizienz, über seine Kindheit in Oberösterreich, über den Herzstillstand 2015, über Humor als Gradmesser für Freiheit und darüber, warum er mit hundert über die Autobahn fährt.Viel Freude beim Reinhören!Kurz-Bio Gast:Werner Gruber, geboren 1970 in Ostermiething und aufgewachsen in Ansfelden, ist Physiker, Autor und Wissenschaftsvermittler. Er studierte Physik an der Universität Wien, arbeitete am Institut für Experimentalphysik und lehrt heute an der Fakultät für Informatik. Er leitete das Planetarium Wien samt Kuffner- und Urania-Sternwarte, war Mitgründer der Science Busters, drei Jahre Forschungskoordinator des Landes Burgenland und schrieb unter anderem das Buch Die Genussformel über kulinarische Physik.INFOS ZUR FOLGEWerner Gruber – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Werner_GruberFakultät für Informatik, Universität Wienhttps://informatik.univie.ac.at/Science Bustershttps://sciencebusters.at/Heinz Oberhummer – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_OberhummerSolar Foods (Solein)https://solarfoods.com/Factory 01 von Solar Foods in Vantaahttps://solarfoods.com/factory-01/ ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

    Physik, Dürre und die Frage nach Qualität – Werner Gruber
  8. 16. Aug.

    Grundwasser: Speicher mit langem Gedächtnis - Christian Griebler

    Grundwasser ist das größte Süßwasser-Ökosystem der Erde – und es liegt direkt unter unseren Füßen. Ich bin mit dem Bild von einem unterirdischen See in dieses Gespräch gegangen. Und dieses Bild war so falsch, wie es nur geht.Christian Griebler ist Limnologe an der Universität Wien und einer der wenigen Forschenden weltweit, die sich mit dem Grundwasser nicht nur als Ressource, sondern als Lebensraum beschäftigen. Was er mir in diesen zwei Stunden erklärt hat, hat mein Verständnis von Wasser ziemlich durcheinandergebracht. Alle Flüsse und Seen der Welt zusammen machen nur einen Bruchteil dessen aus, was im Untergrund als Grundwasser liegt. Und dieser Untergrund ist kein toter Speicher, sondern ein belebtes System, das sich selbst sauber hält – solange wir es lassen.Wir reden über das trockenste Jahr seit Langem, über die Frage, ob uns das Wasser ausgehen kann, und warum die Antwort darauf komplizierter ist, als man denkt. Christian erklärt, warum jeder Fluss einen unsichtbaren Zwilling hat, der unterirdisch mitfließt. Warum die Begradigung von Flüssen nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wasserwirtschaftliches Problem ist. Wie Quellen funktionieren, was der Marchfeldkanal mit der Donau zu tun hat, und warum das Grundwasser ein extrem langes Gedächtnis hat – was wir heute eintragen, kriegen wir so schnell nicht mehr raus.Und dann wird es auch politisch: Wem gehört das Wasser, wenn es knapp wird? Was passiert, wenn Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung um dieselbe Ressource konkurrieren? Und warum holt die Politik das beste verfügbare Wissen nicht ab, obwohl es auf dem Tisch liegt?Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWas ist Grundwasser und warum wissen wir so wenig darüber?00:02:14 Wer ist Christian Griebler?Vom Insektensammler zum Grundwasserökologen – ein ungewöhnlicher Weg00:10:11 Trockenheit: Wetter oder Klima?27 Prozent weniger Niederschlag und die Frage, wo das Wasser hin ist00:16:36 Vom Berg ins Tal – wie Wasser wandertDas West-Ost-Gefälle und warum der Osten benachteiligt ist00:20:36 Grundwasser ist kein SeeStockwerke, Lückenräume und das Aquarium-Bild erklärt00:30:11 Flüsse und ihr unsichtbarer ZwillingWarum jeder Fluss einen unterirdischen Begleiter hat00:39:10 Wasser in der Landschaft haltenFlussbegradigung, Überschwemmungsflächen und Running Sushi00:52:11 Zahlen, die Perspektiven verschieben97 Prozent Salzwasser und das Verhältnis von Oberfläche zu Untergrund01:03:06 Kommunizierende GefäßeWie Flüsse und Grundwasser sich gegenseitig am Leben halten01:20:00 Politik, Wissenschaft und KomfortzonenWarum das beste Wissen nicht abgeholt wird01:30:54 Grundwasser und LandwirtschaftWer hat Vorrang beim Wasser – und wer zahlt am Ende?01:51:04 Lebensraum UntergrundWie Mikroben das Grundwasser sauber halten – und wann das kippt02:02:01 Das lange Gedächtnis des GrundwassersWas wir heute eintragen, bleibt dort für Jahrhunderte02:19:30 Was bleibt – ein PlädoyerKommunikation im Wasserkreislauf und was jeder tun kannKurz-Bio Gast:Christian Griebler ist Professor für Limnologie an der Universität Wien und Leiter des Departments für funktionelle und evolutionäre Ökologie. Er erforscht Grundwasserökosysteme, ihre Biodiversität und die Rolle von Mikroorganismen bei der natürlichen Wasserreinigung. Vor seiner Rückkehr nach Wien 2019 war er 18 Jahre in Deutschland, unter anderem am Helmholtz Zentrum München.INFOS ZUR FOLGEChristian Griebler – Universität Wienhttps://ecology.univie.ac.at/about-us/unit-limnology/working-group-groundwater-ecology/team/christian-grieblerChristian Griebler – Google Scholar Profilhttps://scholar.google.com/citations?user=uFmlqxsAAAAJWiener Hochquellenwasserleitung – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_HochquellenwasserleitungWiener Wasserversorgung – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_WasserversorgungMarchfeldkanal – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Marchfeldkanal ###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. 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    Grundwasser: Speicher mit langem Gedächtnis - Christian Griebler

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