Karriere und Erfolg

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Themen-Radio Interviews mit verschiedenen Autoren zum Thema Karriere & Erfolg

  1. vor 14 Std.

    Veränderungen - die Menschen sind bereit

    Was Sie mitnehmen… Warum Veränderung häufig nicht am Willen der Menschen, sondern an Strukturen, Kultur und Führung scheitert. Welche Form der Selbsterkenntnis Führungskräfte benötigen, um im Wandel Orientierung zu geben. Wie Unternehmen Über- und Unterforderung gleichzeitig reduzieren und vorhandene Potenziale besser einsetzen können. Warum Coaching, Sparring und kollegiale Beratung oft mehr bewirken als standardisierte Change-Trainings. Interviewpartner: Claudia Schmidt. Expertin für Veränderungsmanagement und seit 2008 Gründerin und  Geschäftsführerin der MUTAREE GmbH. Weitere Infos: Kontakt zu Claudia Schmidt via LinkedIn Landingpage zur Studie Im Interview: Claudia Schmidt Unternehmen investieren in Strategien, Technologien und Transformationsprogramme – und trotzdem kommt der Wandel oft nicht richtig voran. Liegt das wirklich an veränderungsunwilligen Mitarbeitenden? Die aktuelle Change-TED-Umfrage der MUTAREE GmbH zeichnet ein anderes Bild: Viele Menschen kennen ihre Stärken, wollen Verantwortung übernehmen und wünschen sich Autonomie und Selbstwirksamkeit. Doch sie treffen auf Strukturen, kulturelle Gewohnheiten und Führungssysteme, die diese Energie nicht ausreichend nutzen. Die Menschen scheinen häufig weiter zu sein als ihre Organisation. Welche Rolle spielt dabei die Selbsterkenntnis? Warum müssen gerade Führungskräfte ihre eigene Wirkung besser verstehen? Und wie lässt sich die vorhandene Veränderungsbereitschaft tatsächlich in Bewegung und messbare Ergebnisse übersetzen? Veränderungen – die Menschen sind bereit Viele Unternehmen wollen sich verändern – und vermuten den größten Widerstand bei ihren Mitarbeitenden. Die aktuelle Change-TED-Umfrage der MUTAREE GmbH stellt diese Annahme infrage: Die Befragten zeigen ein hohes Maß an Selbstreflexion, Eigenmotivation und Veränderungsbereitschaft. Doch Kultur, Bürokratie, fehlende Prioritäten und unklare Führung verhindern häufig, dass dieses Potenzial wirksam wird. Besonders deutlich wird die Bedeutung der Führung: 95 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Veränderung besser gelingt, wenn Führungskräfte sich selbst und ihre Wirkung kennen. Gleichzeitig erkennen nur 35 Prozent in ihrem Unternehmen eine klare Strategie zur Entwicklung einer tragfähigen Veränderungskultur. Im Gespräch mit Wolfgang Eck erklärt MUTAREE-Geschäftsführerin Claudia Schmidt, warum die Menschen vielfach weiter sind als ihre Organisation, was Selbsterkenntnis mit erfolgreichem Change zu tun hat und wie Unternehmen vorhandene Veränderungsenergie in konkrete Ergebnisse übersetzen können. Der Mensch Claudia Schmidt ist Expertin für Veränderungsmanagement und seit 2008 Geschäftsführerin der MUTAREE GmbH. Mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen bei der Planung, Steuerung und Umsetzung komplexer Veränderungsprozesse. Im Mittelpunkt steht dabei weniger das „Was“ einer Transformation als die Frage, wie Unternehmen die Menschen für den Wandel gewinnen. Vor der Gründung von MUTAREE war Claudia Schmidt unter anderem bei Hoechst, Seagram, der Deutschen Bank Lebensversicherungs-AG und der VR-LEASING AG tätig. Dort verantwortete sie Aufgaben im strategischen Qualitäts- und Personalmanagement, in der Organisationsentwicklung sowie in den Bereichen Kommunikation und Transformationsmanagement. Neben ihrer Beratungstätigkeit beschäftigt sie sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit der Veränderungsfähigkeit von Organisationen. 2010 initiierte sie das Forschungsprojekt „Change-Evolution 2020“ und veröffentlicht regelmäßig Untersuchungen zur Change-Fitness von Unternehmen. Zudem war sie als Beraterin an Hochschulen und Bildungseinrichtungen wie der Frankfurt School of Finance & Management, der European Business School und der WHU Otto Beisheim School of Management tätig.

  2. 4. Sept.

    Hardy Wagner: Ein Leben für das Lernen

    Was Sie mitnehmen… Erfolg beginnt mit Selbstverantwortung. Wer sein Leben gestalten will, muss die eigenen Stärken, Ziele und Prioritäten kennen – und bereit sein, Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen. Bildung ist mehr als Fachwissen. Kommunikation, Selbstkenntnis, Lernfähigkeit und der Umgang mit Zeit gehören zu den entscheidenden Kompetenzen für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Genau diese Fähigkeiten wollte Hardy Wagner mit GABAL und später mit STUFEN zum Erfolg stärker ins Bewusstsein rücken. Wirkung entsteht, wenn Wissen weitergegeben wird. Ein Lebenswerk bemisst sich nicht nur daran, was jemand selbst erreicht hat, sondern daran, welche Ideen andere Menschen aufnehmen und weitertragen. Erfolg und Menschlichkeit gehören zusammen. Ein Satz von Hardy Wagner bringt diese Haltung wunderbar auf den Punkt: „Jeden Tag eine gute Tat.“ Erfolg bedeutet damit nicht nur, etwas für sich selbst zu erreichen, sondern auch, etwas Positives für andere zu bewirken. Interviewpartner: Prof. Dr. Hardy Wagner, unter anderem  Ehrenpräsident des GABAL e.V. Im Interview: Prof. Dr. Hardy Wagner Der Mensch Prof. Dr. Hardy Wagner – ein Brückenbauer zwischen Wissen und Wirkung Prof. Dr. Hardy Wagner gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Weiterbildungslandschaft. Am 9. März 1932 geboren, ist er heute 94 Jahre alt – und noch immer eng mit den Organisationen verbunden, die aus seinen Ideen hervorgegangen sind. Sein Lebenswerk kreist um eine Frage: Was brauchen Menschen über Fachwissen hinaus, um ihr Leben selbstbestimmt und erfolgreich gestalten zu können? Sein eigener Bildungsweg war keineswegs vorgezeichnet. Wagner absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach einer externen Reifeprüfung studierte er Wirtschaftspädagogik, Betriebswirtschaftslehre und Sozialpolitik in Köln und Bonn. Er schloss als Diplom-Handelslehrer und Diplom-Kaufmann ab und promovierte im Fach Sozialpolitik. Damit verband er bereits früh kaufmännische Praxis, pädagogisches Denken und gesellschaftliche Verantwortung. Nach wissenschaftlichen und projektbezogenen Tätigkeiten für das damalige Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie für Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sammelte Wagner rund zehn Jahre praktische Wirtschaftserfahrung, zuletzt als Geschäftsführer einer GmbH. 1971 wurde er Professor an der neu gegründeten Fachhochschule Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Bis 1994 lehrte er dort insbesondere Controlling und Management. Der Aufbau eines Weiterbildungsnetzwerks Am 14. Juli 1976 gründete Hardy Wagner gemeinsam mit Mitstreitern den GABAL e. V. Die Initiative ging auch auf den EKS-Entwickler Wolfgang Mewes zurück. Das Ziel war für die damalige Zeit ausgesprochen modern: Erkenntnisse über erfolgreiche Unternehmensführung sollten in die Hochschullehre einfließen, aktive Lehr- und Lernmethoden gefördert und eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen werden. Aus einer eigenen Schriftenreihe entwickelte sich 1978 der GABAL Verlag. Zu den frühen Autorinnen und Autoren gehörten später so bekannte Namen wie Vera F. Birkenbihl und Lothar J. Seiwert. Wagner führte den Verein zwei Jahrzehnte lang als Vorstandsvorsitzender. 1996 übergab er die operative Verantwortung, blieb GABAL jedoch als Ehrenvorsitzender und heute als Ehrenpräsident eng verbunden. Darüber hinaus war er an der Gründung weiterer Institutionen beteiligt, darunter die Deutsche Gesellschaft für Suggestopädisches Lehren und Lernen und der Verlag managerSeminare. Sein zweites großes Lebenswerk: STUFEN zum Erfolg Schon 1988 legte Wagner mit der Veröffentlichung „Zielorientiert und praxisverbunden studieren – erfolgreicher im Leben“ den Grundstein für sein späteres STUFEN-Konzept. 2002 gründete er gemeinsam mit seinem Sohn Ansgar die Bildungs- und Chancenstiftung STUFEN zum Erfolg. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen Kompetenzen zu vermitteln, die im klassischen Bildungssystem häufig zu kurz kommen. Im Zentrum stehen vier aufeinander aufbauende Bereiche: • Persönlichkeit und wertschätzende Kommunikation • Berufszielentwicklung und Karrierestrategie • Lernen lernen und lebenslanges Lernen • Umgang mit Zeit und Prioritäten Junge Menschen sollen dadurch ihre Stärken erkennen, Selbstvertrauen entwickeln, eigene Ziele formulieren und ihre Potenziale tatsächlich nutzen können. Wagners weiterführende Vision ist ein Grundlagenfach „Lebenskunde“ oder „Lebenskunst“, das solche Fähigkeiten fest im öffentlichen Bildungssystem verankert. Was Hardy Wagner besonders macht Er hat Wissenschaft und Praxis konsequent miteinander verbunden. Wagner war nicht nur Hochschullehrer und Theoretiker. Er kannte Wirtschaft aus eigener Berufserfahrung, war Geschäftsführer, Trainer, Autor, Verbandsgründer und Verlagsinitiator. GABAL sollte deshalb nie ein rein akademisches Forum sein, sondern Wissen anwendbar machen. Er hat früh erkannt, dass Fachwissen allein nicht genügt. Lange bevor Begriffe wie Soft Skills, lebenslanges Lernen, stärkenorientierte Führung oder Purpose zum Managementvokabular gehörten, beschäftigte er sich mit Persönlichkeit, Selbstkenntnis, Kommunikation, Lernfähigkeit und eigenverantwortlicher Lebensgestaltung. Er hat nicht nur Ideen formuliert, sondern Strukturen geschaffen. Verein, Verlag, Stiftung, Schriftenreihen und Trainernetzwerke: Wagner dachte institutionell. Seine Konzepte sollten nicht mit seiner Person verschwinden, sondern von anderen aufgegriffen, weiterentwickelt und an neue Generationen vermittelt werden. Sein Erfolgsbegriff ist ungewöhnlich menschlich. Bei ihm bedeutet Erfolg nicht in erster Linie Status, Einkommen oder Karriere. Erfolg entsteht, wenn Menschen ihre eigenen Ziele kennen, sie auf eine persönlich stimmige Weise erreichen und daraus Zufriedenheit gewinnen. Persönliche Entwicklung, Wertschätzung und gesellschaftlicher Nutzen gehören für ihn zusammen.

  3. 17. Apr.

    Talente entdecken. Zukunft gewinnen.

    Wir sprechen daüber, … warum Praktika für junge Menschen ein Schlüssel sein können, um eigene Stärken und Talente zu entdecken. weshalb Unternehmen schon viel früher ansetzen müssen, wenn sie die Fachkräfte von morgen gewinnen wollen. wie aus einem Pflichtpraktikum eine echte Chance für Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung wird. warum gute Praktikumserfahrungen motivieren – und schlechte aber  Jugendliche dauerhaft abschrecken können. wie Schulen, Eltern und Unternehmen gemeinsam dazu beitragen können, junge Menschen besser auf ihrem Weg zu begleiten. Im Interview mit Kay Lied: Osman Citir, Jugendcoach, Buchautor und Gründer von praktikumskompass.de Im Gespräch mit Kay Lied: Osman Citir Die Azubis von morgen gewinnen Warum ein gutes Praktikum heute über Fachkräfte von morgen entscheidet Fachkräftemangel beginnt oft viel früher, als viele Unternehmen denken: nämlich in dem Moment, in dem junge Menschen erstmals mit der Arbeitswelt in Berührung kommen. Kay Lied hat dazu einige Fragen an Experten Osman Citir. Im Themen-Radio-Gespräch im Rahmen des 22. Weilburger Unternehmerfrühstücks erklärt Osman Cetir, warum Praktika weit mehr sind als ein kurzer Pflichttermin im Lebenslauf – und weshalb sie für Unternehmen zu einem echten strategischen Instrument der Nachwuchsgewinnung werden können. Osman Cetir beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Berufsorientierung, Ausbildungsmarketing und der Frage, wie Jugendliche motiviert und realistisch an ihre berufliche Zukunft herangeführt werden können. Seine zentrale Botschaft: Ein Praktikum entscheidet häufig darüber, ob ein junger Mensch sich eine Ausbildung überhaupt vorstellen kann – oder ob er innerlich schon wieder abspringt. Im Podcast geht es darum, warum viele Schülerpraktika heute noch zu kompliziert, zu zufällig oder zu wenig attraktiv organisiert sind. Osman Cetir zeigt, weshalb genau darin für Unternehmen eine große Chance liegt: Wer sich frühzeitig sichtbar macht, Jugendliche ernst nimmt und Praktika professionell begleitet, kann nicht nur positive Erfahrungen schaffen, sondern sich auch als attraktiver Ausbildungsbetrieb positionieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Plattform praktikumskompass.de. Sie will Jugendlichen den Zugang zu passenden Praktikumsplätzen erleichtern und gleichzeitig Unternehmen dabei helfen, den Prozess effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Dabei wird deutlich: Es geht nicht darum, möglichst viele Praktikanten aufzunehmen, sondern sich im richtigen Moment überzeugend zu präsentieren und Kontakte systematisch aufzubauen. Spannend ist auch der Blick auf die Perspektive von Schulen, Eltern und Personalverantwortlichen. Das Interview macht deutlich, wie groß die Hürden für junge Menschen oft tatsächlich sind – und wie schnell Frust entsteht, wenn Bewerbungen unbeantwortet bleiben oder unpersönlich abgelehnt werden. Gerade hier sieht Osman Cetir einen entscheidenden Hebel: Unternehmen können schon mit kleinen Veränderungen in Kommunikation und Prozess einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen. Der Podcast richtet sich an Ausbildungsbetriebe, Personalverantwortliche, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie an alle, die junge Menschen besser für Ausbildung und Beruf begeistern wollen. Wer wissen möchte, wie aus einem oft unterschätzten Thema ein echter Wettbewerbsvorteil werden kann, bekommt hier viele praktische Denkanstöße.

  4. 21. Feb.

    Die Kunst des spielerischen Scheiterns

    Wir sprechen über…   Warum Scheitern eine Schlüsselkompetenz ist Wie spielerische Haltung Druck reduziert Was Führungskräfte vom Clown lernen können Wie Authentizität entsteht – jenseits von Perfektion Konkrete Impulse für mehr Gelassenheit im Berufsalltag Interviewpartner: Michael Stuhlmiller, Autor, Coach und Trainer Im Interview: Michael Stuhlmiller (Foto Copyright Gaby Gerster) Michael Stuhlmiller ist Autor, Coach und Trainer mit Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung und Clown-Methode. Er verbindet künstlerische Praxis mit Coaching-Elementen und begleitet Menschen dabei, ihre spielerische, kreative und authentische Seite wiederzuentdecken. Sein Ansatz: Entwicklung passiert nicht primär über Analyse – sondern über Erfahrung, Körper, Präsenz und Humor. Scheitern gehört zum Leben – doch im Berufsalltag wird es oft verdrängt, kaschiert oder sanktioniert. In dieser Folge von Themen-Radio sprechen wir mit ihm über einen radikal anderen Zugang: Scheitern als Spielraum. Der Clown als Lehrmeister Im Zentrum seines Buches steht die Clown-Haltung. Der Clown versucht, scheitert – und macht genau daraus Kontakt. Diese Perspektive überträgt Stuhlmiller auf: Führungssituationen Präsentationen Veränderungsprozesse persönliche Entwicklung Das Gespräch zeigt: Wer Fehler nicht mehr bekämpft, sondern integriert, gewinnt an Souveränität. Gerade für Unternehmer, Führungskräfte und Menschen in Verantwortung bietet dieses Buch wertvolle Impulse für eine zeitgemäße Fehlerkultur und lebendige Führung. Das Buch Die Kunst des spielerischen Scheiterns ist kein klassischer Ratgeber, sondern eine Einladung zum Perspektivwechsel. Michael Stuhlmiller überträgt Prinzipien aus der Clownsarbeit auf Alltag, Führung und persönliche Entwicklung. Der Clown steht dabei nicht für Zirkusnummern, sondern für eine Haltung: Scheitern als Spielfeld statt als Katastrophe Fehler als Kontaktangebot Präsenz statt Perfektion Authentizität statt Fassade Die zentrale These: Wer spielerisch mit Fehlern umgehen kann, gewinnt innere Freiheit, Kreativität und Beziehungskompetenz. Stuhlmiller zeigt anhand von Übungen, Geschichten und Reflexionen, wie wir: unsere Angst vor Blamage relativieren Druck aus Leistungssituationen nehmen souveräner mit Unsicherheit umgehen im beruflichen Kontext echter wirken Gerade für Führungskräfte, Coaches und Menschen in Verantwortung steckt darin ein überraschend pragmatischer Ansatz: Die Clown-Haltung stärkt Resilienz, Improvisationsfähigkeit und menschliche Führung. Mehr zum Buch.

  5. 27. Jan.

    Vom Fachkräftemangel zur KI-Transformation

    Wir sprechen über…   Die größten Veränderungen, die unsere Arbeitswelt in den nächsten Jahren prägen werden. Welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die demografischen Veränderungen aufzufangen? Ein Beispiel für eine Region, die das bereits gut gemacht hat. Wie die Bildungspolitik darauf reagieren muss. Interviewpartnerin: Dr. Christa Larsen, Leiterin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Goethe Universität, Frankfurt. Im Interview: Dr. Christa Larsen Arbeitsmarkt im Wandel: Demografie und KI als zentrale Treiber Im Gespräch mit Dr. Christa Larsen wird deutlich: Der Arbeitsmarkt steht vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen, die weit über kurzfristige Konjunkturzyklen hinausgehen. Als Leiterin des Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Goethe-Universität Frankfurt berät sie seit Jahren Politik und Regionen zu Arbeitsmarkt- und Transformationsfragen – mit einem klaren Blick auf Praxisnähe und aktuelle Entwicklungen. Zentraler Taktgeber des Arbeitsmarktes ist laut Larsen längst nicht mehr die Konjunktur, sondern die Demografie. Seit 2017 prägt der altersbedingte Ausstieg der Babyboomer den Markt – und diese Entwicklung wird noch Jahrzehnte anhalten. Die Zahl der nachrückenden Erwerbspersonen reicht nicht aus, um die Lücken zu schließen. Zuwanderung, die Aktivierung vorhandener Potenziale sowie der Einsatz neuer Technologien sind daher unverzichtbar. Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel. Ein weiterer Beschleuniger des Wandels ist Künstliche Intelligenz. Während klassische Digitalisierung vor allem die industrielle Produktion verändert hat, trifft KI insbesondere wissensintensive Tätigkeiten – und damit viele akademisch Qualifizierte. Routineaufgaben in Bereichen wie Beratung, HR oder Marketing lassen sich zunehmend automatisieren. Das erschwert vor allem Berufseinsteige den Zugang zum Arbeitsmarkt, während erfahrene Fachkräfte weniger betroffen sind. Dr. Larsen betont, dass Bildungspolitik und Weiterbildung neu gedacht werden müssen. Lebenslanges Lernen, Kompetenzentwicklung und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen, werden entscheidend. Formale Abschlüsse allein reichen nicht mehr aus – gefragt sind flexible Lernangebote, die unterschiedliche Generationen und Lernstile berücksichtigen. Besonders wichtig ist aus ihrer Sicht der regionale Ansatz. Jede Region hat eigene Branchenstrukturen und demografische Herausforderungen. Ein Beispiel für erfolgreiche Praxis ist der Main-Kinzig-Kreis, wo in einem Reallabor Akteure aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam Zukunftsszenarien entwickeln und Maßnahmen erproben. Solche evidenzbasierten Ansätze stärken die Resilienz ganzer Regionen. Für Studierende und Berufseinsteiger hat Dr. Larsen einen klaren Rat: Ruhe bewahren, Praxiserfahrung sammeln, Netzwerke aufbauen und Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Trotz generellen Arbeitskräftemangels bedeutet der technologische Wandel nicht automatisch einen Arbeitnehmermarkt – gerade Einstiegsaufgaben verändern sich rasant. Das Interview zeigt eindrücklich: Die Arbeitswelt der Zukunft entsteht aus dem Zusammenspiel von Demografie, Technologie und Qualifikation – und erfordert vorausschauendes, regional differenziertes Handeln. Das Institut Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) ist ein Forschungsinstitut an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichem Wandel, Arbeitsmarktentwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen. Schwerpunkte der Forschung sind Digitalisierung und Automatisierung, regionale Arbeitsmärkte, Fachkräfteentwicklung sowie Qualifizierung und Bildung im Strukturwandel. Unter der Leitung von Dr. Christa Larsen liefert das IWAK wissenschaftlich fundierte Analysen und Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen – mit besonderem Fokus auf die Zukunft der Arbeit und nachhaltige Beschäftigung in einer digital vernetzten Wirtschaft. Mehr unter 👉 www.iwak-frankfurt.de

  6. 3. Jan.

    Führung in Krisenzeiten

    Wir sprechen über…   Wie sich der Führungsalltag in den letzten Jahren verändert hat. Was Fehlzeiten über die Kultur und den Zustand eines Teams oder Unternehmens verraten. Welche Führungsfehler Ihr aktuell am häufigsten begegnen – und wie sie sich vermeiden lassen. Wie sich Leistungsorientierung mit Fürsorge verbinden lässt, ohne Mitarbeitende zu überfordern. Interviewpartnerin: Maren Ulbrich, Handwerksmensch, Diplom-Ökonomin, zertifizierte Unternehmensnachfolge- und Mediationsberaterin, systemische Coachin. Im Interview: Maren Ulbrich Führung in Krisenzeiten: Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist – und was Teams wirklich stabil macht Unsicherheit, steigender Druck, hohe Fehlzeiten: Führungskräfte stehen heute vor Herausforderungen, die weit über Fachlichkeit hinausgehen. Im Interview spricht Maren Ulbrich über Warnsignale im Team, den richtigen Umgang mit Belastung und darüber, warum gesunde Führung immer bei der Führungskraft selbst beginnt. Es geht auch darum, warum Führung heute weit mehr bedeutet als Aufgaben zu managen – und weshalb Selbstfürsorge, Dialog und Unternehmenskultur entscheidend sind, um Teams stabil durch turbulente Zeiten zu führen. Sie erklärt, woran Führungskräfte erkennen, dass ein Team „unter Spannung“ steht, warum Fehlzeiten ein klares Warnsignal sind und wie Gespräche über Belastung und Gesundheit gelingen, ohne Kontrolle oder Misstrauen zu erzeugen. Ein praxisnahes Gespräch für alle, die Verantwortung tragen – und dabei selbst gesund und handlungsfähig bleiben wollen „Selbstfürsorge ist kein Luxusgut, sondern die absolute Grundlage von Führung. Wenn sie fehlt, fehlt mir das Vitamin, um durch den Arbeitsalltag zu kommen.“ – Maren Ulbrich Ein Gespräch über innere Kündigung, emotionale Bindung – und darüber, wie Führung auch in turbulenten Zeiten Orientierung und Stabilität geben kann. Der Mensch Maren Ulbrich ist Expertin für Mensch & Organisation im Handwerk – mit Fokus auf Führung, Kultur und Veränderungsprozesse. Sie wurde 1979 in Wilhelmshaven geboren, absolvierte nach einer Bankausbildung ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und zahlreiche Weiterbildungen in den Bereichen Coaching, Mediation und Unternehmensnachfolgeberatung In über 15 Jahren Beratungs- und Führungserfahrung im Handwerk hat sie mit kleinen und mittelständischen Betrieben gearbeitet, Strukturen und Prozesse aufgestellt und Führungskräfte weiterentwickelt. Deutsche-Handwerker-Akademie Ihr Ansatz: Der „Mensch im Mittelpunkt“ – Mitarbeitende, Führungskräfte und Unternehmer-Familien werden gleichermaßen berücksichtigt, damit Führung, Zusammenarbeit und Kultur in turbulenten Zeiten stabil bleiben. Handwerksmensch Auszeichnungen wie die „Vorbildunternehmerin“ unterstreichen ihre Rolle als Impulsgeberin im Handwerk.  Weitere Informationen über ihre Themen findet ihr hier. Oder folgt Maren auf LinkedIn.

  7. 31.10.2025

    Führung, Mindset, Konfliktlösung

    Wir sprechen über…   Konflikte – und das sie oft nicht das Ende sind, sondern ein Anfang sein können. Was es braucht, damit aus Konfrontation echte Verständigung wird. Welche Rolle Zuhören und Vertrauen in kritischen Prozessen spielt. Warum viele Führungskräfte sich in Krisen und bei  Entscheidungen oft einsam fühlen. Was Führungskräfte ganz praktisch tun können, um Konflikte nicht eskalieren zu lassen, sondern in Lösungen zu verwandeln. Interviewpartner: Henrik Lehnhardt, Business Coach, Mediator und Speaker. Im Interview: Henrik Lehnhardt Henrik Lehnhardt im Gespräch:  Warum echte Lösungen leise beginnen Ein Glas Wein, ein ehrliches Gespräch – und ein Millionenstreit war vorbei. Henrik Lehnhardt, ehemaliger HR-Direktor und heute Coach & Mediator, berichtet, wie Vertrauen und Zuhören selbst festgefahrene Konflikte lösen können. Er erzählt von seinen Erfahrungen in internationalen Restrukturierungen und warum Führung ohne Menschlichkeit nicht funktioniert. Seine Botschaft: „Wirkliche Lösungen entstehen, wenn wir uns trauen, wieder miteinander zu reden.“ Der Mensch Henrik Lehnhardt (*1983) ist ehemaliger Arbeitsdirektor und als Personalverantwortlicher Mitglied der  Geschäftsführung bei Outokumpu Nirosta, wo er viele Jahre internationale Restrukturierungen, Veränderungsprozesse und Verhandlungen leitete. Parallel hat er sich als Business Coach, Mediator und Speaker etabliert. Heute begleitet er Führungskräfte, Entscheider und Organisationen in Transformationsprozessen und Konfliktsituationen. Mit seiner Erfahrung verbindet er strategisches Management-Know-how mit einer zutiefst menschlichen Haltung: Zuhören, Vertrauen schaffen und Brücken bauen. Kontakt: Henrik bei LinkedIn Henrik zu „Klarheit. Respekt. Wandel – So begleite ich Menschen und Unternehmen in die Zukunft“ auf  YouTube Henrik über sich auf seiner Website Das Buch 33 Storys, die dein Leben bereichern: Wahre Geschichten erfolgreicher Experten, die berühren und Mut machen (Experten-Mindset für Jedermann) von Kelly Malottke, Marcel Körner, Henrik Lehnhardt  u.a.  Der Inhalt von Henriks Kapitel Das Kapitel schildert eine wahre Begebenheit: Während eines Rhetorikseminars trifft Lehnhardt zufällig auf den Geschäftsführer eines Unternehmens, gegen das sein eigener Konzern gerade eine millionenschwere Klage führt . Statt Anwälte und Gutachten entscheidet ein Glas Rotwein auf der Hotelterrasse – sie beginnen ein ehrliches Gespräch, das den jahrelangen Stillstand auflöst. Kernbotschaft: Wirkliche Lösungen entstehen, wenn wir uns trauen, wieder miteinander zu reden. Konflikte können nicht allein über Positionen oder Prozesse gelöst werden, sondern über Menschlichkeit, Zuhören und Vertrauen. Lehnhardt zeigt, dass Wandel und Führung leise beginnen – im echten Dialog. ________________________________________

  8. 26.09.2025

    Mein Traumjob

    Was Sie erwartet Der Weg von Lucie Maier-Frutig zur Bürgermeisterin. Was sind die größten Herausforderungen. Wie Lucie es schafft, Balance zwischen eigenen Überzeugungen und den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger zu halten. Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sollte man mitbringen, um in so einem Amt erfolgreich zu sein und Spaß daran zu haben. Für wen der Job ein Traumberuf sein kann. Im Gespräch: Lucie Maier-Frutig, Bürgermeisterin der Stadt Niedernhausen bei Wiesbaden. Im Interview: Lucie Maier-Frutig Das Thema Traumjob – Bürgermeisterin Lucie Maier-Frutig im Gespräch In unserer Reihe „Mein Traumjob“ sprechen wir diesmal mit Lucie Maier-Frutig, der Bürgermeisterin von Niedernhausen. Sie berichtet darüber, warum sie den Schritt in die Kommunalpolitik gewagt hat, was ihr dieses Amt bedeutet und wie vielfältig ihr Alltag zwischen Verwaltung, Bürgergesprächen und strategischen Entscheidungen aussieht. Wir sprechen mit ihr auch über die Herausforderungen, die das Amt mit sich bringt – etwa den Umgang mit Widerständen, schwierigen Entscheidungen oder gar Anfeindungen. Zugleich erzählt sie von den schönsten Momenten ihrer bisherigen Amtszeit und teilt ihre Vision für die Zukunft von Niedernhausen. Ein offenes und persönliches Gespräch über Verantwortung, Nähe zu den Menschen und den ganz besonderen Reiz eines Bürgermeisteramts. Lucie Maier Frutig (CDU) ist seit dem 1. November 2024 Bürgermeisterin von Niedernhausen. Sie wurde im Juni 2024 im ersten Wahlgang mit 55,7 % der Stimmen bei 68,5 % Wahlbeteiligung gewählt. Sie brachte Führungs-, Einsatz- und Verwaltungserfahrung mit – von Krisenmanagement in Auslandseinsätzen bis Ermittlungsarbeit, Arbeit im Ministerbüro und organisatorischer Leitung. Das macht sie zu einer Bürgermeisterin mit pragmatischer Expertise und einem starken Verständnis für Sicherheit, Service und kommunale Verantwortung. Die Gemeinde Niedernhausen… … zählt knapp 15.000 Einwohner und liegt im Naturpark Rhein Taunus, unmittelbar angrenzend an Wiesbaden und im westlichen Rhein Main Gebiet. Die sechs Ortsteile der Gemeinde, früher allesamt selbstständige Gemeinden, können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die ersten nachgewiesenen urkundlichen Erwähnungen gehen für Oberjosbach auf das Jahr 1196 zurück, für Niederseelbach auf das Jahr 1215, für Oberseelbach auf das Jahr 1220, für Engenhahn auf das Jahr 1221, für Niedenhausen und Königshofen in der ersten datierten Urkunde auf das Jahr 1283. Die heutige Großgemeinde Niedernhausen ist am 1. Januar 1977 aus der Gebietsreform neu entstanden und besteht aus den vorerwähnten Ortsteilen. Ortsbildprägenden Charakter weisen verschiedene historische Gebäude auf, die teilweise auch in das Denkmalbuch des Landes Hessen eingetragen sind, z.B. im Ortsteil Niedernhausen die alte katholische Kirche an der Wiesbadener Straße. Im Ortsteil Niederseelbach ist es insbesondere die evangelische Johanneskirche aus dem 16. Jahrhundert, die die Blicke aller auf sich zieht, da sie malerisch im Talgrund steht. Links  Kontakt zu Lucie Maier-Frutig bei LinkedIn  Mehr über Niedernhausen

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Themen-Radio Interviews mit verschiedenen Autoren zum Thema Karriere & Erfolg