Grüne Wirtschaft für Morgen: Circular Economy

Thinking Circular

Hier ist Eveline von Thinking Circular, dem Multiversum für grünen Fortschritt! Circular Economy ist unser zukunftsfähiger Lösungsansatz zur Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft. Und darum geht es in diesem Podcast. Unser Verständnis von Circular Economy: Das mitteleuropäische kulturelle Gesellschaftsverständnis von Kreislaufwirtschaft wird oft auf die Abfallwirtschaft reduziert. Doch die Natur kennt keinen Abfall, wie wir ihn in unseren Gesellschaften definieren und ihn in unserer Gesellschaft praktizieren. Je bewusster Menschen in Wechselwirkung mit der Natur leben, desto weniger Abfall gibt es. Abfall als Produkt von Überfluss und ungerechter Verteilung ist ein Resultat der Fehlsteuerung unserer Wirtschaftssysteme. Solange wir nicht so produzieren und konsumieren, dass unsere Güter für Menschen und die Umwelt verträglich sind und uns nicht gefährden, werden wir die Mängel unseres Systems durch grüne Umwelttechnologien ausgleichen müssen. Luft-, Wasser- und Bodenreinigung oder -sanierung werden so lange notwendig sein, bis die Transformation gelungen ist. So lange gilt „Close the loop“ als Modell, Material und Produkte so in Kreisläufe zu bringen, dass eine möglichst vollständige Wiedernutzung möglich wird. Es gibt also noch sehr viel zu tun auf diesem Weg, und wir lernen mit jedem Schritt dazu.

  1. 17. Feb.

    Making-of „Mit Sicherheit Ahrtal“

    In dieser besonderen Folge nehmen wir euch mit hinter die Kulissen von Evelines neuem Buch Mit Sicherheit Ahrtal, das pünktlich zum fünften Jahrestag der Ahrflut erscheinen wird. Während wir uns in den letzten Zügen der Redaktionsarbeit befinden, sprechen wir heute darüber, wie dieses Buch entstanden ist, welche Gedanken es trägt – und warum es gerade jetzt so wichtig ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Sicherheit in einer sich rasant verändernden Welt bedeutet. Was können wir tun, um uns wieder sicherer zu fühlen? Welche Perspektiven gibt es für von Krisen geprägte Regionen – und für uns alle ganz persönlich? Einen wichtigen Rahmen bildet dabei die Konferenz Fünf Jahre nach der Flut 2021 – Forschungsperspektiven im Wandel, die Anfang Juli am Campus Remagen stattfindet. Dort kommen internationale Fachleute aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um über Resilienz, Wiederaufbau und Klimaanpassung zu sprechen. Die Konferenz bietet damit den passenden Anlass, Mit Sicherheit Ahrtal erstmals öffentlich vorzustellen. Ein zentrales Fundament des Buches ist das Drawdown-Projekt, ein wissenschaftlich fundiertes Maßnahmenpaket zur Reduktion von CO2. Drawdown zeigt, dass es nicht die eine Lösung gibt, sondern viele wirksame Hebel: von erneuerbaren Energien und Gebäudesanierung über Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Landwirtschaft bis hin zu Bildung und sozialer Resilienz. Aber: Jede Region braucht ihren eigenen Mix. Landschaft, Infrastruktur, Wirtschaft und Kultur bestimmen, welche Maßnahmen wirklich wirken. Genau hier setzt Mit Sicherheit Ahrtal an: Das Buch stellt die Projekte vor, die im Ahrtal heute sinnvoll und wirksam sind – und zeigt, warum diese Region ganz eigene Antworten auf Klimaschutz, Resilienz und Zukunftsfähigkeit entwickelt. Von Energieprojekten über soziale Initiativen bis hin zu innovativen Ideen für Wiederaufbau und Unabhängigkeit wird deutlich, wie globale Erkenntnisse lokal umgesetzt werden können. Gleichzeitig ist Mit Sicherheit Ahrtal weit mehr als ein Sachbuch. Als emotionaler Bildband fängt es Eindrücke und Geschichten aus dem Ahrtal ein und verbindet sie mit einer Sammlung konkreter Maßnahmen und Ideen, die aufzeigen, wie Regionen widerstandsfähiger, unabhängiger und klimafreundlicher werden können. In den kommenden Wochen werden wir im Podcast tiefer in die Inhalte eintauchen, einzelne Kapitel vorstellen und Hintergründe beleuchten. Wer das Buch schon jetzt vorbestellen möchte, kann uns eine E-Mail an info@thinking-circular.com schicken. Bleibt also unbedingt dran – denn der Weg zu Mit Sicherheit Ahrtal ist genauso spannend wie das Buch selbst. Viel Spaß beim Zuhören!

    18 Min.
  2. 27. Jan.

    Vom Altkleidercontainer zur Kreislaufjeans – Textilrecycling neu gedacht

    Das Textilrecycling steckt in Deutschland aktuell in der Krise. Zwar gilt seit Januar 2025 die Pflicht zur Getrenntsammlung von Textilien, doch die Realität sieht ernüchternd aus. Laut einer Studie des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) wird nur ein Bruchteil der gesammelten Kleidung tatsächlich stofflich verwertet. Der Großteil landet weiterhin in minderwertigen Verwertungswegen oder wird ins Ausland exportiert. Gründe dafür sind die fehlende Recycling-Infrastruktur, mangelnde Standards für die Sammelqualität und die Flut minderwertiger Fast-Fashion-Produkte, die sich kaum recyceln lassen. Damit bleibt Deutschland weit hinter den Zielen einer echten Kreislaufwirtschaft zurück. Die Circular Economy bietet einen Ausweg aus dieser Wegwerfspirale. Ihr Prinzip ist es, Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten – durch langlebiges Design, Reparatur, Second-Hand-Nutzung und transparente Lieferketten. Ein Unternehmen, das dieses Prinzip konsequent lebt, ist MUD Jeans aus den Niederlanden. Die Marke produziert Jeans aus recycelter Baumwolle und nimmt alte Hosen zurück, um daraus neue Produkte zu fertigen. Das Ziel besteht darin, eine Jeans aus 100 Prozent recycelter Baumwolle herzustellen – ein Meilenstein für die gesamte Branche. Jede eingesandte Jeans verhindert Abfall, spart Ressourcen und trägt dazu bei, dass Mode nicht länger Wegwerfware ist. Deutschland steht beim Textilrecycling jedoch vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig zeigen Unternehmen wie MUD Jeans, dass die Circular Economy keine ferne Vision ist, sondern bereits heute Realität sein kann. Doch auch wir können einen Beitrag leisten: durch bewussten Konsum, den Kauf langlebiger Kleidung, die Nutzung von Second-Hand-Angeboten und die Unterstützung von Marken, die Rücknahmeprogramme anbieten Viel Saß beim Zuhören! Weitere Links zum Thema: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: FAQ "Getrennte Sammlung von Textilabfällen" (2025)NABU: Textilien hochwertig recyceln (2024)

    21 Min.
  3. 6. Jan.

    Das Ahrtal im Boom?

    Wie steht es heute, gut viereinhalb Jahre nach der Flut, wirklich um das Ahrtal? Wir werfen einen Blick auf eine Region, die sich neu erfindet und dabei Entwicklungen zeigt, die viele überraschen dürften. Dazu betrachten wir beeindruckende wirtschaftliche Zahlen: Die Zahl der Betriebe steigt seit Jahren kontinuierlich, die Arbeitslosenquote liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und die Ausbildungszahlen erreichen einen Höchststand seit zehn Jahren. Gleichzeitig gibt es einen Mangel an Fachkräften. Allein im Landkreis Ahrweiler sind über 900 Stellen unbesetzt , weshalb ein neues Fachkräftezentrum Unternehmen aktiv unterstützt. Auch der Tourismus meldet sich kraftvoll zurück: 85 % der Betriebe sind wiederaufgebaut, die Übernachtungszahlen steigen deutlich und mit 6.200 verfügbaren Betten nähert sich das Tal wieder dem Vorkrisenniveau. Besonders gefragt sind Baustellentouren, die Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Blick auf den Wiederaufbau ermöglichen. Doch das Ahrtal zieht nicht nur Urlauber an. Internationale Expertinnen und Experten reisen vermehrt in die Region – nicht zuletzt wegen der Nähe zu Bonn, einem globalen Zentrum für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Bei Fachveranstaltungen, Konferenzen und Workshops stehen Themen wie Energie, Wasser, Kreislaufwirtschaft und Beteiligungsprozesse im Fokus. Mit dem geplanten International Resilience Research Center@ Ahr-Valley soll zudem ein Ort entstehen, an dem Forschung, Lehre und ein Besucherzentrum zusammenkommen – ein Zukunftsprojekt, das die Region langfristig stärken könnte. Dennoch bleiben Traditionen wie Weinwanderungen, Nachtwächterführungen oder Weihnachtsmärkte feste Bestandteile des Ahrtals. Hier verbinden sich Wissen, Tourismus und regionale Identität auf besondere Weise. Viel Spaß beim Zuhören!

    20 Min.
  4. 16.12.2025

    FREI DAY: Lernen, die Welt zu verändern!

    Wenn unsere Kinder die Zukunft sind, warum lernen sie dann nicht in der Schule, wie sie diese gestalten können? Wie sieht Schule aus, wenn Kinder nicht nur für Prüfungen, sondern für die Zukunft lernen? Wir sprechen über den FREI DAY, ein innovatives Lernformat der Initiative „Schule im Aufbruch“, das Bildung neu denkt. Anstelle von Frontalunterricht gibt es Raum für selbstbestimmtes Lernen, Zukunftsfragen und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Der FREI DAY bedeutet, dass Schüler:innen mindestens vier Stunden pro Woche eigene Projekte zu Zukunftsthemen entwickeln – ohne Notendruck, dafür mit Feedback und Reflexion. Das Ziel? Kompetenzen wie Teamarbeit, Eigeninitiative und Selbstwirksamkeit zu fördern. Wir werfen einen Blick auf das Buch FREI DAY – Die Welt verändern lernen! Für eine Schule im Aufbruch (ISBN: 978-3-96238-294-0) von Margret Rasfeld, Bildungsinnovatorin und Gründerin von „Schule im Aufbruch”. Sie fordert ein Update für unser Schulsystem: mehr Freiräume für Projekte, die Schüler:innen selbst wählen und gestalten können. Praxisbeispiele aus Schulen zeigen, wie das funktioniert: Beispiele sind Nachhaltigkeitskalender, Bücherwagen, Spendenaktionen oder eigene Podcasts. Das Ergebnis? Eine neue Lernkultur, die Kinder mit der Gesellschaft vernetzt und sie befähigt, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Stell dir vor, du könntest den FREI DAY mitgestalten – was würdest du verändern, um die Welt ein Stück besser zu machen? Viel Spaß beim Zuhören!

    18 Min.
  5. 02.12.2025

    Power Shift: Wer kontrolliert die Zukunft?

    In dieser Episode sprechen wir über Machtverschiebungen, die nicht nur die Politik betreffen, sondern auch den Zugang zu Ressourcen. Ein aktuelles Beispiel für Power Shift ist der Rücktritt des ukrainischen Präsidialamtschefs Andrij Jermak, der wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten ist. Solche Ereignisse zeigen, wie fragil Machtstrukturen sein können. Doch was bedeutet „Power Shift“ eigentlich genau? Der Begriff beschreibt die Verschiebung von Machtverhältnissen in der internationalen Politik und Wirtschaft, die durch den Zugang zu und die Kontrolle über strategische Ressourcen wie Öl, Gas oder seltene Erden ausgelöst wird. Staaten oder Akteure, die über diese Rohstoffe verfügen oder neue Technologien dominieren, gewinnen geopolitischen Einfluss. Diese Machtverschiebung wird durch Faktoren wie Ressourcenknappheit, die Energiewende oder Handels- und Investitionspolitik zusätzlich verstärkt. Ein Blick in den Amazonas verdeutlicht die Tragweite: Der Bergbau im Amazonas bedroht dort nicht nur einzigartige Ökosysteme, sondern auch die Lebensgrundlagen indigener Gemeinschaften. Die Organisation PowerShift e. V., die sich dieses Beispiel im Detail angeschaut hat, setzt sich dafür ein, dass Klimaschutz und Rohstoffpolitik zusammen gedacht werden, denn die Energiewende darf nicht auf Kosten von Menschenrechten und Natur gehen. Power Shift bedeutet also die Verlagerung geopolitischer Macht durch Ressourcenverfügbarkeit und Energiepolitik. Wer kontrolliert die Rohstoffe der Zukunft und wer kontrolliert damit vielleicht auch die Spielregeln der globalen Politik? Viel Spaß beim Zuhören!

    32 Min.
3,5
von 5
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Info

Hier ist Eveline von Thinking Circular, dem Multiversum für grünen Fortschritt! Circular Economy ist unser zukunftsfähiger Lösungsansatz zur Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft. Und darum geht es in diesem Podcast. Unser Verständnis von Circular Economy: Das mitteleuropäische kulturelle Gesellschaftsverständnis von Kreislaufwirtschaft wird oft auf die Abfallwirtschaft reduziert. Doch die Natur kennt keinen Abfall, wie wir ihn in unseren Gesellschaften definieren und ihn in unserer Gesellschaft praktizieren. Je bewusster Menschen in Wechselwirkung mit der Natur leben, desto weniger Abfall gibt es. Abfall als Produkt von Überfluss und ungerechter Verteilung ist ein Resultat der Fehlsteuerung unserer Wirtschaftssysteme. Solange wir nicht so produzieren und konsumieren, dass unsere Güter für Menschen und die Umwelt verträglich sind und uns nicht gefährden, werden wir die Mängel unseres Systems durch grüne Umwelttechnologien ausgleichen müssen. Luft-, Wasser- und Bodenreinigung oder -sanierung werden so lange notwendig sein, bis die Transformation gelungen ist. So lange gilt „Close the loop“ als Modell, Material und Produkte so in Kreisläufe zu bringen, dass eine möglichst vollständige Wiedernutzung möglich wird. Es gibt also noch sehr viel zu tun auf diesem Weg, und wir lernen mit jedem Schritt dazu.