KI in der Theorie ist das eine, echter Mehrwert entsteht erst in der Anwendung. Genau das zeigen drei konkrete Use Cases in Bereichen mit hohem Automatisierungspotenzial: Contract Management, Tender Management und Supply Chain. In der neuen Episode der EFS Podcast-Miniserie „AI Reality Check 2026“ zeigen die Hosts Irene Racher und Ralph Zlabinger, wie KI Zeit spart, Transparenz schafft und messbare Ergebnisse erzielt. Wann aus einer Idee ein echter Use Case wird Viele KI-Initiativen starten mit guten Ideen und scheitern trotzdem daran, nachhaltig Wirkung zu erzeugen. Der Grund liegt oft nicht im technologischen Limit, sondern in der fehlenden Klarheit darüber, was ein echter Use Case ist. Nicht jeder Pain Point ist automatisch für KI geeignet. Nicht jede Lösung rechtfertigt den Einsatz. Erst wenn eine Anwendung klar definiert ist, von der Nutzung über Daten bis hin zum messbaren Mehrwert, entsteht ein Use Case, der skalierbar ist und im Alltag funktioniert. „Ohne Business Case hat ein Use Case keinen Sinn“, Ralph Zlabinger, EFS AI Program Lead. Drei Use Cases und ein gemeinsames Muster Irene Racher und Ralph Zlabinger machen anhand von drei konkreten Beispielen greifbar, wie KI echten Mehrwert schafft: Im Contract Management wird vorhandenes Wissen nutzbar gemacht. Statt tausende Seiten im Vertragswerk manuell zu durchsuchen, ermöglicht ein AI Assistant schnellen Zugriff auf relevante Inhalte – mit klaren Quellen und nachvollziehbaren Antworten. Im Tender Management wird eine bekannte, aber bisher manuelle Prüflogik automatisiert. KI übernimmt die strukturierte Vorarbeit, analysiert Angebote und unterstützt die Bewertung - schneller, konsistenter und nachvollziehbarer. In der Supply Chain werden bestehende Datenquellen (Lieferantenportal, SAP-Systeme verschiedener Werke, …) erstmals miteinander verbunden. KI schafft Transparenz über Systeme hinweg und ermöglicht Entscheidungen in Echtzeit. Was alle drei Use Cases verbindet: Die Daten waren bereits vorhanden. Der Mehrwert entsteht durch Zugänglichkeit, Verknüpfung und konsequente Nutzung. Florian Schnitzer, Senior Project Manager und Benjamin Braun, Engagement Manager bei EFS Consulting teilen ihre Erfahrung aus Kundenprojekten und bestätigen diesen Ansatz. Warum nicht das Modell, sondern das System entscheidet Ein zentrales Learning dieser Episode: Die Frage nach dem „richtigen“ Modell ist zweitrangig. Modelle entwickeln sich schnell und werden zunehmend austauschbar. Der entscheidende Faktor ist das System, in dem sie eingebettet sind. Ohne saubere Datenbasis, ohne Verständnis von Zusammenhängen und ohne klar definierte Prozesse kann selbst die beste KI keinen Mehrwert liefern. Erfolgreiche Lösungen basieren immer auf einem Zusammenspiel aus: Daten, Kontext, Prozessen und einer klaren Orchestrierung. Genau dort liegt der Unterschied zwischen experimentellen Ansätzen und produktiven Anwendungen. Wie sich Rollen durch KI verändern In der Episode wird klar: KI ersetzt keine Menschen, sie verändert ihre Aufgaben. In allen drei vorgestellten Anwendungsfällen verschiebt sich der Fokus: Weniger manuelle Arbeit, weniger Suche, weniger repetitive Prüfung. Dafür mehr Bewertung, mehr Entscheidungsverantwortung, mehr strategischer Einfluss. KI übernimmt die Vorarbeit. Der Mensch bleibt verantwortlich für das Urteil. Das Ergebnis ist also kein Abbau von Rollen, sondern eine Aufwertung mit dem Ziel echter Wertschöpfung. Für wen diese Folge besonders relevant ist Führungskräfte und Entscheidungsträger:innen Transformations- und Innovations-Teams Fachbereiche, die KI praktisch einsetzen möchten Und alle, die KI nicht nur nutzen, sondern verstehen möchten Wir wünschen viel Freude beim Hören! Haben Sie Fragen zum Thema Künstliche Intelligenz? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an podcast@efs.at Quellen, Links und Recherche: https://efs.consulting/insights/podcast/artificial-intelligence/ai-use-cases/