Quality Zeit digital

KLNGSTDT

Wir verschwenden Deine Zeit – mit Qualität! Aus der Asche des Livetalks Quality Zeit ist ein seltsamer Phönix erwacht: eine Anleitung zum Weltverständnis. Oder evtl. auch eine Nummer kleiner. Bernd und Patrick machen ständig irgendwelche Kulturarbeit: Musiker:innen-Lobby, Offene Bühne, Open-Air-Rockfestival, Talkshow - und selber Musiker sind sie auch. Also reden sie mal über aktuelle Platten, Game-changer-Songs, bissi Kultur, bissi Lokalzeug, mal vom Zusammenbruch des internationalen Weltschmerzes und manchmal auch über Federboas. Ist womöglich amüsant - wenigstens für die beiden selbst.

  1. 22.11.2025

    Episode 33: Die Antwort lautet Ja

    Bernd und Patrick steigen ein in eine Zeitreise durch 20 Jahre Klangstadt – jene Ära, in der man einfach ins Foyer ging, eine Kiste Bier auf die Schrotttreppe stellte, ein Sparschwein daneben parkte und sagte:„Wir machen das jetzt hier.“Open Stage ohne Anmeldung, ohne Konzept, dafür mit maximaler Anarchie.Top 1? Unangefochten.Das legendäre Event im alten Amtsgericht – damals noch Lost Place, heute eher Brandschutz-optimiert und ein wenig Spaß-neutralisiert.Auch die Talkshow und die frühen Neuneinhalb Minuten-Ausgaben werden gefeiert: improvisiert, unfertig, wild.Die Erkenntnis:Zurück zu den schrägen, kleinen Projekten, die mehr Impact hatten als jedes perfekt geplante Event.Von dort geht’s aber direkt in die Krise der Subkulturen:Commander Nilpfred wurden einst von einem Punk-Fanzine als „Softy Scheiße“ zerlegt – der Ursprung des Band-Hashtags #Punkverräter.Heute existieren Punk und Metal aber doch sowieso nur noch als „Restinseln“, und niemand fragt mehr:„Auf welcher Seite stehst du, mein Freund?“Dafür existieren jetzt Playlists, in denen Die Toten Hosen, Die Ärzte und Freiwild friedlich nebeneinanderstehen.Geschmack? Realität? Wahnsinn? Die Hosts wissen es auch nicht.Sie erzählen, wie ihre eigenen Bands in Waschzetteln einst absurde Einflüsse zugeschrieben bekamen („ein Hauch Funk und Blues“), nur damit Musikjournalisten etwas zum Schreiben haben.Wie Jeff-Buckley-Vergleiche einst scheinbar kränkten und heute schmeicheln.Wie "Puppies on acid" mit Einflüssen von Korn, Limp Bizkit und Bowie plötzlich als Prog Rock galt.Weil Kritiker halt Kritiker sind.Und trotz aller Selbstkritik planen Bernd und Patrick jetzt ein kleines Comeback – nicht für Ruhm, nicht für Reichtum, sondern für:Reichweite.Weil sie die wollen.Natürlich.Zum Finale geht’s an die spontane Planung für den KuB-Tag am 22. November, der quasi während der Aufnahme entsteht:eine Rätselrally durchs Hausein Live-Podcast mittendrinBesucher müssen den Hosts drei echte Fragen stellenKalte Getränke gegen Spende (Kiezmische, Limo, Bier)Zwischendurch philosophiert man noch kurz über Luhmann’sche Systemtheorie – und stellt fest, dass der eigene Podcast ein System der Aufmerksamkeitsökonomie ist.Was irgendwie logisch ist.Und gleichzeitig komplett absurd.Quality Zeit Digital – die Folge, in der Klangstadt-Geschichte, Punkverrat, Systemtheorie und Bier auf Schrotttreppen erstaunlich viel Sinn ergeben

    34 Min.
  2. 22.11.2025

    Episode 32: Content-Hölle, PR-Falle und 800 Plays über Nacht

    In dieser Folge tauchen Bernd und Patrick tief in den Albtraum der modernen Musikkultur ein:Die PR-Falle, die Content-Hölle und der permanente Druck, den Algorithmus zu füttern, als hinge das gesamte Künstlerdasein davon ab.Sie sprechen zum Beispiel über Tristan Brusch – ein Paradebeispiel dafür, dass selbst tourende Musiker mit Magazin-Präsenz ihre ersten Alben oft ohne einen Cent Gewinn veröffentlichen und zwischen Labels hin- und herwechseln müssen.Gleichzeitig beobachten die Hosts, wie befreundete Bands wirklich alles filmen, um Content zu produzieren.Sehr. Sehr. Sehr anstrengend.Dazu kommt das Phänomen der Verpackung ohne Produkt:Bands mit Tausenden Followern, aber nur zwei fertigen Songs, die seit Jahren im Kreis beworben werden.Und Songs, die nur noch in 30-Sekunden-„Real-Länge“ existieren – perfekt zugeschnitten auf TikTok, aber nicht auf Musikkultur.Dann geht’s ans Eingemachte:Ist das Musikvideo tot?Wenn aufwendige Clips nur 20 Klicks bekommen, während Songs tausendfach gestreamt werden, scheint die Antwort klar. Hochformat statt Kunst – 20 Sekunden statt Konzept.Auch die Podcastlandschaft bekommt ihr Fett weg:Warum müssen sich plötzlich alle Podcaster filmen?Der Podcast sei doch ein Sekundärmedium – zum Hören beim Fahren, Arbeiten, Sport.Nicht zum Zuschauen.Zwischendurch wird’s lokal:Commander Nilfred nehmen für den Wettbewerb Plattbeats einen Song op Platt auf – und landen prompt wieder in den Lokalzeitungen.Im Supermarkt wird ein Host als „Elvis der Stadt“ erkannt, was die herrliche Absurdität lokaler Berühmtheit perfekt zusammenfasst.Und immer wieder zeigt sich die brutale Laune des Algorithmus:Ein Song auf großer Playlist? +800 Plays über Nacht.Zwei Wochen später? Die Follower wieder weg.Zum Schluss noch ein kurzer Abstecher zu Leoniden und Kraftklub – mit der Frage:Ist sperrig gut? Oder einfach nur sperrig?

    29 Min.
  3. 21.11.2025

    Episode 31: Lost Tapes, Textil-Horror und Kleinstadt-Kulturdepression

    Bernd und Patrick starten noch chaotischer als sonst:Zehn Minuten aufgenommen, Mikrofon ohne Pegel, komplette Szene jetzt ein „Lost Tape“.Dazu zwei weitere Folgen, die irgendwo auf einer SD-Karte im digitalen Niemandsland verschimmeln.Die Lösung?Koffein um 20 Uhr – und die Erkenntnis, dass Reden in doppelter Geschwindigkeit manchmal einfach dazugehört.Und dann geht’s los: das große T-Shirt-ProblemInternet-Sweater voller Texte, modifizierbare Sprüche mit Schnörkelschrift – die Modewelt als Mario-Barth-Extended-Universe.Höhepunkt: Ein T-Shirt, das so unangenehm ist, dass es eigentlich verboten gehört.Dazu Stories über alte Funshirts („An meine Haut lasse ich nur Wasser und BP“) und Rockkonzerte, die heute nach „Schrankgeruch“ riechen, weil alle ihre Millencolin-Shirts von anno 1999 reaktivieren.Im KuB angekommen, gibt’s dann liebevolle Kulturkritik:Ein Programm, das einst ambitioniert war, jetzt aber oft wie „Best of Kleinstadt-Theater“ wirktParallel wird’s musikalisch und persönlich:Die Hosts erhalten Feedback, ihre Playlist sei „zu avantgardistisch“ – was schwierig zu bestreiten ist, wenn man KI benutzt, um weltweit nach Kritikerlieblingen mit 200 monatlichen Hörern zu suchen.Sie sprechen über Post-Hardcore-Lieblinge (Rolo Tomassi, Spiritbox), loben Nina Chuba, scheitern aber an Ikimel –„zu alt, zu zynisch, zu männlich“ ist das offizielle Urteil über sich selbst.Zum Schluss kommt die große Pop-Ironie-Frage:Meint Till Lindemann seine Solo-Musik ernst?Oder ist er einfach sowas wie Scooter in düsterer Version?Die Hosts sind sich einig: Irgendwas daran wirkt wie ein eskalierter Witz – und vielleicht ist das genau der Punkt.Quality Zeit Digital – die Folge für alle, die schonmal ein T-Shirt gesehen haben, das so schlimm war, dass sie kurz das Vertrauen in die Menschheit verloren haben.

    25 Min.
  4. 18.11.2025

    Episode 30: Boomer oder Bot und die Playlist-Verwirrung

    Nordisch by Nature, aber digital komplett verwirrt: Bernd und Patrick steigen ein mit einem kleinen Throwback zu ihrer „Festival-Folge“, stolpern über ihre eigenen Playlists und fragen sich, warum ein Fettes-Brot-Zitat reichen kann, um ganze Generationen in kollektive Nostalgie zu schubsen. Popkultur als Meme before Memes – basically Baby’s First Identity Construction Kit.Doch dann geht’s ab in die dunklen Ecken des Internets: KI, die angeblich „nicht live kann“, Google, das inzwischen lieber Einkaufslisten statt Antworten ausspuckt, und Content, der so sehr zusammengefasst wird, dass man eigentlich nur noch die Zusammenfassung der Zusammenfassung braucht. (Danke, Gemini!)Zwischendurch wird klar: Kreative sollen sich bitte selbst finanzieren, Tech-Konzerne machen einfach, und wer heute noch hofft, dass sein Podcast die Miete zahlt, glaubt wahrscheinlich auch an echte „Retter-von-der-Klippe“-Tier-Videos auf Facebook.Apropos: Willkommen im „Boomer oder Bot“-Universum, in dem germanische Bilderbuchfamilien auf chinesischen Knoblauchfeldern posieren und Rehböcke in Endlosschleife von Löwen gerettet werden. Monetarisierung macht’s möglich – und ein Internet voller KI-Scheiße macht’s sichtbar.Kurz: Eine Folge über das, was Popkultur zusammenhält, was Tech kaputtmacht und warum Social Media aktuell wie ein schief gelaufener KI-Kunstkurs auf Speed wirkt.Quality Zeit für eure Ohren. Und vielleicht ein kleines bisschen Therapie.

    24 Min.
  5. 17.11.2025

    Episode 29: Festival-Fluch, Grillstand satt und Nico Santos

    High Noon – genauer: 12:20 Uhr. Bernd und Patrick stoßen entspannt mit Softdrinks an (Nico Santos, fühl dich umarmt) und öffnen die Kiste mit den Festival-Geistern der Vergangenheit. Und sagen wir’s so: Die Kiste ist groß. Und staubig..Zum ersten Mal sprechen die beiden offen über den eigentlichen Grund, warum sie vor über zehn Jahren das Festivalmachen an den Nagel gehängt haben.Natürlich darf auch der legendäre, nervenzerfetzende „Kulturdispo“ nicht fehlen: Ausfallbürgschaften der Stadt im vierstelligen Bereich, die jede kleine Entscheidung zur Risikoanalyse machten. Kultur trifft Excel. Warum Bands ohne 20-seitige Rider, dafür aber mit Pommes und Grillstand als Komplettversorgung, am Ende einfach… schöner sind. Und warum 80% der Bands backstage Bier trinken, während die Orga-Truppe Bauzäune schleppt und Plakate klebt. Und dann das große Musiker-Lamento:Nach 1.000 Auftritten noch normal im Publikum stehen? Schwierig.Backstage als Soziotop? Safe Space confirmed.Doch trotz allem Festival-Burnout:Das Feuer glimmt noch. Vielleicht wäre ein kleineres, schlaueres, entspannteres Event genau das richtige Comeback für die nächste Generation. Lennard Hamann, Jeden Tag Silvester und alle anderen, die auf Klangstadt-Bühnen groß geworden sind, nicken vermutlich gerade irgendwo wissend.Qualityzeit für alle, die schonmal mit Kabelbindern in der Hand hinter einer Bühne über ihr Leben nachgedacht haben.

    26 Min.
  6. 26.09.2025

    Episode 28: Bernd, Michael Jordan und das Bo

    Bernd und Patrick öffnen ein klebriges Kapitel der frühen 2000er: den Tag, an dem ein harmloser Drei-Stunden-Job für eine Berliner Veranstaltungsfirma für Bernd in ein olympisches Katastrophen-Qualifying mutierte.Während das Spiel live vor 2000 Leuten läuft, robbt einer unserer Hosts auf allen Vieren über einen Basketball Court, schneidet Blasen in Bodenfolie, saugt Seifenlauge mit „Cewa Wisch und Weg“ auf und kleben den Rest mit Gaffa fest.Und ja: Spieler sind über ihn drübergefallen.Und ja: die Halle sah aus wie ein Unfall zwischen Bauhaus, dm und einem TÜV-desaster.Zur Belohnung schaut Michael Jordan fünf Minuten vorbei. Danach spielt Das Bo „Türlich, Türlich, Dicker“ – vor praktisch niemandem. Das klingt nach Fieber-Traum, ist aber passiert. Dazu gibt es Anekdoten aus der Sportvergangenheit:• Basketball: Die Karriere des Co-Hosts endet abrupt, als er nach seinem einen guten Spiel plötzlich denkt, er sei Trainer, Chefstratege und Dirk Nowitzki in Personalunion.• Volleyball: Ein Turnier, ein Netz, ein Gegner – und ein Ausschluss wegen eines sehr… direkten Ansatzes, einen Schmetterball zu verhindern.• Fußball: Amateurspieler mit Champions-League-Choreos, Regionalliga mit 74 Zuschauern, und Vereine, die fragen, ob man „eh schon da ist“ und sich bitte auf die Bank setzen könne, um den Kader voll zu kriegen.Zum Schluss wird’s überraschender Deep-Talk:Fußball ist das einzige Feld, das einer der Hosts heute noch konsumieren kann, ohne sich selbst zu hinterfragen.Podcasts dagegen? Schuldgefühle.Freizeit? Verdächtig.Medienkonsum ohne Mehrwert? Quasi unmoralisch.Quality Zeit für alle, die schonmal mit Gaffa, Seifenlauge und Lebenskrisen gleichzeitig zu tun hatten.

    35 Min.
  7. 08.09.2025

    Episode 27: Wurmloch, Heavysaurus-Shirts und die Jungs von Wildberry digital

    Bernd und Patrick steigen ein mit der heiligen Dreifaltigkeit der modernen Musikkultur:Spotify wird teurer. Künstler sind sauer. Wir hören trotzdem jeden Tag neue Lieblingssongs.(Fountains DC? Crippling Alcoholism? Danke Algorithmus!)Die Hosts nehmen die alte „Besitz“-Debatte auseinander:Nein, die CD gehört dir nicht wirklich – sie wohnt nur in deinem Regal, bis du sie irgendwann mit schlechtem Gewissen in die Wertstofftonne schiebst.Vinyl dagegen? Haptik, Artwork, Liner Notes – das nächste, was wir heute noch an „Kultur zum Anfassen“ haben.Doch dann wird’s messy:Musiker, die einerseits über miese Spotify-Payouts klagen und andererseits jubeln, wenn sie in einer Algorithmus-Playlist landen.Heuchelei?Marketing?Oder einfach: „Wir haben auch keine Ahnung, wie wir sonst Reichweite bekommen sollen“?Bernd und Patrick wissen: Ohne Spotify wären sie niemals in Oberhausen gelandet, niemals auf Playlists gespült worden. Streaming ist toxisch – aber es bringt die Musik zu den Leuten. Das Dilemma in Reinform.Nebenbei geht’s um Boykotte:Post-Rock-Bands mit Manifesten gegen Streaming („Parasite – The Boycott Manifesto“), Godspeed You! Black Emperor mit ihrem  Anti-Spotify-Finger, und die ewige Sehnsucht nach Bandcamp, wo die Luft angeblich frischer ist.Dann Festivals: die ganz kleine Bühne vs. das gesponserte Familien-Volksfest.Das Wurmloch Festival:Winzig, herzlich, Dorfverein-Vibes, keine Second Stage, kein Turbo-Wachstum, kein Stress.Ein Festival, das so gemütlich ist, dass man eigentlich sofort wieder ein miniaturisiertes Klangstadt Open Air organisieren will – aber ohne Wacken-Komplex und Größenwahn.Dazu noch ein besonderer Moment:Der legendäre Anti-Alles-Song „F*** das System“, der immer eingefordert, aber nie wieder gespielt wird.Guter Hit, schlechte Aura.Im völligen Kontrast dazu das Badetag Festival in Schneverdingen:Ein „Familienfestival“, das sich anfühlt wie die eskalierte Spotify-Playlist eines Mit-40er Punkrock-Dads.Muddis und Faddys mit 0–9-jährigen Kids, die für Heavysaurus anreisen.Die Generation 10 bis 29? Komplett ausgelöscht offenbar.No Fun At All sagen ab, Rantanplan springt ein, und die Hosts können sich nicht entscheiden, ob das jetzt zu ernst, zu monoton oder einfach zu… „Rantanplan“ ist.Am Ende bleibt:Eine Folge über den Zustand der Musikwirtschaft, die Schönheit kleiner Bühnen und die Frage, ob das Klangstadt Open Air  vielleicht doch noch ein Comeback verdient –aber diesmal ohne Größenwahn, Sponsorenwahnsinn und den Traum vom neuen Wacken.Quality Zeit für alle, die schonmal gleichzeitig Spotify verflucht und benutzt haben. Und wo ist diese Playlist eigentlich?Hier: https://open.spotify.com/playlist/30zP813d9EL1e1tA1oHDMF?si=c85c6223c709472b

    37 Min.
  8. 06.09.2025

    Episode 26: KI-Enttäuschung, Krieg der Welten und Crystal Palace

    Bernd und Patrick steigen direkt ein mit einem neuen Lieblingsbegriff: AI Slop – das digitale Äquivalent zu Essensresten, nur dass es statt Kartoffelschalen KI-generierten B******t serviert.Shrimp Jesus inklusive.Dazu Geschichten von Sprachmodellen, die plötzlich existentialistisch werden und auf jede Frage antworten:„Ich bin nur ein Sprachmodell. Was möchtest du von mir?“(Danke für nichts.)Die Hosts sezieren die Ästhetik generierter Bilder – diese künstliche „Menschen, wie sie Leni Riefenstahl auf Steroiden gefilmt hätte“-Optik.Kinnlinien wie aus Marmor, Haut wie polierte Keramik.Und das traurigste Beispiel: Ein Afroamerikaner, dessen Bewerbungsfoto „aufgehübscht“ wurde – und plötzlich war er weiß. Wenn KI träumt, träumt sie in Klischees.Weiter geht’s mit der Musikindustrie, die von KI einmal durch den Fleischwolf gedreht wird:Denn KI-Musik kann zwar AC/DC als Funk spielen lassen, aber wirklich neue Sounds? Fehlanzeige.Es ist Remix-Kultur ohne Kultur – nur Remix.Dann die Königsdisziplin der KI: Fact-Checking, aber falsch.Fakten erfinden statt „weiß ich nicht“ sagen.Mutig – aber nutzlos.Doch zwischendurch zeigt KI, dass sie wenigstens beim Raten manchmal Glück hat:Beim Track ihres eigenen Songs wollten die Hosts wissen, wer am Ende von „Nordisch by Nature“ spricht.Die KI erst so: „König Boris! Dr. Renz!“Dann so: „Äh, warte… der Manager.“Und das war – überraschenderweise – richtig.Dann wird es auch noch kunstphilosophisch:Eine Ausstellung in Feuchtwangen namens „Sommer in KI“ bringt den Host dazu, KI als „postmodernen feuchten Traum“ zu bezeichnen.Kombinationen kann sie – aber Zusammenhänge? Bewusstsein?Nö.Ahnungslosigkeit mit Rechenleistung.Und weil eine Folge nie ohne Cliffhanger bleibt, werden schon mal kommende Highlights angeteasert:Die legendäre Michael-Jordan-und-Das-Bo-Geschichte.Und natürlich: Crystal Palace – der Fußballverein, der in diesem Podcast dieselbe Rolle einnimmt wie KI im Internet: überall und manchmal völlig unpassend.Quality Zeit Digital – für alle, die wissen wollen, warum Shrimp Jesus nur die Spitze des AI-Slop-Eisbergs ist. Und wo ist die Musik dazu?Hier: https://open.spotify.com/playlist/30zP813d9EL1e1tA1oHDMF?si=c85c6223c709472b

    29 Min.

Info

Wir verschwenden Deine Zeit – mit Qualität! Aus der Asche des Livetalks Quality Zeit ist ein seltsamer Phönix erwacht: eine Anleitung zum Weltverständnis. Oder evtl. auch eine Nummer kleiner. Bernd und Patrick machen ständig irgendwelche Kulturarbeit: Musiker:innen-Lobby, Offene Bühne, Open-Air-Rockfestival, Talkshow - und selber Musiker sind sie auch. Also reden sie mal über aktuelle Platten, Game-changer-Songs, bissi Kultur, bissi Lokalzeug, mal vom Zusammenbruch des internationalen Weltschmerzes und manchmal auch über Federboas. Ist womöglich amüsant - wenigstens für die beiden selbst.