m+k Podcast

Anna Kohler, Chefredaktorin m+k

Der Podcast von m&k mit Anna Kohler. © Galledia Fachmedien AG. Produziert von Castalavista / Soltmannowski Kommunikation GmbH / Christoph Soltmannowski. http://www.markt-kom.com

  1. 5. Juni

    35 | Marcus Schögel, Präsident der Gesellschaft für Marketing und Professor an der Universität St. Gallen: «Erst der Kunde, dann die Kennzahl»

    Marcus Schögel, Präsident der Gesellschaft für Marketing und Professor an der Universität St. Gallen, hält die Forderung «Marketing muss die Sprache der Finanzen lernen» für den falschen Ansatz. Im m&k-Podcast mit Chefredaktorin Anna Kohler erklärt er, warum CFO und CMO stattdessen gemeinsam eine neue Sprache finden müssen – und weshalb am Anfang jedes Geschäfts der Kunde steht, nicht die Bilanz.Wer sich in der Wirtschaft bewegt, sollte sich mit Finanzen auskennen. So weit, so unbestritten – und so beginnt Marcus Schögel das Gespräch denn auch. Dann aber setzt er den Hebel an: Die in den letzten Jahren immer lauter erhobene Forderung, das Marketing müsse die Sprache der Finanzen sprechen, um sich im Unternehmen rechtfertigen zu können, hält der Präsident der Gesellschaft für Marketing und HSG-Professor für falsch gestellt. Finanzen seien bloss eine funktionale Sicht auf ein Unternehmen – nicht mehr und nicht weniger als der Blick des Vertriebs. Dass diese eine Perspektive zur dominierenden geworden ist, habe mit dem Shareholder Value und dem quartalsweisen Erfolgsnachweis börsennotierter Konzerne zu tun. Davon, so Schögel, habe sich das Marketing in einer Weise vereinnahmen lassen, die nicht weiterhilft, wenn man verstehen will, wie ein Unternehmen langfristig zu führen ist.Eine Funktion, die erst spät ins Spiel kommtSchögels Einwand ist grundsätzlich. Börsengetriebene Unternehmen seien quartalsgesteuert und bekennten teilweise selbst, zu kurzfristig zu denken, um langfristig planen zu können. Warum also solle sich ausgerechnet das Marketing einer Disziplin unterordnen, die erst dann ins Spiel komme, wenn das Geschäft bereits gemacht sei? Das habe nichts mit einem überzogenen Ego zu tun, betont er, sondern mit Logik: Es ergebe schlicht keinen Sinn, dass eine einzelne Funktion alle anderen dominiere.Am Anfang steht der KundeFür Schögel beginnt jedes Geschäft beim Kunden. Er beruft sich auf Peter Drucker, auf seinen akademischen Lehrmeister und auf die Balanced-Scorecard-Pioniere Kaplan und Norton, die sich in diesem Punkt einig seien: Zuerst brauche es einen Kunden, der bezahle – «bevor ich die Erbsen zählen kann». Dass es im Alltag dennoch oft umgekehrt laufe, erklärt er weniger mit Verschwörung als mit Systemen. Eine in sozialen Netzwerken kursierende These, wonach IT-Anbieter das Marketing früh zum unternehmensinternen Feindbild erklärt hätten, will er ausdrücklich nicht propagieren. Belegbar sei dagegen, dass mit der Einführung von ERP-Systemen die Kennzahlenlogik des Rechnungswesens nach oben gespült wurde – Forscher wie Thomas Davenport hätten das beschrieben. Wenn aber die Informationsbasis eines Unternehmens auf Rechnungswesen-Kennzahlen aufbaue, werde auch das Geschäftsmodell primär über Finanzzahlen abgebildet. Ganzer Artikel auf https://www.markt-kom.com/de/markom/marcus-schoegel-im-mk-podcast-erst-der-kunde-dann-die-kennzahl/

    28 Min.
  2. 16. Apr.

    34 / Raphael Bratschi, Swiss Post Advertising und Dennis Lück, Brinkertlück

    Kein Zufall: Swiss Post Advertising und BrinkertLück Creatives orchestrieren Werbewirkung neu Werbung, die wirkt, ist kein Glückstreffer. Das ist die Kernthese einer Kampagne, die Swiss Post Advertising gemeinsam mit Kreativexperte Dennis Lück entwickelt hat – und die den Zufall aus der Mediaplanung verbannen will. Im Mittelpunkt steht das Konzept der «Cross Moments»: aufmerksamkeitsstarke Alltagssituationen, in denen Zielgruppen besonders empfänglich sind. Raphael Bratschi, verantwortlich für das crossmediale Werbeökosystem bei Swiss Post Advertising, nennt konkrete Beispiele: die Wartezeit am Postschalter, der Moment am Briefkasten, eine Push-Notification unterwegs. «Das sind Momente, wo der Fokus drauf ist», sagt Bratschi. Die gezielte Kombination solcher Touchpoints – gestützt auf First-Party-Daten – löse zunehmend das Prinzip Hoffnung in der Mediaplanung ab. Für Lück, ehemaliger Werber des Jahres, eröffnet diese Architektur einen grösseren kreativen Spielraum, der aber auch komplexer wird: Statt eines einzelnen Spots müsse eine Leitidee über vernetzte Momente hinweg gedacht werden. So entstand die Bildwelt der Kampagne – tausend gelbe Regenschirme als Sinnbild für gezielte Sichtbarkeit. Seinen Unmut über das dauernde Reden über Mut in der Branche bringt Lück direkt auf den Punkt: «Bei den besten Ideen braucht es keinen Mut mehr. Wenn jeder am Tisch weiss, das ist eine tolle Idee, dann rennt man einfach.» Bratschi betont, dass die Qualität der Daten wichtiger sei als ihre Menge. Swiss Post Advertising arbeitet mit validierten First-Party-Daten – ein bewusster Gegenentwurf zum digitalen Status quo, den er mit Las Vegas vergleicht: «Blinkend, wild durcheinander und voller Reizüberflutung.» Die Kampagne ist als Plattform angelegt, mit weiteren Wellen geplant. Das Fazit: Wirkung ist heute weniger Glückstreffer – und mehr Orchestrierung. Der Podcast wurde im Castalavista Audio- und Videopodcast-Studio von Soltmannowski Kommunikation produziert, im Auftrag von m&k.

    32 Min.
  3. 07.11.2023

    31 / Cheyenne Mackay, Podcastschmiede zum Thema Podcasts

    Cheyenne Mackay ist Pionierin in der Schweizer Podcast-Welt. und Mitorganisatorin der Podcast-Konferenz Dezibel , die am 16.11.23 zum zweiten Mal in Winterthur stattfindet. Anna Kohler spricht mit ihr über die steigende Beliebtheit von Podcasts und wie Unternehmen sie als Marketing- und Kommunikationstool nutzen können. Dabei ging es um folgende Themen und Aspekte: Die Zugänglichkeit von Podcasts: Cheyenne betonte, dass Podcasts eine willkommene Abwechslung von Bildschirmen bieten und durch Bluetooth-Kopfhörer leicht zugänglich sind. Es besteht jedoch noch Bedarf an mehr Aufklärung darüber, wie man Podcasts nutzt. Storytelling in Unternehmenspodcasts: Cheyenne unterstrich die Bedeutung des Storytellings in Unternehmenspodcasts. Sie ermutigt Unternehmen, Geschichten zu erzählen, die noch nicht erzählt wurden, um neue Zuhörer zu gewinnen. Podcasts als einzigartiges Medium: Ein Podcast ist nicht nur eine weitere Social-Media-Plattform oder ein Marketing-Tool, sondern ein einzigartiges Medium mit eigenem Zweck und Zielgruppe. Die Rolle der Podcastschmiede: Die Podcastschmiede hilft Unternehmen dabei, eine Inhaltsstrategie zu entwickeln, die Geschichten erzählt und ihre gewünschte Botschaft vermittelt. Podcasts in der Gesamtmarketingstrategie: Cheyenne betonte, dass Podcasts von Anfang an in die Gesamtmarketingstrategie eines Unternehmens integriert werden sollten. Die Bedeutung von KPIs: Unternehmen müssen klare Ziele im Kopf haben, wenn sie Podcasts erstellen. Ob es darum geht, das Bewusstsein zu erhöhen oder den Verkauf anzukurbeln, KPIs sind entscheidend. Podcasts und Startups: Cheyenne gab wertvolle Ratschläge für Startups, die Podcasts in ihren Marketing-Mix aufnehmen möchten, auch mit kleinem Budget. Die Partnerschaft zwischen AXA und einem Podcast-Host: Cheyenne lobte AXA für ihren subtilen Ansatz zur Markenbildung, bei dem der Podcast von AXA unterstützt wird, ohne den Inhalt zu überschatten.

    42 Min.

Info

Der Podcast von m&k mit Anna Kohler. © Galledia Fachmedien AG. Produziert von Castalavista / Soltmannowski Kommunikation GmbH / Christoph Soltmannowski. http://www.markt-kom.com