All about Telemedizin

Jan Zeggel

Du möchtest mehr über aktuelle Projekte, Themen und Entwicklungen in der Telemedizin erfahren? Oder bist du selbst bereits dabei, die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mitzugestalten? Dann ist „All about Telemedizin“, dein neuer Podcast rund um innovative, ökologische und hybride Versorgungskonzepte im Gesundheitswesen, genau das Richtige für dich! In jeder Episode von „All about Telemedizin“ tauchen wir gemeinsam tief in verschiedene Segmente des Gesundheitssystems ein. Wir werden zusammen Technologien und Projekte unter die Lupe nehmen, die bereits jetzt zuverlässig funktionieren oder das Potenzial haben, das Gesundheitswesen von Grund auf zu erneuern. Gemeinsam mit Experten, Vordenkern und Praktikern aus dem Gesundheitsbereich wollen wir dich nicht nur informieren, sondern auch inspirieren und motivieren, selbst Teil der Diskussion und Lösungsfindung zu werden. Bei uns bekommst du die Plattform, um nicht nur mehr über die Herausforderungen unseres Gesundheitssystems zu lernen, sondern auch aktiv an dessen Verbesserung mitzuwirken. Anhand von konkreten und bereits implementierten Telemedizin-Projekten wollen wir zeigen, welches Potenzial die Telemedizin für unsere Gesundheitsversorgung bietet.

  1. 8. Sept.

    All about Telemedizin - Folge 28 - TI 2.0: Wie KIM und TIM die Versorgung verbessern

    Knapp 7.300 Einrichtungen nutzten laut Gematik-Dashboard im März 2026 einen TI-Messenger. Bei rund 60.000 Hausarztpraxen allein in Deutschland ist das noch eine sehr überschaubare Gemeinde. Einer der Vorreiter ist Hausarzt Matthias Hempel. Seine diabetologische Schwerpunktpraxis in Detmold hat den TIM mit einem harten Schnitt eingeführt: WhatsApp-Gruppen raus, TIM-Räume rein, ab Montag wurde nur noch dort kommuniziert. Gemeinsam mit Jan Zeggel und Stefan Spieren taucht Matthias in den Praxisalltag ein. Er erzählt, wie ein Team aus neun Ärzten, 25 MFAs, Bürokräften und Diabetesberaterinnen auf 800 Quadratmetern über den TIM kommuniziert, warum endlich Klarnamen und Patientendaten sicher verschickt werden dürfen und wie aus dem Team heraus immer neue Use Cases entstanden sind: Wundbilder direkt vom Patientenbett ins Sprechzimmer, das Diabetestagebuch als Foto statt über den Flachbettscanner, der kurze Chat mit Apotheke oder Krankenkasse, während der Patient noch vor einem sitzt. Tablets und Praxishandy verstauben seitdem. Stefan hält kritisch dagegen: Was ist das Argument für den TIM, wenn der Apotheker genauso gut eine KIM-Nachricht schreiben kann? Wie verhindert man zwei parallele Eingangskanäle, die das Team belasten? Und warum fehlt die Integration ins Praxisverwaltungssystem noch immer? Matthias arbeitet heute mit einem Workaround und speichert Wundbilder manuell ins Archivsystem. Warten will er darauf nicht, denn die Entlastung braucht sein Team jetzt. Einig sind sich alle drei: Dass Versorgung an profanen Dingen wie Schnittstellen scheitert, darf kein Dauerzustand sein. Dazu gibt es einen Blick auf die Kosten, die bei rund drei Euro pro Nutzer und Monat beginnen, ohne Connector und ohne zusätzliche Hardware. Und ein klares Schlusswort von Matthias: einfach mal machen. Es ist keine Ehe fürs Leben, aber wer einmal gestartet ist, will den TIM meist nicht mehr hergeben.

    All about Telemedizin - Folge 28 - TI 2.0: Wie KIM und TIM die Versorgung verbessern
  2. 26. Aug.

    All about Telemedizin - Folge 27 - ePA als Interoperabilitätsbooster

    Knapp 76 Millionen elektronische Patientenakten sind eingerichtet, rund 100 Millionen Dokumente liegen darin. Im Schnitt ist das gerade einmal ein Dokument pro Akte. Trotzdem zieht Hausarzt Stefan Spieren nach der Urlaubszeit eine positive Bilanz: Bei Vertretungspatienten, im Notdienst und nach Klinikentlassungen liefert die ePA heute schon Informationen, die früher schlicht fehlten. Und jede Information ist mehr wert als keine. Jan Zeggel und Stefan Spieren sprechen in dieser Folge darüber, was eine gut gefüllte ePA konkret im Praxisalltag verändert: Arztbriefe landen per Klick im System, die elektronische Medikationsliste ersetzt das Abtippen von Medikamenten, und MFAs gewinnen Zeit für Aufgaben, die wirklich beim Patienten ankommen. Sie schauen aber auch auf die offenen Baustellen: Kliniken, die ihrer Befüllungspflicht kaum nachkommen, Pflegeheime ohne Anbindung, Peripheriegeräte wie EKG und Ultraschall, die ihre Daten nicht automatisch weitergeben, und ein Zugriffskonzept, das ohne ePA-App keinen dauerhaften Zugriff für Fachärzte erlaubt. Im zweiten Teil geht es um die Zukunft der ePA als zentrale Datendrehscheibe. Wearable-Daten, Patientenfragebögen und strukturierte Laborwerte werden mehr, nicht weniger. Wer bereitet diese Datenmengen so auf, dass Ärztinnen und Ärzte damit arbeiten können? Welche Rolle spielen PVS-Hersteller, DiGAs und KI? Und wer kontrolliert die KI, die künftig in der ePA arbeitet? Dazu die Frage, wie viel Zugriff Krankenkassen auf ePA-Daten haben sollten, und ob der TI-Messenger eine Lücke schließt oder nur einen weiteren Kanal aufmacht. Eine Folge mit vielen Impulsen aus der Live-Community bei LinkedIn und einem klaren Appell: Befüllt die ePA. Alles Weitere baut darauf auf.

    All about Telemedizin - Folge 27 - ePA als Interoperabilitätsbooster

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