Sinnplauderei – weibliche Wirkkraft im Familienunternehmen & Business

Nina Hartmann

Weibliche Wirkkraft ist Wirtschaftskraft. Sinnplauderei ist ein deutschsprachiger Podcast für Frauen in Familienunternehmen und im Business – Gesellschafterinnen, Nachfolgerinnen, Beirätinnen, Frauen in Führung, Geschäftsführerinnen sowie angeheiratete Partnerinnen in Unternehmerfamilien. Im Fokus stehen die Realitäten von Ownership: Rollen, Loyalitäten, Macht, Sprache und Entscheidungen in Systemen, die zugleich Familie und Unternehmen sind. Nina Hartmann kommt selbst aus einem Familienunternehmen und war dort 26 Jahre operativ in der Geschäftsleitung. Sie spricht über das, was Familienunternehmen langfristig stabil hält: klare Governance, tragfähige Beziehungen und innere Klarheit – gerade dort, wo Erwartungen, Tradition und Verantwortung aufeinanderprallen. Worum es geht Nachfolge & Ownership-Dynamiken: Übergaben, Legitimation, Autorität, „wer darf was“, verdeckte Hierarchien. Gesellschafterstrukturen & Governance: Beirat, Regeln, Entscheidungswege, Verantwortungsdiffusion, Konfliktprävention. Rollenbilder in Unternehmerfamilien: Töchter, Ehefrauen/Partnerinnen, Schwiegertöchter, „die Unsichtbaren“ – und die Frage von Anerkennung, Status und Einfluss. Führung & Selbstführung: Grenzen, Klarheit, Sprache, Konfliktfähigkeit – raus aus der Petitesse-Falle, rein in die Tigerkraft. Beziehungssysteme & Verantwortung: Partnerschaft, Familie, Unternehmen – wie sich Loyalität, Liebe und Wirtschaft gegenseitig formen. Blick über den Tellerrand: historische, gesellschaftliche und philosophische Perspektiven für heutige Entscheidungen im Familienunternehmen. Format Tiefe Gespräche mit Unternehmerinnen, Gesellschafterinnen, Entscheiderinnen und Verbündeten sowie klare Solo-Impulse und Praxisbeispiele aus dem echten Leben – reflektiert, wirksam und umsetzungsnah. Rotkehlchen für feine Wahrnehmung, Tigerkraft für klare Umsetzung. Gründerinnen sind willkommen – Nina unterstützt weibliche Gründungen auch als Business Angel. Ressourcen Kostenloser Petitesse-Test: https://www.ninahartmann.online/petitesse-test Weitere Informationen: https://sinnplauderei.de/

  1. vor 2 Tagen

    Nach 30 Jahren Bank – der Mut, sich selbstständig zu machen - Gespräch mit Kirsten Kaufmann:

    30 Jahre in der Bank gearbeitet. Viel Erfahrung gesammelt. Einen sicheren beruflichen Weg aufgebaut. Und dann noch einmal ganz neu anfangen? Genau diesen Schritt hat Kirsten Kaufmann gewagt. In dieser Folge der Sinnplauderei – Weibliche Wirkkraft spreche ich mit Kirsten über ihren Weg aus einer jahrzehntelangen Bankkarriere in die Selbstständigkeit und darüber, warum gerade Frauen in der mittleren Lebensphase so viel mitbringen, um beruflich noch einmal einen ganz eigenen Weg einzuschlagen. Kirsten hat 30 Jahre Bankerfahrung und beschäftigt sich seit rund 20 Jahren mit systemischer Aufstellungsarbeit. Heute verbindet sie diese beiden Erfahrungswelten in ihrer selbstständigen Tätigkeit unter dem Leitgedanken: „Ordnung im System.“ Denn ob in einer Familie, einem Unternehmen oder im eigenen Leben: Wir bewegen uns in Systemen, die unser Denken, unsere Entscheidungen und unser Handeln beeinflussen. Manchmal tragen wir Verantwortung, die eigentlich anderen gehört. Manchmal halten uns alte Rollen, Erwartungen oder familiäre Verstrickungen zurück. Und manchmal merken wir erst bei einer beruflichen Veränderung, wie stark diese unsichtbaren Zusammenhänge unser Leben prägen. Mit Kirsten spreche ich darüber, wie sich solche Dynamiken erkennen und verändern lassen und warum sie gerade für Frauen, die sich selbstständig machen, von Bedeutung sein können. Was braucht es, um nach Jahrzehnten in einer Anstellung eine eigene unternehmerische Identität zu entwickeln? Wie gelingt der Wechsel von einer klar definierten beruflichen Rolle zu einem Business, für dessen Positionierung, Sichtbarkeit und Kundengewinnung man plötzlich selbst verantwortlich ist? Und wie finden Frauen ihren eigenen Weg zwischen unternehmerischen Anforderungen, familiären Beziehungen und persönlichen Bedürfnissen? Kirsten arbeitet mit drei eng verbundenen Bereichen: Unternehmensstrukturen, Familienbeziehungen und persönliche Entwicklung. Dabei begleitet sie sowohl größere Unternehmen als auch kleinere Betriebe und Menschen, die mehr Klarheit in ihre Lebens- und Arbeitssituation bringen möchten. Wir sprechen auch darüber, warum gerade kleinere Unternehmen andere Herausforderungen haben als große Organisationen und weshalb einfache, alltagstaugliche Lösungen oft besonders wertvoll sind. Ein weiterer Schwerpunkt unseres Gesprächs ist die Sichtbarkeit selbstständiger Frauen. Denn wer nach vielen Jahren im Angestelltenverhältnis gründet, muss häufig erst lernen, sich mit der eigenen Expertise zu zeigen, das eigene Angebot verständlich zu machen und ein Netzwerk aufzubauen, aus dem Vertrauen und neue Kundenbeziehungen entstehen können. Genau hier schließt sich für mich der Kreis zum Leuchtraum für Frauen. Kirsten Kaufmann ist eine unserer Leuchtraum-Anbieterinnen. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Angebot steht sie beispielhaft für die vielen Frauen, die in der zweiten Lebenshälfte ein eigenes Business aufbauen und dabei wertvolles Wissen aus ihrem bisherigen Berufsleben mitbringen. Im Leuchtraum möchten wir diese Expertise sichtbar machen, Frauen miteinander vernetzen und dafür sorgen, dass Menschen die passende Unterstützung finden. Denn gerade beim Schritt in die Selbstständigkeit müssen wir längst nicht alles alleine können oder wissen. Mich interessiert an Kirstens Geschichte besonders, wie aus jahrzehntelanger Berufserfahrung, persönlicher Weiterentwicklung und einer neuen beruflichen Entscheidung ein ganz eigenes Angebot entstehen kann. Vielleicht beginnt ein erfolgreicher beruflicher Neustart auch damit, die eigene innere und äußere Ordnung neu zu finden. 🎧 Eine Sinnplauderei über Selbstständigkeit ab 50, berufliche Neuorientierung in der Lebensmitte, Existenzgründung für Frauen, systemische Aufstellungsarbeit, Familienaufstellung, Unternehmensberatung, persönliche Entwicklung und Sichtbarkeit im Business.

    Nach 30 Jahren Bank – der Mut, sich selbstständig zu machen - Gespräch mit Kirsten Kaufmann:
  2. 14. Okt.

    Alexandra Dohmgans: Wie Top-Jobs wirklich besetzt werden

    Wie wird eigentlich eine Führungsposition besetzt, die man auf keiner Stellenbörse findet? Und wie finden Personalberaterinnen genau die Menschen, die zu einem Familienunternehmen passen?** In dieser Folge der Sinnplauderei spreche ich mit Alexandra Dohmgans von RED Executive Search** über eine Welt, die viele Führungskräfte vor allem von außen kennen: **Executive Search und die Besetzung von Führungspositionen im Mittelstand und in Familienunternehmen.** Alexandra nimmt uns mit hinter die Kulissen einer Personalberatung. Wie beginnt die Suche nach einer Führungskraft? Wo werden geeignete Kandidatinnen und Kandidaten gefunden? Welche Rolle spielen LinkedIn, persönliche Netzwerke und die eigene Kandidatendatenbank? Und was passiert eigentlich zwischen dem ersten vertraulichen Gespräch und der endgültigen Besetzung? Bei RED Executive Search steht eine systematische Direktansprache im Mittelpunkt. Das Unternehmen arbeitet exklusiv an seinen Mandaten, recherchiert gezielt und führt intensive persönliche Gespräche. Dabei zählt weit mehr als ein beeindruckender Lebenslauf. **Passt dieser Mensch wirklich zu diesem Unternehmen und seiner Kultur?** Gerade in **Familienunternehmen und im Mittelstand** ist diese Frage entscheidend. Eigentümerstruktur, Werte, Führungskultur und die Art, wie Entscheidungen getroffen werden, prägen ein Unternehmen oft über Jahrzehnte. Eine Führungskraft muss deshalb fachlich überzeugen und gleichzeitig in dieses besondere Umfeld passen. Wir sprechen auch darüber, wie lange eine solche Suche dauert. Erste Kandidatinnen und Kandidaten können häufig nach sechs bis acht Wochen vorgestellt werden, der gesamte Prozess umfasst typischerweise etwa drei Monate. Spannend fand ich auch unseren Blick auf **Frauen in Führungspositionen**. Wie viele Frauen tauchen heute in der Suche nach Führungskräften überhaupt auf? Alexandra erlebt deutliche Unterschiede zwischen den Branchen: Während technisch geprägte Bereiche weiterhin stark männlich besetzt sind, zeigt sich beispielsweise im Handel bereits ein deutlich ausgeglicheneres Bild. Und natürlich interessiert mich besonders die Perspektive der Kandidatinnen und Kandidaten. **Wie werde ich für einen Headhunter überhaupt sichtbar?** LinkedIn spielt dabei inzwischen eine zentrale Rolle. Ein gutes Profil kann Türen öffnen – gleichzeitig werden Angaben überprüft, Netzwerke genutzt und potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten persönlich angesprochen. Sichtbarkeit ist also wichtig, ersetzt aber das persönliche Gespräch und die fachliche wie menschliche Passung keineswegs. Wir sprechen außerdem über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Gerade im Mittelstand werden Besetzungsentscheidungen vorsichtiger getroffen, Unternehmen prüfen interne Lösungen und Führungskräfte erleben einen Arbeitsmarkt, der sich verändert hat. Hier schließt sich für mich auch der Kreis zum **Open-to-Work-Bereich im Leuchtraum für Frauen**. Dort geben wir Frauen ab der mittleren Führungsebene die Möglichkeit, mit ihrer Erfahrung und ihren Vorstellungen für die nächste berufliche Aufgabe sichtbar zu werden. Und wir laden Unternehmen, HR-Verantwortliche und Personalberatungen ein, diese Frauen kennenzulernen. Denn gerade bei Führungspositionen geht es am Ende um weit mehr als einen Lebenslauf. **Es geht darum, dass der richtige Mensch und das richtige Unternehmen einander finden.** 🎧 Eine Sinnplauderei über **Executive Search, Personalberatung, Headhunter, Führungskräfte, Jobsuche, Karriere, LinkedIn, Mittelstand, Familienunternehmen und Frauen in Führung** – mit einem spannenden Blick hinter die Kulissen professioneller Führungskräftevermittlung. #ExecutiveSearch #Personalberatung #Headhunter #Führun

    Alexandra Dohmgans: Wie Top-Jobs wirklich besetzt werden
  3. 7. Okt.

    Open to Work: Wenn eine qualifizierte Frau plötzlich keinen passenden Job mehr findet

    Was macht es mit einer Frau, wenn sie beruflich viel mitbringt – und plötzlich erlebt, dass der Arbeitsmarkt scheinbar keinen Platz für sie hat? Genau darüber wollte ich einmal ganz offen sprechen. In dieser Folge der Sinnplauderei ist Gabriele Seeberg zu Gast. Sie ist geprüfte Wirtschaftsfachwirtin mit Erfahrung in Bildung und Projektmanagement und eine der ersten Open-to-Work-Frauen im Leuchtraum für Frauen. Nach einer betriebsbedingten Kündigung im Bereich der erneuerbaren Energien begann für Gabriele die Jobsuche und berufliche Neuorientierung. Eine Suche, die länger dauert, als sie erwartet hatte. Wir sprechen sehr persönlich darüber, was Arbeitslosigkeit und viele Monate auf Jobsuche mit dem eigenen Selbstbewusstsein machen können. Über Bewerbungen, wenige wirklich passende Stellenangebote und den Moment, in dem selbst eine qualifizierte und erfahrene Frau anfängt, sich zu fragen: Werden meine Qualifikationen auf diesem Arbeitsmarkt überhaupt noch gebraucht? Dabei erleben wir gerade einen interessanten Widerspruch: Seit Jahren sprechen Unternehmen über Fachkräftemangel. Gleichzeitig erleben qualifizierte Frauen Stellenabbau, Umstrukturierungen und Bewerbungsphasen, die sich über viele Monate hinziehen. Gerade für Frauen 50+ kann daraus eine sehr grundsätzliche berufliche Standortbestimmung entstehen. Was kann ich? Was möchte ich noch? In welchem Umfeld möchte ich arbeiten? Welche Arbeitsbedingungen brauche ich, um meine Erfahrung und meine Stärken wirklich einbringen zu können? Gabriele hat ihre Phase der beruflichen Neuorientierung auch genutzt, um sich weiterzubilden. Zusätzlich zu ihrer bisherigen Expertise hat sie sich als Wechseljahrberaterin zertifizieren lassen – ein Thema, das aus ihrer Sicht viel stärker in Unternehmen, HR und Personalentwicklung verankert werden sollte. Denn die Wechseljahre im Beruf sind auch ein Wirtschaftsthema. Es geht um erfahrene Frauen, ihre Leistungsfähigkeit, gute Arbeitsbedingungen und darum, wertvolle Mitarbeiterinnen im Unternehmen zu halten. Gabriele sucht heute eine Aufgabe, in der sie ihre Erfahrung in Bildung, Projektmanagement und Personalthemen einbringen kann. Gleichzeitig ist sie offen für neue Modelle und berufliche Wege. Und genau deshalb wollte ich dieses Gespräch führen. Denn hinter einem „Open to Work“ steht ein Mensch. Eine Frau mit Erfahrung, Kompetenz, Wünschen und einer Geschichte. Vielleicht braucht unser Arbeitsmarkt wieder stärker diesen Blick auf den Menschen hinter Lebenslauf und Bewerbung. Genau daraus ist auch der Open-to-Work-Bereich im Leuchtraum für Frauen entstanden. Ich möchte qualifizierten Frauen in beruflicher Veränderung eine zusätzliche Möglichkeit geben, sichtbar zu werden. Mit dem, was sie können – und vor allem auch mit dem, was sie suchen. Gleichzeitig möchte ich Unternehmen, HR-Verantwortliche und Personalberatungen einladen, regelmäßig im Leuchtraum vorbeizuschauen. Vielleicht sitzt die Frau, die ein Unternehmen gerade sucht, längst irgendwo und fragt sich umgekehrt: Wo ist das Unternehmen, das mich und meine Erfahrung wirklich brauchen kann? Diese Podcastfolge gibt deshalb ganz bewusst einer arbeitssuchenden Frau eine Stimme. Sie erzählt von Unsicherheit und Selbstzweifeln, aber auch von Weiterentwicklung, Offenheit und dem Mut, die eigene berufliche Zukunft neu zu denken. 🎧 Eine Sinnplauderei über Arbeitslosigkeit, Jobsuche, Bewerbung, berufliche Neuorientierung, Frauen 50+, Open to Work, Fachkräftemangel und die Realität unseres Arbeitsmarktes. Und vielleicht hört genau das richtige Unternehmen zu. #OpenToWork #Jobsuche #BeruflicheNeuorientierung #Arbeitsmarkt #Frauen50Plus #Karriere #Bewerbung #Fachkräftemangel #FrauenImBeruf #HR #Personalentwicklung #LeuchtraumFürFrauen #Sinnplauderei #WeiblicheWirkkraft

    Open to Work: Wenn eine qualifizierte Frau plötzlich keinen passenden Job mehr findet
  4. 30. Sept.

    Sigrun Römer: Unternehmen scheitern nicht über Nacht – erkenne die Warnsignale

    Eine Insolvenz kommt selten über Nacht. Aber wie früh können wir erkennen, dass unser Unternehmen in die falsche Richtung läuft? Sigrun Römer weiß, wovon sie spricht. Als Rechtsanwältin und langjährige Insolvenzverwalterin hat sie in rund 40 Jahren mehr als 1.000 Insolvenzen begleitet. Heute gibt sie ihre Erfahrungen als Autorin weiter und richtet ihren Blick dabei ganz bewusst nicht nur auf große Unternehmen. Denn gerade Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen brauchen aus ihrer Sicht viel mehr Wissen darüber, wie ein Unternehmen wirtschaftlich gesund aufgebaut und durch unterschiedliche Entwicklungsphasen geführt werden kann. In dieser Folge der Sinnplauderei sprechen wir darüber, warum Begeisterung für die eigene Idee zwar die Grundlage eines Unternehmens sein kann – aber eben noch kein Geschäftsmodell und schon gar keine finanzielle Stabilität ersetzt. Was passiert in den ersten 1.000 Tagen eines Unternehmens? Wann braucht Wachstum neue Strukturen? Warum muss der Unternehmerlohn von Anfang an mitgedacht werden? Weshalb gehören Steuerrücklagen und getrennte Konten zu den Basics? Und warum kann gerade schnelles Wachstum gefährlich werden, wenn die Professionalisierung nicht mithält? Sigrun beschreibt Frühwarnsysteme auf drei Ebenen: finanziell, operativ und persönlich. Denn Warnsignale zeigen sich nicht nur auf dem Geschäftskonto. Sie können in einem schleppenden Forderungseinzug, fehlenden Prozessen oder unklaren Zuständigkeiten liegen – aber auch in der Unternehmerin selbst, wenn die körperliche und mentale Belastung dauerhaft zu groß wird. Und genau dieser Aspekt ist mir besonders wichtig. Ich begegne derzeit vielen Frauen, die sich selbstständig machen oder ein kleines Unternehmen aufbauen. Sie brennen für ihre Idee, bringen enorme Expertise mit und möchten etwas Eigenes gestalten. Aber ein Unternehmen, das langfristig tragen soll, braucht mehr als Leidenschaft. Es braucht Zahlen. Liquidität. Strukturen. Prozesse. Professionalisierung. Und den Mut, hinzuschauen, wenn etwas nicht funktioniert. Wir sprechen deshalb auch über Finanzierung und Skalierung, über Mitarbeiterführung, Onboarding und Offboarding, über Krisen und Wendepunkte – und darüber, warum gerade kleinere Unternehmen einen entscheidenden Vorteil haben können: Sie können schnell reagieren, sich verändern und neue Möglichkeiten erkennen. Und auch das Ende eines Unternehmens gehört für Sigrun zum Unternehmertum. Verkauf, Nachfolge, Management-Buy-out oder im schlimmsten Fall Insolvenz: Wer ein Unternehmen gründet, sollte irgendwann auch darüber nachdenken, wie er sich wieder davon lösen kann. Denn das eigene Unternehmen darf ein wichtiger Teil unseres Lebens sein. Es sollte aber nicht unsere gesamte Identität werden. Für mich ist diese Folge deshalb keine Folge über das Scheitern. Sie ist eine Folge über gutes Unternehmertum. Über Wachsamkeit statt Angst. Über Struktur statt Blindflug. Und über die Erkenntnis, dass eine Krise nicht zwangsläufig das Ende sein muss, sondern auch der Moment sein kann, in dem wir neu hinschauen, Entscheidungen treffen und einen Wendepunkt schaffen. 🎧 Eine Sinnplauderei für Gründerinnen, Solo-Selbstständige und Unternehmerinnen – und eigentlich für alle, die möchten, dass ihre gute Idee nicht nur begeistert, sondern auch wirtschaftlich trägt.

    Sigrun Römer: Unternehmen scheitern nicht über Nacht – erkenne die Warnsignale
  5. 23. Sept.

    Anne Hönig: Von der Ärztin zur Unternehmerin – der Mut zur eigenen Praxis

    Wann wird aus einer Ärztin eigentlich eine Unternehmerin? Spätestens mit der eigenen Praxis verändert sich die Rolle grundlegend. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Medizin und die bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten. Es geht um Investitionen, Finanzierung und Abrechnung, um Mitarbeitende, Positionierung, Kommunikation, Sichtbarkeit – und um die Verantwortung für ein eigenes Unternehmen. In dieser Folge der Sinnplauderei spreche ich mit Anne Hönig, Ärztin und Beraterin für Ärztinnen, die über eine Praxisgründung oder den Schritt in die Selbstständigkeit nachdenken. Und schnell wird deutlich: Gerade für Frauen ist dieser Schritt häufig auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zu Geld, Risiko und wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Anne spricht von einem „Geldnarrativ“, das Frauen bis heute prägt. Über viele Generationen hinweg war finanzielle Selbstständigkeit für Frauen keineswegs selbstverständlich. Und solche Prägungen verschwinden nicht automatisch, nur weil Frauen heute hervorragend ausgebildet sind. Dabei gibt es für Ärztinnen heute ganz unterschiedliche Wege: die Übernahme einer bestehenden Praxis, eine Neugründung, Gemeinschaftspraxen, Mischformen aus Kassen- und Privatpraxis oder eine Tätigkeit im MVZ. Jede Entscheidung bringt andere Chancen, Investitionen und Risiken mit sich. Wir sprechen deshalb auch ganz konkret darüber, was eine wirtschaftlich tragfähige Praxis braucht. Welche Leistungen möchte ich anbieten? Wo möchte ich mich fachlich positionieren? Wie gewinne ich die Patientinnen und Patienten, die zu meinem Angebot passen? Welche Rolle spielen Privatleistungen und besondere Diagnostik? Und wie wichtig ist eine professionelle Außendarstellung? Denn eine gute Website oder ein Praxisfilm sind heute nicht nur für die Patientengewinnung relevant. Eine Praxis muss sich auch als attraktive Arbeitgeberin zeigen, wenn sie qualifizierte Mitarbeitende gewinnen möchte. Ein weiterer wichtiger Punkt unseres Gesprächs ist das Netzwerk. Anne beschreibt, wie entscheidend Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen und zu anderen Gesundheitsberufen für eine erfolgreiche Selbstständigkeit sein können. Gleichzeitig sind zufriedene Patientinnen und Patienten noch immer eine der stärksten Empfehlungen. Und wir sprechen darüber, warum gerade Frauen geschützte Räume und Netzwerke brauchen, in denen sie offen über Karriere, Familie, wirtschaftliche Entscheidungen und ihre eigenen Zweifel sprechen können. Denn Selbstständigkeit bedeutet Risiko – aber eben auch etwas, das viele Frauen im Angestelltenverhältnis vermissen: Gestaltungsfreiheit. Die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie Medizin ausgeübt werden soll. Welche Schwerpunkte man setzt. Mit wem man arbeitet. Wie man führt. Und welches Unternehmen rund um die eigene medizinische Expertise entstehen darf. Eine Sinnplauderei für Ärztinnen, die sich fragen, ob die eigene Praxis ein Weg für sie sein könnte – und für alle Frauen, die spüren, dass in ihrer fachlichen Kompetenz vielleicht noch viel mehr unternehmerisches Potenzial steckt. Denn eine hervorragende Ärztin zu sein und eine erfolgreiche Unternehmerin zu werden, sind zwei unterschiedliche Kompetenzen. Aber beides lässt sich lernen.

    Anne Hönig: Von der Ärztin zur Unternehmerin – der Mut zur eigenen Praxis
  6. 16. Sept.

    🌹 Rette deine Ehe, indem du dich selbst wiederfindest

    Was ist, wenn der eigene Mann irgendwann nur noch nervt – und man gleichzeitig ahnt, dass das eigentliche Problem viel tiefer liegt? Gerade in Unternehmerfamilien sind Ehe und Partnerschaft häufig weit mehr als eine private Beziehung. Da sind das Unternehmen, Verantwortung, Familie, Außenwirkung, Erwartungen und über Jahre gewachsene Rollen. Man ist Liebespaar und gleichzeitig Team, Mitverantwortliche, Repräsentantin, Organisatorin, Vermittlerin und nicht selten diejenige, die dafür sorgt, dass das gesamte System emotional funktioniert. Viele Frauen können das ausgesprochen gut. Sie spüren, was andere brauchen, gleichen aus, halten Konflikte klein, übernehmen Verantwortung und passen sich an. Und manchmal merken sie erst Jahre später, welchen Preis sie dafür bezahlt haben: Sie haben sich selbst irgendwo auf diesem Weg verloren. In dieser Folge der Sinnplauderei geht es deshalb um einen Satz, der zunächst etwas provokant klingt: „Rette deine Ehe, indem du dich selbst wiederfindest. Wenn du sie dann noch retten willst.“ Das ist weder eine Aufforderung zur Trennung noch ein Plädoyer fürs Durchhalten. Es geht um etwas anderes: darum, aus der eigenen Petitesse-Falle herauszukommen und wieder Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Wünschen aufzunehmen. Denn das Gefühl „Er sieht mich nicht mehr“ kann sehr real sein. Aber manchmal gehört zur Wahrheit auch die Frage: Sehe ich mich eigentlich selbst noch? Wir schauen auf den klassischen Denkfehler vieler Beziehungskrisen: „Wenn er sich endlich ändern würde, könnte ich wieder glücklich sein.“ Damit geben wir allerdings einen entscheidenden Teil unserer eigenen Wirkkraft ab. Unser Wohlbefinden hängt plötzlich davon ab, ob der andere sich bewegt. Mit Gedanken aus dem Voice Dialogue gehe ich deshalb einen anderen Weg: Welche inneren Anteile halten an der Beziehung fest? Welche wollen einfach nur noch weg? Wo spricht die Angepasste, die Verantwortliche oder die Friedensbewahrerin – und was sagt eigentlich das eigene Bauchgefühl? Es geht um Selbstkontakt statt Selbstkontrolle. Um Grenzen ohne Kampf. Um die passive Aggressivität, die entstehen kann, wenn Bedürfnisse jahrelang nicht ausgesprochen werden. Und um den Mut, sich selbst wieder wichtig zu nehmen, ohne den anderen deshalb zum Täter und sich selbst zum Opfer zu machen. Das Ergebnis dieses Weges ist offen. Vielleicht entsteht eine neue Form von Beziehung, weil zwei Menschen sich endlich wieder ehrlich begegnen können. Vielleicht verändert sich die Ehe grundlegend. Und manchmal wird auch deutlich, dass das bisherige Miteinander nur funktioniert hat, weil eine Person zu viel von sich selbst aufgegeben hat. Eine Folge über Unternehmer-Ehen, weibliche Selbstführung, Beziehung und die Frage, wie wir Frauen wieder glücklich werden können – nicht indem wir den anderen verändern, sondern indem wir aufhören, uns selbst zu verlassen.

    🌹 Rette deine Ehe, indem du dich selbst wiederfindest
  7. 9. Sept.

    KI, die wirklich arbeitet: Beate Schranz über ChatGPT, Claude & Co.

    KI kann viel mehr, als Texte für LinkedIn zu schreiben. Richtig eingesetzt kann sie für Soloselbstständige fast zu einer zusätzlichen Mitarbeiterin werden. In dieser Folge der Sinnplauderei spreche ich mit Beate Schranz darüber, wie gerade selbstständige Frauen KI ganz praktisch in ihren Businessalltag integrieren können – ohne Technikstudium und ohne sich in immer neuen Tools zu verlieren. Beate hat sich nach dem Verlust ihres Jobs in einem Tech-Konzern beruflich noch einmal völlig neu aufgestellt, eine Ausbildung zur KI-Trainerin absolviert und sich selbstständig gemacht. Heute unterstützt sie insbesondere Frauen dabei, Berührungsängste mit künstlicher Intelligenz abzubauen und ChatGPT, Claude & Co. so einzusetzen, dass daraus ein echter Mehrwert entsteht. Denn der entscheidende Schritt ist nicht, der KI immer wieder einzelne Prompts zuzuwerfen. Viel spannender wird es, wenn wir ein KI-System so einrichten, dass es uns, unser Business, unsere Angebote und unsere Zielgruppen kennt und wir damit dauerhaft arbeiten können. Beate erzählt, wie sie dafür beispielsweise mit Claude eigene Skills für unterschiedliche Aufgaben entwickelt und warum sie Claude gerade für Einsteigerinnen interessant findet. Wir sprechen darüber, wie KI bei Social-Media-Posts und Newslettern unterstützen kann, aber auch bei der Entwicklung und Schärfung von Angeboten, bei Präsentationen, Workbooks und Dokumenten bis hin zu interaktiven Tools für die eigene Website. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Denn wenn man einmal verstanden hat, wie man mit KI arbeitet, lässt sie sich auch für ganz alltägliche Aufgaben einsetzen – Beate nutzt sie beispielsweise für ihre persönliche Wochen- und Essensplanung. Was mir an unserem Gespräch besonders gefällt: Es geht nicht darum, jedem neuen KI-Trend hinterherzulaufen. Es geht um die sehr pragmatische Frage: Welche Aufgaben kosten mich als Soloselbstständige immer wieder Zeit – und welche davon kann KI sinnvoll übernehmen oder erleichtern? Gerade für Frauen, die sich mit 40, 50 oder später selbstständig machen, sehe ich darin eine enorme Chance. Denn wir müssen heute nicht mehr für jede einzelne Aufgabe sofort ein großes Team aufbauen. KI kann uns dabei helfen, professioneller zu arbeiten, Ideen schneller umzusetzen und uns Freiräume für genau die Arbeit zu schaffen, für die wir wirklich gebraucht werden. Eine sehr praktische Sinnplauderei über ChatGPT, Claude, KI-Skills und konkrete Business-Anwendungen – aber auch über beruflichen Neuanfang, Selbstständigkeit und den Mut, sich technische Möglichkeiten einfach zu eigen zu machen. Denn vielleicht müssen wir Frauen bei KI gar nicht alles verstehen. Wir müssen anfangen, sie für uns arbeiten zu lassen.

    KI, die wirklich arbeitet: Beate Schranz über ChatGPT, Claude & Co.
  8. 2. Sept.

    Beate Nimsky: Führung ist Energie – und deine Frequenz wirkt

    Was hat Energiearbeit mit erfolgreicher Führung zu tun? Mehr, als wir in unserer klassischen Businesswelt lange wahrhaben wollten. In dieser Folge der Sinnplauderei spreche ich mit Beate Nimsky über Energie, Frequenz und die Frage, warum gute Führung sehr viel früher beginnt als bei Methoden, Strategien und Managementinstrumenten: nämlich bei uns selbst. Beate kennt beide Welten. Zehn Jahre lang arbeitete sie in Führungspositionen großer Konzerne und war dabei häufig die einzige Frau im Raum. Karriere, Verantwortung und der nächste berufliche Schritt gehörten zu ihrem Leben – und gleichzeitig begleitete sie immer wieder die Frage: War das schon alles? Ein Autounfall und eine fünfmonatige Auszeit wurden schließlich zu einem Wendepunkt. Ende der 1980er-Jahre begann Beate, sich intensiv mit Meditation und Energiearbeit zu beschäftigen – zu einer Zeit, in der solche Themen in der Unternehmenswelt alles andere als selbstverständlich waren. Aus diesen zunächst scheinbar gegensätzlichen Welten entwickelte sie ihren eigenen Ansatz. Sie verband Kommunikation und Selbstführung mit Energiearbeit und brachte diese Arbeit schließlich genau dorthin, wo man sie damals vielleicht am wenigsten vermutet hätte: in Unternehmen, große Workshops und bis in Bankvorstände. Wir sprechen darüber, was Beate unter Energie und Frequenz versteht, welche Rolle der Körper dabei spielt und wie eng unser Energiezustand mit unseren Emotionen, unserer Präsenz und unserer Wirksamkeit verbunden ist. Denn wer permanent in Überforderung, Druck und Anspannung arbeitet, führt anders als ein Mensch, der mit seiner eigenen Kraft verbunden ist. Und damit kommen wir zu einer Frage, die mich besonders interessiert: Wie verändert sich Führung, wenn wir aufhören, ausschließlich im Außen nach den richtigen Werkzeugen zu suchen? Es geht um Meditation und Gehirnfrequenzen, um Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und um die Bedeutung unserer inneren Haltung. Und natürlich sprechen wir auch über Beates neues Buch „Wie kann es anders sein? Der Frequenzeffekt“. Eine Folge, die zwei Welten miteinander verbindet, die noch immer gerne getrennt betrachtet werden: Business und Energie. Führung und Weiblichkeit. Verstand und innere Wahrnehmung.

    Beate Nimsky: Führung ist Energie – und deine Frequenz wirkt

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Weibliche Wirkkraft ist Wirtschaftskraft. Sinnplauderei ist ein deutschsprachiger Podcast für Frauen in Familienunternehmen und im Business – Gesellschafterinnen, Nachfolgerinnen, Beirätinnen, Frauen in Führung, Geschäftsführerinnen sowie angeheiratete Partnerinnen in Unternehmerfamilien. Im Fokus stehen die Realitäten von Ownership: Rollen, Loyalitäten, Macht, Sprache und Entscheidungen in Systemen, die zugleich Familie und Unternehmen sind. Nina Hartmann kommt selbst aus einem Familienunternehmen und war dort 26 Jahre operativ in der Geschäftsleitung. Sie spricht über das, was Familienunternehmen langfristig stabil hält: klare Governance, tragfähige Beziehungen und innere Klarheit – gerade dort, wo Erwartungen, Tradition und Verantwortung aufeinanderprallen. Worum es geht Nachfolge & Ownership-Dynamiken: Übergaben, Legitimation, Autorität, „wer darf was“, verdeckte Hierarchien. Gesellschafterstrukturen & Governance: Beirat, Regeln, Entscheidungswege, Verantwortungsdiffusion, Konfliktprävention. Rollenbilder in Unternehmerfamilien: Töchter, Ehefrauen/Partnerinnen, Schwiegertöchter, „die Unsichtbaren“ – und die Frage von Anerkennung, Status und Einfluss. Führung & Selbstführung: Grenzen, Klarheit, Sprache, Konfliktfähigkeit – raus aus der Petitesse-Falle, rein in die Tigerkraft. Beziehungssysteme & Verantwortung: Partnerschaft, Familie, Unternehmen – wie sich Loyalität, Liebe und Wirtschaft gegenseitig formen. Blick über den Tellerrand: historische, gesellschaftliche und philosophische Perspektiven für heutige Entscheidungen im Familienunternehmen. Format Tiefe Gespräche mit Unternehmerinnen, Gesellschafterinnen, Entscheiderinnen und Verbündeten sowie klare Solo-Impulse und Praxisbeispiele aus dem echten Leben – reflektiert, wirksam und umsetzungsnah. Rotkehlchen für feine Wahrnehmung, Tigerkraft für klare Umsetzung. Gründerinnen sind willkommen – Nina unterstützt weibliche Gründungen auch als Business Angel. Ressourcen Kostenloser Petitesse-Test: https://www.ninahartmann.online/petitesse-test Weitere Informationen: https://sinnplauderei.de/