Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

  1. 11. Juni: Selige Hildegard Burjan

    vor 3 Tagen

    11. Juni: Selige Hildegard Burjan

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Hildegard Burjan wurde 1883 in Görlitz in Sachsen geboren und wuchs als liberale Jüdin auf. Nach einem langen Aufenthalt in einem Ordensspital trat sie im Alter von 26 Jahren zum katholischen Glauben über. Hildegard und ihr selbstbestimmtes Leben Als eine der ersten Frauen studierte sie Philosophie und Sozialwissenschaften und heiratete den Ungarn Alexander Burjan. Ihre einzige Tochter brachte sie gegen den Rat der Ärzte zur Welt, die ihr aus medizinischen Gründen zu einer Abtreibung geraten hatten. Aufgrund der beruflichen Position ihres Mannes lebte Hildegard wohlhabend, beschränkte sich jedoch nicht auf die traditionellen Rollen von Ehefrau, Mutter und Hausfrau mit gesellschaftlichen Verpflichtungen. Soziales Engagement und politischer Einsatz von Hildegard Stattdessen engagierte sie sich aktiv für Frauenrechte und Gleichbehandlung. Im Jahr 1919 wurde sie Abgeordnete der Christlichsozialen Partei und erlangte später den Beinamen „Gewissen des Parlaments“. Im selben Jahr gründete sie die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis. Heute sind die Schwestern vor allem für ihre Arbeit im Hospizbereich bekannt. Hildegard starb im Alter von 50 Jahren an einer langjährigen Nierenerkrankung und wurde 2012 seliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  2. 3. Juni: Heiliger Kevin von Wicklow

    3. Juni

    3. Juni: Heiliger Kevin von Wicklow

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Der Name Kevin wird aufgrund eines Filmes aus dem Jahr 1990 mit einem frechen Kinderhelden verbunden. Dabei ist Kevin tatsächlich ein alter königlicher irischer Name und heißt „der schön Geborene“. Kevin und sein Weg in die Einsamkeit Der heilige Kevin von Wicklow wurde um 475 in eine königliche Familie geboren und erhielt eine religiöse Ausbildung. Um das Jahr 500 zog sich Kevin in die Einsamkeit des heutigen Glendalough zurück. Schon bald sammelten sich zahlreiche Schüler um ihn, sodass er im Jahr 549 ein Kloster gründete. Dieses leitete er als erster Abt und wirkte zugleich als Bischof, während sich das Kloster zu einer der bedeutendsten Schulen irischer Frömmigkeit entwickelte. Kevin erhielt den Titel „Führer vieler tausender Seelen“, da sich viele Menschen von ihm zum asketischen Leben anleiten ließen. Die bleibende Spur des Klosters von Kevin Er selbst lebte meist zurückgezogen im Wald und am Ufer des Sees, die Fundamente seiner „Zelle“ im Wald und die Höhle, in der er angeblich schlief, sind bis heute erhalten. Er starb um das Jahr 618. Das Kloster wurde 1539 unter König Heinrich VIII. aufgelöst, erstand im 19. Jahrhundert jedoch neu und gilt heute mit seinen sieben Kirchen als gut erhaltener Kulturschatz. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  3. 30. Mai: Heilige Johanna von Orléans

    30. Mai

    30. Mai: Heilige Johanna von Orléans

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Johanna von Orléans gehört zu den bekanntesten historischen Figuren Frankreichs und bleibt doch bis heute ein Rätsel. Die junge Frau, die vor rund 600 Jahren lebte und nicht einmal 20 Jahre alt wurde, ist bis heute Gegenstand von Literatur, Filmen und Diskussionen. Welche ihrer Geschichten tatsächlich wahr sind, lässt sich kaum klären. Johanna folgt göttlichen Visionen Geboren wurde Johanna 1412 als Tochter eines wohlhabenden Bauern mitten im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England. Mit 17 Jahren hatte sie mehrere Erscheinungen des Erzengels Michael und der heiligen Katharina und Margareta. Sie beauftragten den Teenager damit, ins benachbarte Frankreich zu gehen und Orléans vor den einfallenden Engländern zu retten. Trotz ihres jungen Alters überzeugte sie König Karl VII. von ihrer göttlichen Mission und führte Truppen nach Orléans, wo sie die Engländer vertrieb, jedoch nicht aus ganz Frankreich. Gefangennahme und Urteil prägen das weitere Leben von Johanna Kurz darauf wurde sie gefangen genommen, an die Engländer ausgeliefert und vor ein kirchliches Gericht gestellt. Man klagte sie wegen rund 70 Vergehen an. Am 30. Mai 1431 wurde sie als Ketzerin verbrannt. Jahre später hob man das Urteil auf, auch um den Ruf Karls VII. zu schützen. Im Jahr 1920 wurde sie heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  4. 19. Mai: Heiliger Cölestin V.

    19. Mai

    19. Mai: Heiliger Cölestin V.

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Den heiligen Cölestin V. kannten bis vor ein paar Jahren hauptsächlich Kirchenhistoriker. Durch den Rücktritt von Benedikt XVI. im Jahr 2013 geriet der heilige Cölestin V. wieder ins Bewusstsein. Vom Einsiedler Pietro Angelerio zu Papst Cölestin V. Pietro Angelerio war bereits 80 Jahre alt, als er im Juli 1294 zum Papst gewählt wurde. Davor war der Bauernsohn Einsiedler und Gründer des Ordens der „Einsiedler von Murrone“, später in Cölestiner umbenannt, der sich rasch ausbreitete. Pietro galt als integer und heilig. Zum Papst wurde er ohne sein Wissen als Kompromisskandidat nach einer zweijährigen Sedisvakanz gewählt. Cölestin legt das Amt nach wenigen Monaten nieder Als er von seiner Wahl erfuhr, dachte er zunächst an die Flucht, beugte sich jedoch dem Drängen seiner Anhänger. Im Amt war er überfordert, politisch abhängig und innerkirchlich von Kardinal Caetani unter Druck gesetzt. Schließlich erkannte er, dass es ihm nicht gelingen würde, die Kirche selbst zu führen. Am 13. Dezember 1294 trat er daher zum Entsetzen des Volkes nach nur fünf Monaten im Amt zurück. Sein Nachfolger, Bonifatius VIII., ließ ihn in Ehrenhaft nehmen, um eine Kirchenspaltung zu verhindern. Cölestin starb eineinhalb Jahre später und wurde 1313 heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  5. 14. Mai: Heilige Corona

    14. Mai

    14. Mai: Heilige Corona

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Die Heilige Corona trägt einen Namen, der heute weltbekannt ist, ohne dass zwischen ihr und dem Virus irgendein Zusammenhang besteht. Vielleicht ist es gerade deshalb an der Zeit, die Geschichte jener Heiligen in den Blick zu nehmen, die nicht Namensgeberin war und dennoch als Patronin gegen Seuchen gilt. Corona als junge Märtyrerin zwischen Glaube, Vision und Überlieferung Corona hieß der Legende nach eigentlich Stephana. Ihr Name bedeutet „die Gekrönte“ und verweist auf die Märtyrerkrone. In einer Vision soll sie eine Siegeskrone für sich und ihren Mann gesehen haben. Das soll sich um das Jahr 287 oder 303 ereignet haben. Die damals 16-Jährige starb zwischen zwei losgelassenen Palmen, ihr Legendenort ist unklar. Schriftlich belegt ist ihre Geschichte ab dem 6. Jahrhundert. Die Verehrung der Corona in Österreich durch Fund, Kapelle und neue Bedeutungen In Österreich wurde sie durch einen Fund im Jahr 1504 bekannt: Holzfäller entdeckten in einer hohlen Linde eine Statue und errichteten dort eine Kapelle, aus der der Ort Sankt Corona am Wechsel entstand. Vermutlich entwickelte sich hier auch ihr Patronat gegen Seuchen. Durch die frühere Währung Krone gilt sie zudem als zuständig für Glücksspiel und die Lotterie.  Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  6. 27. April: Heiliger Petrus Canisius

    27. Apr.

    27. April: Heiliger Petrus Canisius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Petrus Canisius, auch unter seinem ursprünglichen Namen Peter de Hondt bekannt, war ein großer Priester, Professor, Schriftsteller und Diplomat. Er schrieb einen Katechismus, der so bedeutend war, dass er fast 400 Jahre lang gültig blieb. Da er mehrere Jahre in Wien verbrachte und den Text hier verfasste, erinnern bis heute die Canisiusgasse und die Canisiuskirche im 9. Bezirk an ihn. Petrus als Wegbereiter der katholischen Reform Petrus kam 1521 im heutigen Holland zur Welt, war aber Deutscher, weil das Gebiet damals zu Deutschland gehörte. Mit 22 Jahren trat er als erster Deutscher in den Jesuiten­orden ein und engagierte sich früh für die Reform der katholischen Kirche. Europaweit wirkte Petrus als Kirchenlehrer Im Alter von 31 Jahren kam er nach Wien, wo er in zahlreichen Aufgaben wirkte: als Professor, Hofprediger, Gefängnisseelsorger, Volksmissionar und Diözesanadministrator. Sogar das Amt des Erzbischofs von Wien wurde ihm angeboten, doch er lehnte ab. Nach seinen Jahren in Wien führte ihn sein Weg durch viele Länder Europas. Petrus starb am 21. Dezember 1597 in der Schweiz. 1925 wurde er heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. Außerdem gilt er als Patron der Diözese und der Stadt Innsbruck, wo er ebenfalls wichtige Spuren hinterlassen hat. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  7. 21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    21. Apr.

    21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Anselm von Canterbury, Vater der Scholastik, prägte das theologische Denken über Jahrhunderte, weil er die Vernunft als Mittel zur Gottes­erkenntnis betonte. Er wurde 1033 in Italien geboren und trat im Alter von 27 Jahren, gegen den Widerstand seines adeligen Vaters, in Frankreich in den Benediktinerorden ein und wurde später Abt. Anselm lebte für Wissenschaft und Glauben Erst mit 60 Jahren folgte die Ernennung zum Erzbischof von Canterbury. Sein Leben widmete Anselm der Wissenschaft. Gebet und Nachdenken über Gott gehörten für ihn zusammen. Außerdem galt er als ausgezeichneter Seelsorger und Prediger sowie als sehr fromm. Im Streit um kirchliche Ämter ging Anselm ins Exil Als Erzbischof von Canterbury geriet er zweimal mit der englischen Krone in Konflikt, weil er sich gegen königliche Eingriffe in kirchliche Ämter wehrte, eine englische Variante des Investiturstreits. 1097 ging er erstmals für drei Jahre ins Exil nach Frankreich. Unter König Heinrich I. kehrte er zurück, wurde jedoch erneut verbannt und verbrachte weitere drei Jahre im Exil. Nach seiner Rückkehr wirkte er bis zu seinem Tod am 21. April 1109 in Canterbury. Rund 400 Jahre später wurde er heiliggesprochen und etwa 250 Jahre danach zum Kirchenlehrer erhoben. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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