Eine Meine Deine Meinung - EMDM

Djamil Deininger, Tim Koschwitz

In diesem Podcast losen die beiden Moderatoren vor jeder Folge aus, wer die Pro- und wer die Contra-Position vertreten muss. Damit zwingen sie sich aus ihren Echokammern und Meinungsblasen raus und sind nur noch den besten Argumenten verpflichtet. In einer Zeit, in der Meinungen oft verhärtet und Debatten festgefahren sind, wollen Tim Koschwitz und Djamil Deininger die Spaltung der Gesellschaft überwinden und wieder einander zuhören. Ehrlich, offen, respektvoll und mit Wohlwollen. Jede Episode stellt ein aktuelles Thema in das Zentrum der Debatte:  Wahlen in Deutschland, Europa und in den USA, Fußball und der DFB, Europameisterschaft und Bundestrainer Julian Nagelsmann, die Legalisierung von Cannabis, Hochwasser, Klimawandel und Umweltschutz, Digitalisierung und Datenschutz, Wohnungsnot und Mieten, der öffentliche Nahverkehr, Arbeitsmarkt, Rente und Altersversorgung, die Bahn, das Auto und Fahrradwege in der Großstadt, soziale Gerechtigkeit und innere Sicherheit, der Krieg in Europa und die Bundeswehr. Das sind nur einige der Themen, die Tim Koschwitz und Djamil Deininger für Euch diskutieren werden.  Gerade bei solchen provokanten Diskussionsthemen neigen wir oft dazu, uns reflexartig in der eigenen Meinung einzugraben. Dieser Podcast hilft uns dabei, aus dem Kreislauf der Abwehr auszubrechen. Kooperation ist der Schlüssel zu einer konstruktiven Zukunft. Streitkultur bedeutet, unterschiedliche Meinungen respektvoll und konstruktiv auszutauschen, um ein tieferes Verständnis für unser Gegenüber zu erreichen. Jede Folge ist ein Schritt in diese Richtung. Neue Einsichten, neue Denkanstöße und ein Muss für alle, die intelligente und anregende Unterhaltung suchen.  “Eine Meine Deine Meinung” mit Tim Koschwitz und Djamil Deininger erscheint jeden Donnerstag mit einer neuen Folge. Jede Folge ist etwa 25 Minuten lang. Über Tim Koschwitz Tim Koschwitz wurde in Marburg an der Lahn geboren. Er begann seine Karriere als Moderator bei Planet Radio und Radio Fritz vom rbb. Ab der WM 2006 sendete er zusammen mit seinem Vater Thomas Koschwitz die Frühsendung „Koschwitz am Morgen“ beim Berliner Rundfunk 91,4. Aktuell ist Tim Koschwitz in der Frühsendung „Guten Morgen Berlin“ beim Sender 88.8 vom rbb zu hören. Über Djamil Deininger Djamil Deininger wurde in Augsburg geboren. In seiner Karriere als Moderator zog es ihn einmal quer durch die Republik. Von Augsburg über München und Hessen nach Berlin, wo er rund 7 Jahre für den rbb sendete. Er ist Vater einer Tochter und arbeitet aktuell in München. Über BosePark Distribution BosePark Productions GmbH konzipiert, produziert und veröffentlicht Podcasts in ganz Europa. www.bosepark.com

  1. 3. Juni

    Brauchen wir die FDP noch?

    Die FDP hat turbulente Zeiten hinter sich: Nach dem Rauswurf aus dem Bundestag bei der Bundestagswahl 2025 folgten weitere Verluste in den Landtagen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Beim Bundesparteitag Ende Mai 2026 in Berlin wählten die Delegierten den 74-jährigen Wolfgang Kubicki mit rund 60% der Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden – in einer überraschenden Kampfabstimmung gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Aktuelle Forsa-Umfragen sehen die FDP wieder bei rund 5 Prozent. Djamil und Tim diskutieren (per Los): Braucht Deutschland noch eine liberale Partei – und kann die FDP diese Rolle ausfüllen? Liberalismus als politische Mitte: Die FDP ist die einzige Partei, die dem klassischen Liberalismus verpflichtet ist – der Freiheit des Einzelnen, ohne Bevormundung Liberale Errungenschaften: Datenschutz & informationelle Selbstbestimmung (Sabine Leutheusser-Schnarrenberger), Ehe für alle, liberale Sterbehilfe, Drogenpolitik (Cannabis-Legalisierung) Angebotspolitik statt Zwang: Das 9-Euro-Ticket als Beispiel – attraktive Angebote ändern Verhalten nachhaltiger als Verbote (Wissing-Zitat) Offenes Wählerspektrum: Menschen, die Corona-Maßnahmen zu weit fanden, aber keine Verschwörungstheorien glauben; die Steuerung von Migration befürworten, aber keine Ausländerfeindlichkeit Nur noch Wirtschaftsliberalismus: Freiheit von Armut, Ausbeutung und Klimawandel kommen nicht vor Christian Lindner als One-Man-Show: „Lieber gar nicht regieren als falsch regieren" – symbolpolitisch, aber ohne Substanz; der Ampel-Bruch war laut Tim ein vorbereitetes Manöver Keine soziale Basis: Kaum Verankerung bei Arbeitern, Migranten oder in urbanen Milieus Schwarze Null als Bremsklotz: Statt in Klima und Zukunftstechnologien zu investieren, blockierte Lindner notwendige Ausgaben --- Kapitel: 00:00 Die Bedeutung der FDP in der heutigen Politik 02:48 Liberalismus und seine Relevanz 05:43 Kritik an der FDP und ihrer Ausrichtung 09:04 Die Rolle von Wolfgang Kubicki 11:50 Zukunftsperspektiven der FDP 15:01 Liberale Errungenschaften und gesellschaftliche Verantwortung 17:59 Liberale Grundwerte und die Rolle der FDP 19:09 Herausforderungen und Chancen für die FDP 20:44 Die AfD und die soziale Basis der FDP 24:25 Persönliche Meinungen und die Zukunft der FDP 30:10 Die Notwendigkeit eines neuen liberalen Ansatzes Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices

    30 Min.
  2. 13. Mai

    Väter zu Elternzeit verpflichten?

    Passend zum Vatertag (Christi Himmelfahrt) widmen sich Tim und Djamil einer Frage, die Familien, Politik und Arbeitswelt gleichermaßen betrifft: Reicht freiwillige Elternzeit für Väter – oder braucht es eine gesetzliche Pflicht? Aktuell nimmt nur etwa ein Viertel aller Väter Elternzeit. Djamil muss per Los das Ja vertreten. Die wichtigsten Argumente im Überblick Dafür (Djamil): Artikel 3 GG garantiert Gleichberechtigung – und wer gleichberechtigt ist, ist auch gleichverpflichtet Der Mutterschutz ist de facto bereits eine Pflichtauszeit für Frauen; eine Väterpflicht wäre nur der logische Ausgleich Solange nur Frauen karrieretechnisch ausfallen, bleibt der Wettbewerbsnachteil im Bewerbungsprozess bestehen – eine Väterpflicht würde diesen strukturell beseitigen Der Vergleich zur Wehrpflicht zeigt: Der Staat hat Bürger schon früher zu Dienst verpflichtet – warum nicht zum Dienst an der Wickelfront? Deradikalisierungseffekt: Männer, die Elternzeit genommen haben, entwickeln nachweislich ein anderes Verständnis für die Lebensrealität von Müttern Überprüfbarkeit ist kein ernsthaftes Hindernis – das Finanzamt kann feststellen, ob jemand Gehalt bezieht oder nicht Dagegen (Tim): Eingriff in die Familienautonomie und die Berufsfreiheit (ebenfalls GG-geschützt) Eine Pflicht nur für Väter wäre selbst eine geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung nach Artikel 3 Elterngeld deckt in Deutschland maximal 1.800 Euro – für viele Familien finanziell schlicht nicht tragbar In männerdominierten Branchen (z. B. Handwerk, Notfallmedizin) drohen Produktivitätseinbrüche und Karriereknicks Bürokratischer Kontrollaufwand: Wer überprüft, ob die Zeit wirklich mit dem Kind verbracht wird? Das Schwedenmodell (3 Monate use it or lose it, 90 % Gehaltsausgleich) zeigt: Es geht, aber nur mit deutlich besserer finanzieller Absicherung als hierzulande Erwähnte Personen & Modelle Christian Lindner & Franka Lefeldt – als Beispiel dafür, wie selbst „High Performer" von der Realität der Elternschaft überrascht werden Schweden – Vorbildmodell mit verpflichtetem Väterkontingent und 90 % Lohnersatz Deutschland – aktuell max. 1.800 € Elterngeld, ca. 65 % Lohnersatz, nur ~25 % Väter nehmen Elternzeit ---- Kapitel: 00:00 Einführung in den Vatertag und Vaterschaft 02:55 Die Rolle des Vaters in der modernen Gesellschaft 05:58 Elternzeit und Gleichberechtigung 08:51 Gesellschaftliche Erwartungen und individuelle Freiheit 12:02 Finanzielle Aspekte der Elternzeit und Gleichstellung 14:02 Politische Lösungen für Elternzeit 15:03 Die Herausforderungen der Kindererziehung 16:00 Überprüfung der Elternzeitpflicht 17:02 Karriereknicks durch Elternzeit 18:40 Gleichbehandlung von Vätern und Müttern 19:11 Systemrelevante Berufe und Elternzeit 21:23 Private Meinungen und gesellschaftliche Verantwortung 23:21 Die Herausforderungen des Kapitalismus 26:00 Feedback und Diskussion über Elternzeit Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices

    27 Min.
  3. 6. Mai

    Darf man mit Faschisten reden?

    Anlass dieser Episode ist das viral gegangene Interview des Podcast-Formats {Ungeskriptet} (Ben Berndt) mit Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD in Thüringen – viereinhalb Stunden lang, über 3,5 Millionen Aufrufe auf YouTube allein. Die Kritik: Höcke durfte sein Programm unkommentiert und unkritisch durchziehen. Tim und Djamil diskutieren – wie immer mit zugeloster Position – ob es legitim, sinnvoll oder gar gefährlich ist, Faschisten eine öffentliche Plattform zu geben. Die wichtigsten Argumente im Überblick Dafür (Djamil): Fast 30 % der Wählerinnen und Wähler neigen zur AfD – Dialog ist unumgänglich, um die Ursachen zu verstehen Faschismus verschwindet nicht durch Totschweigen, sondern wächst im Verborgenen Erfolgreiche Deradikalisierungsprogramme (z. B. Exit) basieren auf Gespräch, nicht auf Ausgrenzung Das Interview mit Höcke wirkte für Djamil eher entmystifizierend – die Argumente sind dünn Das Märtyrer-Narrativ der AfD ("die wollen uns zum Schweigen bringen") wird durch Ausgrenzung gestärkt, nicht geschwächt Dagegen (Tim): Die bloße Frage, ob man mit Höcke reden sollte, zeigt bereits, wie weit die Normalisierung schon fortgeschritten ist Medienpräsenz radikalisiert nicht nur bestehende Anhänger, sondern gewinnt neue Sympathisanten Das Interview war kein Journalismus – kein Faktencheck, keine kritischen Gegenfragen, kein journalistischer Ethos Historische Beispiele (Hitler/von Papen, Mussolini) zeigen, wie gefährlich das "Harmlosigkeits-Argument" ist Algorithmen (TikTok, YouTube) spielen rechts- und linksradikale Inhalte nachweislich häufiger aus als demokratische Parteien Erwähnte Personen & Begriffe Björn Höcke – AfD-Fraktionsvorsitzender Thüringen, gerichtlich als "Faschist" bezeichenbar (VG Meiningen, 2019) Ben Bernd – Host des Podcasts Ungeskriptet Tino Chrupalla – AfD-Bundesvorsitzender Steve Bannon / Tucker Carlson – als US-amerikanische Parallelen zur Medienstrategie der Rechten Exit-Deutschland – Aussteigerprogramm aus der rechten Szene Rundfunkstaatsvertrag – als historisch gewachsenes Instrument gegen unkontrollierte Medienmacht ---- Kapitel 00:00 Einführung in die Meinungsfreiheit 02:58 Die Rolle von Ben und ungeskriptet 06:03 Darf man mit Faschisten reden? 08:51 Die Entwicklung der AfD und ihre Radikalisierung 11:39 Die Gefahren der Normalisierung von Extremismus 14:55 Der Einfluss der Medien auf den Diskurs 17:44 Schlussfolgerungen und Ausblick 22:14 Die Gefahren der Radikalisierung 25:00 Medien und ihre Verantwortung 29:29 Meinungsfreiheit vs. Manipulation 33:19 Die Rolle der sozialen Medien 36:51 Entmystifizierung von Extremismus Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices

    40 Min.
  4. 29. Apr.

    Milliardäre verbieten?

    Sollten Milliardäre verboten werden? 81 Prozent der Deutschen finden, dass Wohlstand in Deutschland nicht gerecht verteilt ist – so das Ergebnis einer aktuellen ARD-Umfrage. Grund genug für Tim und Djamil, diesmal ganz oben anzusetzen: bei den Milliardären. Darf man so viel Reichtum überhaupt besitzen? Und was würde passieren, wenn man es verbieten würde? Was euch erwartet Tim und Djamil diskutieren – wie immer per Los zugeteilte Positionen – ob Milliardäre verboten werden sollten. Djamil argumentiert dafür, Tim dagegen. Am Ende teilen beide ihre private Meinung. Die wichtigsten Argumente Dafür (Djamil): Milliardäre vereinen politische und gesellschaftliche Macht, die demokratisch nicht kontrollierbar ist – Beispiel: Familie Arnault mit einem Vermögen von 210 Milliarden Euro, entspricht dem BIP von Portugal oder Tschechien Enormer Reichtum entsteht immer auf Kosten anderer – durch Niedriglöhne, Übergewinne oder schlicht Erbschaft (nur 25 % der deutschen Milliardäre haben ihr Vermögen selbst erarbeitet) Ab einer Milliarde spielt Geld keine materielle Rolle mehr – die Motivation zu arbeiten und zu schaffen bleibt trotzdem erhalten Dagegen (Tim): Milliardäre sind oft Visionäre, die Märkte transformiert und unser Leben verbessert haben – Bezos, Musk, Gates als Beispiele Das Abschaffen von Milliardären nimmt Menschen den Anreiz, Großes zu wagen – Gefahr der Gleichmacherei wie in der DDR Das Top-1-Prozent der Steuerzahler trägt 30 % der Lohn- und Einkommenssteuer; Philanthropie wie die von Dietmar Hopp, Klaus Tschira oder Hasso Plattner finanziert Wissenschaft und Kultur Zahlen & Fakten aus der Folge Weltweit gibt es aktuell 3.428 Milliardäre Deutschland hatte 2024 rund 7,5 Milliarden Euro Erbschaftssteuereinnahmen Der DAX ist in den letzten 5 Jahren um 50 % gestiegen – während die Realwirtschaft stagniert Die Vermögensteuer wird in Deutschland seit 1997 nicht mehr erhoben ----- Kapitel: 00:00 Einführung in den Wohlstand und seine Verteilung 03:07 Die Diskussion über Milliardäre und ihre Macht 06:02 Die Rolle von Innovation und Unternehmertum 08:57 Die ethischen Implikationen von Reichtum 12:02 Die Verantwortung der Reichen in der Gesellschaft 15:31 Unternehmerische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit 18:06 Der Einfluss von Milliardären auf die Gesellschaft 20:50 Philanthropie und ihre Motive 24:51 Die Diskussion um Erbschafts- und Vermögensteuer 30:03 Zukunft des Kapitalismus und die Rolle der Milliardäre Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices

    32 Min.
  5. 22. Apr.

    Kinder in den Knast?

    Anlass dieser Folge ist die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik, die eine Zunahme tatverdächtiger Kinder unter 14 Jahren zeigt. Das bringt Djamil und Tim zu einer der unbequemsten Fragen im Bereich Jugendkriminalität: Sollte das Strafmündigkeitsalter in Deutschland herabgesetzt werden – und sollten Kinder in den Knast? Wie immer wird die Seite per Los zugeteilt. Tim muss Pro (für Konsequenzen/Strafmündigkeit) argumentieren, Djamil Contra (gegen Kinderhaft). In Deutschland gelten Kinder unter 14 Jahren als nicht schuldfähig und können strafrechtlich nicht verfolgt werden. Politische Forderungen, diese Grenze zu senken, kommen u.a. von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und der AfD-Bundestagsfraktion. Das zugrundeliegende Prinzip: Abschreckung soll potenzielle Täterinnen und Täter zurückhalten. In der Schweiz gilt Jugendstrafrecht in Extremfällen bereits ab 7 Jahren, in England wurde die Grenze auf 10 Jahre gesenkt – mit laut Tim positiven Effekten auf die Kinderkriminalität. Tim (Pro – zugelost): Kinder wissen zwischen 10 und 12 Jahren bereits, was moralische Grundsätze sind – das aktuelle System signalisiert ihnen, dass Regeln (noch) nicht für sie gelten. Ohne spürbare Konsequenzen lernen Kinder: „Mir passiert nichts." Das fördert Wiederholungstaten. Persönliches Beispiel: Tims Frau wurde in Karlsruhe ein E-Scooter von einer Gruppe bekannter 13-Jähriger gestohlen – die Polizei kannte sie bereits, fuhr sie nach Hause, und die Gruppe wurde von ihrer Umgebung bejubelt. Es geht nicht zwingend um Knast, sondern um echte Konsequenzen: z.B. Haftung der Eltern, Sozialstunden – irgendetwas, das wirkt. Djamil (Contra): Unser Rechtssystem betrachtet nicht nur die Tat, sondern immer auch den Täter als Individuum mit Vorgeschichte – kein Mensch wird gewalttätig geboren. Sämtliche Studien zeigen: Haft löst das Problem nicht, sondern erhöht das Rückfallrisiko – besonders bei Kindern, die im Jugendvollzug mit erfahreneren Straftätern in Kontakt kommen. Kinderhaft bedeutet: Trennung vom sozialen Umfeld, dauerhafte Stigmatisierung, erschwerte Reintegration. Der Vergleich USA vs. Deutschland: Die USA haben deutlich härtere Strafen (inkl. Todesstrafe) und trotzdem eine sechsmal höhere Mordrate – drakonische Strafen schrecken nicht ab. Die eigentliche Lösung: mehr Investitionen in Sozialarbeit und Prävention, bevor Kinder straffällig werden. Kinder werden nur dann auffällig, wenn das Gefühl fehlt, dass sich jemand für sie interessiert. Djamil hat so argumentiert, wie er es auch privat tut: mehr Geld und Einsatz für Sozialangebote, Prävention vor Strafe. Tim sieht es persönlich ähnlich wie seine zugeloste Position: Er findet es problematisch, dass ein 13-Jähriger, der Mitschüler zusammenschlägt, keinerlei direkte Konsequenzen spürt. ------------- Kapitel: 00:00 Einleitung: Männer als Problem 02:53 Kriminalstatistik und ihre Implikationen 05:39 Die Rolle von Kindern in der Kriminalität 08:46 Gesellschaftliche Verantwortung und Erziehung 11:54 Strafrecht und Prävention bei Jugendlichen 15:12 Strafmündigkeit und Kinderkriminalität 17:52 Die Rolle von Strafen und Abschreckung 19:45 Entwicklung von Kindern und Inhaftierung 22:41 Gesellschaftliche Verantwortung und Kinder 24:48 Persönliche Meinungen und soziale Verantwortung Learn more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices

    30 Min.

Bewertungen und Rezensionen

4,4
von 5
7 Bewertungen

Info

In diesem Podcast losen die beiden Moderatoren vor jeder Folge aus, wer die Pro- und wer die Contra-Position vertreten muss. Damit zwingen sie sich aus ihren Echokammern und Meinungsblasen raus und sind nur noch den besten Argumenten verpflichtet. In einer Zeit, in der Meinungen oft verhärtet und Debatten festgefahren sind, wollen Tim Koschwitz und Djamil Deininger die Spaltung der Gesellschaft überwinden und wieder einander zuhören. Ehrlich, offen, respektvoll und mit Wohlwollen. Jede Episode stellt ein aktuelles Thema in das Zentrum der Debatte:  Wahlen in Deutschland, Europa und in den USA, Fußball und der DFB, Europameisterschaft und Bundestrainer Julian Nagelsmann, die Legalisierung von Cannabis, Hochwasser, Klimawandel und Umweltschutz, Digitalisierung und Datenschutz, Wohnungsnot und Mieten, der öffentliche Nahverkehr, Arbeitsmarkt, Rente und Altersversorgung, die Bahn, das Auto und Fahrradwege in der Großstadt, soziale Gerechtigkeit und innere Sicherheit, der Krieg in Europa und die Bundeswehr. Das sind nur einige der Themen, die Tim Koschwitz und Djamil Deininger für Euch diskutieren werden.  Gerade bei solchen provokanten Diskussionsthemen neigen wir oft dazu, uns reflexartig in der eigenen Meinung einzugraben. Dieser Podcast hilft uns dabei, aus dem Kreislauf der Abwehr auszubrechen. Kooperation ist der Schlüssel zu einer konstruktiven Zukunft. Streitkultur bedeutet, unterschiedliche Meinungen respektvoll und konstruktiv auszutauschen, um ein tieferes Verständnis für unser Gegenüber zu erreichen. Jede Folge ist ein Schritt in diese Richtung. Neue Einsichten, neue Denkanstöße und ein Muss für alle, die intelligente und anregende Unterhaltung suchen.  “Eine Meine Deine Meinung” mit Tim Koschwitz und Djamil Deininger erscheint jeden Donnerstag mit einer neuen Folge. Jede Folge ist etwa 25 Minuten lang. Über Tim Koschwitz Tim Koschwitz wurde in Marburg an der Lahn geboren. Er begann seine Karriere als Moderator bei Planet Radio und Radio Fritz vom rbb. Ab der WM 2006 sendete er zusammen mit seinem Vater Thomas Koschwitz die Frühsendung „Koschwitz am Morgen“ beim Berliner Rundfunk 91,4. Aktuell ist Tim Koschwitz in der Frühsendung „Guten Morgen Berlin“ beim Sender 88.8 vom rbb zu hören. Über Djamil Deininger Djamil Deininger wurde in Augsburg geboren. In seiner Karriere als Moderator zog es ihn einmal quer durch die Republik. Von Augsburg über München und Hessen nach Berlin, wo er rund 7 Jahre für den rbb sendete. Er ist Vater einer Tochter und arbeitet aktuell in München. Über BosePark Distribution BosePark Productions GmbH konzipiert, produziert und veröffentlicht Podcasts in ganz Europa. www.bosepark.com

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