MOUNT ERBRECHT

Christian Rabl & Andreas Tschugguel

Der Tod bringt Trauer. Manche macht er reich. Wer wieviel vom Vermögen des Verstorbenen erhält, bestimmen die Regeln des Erbrechts. Sie wurden zwar im Jahre 2015 neu gefasst, doch wurde die Hoffnung auf ein für den Interessierten verständliches Recht in einer modernen Sprache enttäuscht. Beschäftigt man sich mit den Bestimmungen genauer, entpuppen sie sich häufig als rätselhaft, jedenfalls aber voll von Überraschungen, Lücken und Tücken. Ihnen nachzuspüren, lohnt sich zumindest für jene, die darauf hoffen, durch eine Erbschaft ihre Lebensverhältnisse spürbar zu verändern. Christian Rabl gehört zu den führenden Experten auf dem Gebiet des Erbrechts. Er ist Universitätsprofessor für Zivilrecht an der Universität Wien und als Rechtsanwalt tätig. Sein Gesprächspartner ist Andreas Tschugguel, öffentlicher Notar in Wien, der nicht nur die Perspektive des im Erbrecht bedeutsamen Notariats, sondern auch seine eigene hervorragende wissenschaftliche Expertise in die Diskussion einbringt.

  1. 16. Okt.

    #57 Mount Erbrecht Live revisited: Der Entscheidungs-Rap

    65 Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs in nur rund zehn Monaten: Beim ersten Mount Erbrecht Live Seminar haben Christian Rabl und Andreas Tschugguel gemeinsam mit Senatspräsident Gottfried Musger die aktuelle Rechtsprechung zum Erbrecht und Verlassenschaftsverfahren analysiert. In dieser Folge greifen Christian Rabl und Andreas Tschugguel einige der besonders interessanten Entscheidungen des letzten Jahres noch einmal auf – ein Entscheidungs-Rap im Ping / Pong. Dieses Mal geht es unter anderem um folgende Fragen: • Wann kann die Unterbringung in einem Pflegeheim zur Erbunwürdigkeit führen? • Wie ist ein eigenhändiges Testament auf mehreren losen Blättern zu beurteilen? • Welche Anforderungen gelten für die Identifizierbarkeit von Testamentszeugen? • Wann kann ein Pflichtteil gemindert werden, wenn über Jahrzehnte kein Kontakt bestand? • Welche Auskunftsansprüche bestehen gegenüber Privatstiftungen? • Können Pflegeleistungen dazu führen, dass eine Schenkung aus sittlicher Pflicht nicht pflichtteilsrechtlich anzurechnen ist? • Ist langjähriges unentgeltliches Wohnen zusätzlich zu einer späteren Hausschenkung bei der Pflichtteilsberechnung zu berücksichtigen? • Warum können weder Gerichtskommissar noch eingeantworteter Erbe ohne Weiteres in das Kontenregister Einsicht nehmen? • Und welche weitreichenden Folgen kann eine gerichtliche Amtsbestätigung im Verlassenschaftsverfahren haben? Mit dieser Folge wird die zentrale Rolle des Obersten Gerichtshofs für die Praxis besonders deutlich: bei Testamenten, Pflichtteilen, Schenkungen, Verlassenschaftsverfahren und der täglichen Beratung von Erben und Beteiligten – die aktuelle Entwicklung der Rechtsprechung ist stets im Auge zu haben.

    #57 Mount Erbrecht Live revisited: Der Entscheidungs-Rap
  2. 2. Okt.

    #56 Wer erbt, wenn zwei Menschen gleichzeitig sterben?

    Was passiert erbrechtlich, wenn zwei Menschen gleichzeitig sterben – oder sich nicht feststellen lässt, wer wen überlebt hat? Christian Rabl und Andreas Tschugguel widmen sich diesmal einer grundlegenden Voraussetzung des Erbrechts: Wer erben soll, muss den Erbfall erleben. Dabei kann bereits die Frage, ob jemand den Verstorbenen auch nur um eine juristische Sekunde überlebt hat, erhebliche Auswirkungen auf die Vermögensnachfolge haben. Dieses Mal geht es um diese spannenden Fragen: • Muss ein Erbe den Verstorbenen tatsächlich überleben? • Kann bereits eine einzige Sekunde einen Unterschied machen? • Was passiert, wenn zwei Personen gleichzeitig versterben? • Was gilt, wenn sich die Reihenfolge des Todes nicht mehr feststellen lässt? • Welche Bedeutung hat der Todeszeitpunkt in der Sterbeurkunde? • Kann die in einer Sterbeurkunde angeführte Todeszeit widerlegt werden? • Wann gilt der Hirntod als rechtlich maßgeblicher Todeszeitpunkt? • Welche Folgen kann all das bei Patchworkfamilien haben? • Und warum kennt das US-amerikanische Recht sogar eine 120-Stunden-Regel? Ausgehend von §§ 536 und 537 ABGB diskutieren Christian Rabl und Andreas Tschugguel die Überlebensbedingung, den Erbanfall und die sogenannte Transmission. Anhand einer Entscheidung des OGH zeigen sie außerdem, warum der genaue Todeszeitpunkt darüber entscheiden kann, in welche Verlassenschaft ein Erbrecht fällt. Dabei geht es auch um eine überraschend grundlegende Frage: Wann ist ein Mensch im Rechtssinn überhaupt tot? Die Folge beleuchtet die Bedeutung des Hirntods, der Sterbeurkunde und die Beweisfragen, die entstehen können, wenn die Reihenfolge mehrerer Todesfälle unklar ist.

    #56 Wer erbt, wenn zwei Menschen gleichzeitig sterben?

Info

Der Tod bringt Trauer. Manche macht er reich. Wer wieviel vom Vermögen des Verstorbenen erhält, bestimmen die Regeln des Erbrechts. Sie wurden zwar im Jahre 2015 neu gefasst, doch wurde die Hoffnung auf ein für den Interessierten verständliches Recht in einer modernen Sprache enttäuscht. Beschäftigt man sich mit den Bestimmungen genauer, entpuppen sie sich häufig als rätselhaft, jedenfalls aber voll von Überraschungen, Lücken und Tücken. Ihnen nachzuspüren, lohnt sich zumindest für jene, die darauf hoffen, durch eine Erbschaft ihre Lebensverhältnisse spürbar zu verändern. Christian Rabl gehört zu den führenden Experten auf dem Gebiet des Erbrechts. Er ist Universitätsprofessor für Zivilrecht an der Universität Wien und als Rechtsanwalt tätig. Sein Gesprächspartner ist Andreas Tschugguel, öffentlicher Notar in Wien, der nicht nur die Perspektive des im Erbrecht bedeutsamen Notariats, sondern auch seine eigene hervorragende wissenschaftliche Expertise in die Diskussion einbringt.

Das gefällt dir vielleicht auch