Ich weiss, dass ich nichts weiss

Lia von Moos

Dein Wissenspodcast, in welchem komplexe und gesellschaftlich relevante Themen, einfach aber trotzdem differenziert reflektiert werden. Sämtliche Podcast Folgen basieren auf wissenschaftlich fundierter Literatur und sollen dazu dienen, unsere Welt in ihrer Komplexität zu verstehen. Fragen zur verwendeten Literatur gerne über mein Instagram @ichweiss.dassichnichtsweiss.

Folgen

  1. 15.07.2025

    #10: Weiblichkeit. Wenn Selbstaufgabe zur Identität wird.

    Schon mit 15 träumte ich von meinem Prinzen, welcher eines Tages kommen wird, um mich vor meinen Mathehausaufgaben zu retten. Doch wieso romantisierte ich bereits in einem so jungen Alter die emotionale Abhängigkeit von einem Mann? Warum hatte ich damals das Gefühl, mir selber nicht helfen zu können - ohne einen Mann nicht zu genügen? Und vor allem: Wieso definieren immer noch so viele Frauen in allen Altersgruppen und sozialen Schichten ihren Selbstwert über Schönheit und männliche Anerkennung? Die Antwort findet man in der weiblichen Sozialisierung – in den Erwartungen und Anforderungen, die an Frauen aufgrund ihres Frauseins in unserer Gesellschaft gestellt werden. Noch heute wird Frauen vermittelt, dass sie sich vor allem um zwei Dinge kümmern sollen: um ihre Schönheit und darum, einen Mann zu finden, mit dem sie eine Familie gründen können. Diese Vorstellungen sind so tief verankert, dass viele sie irgendwann selbst übernehmen. Die Folge ist, dass Frauen dazu neigen können, ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ziele hintenanzustellen. Stattdessen rückt der Wunsch nach Schönheit und männlicher Bestätigung ins Zentrum ihres Lebens. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie sich selbst verlieren und ihr gesamtes Dasein um einen Mann oder ihr Äusseres kreist. Wie die weibliche Sozialisierung auf Frauen wirkt, warum sie so problematisch ist und wie wir uns aus dem Zustand der Selbstaufgabe befreien können, erfährst du in diesem Podcast.

    43 Min.
  2. 17.04.2025

    #8: Toxische Männlichkeit. Wenn Orientierungslosigkeit zur Gefahr wird.

    Andrew Tate, die Manosphere und Incel-Gruppierungen – was auf den ersten Blick nach Randerscheinungen im Internet aussieht, offenbart bei näherem Hinsehen besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklungen. Auf sozialen Medien feiern Millionen Männer toxische Männlichkeit, Dominanz und Frauenverachtung – und diese Haltungen bleiben nicht im Netz. Sie sickern in die Realität: Gewalt gegen Frauen nimmt zu, und der Wunsch, als Mann Macht und Dominanz auszuüben, scheint – vor allem bei jungen Männern – ein gefährliches Comeback zu feiern. Die pauschale Verurteilung von Männern, die toxisch-männliches Verhalten befürworten, wird die Polarisierung der Geschlechter jedoch nur weiter befördern. Es ist wichtig, genau hinzuschauen und sich zu fragen, welche Bedürfnisse hinter dem Wunsch stehen, traditionelle Rollenbilder zu stärken und am vermeintlichen Recht auf männliche Herrschaft und Dominanz festzuhalten. Nur wenn wir verstehen, welche Ängste, Unsicherheiten und Identitätskrisen hinter toxisch-männlichem Verhalten stecken, können wir das Problem an seiner Wurzel angehen – und so langfristig für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander kämpfen. In diesem Podcast nehmen wir uns genau dieser komplexen Fragen an – und versuchen, mögliche Antworten zu finden: Warum polarisieren Figuren wie Andrew Tate so stark? Warum gewinnen männerbündische Räume wie die Manosphere oder Incel-Foren immer mehr Zulauf? Was genau bedeutet eigentlich “toxische Männlichkeit”? Gibt es auch eine “toxische Weiblichkeit”? Und wie helfen uns solche Begriffe dabei, gefährliche Dynamiken in unserer Gesellschaft besser zu erkennen – und ihnen entgegenzuwirken?

    46 Min.

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