Die KI Kantine - der Entwickler-Podcast über Künstliche Intelligenz

Michael Busch

Buschi lernt KI – Der Kantinen-Podcast für Entwickler Die Welt der Softwareentwicklung verändert sich rasant – KI schreibt Code, optimiert Prozesse und übernimmt Aufgaben, die früher stundenlange Arbeit waren. Was bedeutet das für uns Entwickler, die noch mit Google und Stack Overflow groß geworden sind? In Buschi lernt KI setze ich mich wöchentlich mit einem virtuellen Kollegen in die Kantine und erzähle, was ich über KI-Tools, Automatisierung und die Zukunft der Softwareentwicklung gelernt habe. Mal fasziniert, mal skeptisch – aber immer praxisnah und mit klarem Blick auf den Nutzen für uns als Entwickler und Unternehmer. Ein Podcast für die Mittagspause, der hilft, am Ball zu bleiben. Ohne Hype, aber mit viel echtem Lernwert. Alle Folgen & mehr: https://letscast.fm/sites/die-ki-kantine-ecf77ca9

  1. vor 2 Tagen

    Model Distillation: Wenn KI von KI lernt

    Bei der Model Distillation wird das Wissen eines großen KI-Modells genutzt, um kleinere, spezialisierte Modelle zu trainieren. Was innerhalb eines Unternehmens ein übliches Verfahren ist, wird problematisch, wenn konkurrierende Anbieter gezielt die Fähigkeiten fremder Modelle abschöpfen, statt selbst in Entwicklung und Training zu investieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei die sogenannten Chain-of-Thought-Denkspuren. Sie zeigen Zwischenschritte, mit denen ein Modell komplexe Aufgaben bearbeitet. Durch gezielte Fragen, die Bewertung von Lösungswegen oder die Erzeugung künstlicher Trainingsdaten lassen sich solche Informationen sammeln und für das Training eigener Modelle verwenden. Besonders kritisch wird es, wenn ein kleineres Modell zwar die Fähigkeiten eines leistungsstarken Originals übernimmt, dessen Sicherheitsmechanismen aber nicht im gleichen Umfang mit lernt. So können leistungsfähige Modelle entstehen, bei denen wichtige Schutzmaßnahmen fehlen. Eine Folge über KI-Wettbewerb, das Abschöpfen von Wissen und die Frage, was beim Destillieren verloren gehen kann. Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    Model Distillation: Wenn KI von KI lernt
  2. 14. Okt.

    Kolibri: Ein deutsches KI-Modell mit eigenen Stärken

    Welche leistungsfähigen Sprachmodelle gibt es eigentlich aus Europa? Neben dem französischen Anbieter Mistral gibt es mit Colibri 1 ein neues Openweight-Modell von Aleph Alpha aus Heidelberg. Es soll in Benchmarks konkurrenzfähig sein und setzt auf Deutsch und Englisch. Besonders interessant: Bei mathematischen Aufgaben kann es Vorteile bringen, die Fragen auf Deutsch zu formulieren. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf den Trainingsdaten. Weil herkömmliche Filter lange deutsche Wörter aussortierten, musste Aleph Alpha die Datenaufbereitung an die Besonderheiten der deutschen Sprache anpassen. Auch kultureller Kontext spielt eine Rolle. Dazu kommen ein Training, das den Umgang mit Unsicherheit fördern soll, und eine Mixture-of-Experts-Architektur, bei der nur die jeweils benötigten Spezialisten aktiviert werden. Was bedeutet das für den Einsatz von KI in deutschen Behörden und der Industrie? Und warum könnte ein Modell, das seine Grenzen kennt und effizient arbeitet, gerade im europäischen Umfeld interessant sein? Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    Kolibri: Ein deutsches KI-Modell mit eigenen Stärken
  3. 23. Sept.

    Jev – die KI, die kein Schwätzer ist

    Große Sprachmodelle sind darauf trainiert, möglichst gut mit Menschen zu kommunizieren. Jev geht einen anderen Weg: Die KI soll keine langen Texte produzieren, sondern Entscheidungen in einer klar strukturierten Form treffen. Als Ausgabe liefert sie beispielsweise eine Klassifizierung, einen Score oder eine einfache Ja-/Nein-Entscheidung. Der Vorteil liegt vor allem in Geschwindigkeit und Kosten. Jev soll laut den im Podcast besprochenen Angaben deutlich schneller und günstiger als große High-End-Modelle sein und eignet sich damit beispielsweise für Model-Routing, die Kategorisierung und Priorisierung von E-Mails oder Entscheidungen in Echtzeit. Auch autonomes Fahren und Echtzeit-Aktienhandel werden als mögliche Einsatzgebiete genannt. Dabei ist Jev nicht immer richtig, liefert aber zu jeder Entscheidung ein Confidence-Level. Gleichzeitig bleibt offen, wie die Technologie intern genau funktioniert – denn die Entwickler behandeln die konkrete Umsetzung als Betriebsgeheimnis. Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    Jev – die KI, die kein Schwätzer ist
  4. 16. Sept.

    Rekursive KI-Selbstverbesserung – wenn die KI sich selbst trainiert

    Rekursion kennt man aus der Programmierung: Eine Funktion ruft sich selbst wieder auf. Bei KI wird unter „Recursive Self-Improvement“ die Idee verstanden, dass eine KI ihre eigene Weiterentwicklung immer stärker selbst übernimmt. Genau hier sehen KI-Forscher allerdings noch erhebliche Schwierigkeiten. Aktuell funktioniert Lernen vor allem über Reinforcement Learning: Die KI bekommt ein klares Ziel und wird für gute Ergebnisse belohnt beziehungsweise für schlechte bestraft. Problematisch wird es, wenn die KI ihre Ziele und Trainingsaufgaben selbst festlegen soll. Dann fehlt die Kontrolle durch den Menschen, der bisher beispielsweise Logfiles analysieren und erkennen kann, an welcher Stelle eine KI bei einer Aufgabe in die falsche Richtung gelaufen ist. Bei einer vollständig rekursiven Selbstverbesserung könnten diese Zwischenschritte in einer Blackbox verschwinden. Hinzu kommt das Problem des „Catastrophic Forgetting“: Wenn Modelle kontinuierlich mit neuen Daten lernen, können sie älteres Wissen schrittweise vergessen. Und auch beim Erreichen von Belohnungszielen zeigt sich, dass KI-Systeme manchmal lieber das Belohnungssystem austricksen, statt die eigentliche Aufgabe zu lösen. Deshalb könnte die weitere Beschleunigung der KI-Entwicklung an eine natürliche Grenze stoßen. Vielleicht ist es aber auch gar nicht nötig, die KI sofort noch leistungsfähiger zu machen – sondern zunächst herauszufinden, was mit den heutigen Fähigkeiten überhaupt alles möglich ist. Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    Rekursive KI-Selbstverbesserung – wenn die KI sich selbst trainiert
  5. 9. Sept.

    GPT-6: Wenn die KI alles kann, was machen wir dann?

    GPT-6 wird von führenden Köpfen der KI-Branche bereits in die Nähe von AGI gerückt. Besonders beeindruckende Benchmark-Ergebnisse nähren diese Einschätzung – gleichzeitig bleibt die Frage, wie aussagekräftig solche Tests tatsächlich sind und ob eine KI wirklich „alles“ kann. Spannender ist vielleicht eine andere Entwicklung: GPT-6 ist stark auf Computer Use ausgelegt und kann komplette Abläufe am Computer übernehmen – von der Bildbearbeitung über die Videoproduktion bis zur Veröffentlichung. Gleichzeitig verliert klassisches Prompt Engineering an Bedeutung, weil KI-Systeme zunehmend selbst herausfinden, was der Nutzer eigentlich erreichen möchte. Damit entsteht ein neues Produktivitäts-Paradoxon: Wenn die KI immer mehr erledigen kann, wird nicht mehr die Technik zum limitierenden Faktor, sondern der Mensch. Vibe-Coding-Projekte lassen sich zwar beeindruckend schnell erstellen, doch aus einer technischen Demo wird noch lange kein echtes Produkt. Zwischen schnellem Erzeugen und echter Produktivität liegt weiterhin ein entscheidender Unterschied. Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    GPT-6: Wenn die KI alles kann, was machen wir dann?
  6. 2. Sept.

    Metas 10x-Experiment: Wenn KI mehr Code, aber weniger Innovation produziert

    Mark Zuckerberg wollte Meta – also Facebook und Instagram – mit dem sogenannten Project OT („Organization Transformation“) in ein AI-Native-Unternehmen verwandeln. Die Idee: gewachsene Strukturen aufbrechen, Teams massiv verkleinern und hochbezahlte Top-Performer mit KI-Agenten ausstatten. Projekte sollten in kleinen Teams innerhalb von vier Wochen Prototypen hervorbringen, während ein großer Teil der eigentlichen Arbeit von KI erledigt wird. Die ersten Ergebnisse klangen zunächst beeindruckend: 220 Prozent mehr Code-Änderungen. Bei tatsächlich für Nutzer sinnvollen neuen Features gab es allerdings nur einen Zuwachs von 36 Prozent. Gleichzeitig stiegen Sicherheitsvorfälle und IT-Störungen um 40 Prozent, während der Zeitaufwand für menschliche „Firefighter“ um 70 Prozent zunahm. Im Mai wurde deshalb die geplante zweite Entlassungswelle gestoppt und Meta startete eine PR-Offensive unter dem Motto „Betting on People“. Das vorläufige Fazit: KI-Agenten können die komplexen Strukturen eines großen Unternehmens offenbar noch nicht einfach ersetzen. Wer Produktivität über die reine Menge an KI-generiertem Code erzwingen will, produziert möglicherweise vor allem Instabilität statt Innovation. Die Infrastruktur für den KI-Umbau bleibt allerdings bestehen – und damit vermutlich auch die Hoffnung, dass zukünftige KI-Agenten die Rolle des Menschen irgendwann doch stärker übernehmen können. Quelle:https://www.reuters.com/investigations/mark-zuckerberg-had-bold-plan-replace-meta-staff-with-ai-heres-how-it-imploded-2026-08-26/ Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    Metas 10x-Experiment: Wenn KI mehr Code, aber weniger Innovation produziert
  7. 26. Aug.

    Wenn die KI den Spaß am Programmieren nimmt

    Für viele Entwickler der ersten Generation war Programmieren vor allem eines: Tüfteln. Vom Abtippen von BASIC-Listings auf dem TI-99/4A über Assembler und Pascal bis hin zu C, PHP und JavaScript bedeutete Programmieren, sich Probleme selbst zu erarbeiten, Fehler zu suchen und irgendwann den Moment zu erleben, in dem der eigene Code endlich funktioniert. Genau dieses Gefühl verändert sich durch KI. Heute kann die KI große Teile der Programmierarbeit übernehmen, während der Entwickler zunehmend Aufgaben organisiert und Agenten koordiniert. Das spart Zeit und ist wirtschaftlich sinnvoll – aber es nimmt möglicherweise auch einen Teil der Befriedigung weg, die beim handwerklichen Programmieren entsteht. In dieser Folge geht es deshalb um eine etwas andere Frage: Ist es wirklich ein Fortschritt, wenn die KI uns immer mehr Arbeit abnimmt? Oder verlieren wir dabei gerade die Dinge, die uns an unserer Arbeit ursprünglich Spaß gemacht haben?Hier der Text von James Randall: https://www.jamesdrandall.com/posts/the_thing_i_loved_has_changed/ Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst. 📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.deAlle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/

    Wenn die KI den Spaß am Programmieren nimmt
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