Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

Jan Schulte-Kellinghaus

Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.

  1. vor 1 Tag

    #80 Bismarck: Wie eisern war der "Eiserne Kanzler"?

    Mit Christoph Nonn: Nach der Reichsgründung regierte Otto von Bismarck 19 Jahre lang als Reichskanzler. In der Innenpolitik hatte er zwei Hauptfeinde: Sozialisten und die Katholiken. Nachdem das Erste Vatikanische Konzil 1870 beschlossen hatte, dass der Papst in bestimmten Religionsfragen unfehlbar sei, begann Bismarck mit seinem „Kulturkampf“ gegen die Katholiken. Er verbot politische Predigten, löste den Jesuitenorden in Deutschland auf und drohte mit dem Entzug aller finanziellen Mittel, falls die Gesetze nicht eingehalten würden. Als sein Sohn sich anschickte, eine katholische Frau zu heiraten, drohte der Reichskanzler mit Selbstmord. Anders als bei den Katholiken, fuhr er im Kampf gegen die Sozialisten eine Doppelstrategie. Um den sozialistischen Politikern das Wasser abzugraben, setzte er einen großen Teil ihrer Forderungen um: Er führte eine verpflichtende Krankenversicherung, eine Unfallversicherung und eine Invaliden- und Altersversicherung für Arbeiter ein. Die Arbeitgeber hatten sich zur Hälfte an den Kosten zu beteiligen und die Arbeiter konnten Ihre neuen Rechte vor Gericht einklagen. Außenpolitisch war die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zeit des Imperialismus. Die europäischen Großmächte teilten zusammen mit den USA und Japan die Welt praktisch untereinander auf. Es ging um Kolonien und territorialen Zuwachs. Nur einer machte da nicht mit: Otto von Bismarck. Er erklärte das Deutsche Reich für „saturiert“. Er nannte alle kolonialen Ideen „Schwindel“: „Solange ich Reichskanzler bin, betreiben wir keine Kolonialpolitik“. Und trotzdem wurden die größten deutschen Kolonialgebiete in seiner Regierungszeit "unter Schutz gestellt". Wie eigenständig hat Bismarck regiert? Warum hasste er die Katholiken so sehr? Warum verbot er die Sozialisten und setzte anschließend Ihre Forderungen um? Und wieso begründete er die deutsche Kolonialpolitik, obwohl er sie für „Schwindel“ hielt? Darüber und über sein Verhältnis zum Kaiser spreche ich mit Christoph Nonn, Prof. für Neueste Geschichte an der Uni Düsseldorf. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Neuere und neueste Geschichte #Deutschland # Westeuropa #Europa

  2. 14. Okt.

    #79 Karl Marx und die SPD

    Mit Stefan Berger: Mit 24 Jahren wurde Karl Marx Chefredakteur der Rheinischen Zeitung in Köln. Den Verlegern war Marx als Schreibtalent mit messerscharfem Verstand aufgefallen. Mit seinen Attacken gegen die Preußische Zensur und Kontrolle machte Marx seinen Verlegern besondere Freude. Allerdings nicht lange, denn ein Jahr später wurde das Blatt verboten. Karl Marx ging daraufhin nach Paris. In Paris traf Karl Marx nicht nur den „Bund der Gerechten“ sondern befreundete sich mit Friedrich Engel. Engels war der Sohn eines Fabrikanten aus Wuppertal. Der Vater betrieb in Manchester eine Baumwollspinnerei und hatte seinen Sohn Friedrich dort hingeschickt, damit er dort Erfahrungen sammele. Was des Fabrikantensohn in Manchester aber am meisten bewegte, war die miserable Lage der Arbeiter. Schockiert berichtete er dem Journalisten Marx über die Ausbeutung der Fabrikarbeiter und ihrer Familien. Wie Marx vom liberaldemokratischen Journalist zum Kopf der kommunistischen Bewegung in Europa wurde und wie er aus dem Exil in London den Aufstieg der SPD begleitete, darüber spreche ich mit Stefan Berger, Professor für für Sozialgeschichte und Direktor des Instituts für soziale Bewegungen an der Uni Bochum. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Neuere und neueste Geschichte #Deutschland # Westeuropa #Europa

  3. 7. Okt.

    #78 Krupp, Siemens und die Gründerzeit

    Mit Konstantin Richter: Alfred Krupp, Werner Siemens, die AEG und die Deutsche Bank: Sie alle wurden im19. Jahrhundert groß. Wie die deutsche Industrie erfunden wurde, und warum die Reichsgründung von 1871 so einen Boom auslöste, ist unser Thema heute. Das Deutsche Kaiserreich vollendete den Binnenmarkt: Vereinheitlichungen, bei den Währungen, den Maßen und Gewichten, bei der Post, im Rechtssystem und der Wegfall aller Binnenzölle lösten einen Wirtschaftsaufschwung aus. Dazu kam noch eine Sonderentwicklung. Nach dem Sieg über Frankreich hatte das deutsche Reich die Franzosen zu Reparationszahlungen in Höhe von 5 Milliarden Francs verpflichtet. Das waren ca. 1500 Tonnen Gold. Und das Geld floss. Die Kombination aus dem neuen Binnenmarkt, technischem Erfindergeist und französischen Reparationszahlungen löste eine Welle von Unternehmensgründungen aus, die der Epoche ihren Namen gab. Die „Gründerzeit“ steht nicht nur für den wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands,auch den Baustil der Städte hat sie geprägt. Die Mietskasernen in Berlin mit ihren vielen Hinterhöfen erinnern daran genauso, wie die schlossähnlichen Gründerzeitvillen der Industriellen in den edlen Wohngegenden. Konstantin Richter hat mit seinem Buch "300 Männer - Aufstieg und Fall der Deutschland AG" den Sachbuchpreis 2026 gewonnen. Darin erzählt er die Geschichte der großen deutschen Unternehmen von den Anfängen der Industrialisierung bis heute. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Neuere und neueste Geschichte #Deutschland # Westeuropa #Europa

  4. 30. Sept.

    #77 Bismarck und das Deutsche Kaiserreich

    Mit Christoph Nonn: 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. 65 Jahre nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches entstand ein Deutsches Kaiserreich unter der Führung des preußischen Königs. Otto von Bismarck war der Gründungskanzler des Deutschen Kaiserreiches. Aber war er auch der Gründer? Wieviel Strategie oder wieviel Zufall steckte hinter den drei Kriegen, die Österreich ausschlossen und schließlich alle anderen deutschen Staaten hinter der Idee eines Deutschen Kaiserreiches versammelten? Warum gaben Bayern, Württemberg und Baden ihre Eigenständigkeit auf? Warum kämpften die Sachsen und Welfen in Hannover gegen die preußische Dominanz? Und warum hatten sie am Ende keine Chance? Darüber spreche ich mit Christoph Nonn. Er hat eine lesenswerte Biografie über Bismarck verfasst und ist Professor für Neueste Geschichte an der Uni Düsseldorf. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

  5. 23. Sept.

    #76 Die Idee vom Judenstaat - Wer war Theodor Herzl?

    Mit Michael Brenner: Die Gründung des Deutschen Kaiserreiches war nicht nur für die Nation historisch, sondern auch für eine kleine Minderheit in der Bevölkerung: Den Jüdinnen und Juden. Das Gesetz zur „Gleichberechtigung der Konfessionen“ wurde im neuen Reich in Kraft gesetzt. Das heißt:  Der jüdische Glaube durfte nicht mehr diskriminiert werden. Beschränkungen bezüglich Wohnort, Beruf oder Eigentum wurden aufgehoben und Jüdinnen und Juden als Staatsbürger anerkannt. Damit waren Jüdinnen und Juden nach Jahrhunderten der Diskriminierung endlich rechtlich den christlichen Bürgern gleichgestellt. Aber der Judenhass hörte nicht auf. Er wechselte nur das Gewand: Die Erfindungen des Antisemitismus und der Rassenlehre stellten die gerade erworbenen Rechte wieder grundsätzlich infrage. Man setzte nicht mehr bei der Religion an, sondern behauptete, Juden wären eine eigene Rasse, die „Semiten“. So blieb ein Jude, egal ob er gläubig, getauft oder atheistisch war, immer ein Jude. Wie die Jüdinnen und Juden auf diese nicht enden wollende Aggression reagierten, welche Strategien sie entwickelten, darüber spreche ich in dieser Folge mit dem Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Uni München und Direktor des Centers für Israel Studies an der American University in Washington: Michael Brenner. Hier ist der im Intro versprochene link zum "Sagenreich": www.startnext.com/sagenreich Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier: https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/ Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

  6. 16. Sept.

    #75 Die Deutsche Revolution 1848

    Mit Dieter Langewiesche: 50 Jahre nach der Französischen Revolution rollte wieder eine Revolutionswelle durch Europa, wieder ausgelöst in Frankreich und diesmal riss sie auch die Deutschen mit. 1848 setzten die deutschen Revolutionäre freie Wahlen zu einer Nationalversammlung durch und entwickelten eine demokratische Verfassung, die beispiellos war. Hätten die Könige und Fürsten des Deutschen Bunds sich darauf eingelassen, dann hätte das national geeinte Deutschland 1849 die freiheitlichste und demokratischste Verfassung in ganz Europa haben können. Aber es kam anders. Der Preußische König, dem die Revolutionäre die Kaiserkone dieses fortschrittlichen Nationalstaats anboten, lehnte ab. Das sei eine „Krone aus der Gosse“, der der „Ludergeruch der Revolution“ anhafte. Unter dem militärischen Widerstand der feudalen Obrigkeit brach die Revolution schließlich zusammen. Wie es zur fortschrittlichsten Verfassung Europas für ein geeintes Deutschland kam, und warum diese revolutionäre Initiative dann doch keine Chance hatte, darüber spreche ich mit dem führenden Experten für Liberalismus uns Nationalismus im 19. Jahrhundert: Dieter Langewiesche, emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen und Autor einschlägiger Standardwerke. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier: https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/ Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

  7. 9. Sept.

    #74 Deutschland: Die Idee einer Nation

    Mit Dieter Langewiesche: Die Ideen der französischen Revolution hatten auch in Deutschland das Denken verändert. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit waren für viele die schillernden Versprechen der Volkssouveränität. Aber:  Napoleon hatte mit seinen vielen Siegen über Österreich, Preußen und das Heilige Römische Reich auch gezeigt, wie wenig schlagkräftig das Heilige Römische Reich mit seinen über 300 Klein- und Kleinstaaten war. Im Widerstand gegen Napoleon entwickelten sich die ersten Ansätze einer nationalen Idee. Friedrich Jahn propagierte 1811 auf der Hasenheide in Berlin das „patriotische Turnen“: Leibesertüchtigungen von jungen Männern für den Kampf gegen Napoleon und für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Allerdings einen Nationalstaat mit bürgerlichen Freiheitsrechten. Diese politische Strömung kombinierte die bürgerlichen Freiheitsrechte der französischen Revolution mit der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates. Die Fürsten und Könige waren weder für bürgerliche Freiheitsrechte noch für die nationale Idee zu haben. Wie die Bewegung für Einheit und Freiheit gegen den Widerstand der Obrigkeit trotzdem langsam Fahrt aufnahm. Welche Rolle die Gebrüder Grimm dabei spielten und warum das Fest auf der Wartburg 1817 und das Fest auf dem Hambacher Schloss 1832 so eine Sprengkraft entwickelten, darüber spreche ich mit Dieter Langewiesche. Der emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen ist der führende Experte zu den Themen Nationalismus und Liberalismus in Deutschland. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier: https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/ Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

  8. 2. Sept.

    #73 Wie Napoleon dem Heiligen Römischen Reich ein Ende macht

    Mit Ute Planert: Bewunderter Revolutionär oder gehasster Usurpator? Wie dachten und lebten die Deutschen unter Napoleon? Das besprechen wir in dieser Folge. Wir sind in unserer chronologischen Erzählung bei der französischen Revolution angekommen. Als 1789 in Paris der Sturm auf die Bastille losbrach, war Napoleon Bonaparte 19 Jahre alt und weit weg vom Geschehen. Ein hochbegabter junger Leutnant auf einer Artillerieschule in der Nähe von Dijon. Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug  nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn  Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 -  erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien. Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier: https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/ Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa

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Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.

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