Inside Universitätsmedizin Mainz - Spannende Einblicke für alle

Universitätsmedizin Mainz

In unserem Podcast „Inside Universitätsmedizin Mainz“ – kurz „Inside UM“ – interviewt der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Professor Ralf Kiesslich, Persönlichkeiten der Universitätsmedizin Mainz. Im Fokus steht der kollegiale Austausch zu Themen rund um die UM – von A wie Alzheimer-Forschung bis Z wie Zahnmedizin. Es geht um besondere medizinische oder wissenschaftliche Expertisen, fachliche Schwerpunkte sowie die persönliche Faszination der Interviewgäste für ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld. Hört regelmäßig rein, wenn es wieder heißt „Vorhang auf“ für eine neue, spannende Folge „Inside UM“!

  1. 12. Okt.

    Spannende Einblicke ins Gehirn – Das Neuroimaging Center

    Wie ist der Zusammenhang zwischen dem, was im Gehirn passiert, und dem menschlichen Erleben und Bewusstsein: Diese Frage macht für Prof. Dr. Raffael Kalisch die Faszination der Neurowissenschaften aus und steht im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit. Raffael Kalisch leitet an der Universitätsmedizin Mainz das Neuroimaging Center – kurz NIC. „NI steht für Neuroimaging und bedeutet übersetzt Bildgebung des Gehirns oder des Nervensystems. Der Kern des NIC ist, dass wir vor allem Magnetresonanztomographie (MRT) durchführen, um Bilder des Gehirns zu erhalten und dessen Funktion zu entschlüsseln. Die Methode ist aufwändig und mit dem NIC bietet die Universitätsmedizin eine zentrale Forschungsplattform für interne und externe Partner“, erläutert Raffael Kalisch im Gespräch mit Prof. Dr. Ralf Kiesslich. Am NIC haben Interessierte die Möglichkeit, an einer der vielen Studien zum Thema Hirngesundheit teilzunehmen. „Ich kann nur sehr dazu einladen. Es ist eine interessante Erfahrung und alle Teilnehmenden bekommen ein Bild ihres Gehirns“, betont Raffael Kalisch. Ein wichtiges Forschungsgebiet des NIC ist die Resilienzforschung –Raffael Kalisch hat sogar ein Buch darüber geschrieben. „Der Kernbegriff ist der Begriff der Bewertung. In dem Buch geht es etwa um die Theorie des positiven Bewertungsstils: Man sollte nicht mit einer völlig rosaroten Brille durchs Leben laufen, aber doch die Fähigkeit kultivieren, immer wieder auch die positiven Dinge zu sehen.“

  2. 28. Sept.

    Der Gewebedetektiv

    Mit einem Vorurteil räumt Pathologe PD Dr. Sebastian Försch gleich zu Beginn auf: „Wenn die Menschen an Pathologie denken, dann denken sie überwiegend an Obduktionen. Aber wir machen viel, viel mehr: Über 98 Prozent unserer Zeit befassen wir uns mit der Analyse von Zellen und Geweben von lebenden Patientinnen und Patienten.“ Da ist es nicht verwunderlich, dass Sebastian Försch sich im Gespräch mit Ralf Kiesslich als „Gewebedetektiv“ bezeichnet und sagt: „Wir sind damit ein zentraler Bestandteil der modernen Medizin.“ Sein Plädoyer für die Pathologie: „Es ist ein enorm vielfältiges, ein enorm spannendes Fach. Wir machen in Mainz 500 bis 1.000 Einzelanalysen am Tag, da gleicht kein Fall dem anderen und das Spektrum reicht von Normalbefunden bis hin zu bösartigen Tumorerkrankungen.“ Angesichts dieser Zahlen liegt es nahe, die Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Pathologie zu thematisieren – ein echtes Steckenpferd von Sebastian Försch: „Wir forschen zu dem Thema und haben drei Teilbereiche identifiziert, von denen wir denken, dass man mit KI die Medizin noch besser machen kann.“ Demnach kann die KI helfen, die Routinediagnostik der vielen Tausend Proben schneller und effizienter zu machen sowie in den Gewebeproben versteckte Informationen aufzuspüren und für eine Prognose zu nutzen. Im Sinne einer personalisierten Medizin kann die KI laut Sebastian Försch zudem dabei unterstützen herauszufinden, welche Personen auf eine spezifische Therapie womöglich ansprechen – oder auch nicht. „Die Erkenntnisse unserer Forschung nun in die Klinik zu bringen, so dass Kolleginnen und Kollegen, Patientinnen und Patienten ultimativ davon profitieren können“, das ist Sebastian Förschs Vision für die nächsten zehn Jahre. Er ist überzeugt: „Jetzt ist die entscheidende Phase!“

  3. 14. Sept.

    Faszination Robotische Chirurgie

    Präziseres Arbeiten, schonendere Eingriffe, schnellere Heilung – so beschreibt Prof. Dr. Peter Grimminger die Vorteile der Robotischen Chirurgie. Als erfahrener Spezialist insbesondere für Eingriffe an der Speiseröhre schildert er dies im Gespräch mit Ralf Kiesslich sehr plastisch: „Früher war die Speiseröhren-Operation ein sehr großer Eingriff mit vielen Komplikationen. Das hat sich mit der Robotischen Chirurgie revolutioniert.“ Bei dieser Art von Eingriffen sitzt der Chirurg an einer Art Konsole und kann von dort sehr präzise die Instrumente im Körper der Patientin oder des Patienten steuern. Peter Grimminger hat eine Professur speziell für Robotische Chirurgie inne. So stärkt die Universitätsmedizin Mainz gezielt ihre Position als Zentrum für Robotische Chirurgie. Zudem war die Universitätsmedizin Mainz deutschlandweit die erste Uniklinik, die über ein da Vinci Single-Port (SP)-System verfügte und mit diesem Roboter-assistierten Operationssystem erstmals auch Eingriffe an Magen, Speiseröhre, Leber oder Pankreas durchführen konnte. „Bei der Entwicklung des Systems konnte ich schon ganz früh dabei sein“, sagt Peter Grimminger. „Die Anfänge waren schon vor vielen Jahren.“ Seitdem wächst das Spektrum an Eingriffen, die auch robotisch assistiert möglich sind, ständig. „Thoraxchirurgie, Gynäkologie, HNO“, zählt Peter Grimminger auf. „Es gibt immer mehr Fächer, wo die Robotische Chirurgie sinnvoll eingesetzt werden kann. Das nimmt praktisch täglich zu.“

  4. 8. Juni

    Anästhesiologie – ein Fach mit vielen Säulen

    Seit Oktober 2025 ist Prof. Dr. Nana-Maria Wagner Direktorin der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz. „Viele besondere Aspekte“ haben sie bewogen, sich für den Standort Mainz zu entscheiden, verrät sie im Gespräch mit Ralf Kiesslich: „Wir vertreten die operative Anästhesiologie und Intensivmedizin und dürfen die boden- und luftgebundene Rettung mitgestalten. Dadurch haben wir die gesamte Rettungskette und innerklinische Weiterversorgung mit in unserer Hand. Das macht den Charme hier am Standort für unser Fach aus.“ Patient:innen als Notärzt:innen erstzuversorgen und während des Klinikaufenthalts zu begleiten, ist für Nana-Maria Wagner darüber hinaus „eine unheimlich dankbare Aufgabe, die aber auch die Herausforderung hat abzuwägen, ob das, was die Hochleistungsmedizin bieten kann, im Einzelfall auch sinnvoll ist.“ Ein sogenanntes Patient Blood Management in Mainz umfassend umzusetzen, liegt Nana-Maria Wagner besonders am Herzen: Ziel ist es, die Anzahl von Bluttransfusionen während einer Operation zu verringern. Hierfür werden Patient:innen vor einer Operation gezielt auf verschiedene Formen einer Blutarmut untersucht. Liegt eine solche Blutarmut vor, wird diese noch vor der Operation ausgeglichen. In Mainz ist Nana-Maria Wagner schon nach wenigen Monaten angekommen und „richtig Mainzerin geworden. Die Geselligkeit gefällt mir an der Mainzer Mentalität besonders gut.“

Info

In unserem Podcast „Inside Universitätsmedizin Mainz“ – kurz „Inside UM“ – interviewt der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Professor Ralf Kiesslich, Persönlichkeiten der Universitätsmedizin Mainz. Im Fokus steht der kollegiale Austausch zu Themen rund um die UM – von A wie Alzheimer-Forschung bis Z wie Zahnmedizin. Es geht um besondere medizinische oder wissenschaftliche Expertisen, fachliche Schwerpunkte sowie die persönliche Faszination der Interviewgäste für ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld. Hört regelmäßig rein, wenn es wieder heißt „Vorhang auf“ für eine neue, spannende Folge „Inside UM“!