MGB MEDIZIN

mgo fachverlage GmbH & Co. KG

Willkommen bei MGB MEDIZIN – Ihrem kompakten Wissens-Update für die moderne Medizin! In unserem Podcast erwarten Sie zwei spannende Formate: KurzGefasst: Hier erhalten Sie in wenigen Minuten KI-gestützte, prägnante Zusammenfassungen aktueller medizinischer Studien. Ideal für alle, die schnell und fundiert auf dem neuesten Stand bleiben möchten. Expertentalk: In diesem Format sprechen wir mit führenden Fachleuten aus verschiedenen medizinischen Bereichen über relevante Themen, aktuelle Trends und zentrale Herausforderungen. Freuen Sie sich auf fundierte Einblicke und praxisnahe Impulse direkt von Expertinnen und Experten. Unsere Themenpalette reicht von Allgemeinmedizin, Diabetologie, Kardiologie, Onkologie, Neurologie, Urologie und Gynäkologie bis hin zu Pädiatrie und Dermatologie. Abonnieren Sie jetzt, bleiben Sie stets bestens informiert und besuchen Sie uns auf: https://mgb-medizin.de/

  1. vor 4 Std.

    Migräne zwischen Mythos und Misogynie: Ein Blick in die Geschichte | Prof. Gudrun-Goßrau im Expertentalk

    Ein pochender Schmerz, Sehstörungen, Übelkeit und die Unfähigkeit, auch nur kleinste Reize zu ertragen: Für Menschen mit Migräne kann eine Attacke fast unerträglich sein. Bereits in der Antike wurden diese besonderen Kopfschmerzen beschrieben – im Laufe der Geschichte jedoch mit sehr unterschiedlichen Erklärungen und teils fragwürdigen Behandlungsmethoden.In einer neuen Folge des MGB Medizin Podcasts nimmt Medizinjournalistin Julina Pletziger Sie mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Migräne. Gemeinsam mit Prof. Dr. Gudrun Goßrau-Solimena, Fachärztin für Neurologie und spezielle Schmerztherapie sowie Generalsekretärin und Pressesprecherin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, spricht sie darüber, wie sich das Verständnis dieser Erkrankung verändert hat.Warum wird Migräne noch immer häufig bagatellisiert? Welche Vorgänge im Gehirn lösen eine Attacke aus? Wie wird Migräne heute diagnostiziert und behandelt? Und welche Rolle spielen moderne Medikamente wie Triptane sowie die Prophylaxe? Außerdem berichtet Sabine aus Duisburg von ihrem langen Weg zur richtigen Behandlung, absurden Ratschlägen und der Erfahrung, mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen zu werden.Die Folge beleuchtet auch, warum Migräne bei Frauen häufiger und oft belastender auftritt, weshalb die Erkrankung bereits in der Kindheit oder Jugend erkannt werden sollte und welche Versorgungslücken noch immer bestehen. Dabei wird deutlich: Migräne ist keine harmlose Befindlichkeitsstörung, sondern eine komplexe neurologische Erkrankung, die Anerkennung und eine passende Behandlung verdient. Seien Sie gespannt und folgen Sie uns, um keine neuen Folgen zu verpassen! Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    Migräne zwischen Mythos und Misogynie: Ein Blick in die Geschichte | Prof. Gudrun-Goßrau im Expertentalk
  2. vor 6 Tagen

    KurzGefasst: Gaming und Gehirn - Nicht nur die Spielzeit zählt

    In dieser Folge von „KurzGefasst“ geht es um eine Frage, die viele Eltern und Jugendliche beschäftigt: Beeinträchtigt viel Gaming die Konzentration – oder können Videospiele auch bestimmte Fähigkeiten fördern? Eine Studie mit mehr als 3.800 Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren zeigt, warum die Antwort nicht einfach Ja oder Nein lautet. Die Forschenden untersuchten sowohl die tägliche Spielzeit als auch Anzeichen problematischen Spielverhaltens und verglichen diese mit Ergebnissen aus Tests zu räumlichem Denken, Schlussfolgern, Gedächtnis, Sprache und Motorik. Im Durchschnitt spielten die Jugendlichen rund 99 Minuten pro Tag. Dabei zeigte sich ein unterschiedliches Muster: Mehr Spielzeit hing in einigen Bereichen mit etwas besseren Testergebnissen zusammen. Anzeichen von Kontrollverlust und Weiterspielen trotz Problemen standen dagegen mit niedrigeren Ergebnissen in Zusammenhang. Auch die Art des Spiels könnte eine Rolle spielen. Strategie- und Rollenspiele zeigten andere Zusammenhänge als Shooter – doch die Studie beweist nicht, dass ein bestimmtes Genre diese Effekte verursacht. Was lässt sich daraus ableiten? Wir besprechen, warum Spielzeit allein kein vollständiges Bild liefert, welche Grenzen die Untersuchung hat und weshalb Zusammenhänge nicht mit Ursache und Wirkung gleichzusetzen sind. Entscheidend ist auch, ob Jugendliche Pausen machen können und ob Schlaf, Schule oder Beziehungen unter dem Spielen leiden. Quelle: Studie von Willinger, Wunderl und Stieger. Die vollständige Quellenangabe: Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Aktuelle medizinische Fachinformationen, Fachzeitschriften, E-Paper, Podcasts und mehr finden Sie auf mgb-medizin.de.

    KurzGefasst: Gaming und Gehirn - Nicht nur die Spielzeit zählt
  3. 21. Sept.

    KurzGefasst: MLC1-Antikörper – ein neues Zielantigen bei MS-ähnlichen Erkrankungen

    Was jahrzehntelang als Multiple Sklerose diagnostiziert wurde, entpuppt sich zunehmend als Spektrum verschiedener Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems – und mit jedem neu identifizierten Zielantigen wird die Diagnostik präziser. In dieser Folge von "KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus Science Translational Medicine vor, die das Protein MLC1 als neues Zielantigen bei MS-ähnlichen Erkrankungen identifiziert. Ausgangspunkt war eine Patientin mit Rückenmarksentzündung, bei der die bekannten Autoantikörper gegen AQP4 oder MOG negativ waren. Das Forschungsteam des LMU Klinikums München fand Antikörper gegen MLC1, ein Protein auf der Oberfläche von Astrozyten. Mit einem neu entwickelten Test wurden diese Antikörper bei vier von etwa 300 Patientinnen und Patienten mit MS oder MS-ähnlichen Erkrankungen nachgewiesen. Die Hypothesen wurden vorab präregistriert, und umfangreiche Laborversuche zeigten, dass MLC1-Antikörper Astrozyten zerstören und Entzündungen im Rückenmark verstärken können. Die Ergebnisse erweitern das Spektrum der MS-ähnlichen Erkrankungen um eine mögliche weitere eigenständige Entität – nach MOGAD und NMOSD. Dies hat praktische Konsequenzen: Der Nachweis spezifischer Autoantikörper ermöglicht präzisere Diagnosen und kann gezieltere Therapien ermöglichen. Die Studie zeigt beispielhaft, wie wichtig die kontinuierliche Suche nach neuen Zielantigenen für die Präzisionsmedizin in der Neuroimmunologie ist. Wir besprechen, warum diese Befunde für die Neuroimmunologie so relevant sind, welche diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen sich ergeben und was sich daraus für das Verständnis von MS-ähnlichen Erkrankungen und möglicher therapeutischer Ansätze ableiten lässt. Quelle: Wong HK, Ho S, Yu Q, Given KS, Shqau D, Baier S, Winklmeier S, Rübsamen H, Kendirli A, Schanda K, Oswald E, Bräuer K, Thaler FS, Gerdes LA, Feederle R, Kerschensteiner M, Reindl M, Khademi M, Piehl F, Olsson T, Bennett JL, Kümpfel T, Kawakami N, Bradl M, Meinl E, Mader S. Antibodies against MLC1 found in patients with NMOSD-like disease mediate astrocytopathy in rodent models. Science Translational Medicine. 2026;18:eady0403. doi: 10.1126/scitranslmed.ady0403 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    KurzGefasst: MLC1-Antikörper – ein neues Zielantigen bei MS-ähnlichen Erkrankungen
  4. 7. Sept.

    KurzGefasst: Neurotizismus und Gehirn – die Amygdala-Hypothese widerlegt

    Wie eng hängt Neurotizismus tatsächlich mit der Amygdala zusammen – und was bedeutet es, wenn eine zentrale neurobiologische Annahme der Emotionsforschung nicht standhält? In dieser Folge von „KurzGefasst“ stellen wir eine aktuelle Studie aus Nature Communications vor, die die verbreitete Vorstellung einer generellen Hyperreaktivität der Amygdala bei Menschen mit hohem Neurotizismus grundlegend infrage stellt. Grundlage der Untersuchung sind fMRT-Daten von 338 bis 424 Teilnehmenden aus zwei US-Kohorten. Die Forschenden analysierten die Hirnaktivität in zwei etablierten experimentellen Paradigmen: beim Betrachten negativer Szenen sowie beim Sehen ängstlicher oder wütender Gesichter. Die Hypothesen wurden vorab präregistriert, die Daten in Trainings- und Validierungsstichproben aufgeteilt und mit einer umfangreichen Multiverse-Analyse sowie Bayes-Faktoren ausgewertet, um sowohl Effekte als auch deren Ausbleiben statistisch belastbar zu prüfen. Die Ergebnisse fallen überraschend deutlich aus: Weder Amygdala noch anteriore Insula, dorsales anteriores Cingulum oder das gesamte Salience Network zeigten bedeutsame Zusammenhänge mit Neurotizismus. Stattdessen sprechen die Daten klar für die Nullhypothese. Zugleich gelang es den Forschenden aber, die Facette Stress-Vulnerabilität mithilfe ganzhirniger Aktivierungsmuster vorherzusagen. Dieses prädiktive Muster war nicht in limbischen Strukturen verankert, sondern vor allem in somatomotorischen und visuellen Netzwerken. Die Studie spricht damit gegen einfache lokalisatorische Erklärungsmodelle und für ein differenzierteres Verständnis stabiler Persönlichkeitsmerkmale im Gehirn. Wir besprechen, warum diese Befunde für die Persönlichkeits- und Emotionsforschung so relevant sind, welche methodischen Konsequenzen sich für die Interpretation bildgebender Studien ergeben und was sich daraus für das Verständnis von Stress-Vulnerabilität und möglicher therapeutischer Ansätze ableiten lässt. Quelle: Sicorello M, Kraynak TE, Manuck SB, Schmahl C, Wager TD, Wright AGC, Gianaros PJ, Petre B. The functional neurobiology of dispositions towards negative emotions. Nature Communications. 2026;17:5622. doi: 10.1038/s41467-026-74565-0 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    KurzGefasst: Neurotizismus und Gehirn – die Amygdala-Hypothese widerlegt
  5. 2. Sept.

    Polyneuropathie & Diabetes: Verlauf, Diagnostik & Therapie | Expertentalk

    Warum bleibt die diabetische Polyneuropathie trotz einer Prävalenz von bis zu 30 % so häufig unerkannt – und welche einfachen Untersuchungen können dabei helfen, die Diagnose sicher und frühzeitig zu stellen? Fachredakteurin Birgit Schulze spricht mit Dr. Gidon Bönhof, Leiter der Arbeitsgruppe Neuropathie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) Düsseldorf und seit über zehn Jahren in der klinischen und translationalen Neuropathie-Forschung tätig, über die Herausforderungen des Neuropathie-Screenings im Praxisalltag, neue altersabhängige Referenzwerte und die diagnostische Bedeutung von Stimmgabel- und Pin-Prick-Test. Warum wird die diabetische Polyneuropathie so systematisch unterdiagnostiziert? Was ist beim Screening asymptomatischer Patientinnen und Patienten wirklich notwendig? Und weshalb können bereits zwei einfache Untersuchungen eine diagnostische Genauigkeit von über 80 % erreichen? Dr. Bönhof erläutert, welchen Stellenwert die Rydel-Seiffer-Stimmgabel, der Pin-Prick-Test und der Achillessehnenreflex in der praktischen Diagnostik haben und welche neuen Erkenntnisse aus einer zehnjährigen Longitudinalstudie zum Verlauf der Nervenfunktion bei Typ-2-Diabetes gewonnen werden konnten. Darüber hinaus geht es um Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes, die Indikation für eine Hautbiopsie, Entzündungsbiomarker und immunmodulatorische Prozesse sowie die Chancen und aktuellen Grenzen von KI-gestützten und digitalen Screening-Tools. Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Botschaft für die Praxis: Nicht fehlende Zeit oder Geräte sind das größte Hindernis, sondern die fehlende Standardisierung. Wer das Screening strukturiert einführt und delegiert, kann diagnostische Sicherheit gewinnen, ohne den Praxisablauf wesentlich zu belasten. Freuen Sie sich auf ein Gespräch, das die diabetische Polyneuropathie verständlich einordnet und konkrete Impulse für eine frühere, standardisierte Diagnostik gibt. Für alle, die besser verstehen möchten, wie sich Nervenfunktionsstörungen bei Diabetes frühzeitig erkennen lassen und welche Bedeutung dies für Prävention, Verlaufskontrolle und Therapie hat. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    Polyneuropathie & Diabetes: Verlauf, Diagnostik & Therapie | Expertentalk
  6. 24. Aug.

    KurzGefasst: Revidierte McDonald-Kriterien 2024 – frühere MS-Diagnose mit konventionellen Methoden

    Wie viel früher lässt sich Multiple Sklerose heute diagnostizieren – und braucht es dafür tatsächlich hochspezialisierte neue Bildgebungsverfahren? In dieser Folge von „KurzGefasst“ stellen wir eine aktuelle Studie aus eClinicalMedicine vor, die zeigt: Die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien ermöglichen deutlich häufiger eine MS-Diagnose bereits beim ersten demyelinisierenden Ereignis – und das auch mit den konventionellen diagnostischen Verfahren der klinischen Routine. Grundlage der Untersuchung ist eine prospektiv erhobene, monozentrische Kohorte mit 215 Erwachsenen, die zwischen Oktober 2020 und Juni 2025 mit einem ersten demyelinisierenden Ereignis oder einem radiologisch isolierten Syndrom an der Medizinischen Hochschule Hannover vorgestellt wurden. Alle Patientinnen und Patienten erhielten eine standardisierte Diagnostik mit kontrastverstärktem MRT von Gehirn und Rückenmark, visuell evozierten Potenzialen und Liquoranalyse. Die Daten wurden anschließend retrospektiv sowohl nach den McDonald-Kriterien von 2017 als auch nach der revidierten Fassung von 2024 ausgewertet. Neu eingeführte MRT-Marker wie das zentrale Venenzeichen oder paramagnetische Randläsionen sowie die optische Kohärenztomographie waren in der Kohorte nicht systematisch verfügbar. Die Ergebnisse sind klinisch relevant: Nach den Kriterien von 2017 erfüllten 181 von 215 Personen – also 84 Prozent – bereits bei der Erstvorstellung die Voraussetzungen für eine MS-Diagnose. Unter Anwendung der 2024 revidierten Kriterien waren es 201 Personen beziehungsweise 93,5 Prozent. Die 20 zusätzlichen Diagnosen gingen vor allem auf die Einbeziehung des Nervus opticus als weitere neuroanatomische Topografie sowie auf die Möglichkeit zurück, bestimmte Fälle eines radiologisch isolierten Syndroms als MS zu klassifizieren. Der diagnostische Zugewinn war dabei hochsignifikant. Für die Praxis besonders wichtig: Die neuen Kriterien entfalten ihren Nutzen bereits mit den heute verfügbaren Standardmethoden. Ein hypothetischer Verzicht auf visuell evozierte Potenziale hätte den Großteil der Diagnosen weiterhin ermöglicht. Ohne Liquordiagnostik wären dagegen etwa 25 Prozent der Diagnosen nicht möglich gewesen. Die Liquoranalyse bleibt damit ein zentraler Bestandteil der Diagnostik. Zugleich zeigen die Daten, dass der Sehnerv bei vielen Betroffenen Hinweise auf eine Beteiligung liefert, die klinisch nicht immer als manifeste Optikusneuritis in Erscheinung getreten ist. Wir besprechen, warum eine frühere MS-Diagnose den Beginn einer krankheitsmodifizierenden Therapie beschleunigen kann, welche Rolle der Sehnerv und die Liquoranalyse in den neuen Kriterien spielen und weshalb moderne MRT-Marker trotz ihres wissenschaftlichen Potenzials in der klinischen Routine derzeit nicht immer entscheidend sind. Außerdem geht es um die Grenzen der Studie: das monozentrische Design, die kurze Nachbeobachtungszeit, die fehlende formale Prüfung der diagnostischen Spezifität und die weiterhin diskutierte Frage einer möglichen Überdiagnose – insbesondere bei radiologisch isolierten Syndromen. Die Studie spricht insgesamt für einen pragmatischen Ansatz, bei dem neue diagnostische Möglichkeiten in bestehende, breit verfügbare Verfahren integriert werden. Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    KurzGefasst: Revidierte McDonald-Kriterien 2024 – frühere MS-Diagnose mit konventionellen Methoden
  7. 19. Aug.

    Paranoia bei isolierten Teammissionen - ein Blick in die Antarktis | Prof. Sebastian Walther im Expertentalk

    In der Antarktis leben Menschen unter Bedingungen, die kaum extremer sein könnten: monatelange Dunkelheit, Temperaturen von bis zu minus 85 Grad Celsius, niedriger Luftdruck und Hunderte Kilometer Entfernung zur nächsten menschlichen Siedlung. Auf der Concordia-Station verbrachte eine zwölfköpfige Crew zehn Monate unter diesen Bedingungen. Unsere Medizinjournalistin Julina Pletziger spricht im neuen Expertentalk von MGB MEDIZIN mit Prof. Dr. Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg. Gemeinsam sprechen sie über eine internationale Studie zu den psychischen Auswirkungen extremer Isolation. Wie verändern sich Einsamkeit, Schlaf, Gruppenzusammenhalt und Vertrauen, wenn Menschen über Monate auf engstem Raum zusammenleben? Die Forschung zeigt: Trotz ständiger sozialer Nähe nahm das Gefühl der Einsamkeit zu. Auch Konflikte und misstrauische beziehungsweise paranoide Gedanken traten häufiger auf, während der Zusammenhalt und die individuelle Leistungsfähigkeit abnahmen. Prof. Dr. Walther erklärt, welche Warnsignale sich früh erkennen lassen, warum sich innerhalb der Crew nationale Gruppen bildeten und was sich daraus für künftige Einsätze in U-Booten, Militärlagern oder sogar bei Marsmissionen lernen lässt. Seien Sie gespannt und folgen Sie uns, um keine neuen Folgen zu verpassen! Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    Paranoia bei isolierten Teammissionen - ein Blick in die Antarktis | Prof. Sebastian Walther im Expertentalk
  8. 10. Aug.

    KurzGefasst: Der Schmerz des Bezahlens – buchstäblich messbar im Gehirn

    Verursacht Geld ausgeben tatsächlich Schmerz – im wörtlichen, neuronalen Sinne? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus dem Journal of Economic Behavior and Organization vor, die erstmals neurowissenschaftliche und kausale Evidenz dafür liefert, dass der Schmerz des Bezahlens ein reales affektives Erlebnis ist – mit messbaren Hirnaktivierungsmustern und direktem Einfluss auf Kaufentscheidungen. Die Forschungsgruppe um Nicole Robitaille von der Queen's University kombinierte zwei methodisch unterschiedliche Ansätze: eine fMRT-Pilotstudie mit neunzehn Teilnehmenden und eine experimentelle Hauptstudie mit 173 Personen im Rahmen einer als klinische Medikamentenstudie inszenierten Placebo-Untersuchung. In der Pilotstudie trafen Probanden während der funktionellen Magnetresonanztomografie reale Kaufentscheidungen – Snacks wurden entweder gegen Geld oder gegen elektrische Schocks angeboten. In der Hauptstudie erhielten Teilnehmende in einem doppelblinden Placebo-Design scheinbare Medikamente, die affektiven oder somatosensorischen Schmerz modulieren sollten, um den Einfluss der Schmerzwahrnehmung auf die Zahlungsbereitschaft zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen: Beim Bezahlen mit Geld korrelierte die anteriore Insula – eine Schlüsselregion der affektiven Schmerzverarbeitung – signifikant mit der Preishöhe. Somatosensorische Schmerznetzwerke blieben dagegen inaktiv. Die Hauptstudie lieferte kausale Evidenz: Wer glaubte, ein schmerzverstärkendes Placebo erhalten zu haben, zeigte eine signifikant höhere Zahlungsbereitschaft – weil der Schmerz des Bezahlens einer externen Quelle zugeschrieben wurde und damit seine handlungsleitende Funktion verlor. Wir besprechen, welche klinischen Anknüpfungspunkte sich daraus ergeben – etwa für Patientinnen und Patienten mit impulsivem Kaufverhalten oder finanziellen Belastungen –, welche methodischen Einschränkungen die Studie hat und was die Befunde über die neuronalen Überschneidungen von finanziellem und sozialem Schmerz verraten. Quelle: Robitaille N et al. The pain of paying – literally measurable in the brain. J Econ Behav Organ. 2026. (Bitte vollständige Quellenangabe inkl. DOI vor Veröffentlichung ergänzen.) Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!

    KurzGefasst: Der Schmerz des Bezahlens – buchstäblich messbar im Gehirn

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