Hätten wir's mal aufgezeichnet...!

Kimberly und Jón

Wir sind ein Juristenpärchen, dass neben all den Jura-Themen vor allem über das Leben zwischen den Paragrafen plaudert. Es geht um Entscheidungen, Zweifel, Perspektiven, Gesellschaftliches und auch Beziehungsfragen. Viele bereits geführte Gespräche hätten eigentlich ins Mikro gehört. Jetzt tun wir's - der Name ist Programm. Hier gibt's ehrliche Einblicke, eine Prise Selbstironie und Denkanstöße, die Euch vielleicht länger begleiten als der letzte Kaffeefleck im Gesetzestext. Nehmt mit, was taugt und vergesst, was niemand braucht.

  1. 16. Okt.

    # 19 Ersti-Folge: Was wir zum Start ins Jurastudium gern gewusst hätten

    Die Ersti-Woche läuft, die ersten Vorlesungen stehen an, und plötzlich ist alles neu. Wir blicken zurück auf unseren eigenen Start ins Jurastudium in Leipzig und geben euch die Tipps, die wir damals gern gehabt hätten: von AGs und Lehrbüchern über Gutachtenstil und Remonstration bis zu Freundschaften außerhalb der Jura-Bubble. Kim und Jón sind ins Jurastudium gestartet, wie man unterschiedlicher kaum starten kann. Kim hat ihren Stundenplan so gelegt, dass jedes Wochenende frei zum Feiern blieb, und ist mit dem Motto „Be open” in die Ersti-Woche gegangen. Jón hat die Ersti-Woche bewusst ausgelassen und zu Hause behauptet, es fände gar nichts statt. In dieser Folge erzählen wir, wie sich unser Studienstart angefühlt hat, was Corona daran verändert hat und was wir heute anders machen würden. Daraus sind ganz praktische Tipps für Jura-Erstis entstanden: Warum eine gute AG fast immer mehr bringt als die Vorlesung, warum ihr nicht jedes Lehrbuch kaufen müsst, das der Professor empfiehlt, und warum Folien ausdrucken oder Wort für Wort abschreiben reine Zeitverschwendung ist. Wir sprechen darüber, warum ihr früh Fälle lösen und den Gutachtenstil üben solltet, wie ihr mit schlechten Noten umgeht und warum ihr vor einer Remonstration keine Angst haben müsst. Außerdem geht es um die soziale Seite des Studiums: Mentoring-Programme wie das von Legally Female, Lerngruppen, die Zeit brauchen, das Gefühl, am Anfang ein bisschen verloren zu sein, Freunde außerhalb der Jura-Bubble und Werkstudentenjobs als Ausgleich. Zum Schluss klären wir, ob wir noch einmal Erstis sein wollen, ob Jón je ein echtes Studentenleben hatte und wie es sich anfühlt, dass seine kleine Schwester jetzt selbst mit Jura anfängt. Die Folge ist für alle, die gerade ins Jurastudium starten, bald anfangen oder sich an ihre eigene Ersti-Zeit zurückerinnern wollen. Kapitel (00:00) Zettel, Stift und Ersti-Woche(02:26) Unser Plan: Tipps aus heutiger Sicht(03:56) Jóns Start: AGs statt großer Lerngruppen(05:32) Raus aus dem Nest: Leipzig als Kompromiss(07:32) Kims Start: Zu Hause wohnen, Corona und „unbothered”(09:23) Stundenplan fürs Wochenende und der Tipp: Geht zur Ersti-Woche(11:34) Jón schwänzt die Ersti-Woche(12:46) „Be open”, Mentorenprogramm und der Kirschschnaps(15:53) Sucht euch eine Mentorin: Legally Female(18:04) Lerngruppen: ausprobieren, aber kein Muss(19:19) Corona, AGs und der eigene Lerntyp(21:44) Eine gute AG schlägt eine schlechte Vorlesung(23:58) Lehrbücher: Bib statt Kaufzwang(26:05) Vier Bäume pro Semester: Folien drucken und abschreiben(29:48) Früh mit Fällen anfangen(30:47) Gutachtenstil üben und durchhalten(31:55) Noten sind Feedback, kein Urteil(33:17) Zwischenprüfungszeugnis und Praktika(33:51) Durchgefallen? Keine Scheu vor Remonstration(36:05) Am Anfang einsam? Das ist normal(37:59) Freunde außerhalb der Jura-Bubble und alte Freunde(40:35) Tunnelblick: Kommunikation ist der Schlüssel(41:28) Werkstudentenjob als Ausgleich(43:53) Würdest du noch mal Ersti sein?(45:36) Hattest du ein Studentenleben?(47:12) Jóns Schwester startet ins Jurastudium(50:05) Toi, toi, toi: Verabschiedung Unsere letzte Folge: Referendariat ja, nein, warum? (Apple) Unsere Folge zu Arbeiten während des Studiums (Apple) Spotify jeweils unten. Legally Female Findet uns Instagram: @hwma_podcast Ihr startet gerade ins Studium? Schreibt uns eure Fragen, eure ersten Eindrücke oder die Tipps, die euch am meisten geholfen haben, per DM oder in die Kommentare.

  2. 2. Okt.

    #18 Referendariat: Ja, nein, warum? - Zwischen KI, Zweifeln und Zukunftsplänen

    Zwei Jahre Referendariat oder direkt in den Job? Kim ist sich sicher, Jón schwankt, und ein Anruf bei einer Personalvermittlerin bringt alles noch mal ins Wanken. Wir sprechen über das zweite Staatsexamen, Notendruck, KI auf dem Rechtsmarkt und darüber, was das alles für uns als Paar bedeutet. Die Frage stellt sich früher oder später jedem, der Jura studiert: Mache ich nach dem ersten Staatsexamen auch noch das Referendariat? Bei uns ist sie gerade sehr präsent, denn der Start rückt näher, und wir sehen die Sache ziemlich unterschiedlich. Kim war immer klar, dass sie die Ausbildung abschließt, weil ihr das Vollständigkeit und Sicherheit gibt. Jón hatte das Ref nach dem ersten Examen eigentlich schon abgehakt. Er sieht sich nicht im klassischen juristischen Beruf, macht seinen MBA und zieht es eher in Richtung M&A und Private Equity. Seitdem schwankt er, mal mehr, mal weniger, je nachdem, was gerade passiert. Den Anstoß für diese Folge gab ein Gespräch mit einer Personalvermittlerin. Ihre These: Wer nicht mit sehr guten Noten heraussticht, wird es auf dem Rechtsmarkt künftig schwerer haben, weil Kanzleien und Unternehmen Routinearbeit zunehmend mit KI erledigen. Daraus ergeben sich mehrere Fragen. Macht KI das Referendariat weniger wert oder erhöht sie nur den Druck, es richtig gut zu machen? Was heißt das für alle, die gerade erst mit dem Jurastudium anfangen? Für alle, die nicht Jura studiert haben, erklären wir kurz, wie das Referendariat aufgebaut ist: Stationen bei Gericht, Staatsanwaltschaft, Verwaltung und Anwaltschaft, die Wahlstation, Unterhaltsbeihilfe und am Ende der Titel Volljurist:in. Wir sprechen darüber, was an der breiten deutschen Ausbildung im internationalen Vergleich gut ist, ob Auslandserfahrung im Ref etwas bringt und wie KI bei Gericht und in Kanzleien schon jetzt eingesetzt wird. Zum Schluss wird es persönlich. Was bedeutet es für uns als Paar, wenn beide gleichzeitig in die Examensphase gehen, oder eben nicht? Unser Plan: München verlassen und für das Ref nach Hessen gehen. Ob Jón mitzieht, ist noch offen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Steckt ihr im Referendariat, habt es hinter euch oder überlegt noch? Schreibt uns, wie ihr das seht und ob euch KI eher Sorgen macht oder Chancen eröffnet. 00:00:00 Cold Open: Die freche Augenbraue 00:01:26 Intro 00:01:40 Warum wir über das Ref sprechen müssen 00:04:24 Der Anstoß: Anruf bei der Personalvermittlerin 00:06:04 Wo wir stehen: Erstes Examen, LL.M., MBA 00:08:36 Jóns Hin und Her 00:10:13 Was ist das Referendariat überhaupt? 00:13:23 Acht Jahre Ausbildung – lohnt sich das? 00:16:45 Kims Sicht: Vollständigkeit und Absicherung 00:19:11 Jóns Gründe gegen das Ref 00:21:18 Breite Ausbildung, Stationen und Auslandserfahrung 00:26:57 KI auf dem Rechtsmarkt: Top oder austauschbar? 00:29:42 Macht KI das Ref weniger wert oder den Druck höher? 00:33:43 Jura heute: Von Anfang an Vollgas 00:35:45 Zwischen zwei Stühlen: Wie entscheidet man? 00:36:50 Kims mulmiges Gefühl und der Druck 00:38:20 Der Plan: Von München nach Hessen 00:40:10 KI bei Gericht und in der Verwaltung 00:43:26 Ref als Paar: Gemeinsam durch oder ausgleichend? 00:46:10 Eure Meinung und Verabschiedung Begriffe aus der Folge: Referendariat, zweites Staatsexamen, Volljurist:in, Befähigung zum Richteramt, Stationen (Zivil, Straf, Verwaltung, Anwalt, Wahl), Unterhaltsbeihilfe, Diplom-Jurist:in, LL.M., MBA Kontakt: Instagram @hwma_podcast. Erzählt uns eure Ref-Geschichte in den Kommentaren oder per DM.

  3. 18. Sept.

    #17 Trip-Report: Von Seattle bis San Diego - Wie viel Roadtrip verträgt eine Beziehung?

    Drei Wochen, 7.500 Kilometer, acht Nationalparks und ein Chevy, der am Ende fast zum Zuhause wurde. Bei Cognac und Fotobuch blicken wir auf unseren Roadtrip entlang der US-Westküste zurück: von Seattle über den Highway One bis San Diego, mit Abstechern nach Las Vegas, zum Grand Canyon und in den Antelope Canyon. Und wir klären, wie gut man sich nach drei Wochen auf engstem Raum noch versteht. Nach Kims LL.M.-Jahr in Boston stand noch ein großer Punkt auf der Liste: die Westküste. In dieser Folge machen wir es uns auf der Couch gemütlich, blättern durch unser Fotobuch und erzählen von drei Wochen Roadtrip durch Washington, Oregon, Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona. Wir sprechen darüber, wie wir die Reise geplant haben: mit einem nächtlichen Marathon-Telefonat über die Zeitzonen hinweg, KI-Routenplanung, die öfter danebenlag, einer klaren Aufgabenteilung und einem Budget von 100 Euro pro Nacht, und das mitten in der Fußball-WM. Geplant waren 4.500 Kilometer, gefahren sind wir 7.500. Unterwegs gab es viel zu erleben: der raue, neblige Nordwesten und Thor's Well, die gigantischen Redwoods, die Fahrt über die Golden Gate Bridge, Santa Barbara, das Feuerwerk am 4. Juli in Los Angeles, die Casino-Psychologie in Las Vegas, Zion, Bryce, Horseshoe Bend, Monument Valley, der Sonnenaufgang am Grand Canyon und 45 Grad in Phoenix. Dazu kommen ein holpriger Start mit dem Mietwagen, eine Polizeikontrolle in Nordkalifornien und die Frage, ob sich eine teure Tour durch den Antelope Canyon lohnt. Spoiler: ja. Außerdem geht es darum, wie man als Paar drei Wochen auf engstem Raum erlebt. Wir reden über Kompromisse bei der Route, spontane Umwege, die doch nicht passen, eigene Bedürfnisse ohne Rückzugsort und Rituale, die Halt geben, vom immer gleich gepackten Kofferraum bis zum morgendlichen Iced Latte aus dem Drive-through. Die Folge ist für alle, die selbst einen USA-Roadtrip planen, schon einmal einen gemacht haben oder wissen wollen, wie Reisen als Paar funktioniert, wenn man jeden Tag weiterzieht. **Kapitel**: (00:00) Cognac, Couch und Fotobuch (03:14) Erst Ostküste, dann Westküste: Wie die Idee entstand (07:02) Die Planung: Nachttelefonat, KI-Routen, WM und 100 € pro Nacht (11:14) 4.500 km geplant, 7.500 km gefahren (12:15) Die Route von Seattle bis San Diego (13:35) Rauer Nordwesten vs. 45 Grad in Phoenix (16:39) Holpriger Start: Das Mietwagen-Drama in Seattle (19:21) Acht Nationalparks und der Antelope Canyon (21:44) Teure Tour: Spontan zusagen oder abwägen? (23:38) Cannon Beach, Eureka und die Redwoods (26:25) Über die Golden Gate nach San Francisco (32:04) Monterey, Santa Barbara und die Küste Richtung LA (33:15) Los Angeles und das Feuerwerk am 4. Juli (37:10) Las Vegas und die Psychologie der Casinos (41:16) Zion, Bryce und Horseshoe Bend (44:37) Monument Valley und unser Chevy (47:23) Grand Canyon, Palm Springs und die Sonnenuntergänge (50:08) Zu voll gepackt? Und unsere schönste Unterkunft in Bluff (53:15) Drei Wochen aufeinander: Wie hat's als Paar funktioniert? (56:28) Route 66 und der Umweg, der keiner wurde (1:00:41) Das Iced-Latte-Ritual (1:01:42) Bester Moment der Reise (1:03:08) Polizeikontrolle in Nordkalifornien (1:04:24) Abschluss: Eure Roadtrip-Tipps Nationalparks: Mount Rainier, Redwood, Yosemite, Zion, Bryce Canyon, Grand Canyon, Joshua Tree (plus Monument Valley) Antelope Canyon (nur mit Guided Tour über das Navajo-Gebiet) Unser Mietwagen: Chevrolet Equinox Filmtipp vor dem Alcatraz-Besuch: „The Rock"

    #17 Trip-Report: Von Seattle bis San Diego - Wie viel Roadtrip verträgt eine Beziehung?
  4. 6. Sept.

    #16 Ein Jahr LL.M. an der Boston University: Ein Interview - Kurswahl, Bar Exam, Kosten & Alltag

    Nach zehn Monaten Distanz sitzen wir endlich wieder gemeinsam am Mikrofon – und machen daraus einen echten Neustart. In dieser Folge erzählen Kim und Jón, wie aus einer Autofahrt-Idee ein Podcast wurde, warum zwei Diplom-Juristen mit erstem Staatsexamen lieber über das Leben zwischen den Paragrafen sprechen als über Klausurtaktik – und wie das neue Konzept ab jetzt aussieht: drei feste Kategorien (Paragrafen, Perspektiven, Partnerschaft), neues Cover, neues Intro, neuer Rhythmus. Dazu blicken wir zurück: auf die Kennenlern-Story mit BGH-Rechtsprechung zum Lottogewinn im Zugewinnausgleich, auf die Frage „Warum überhaupt Jura?" – und nach vorn auf LL.M., MBA und den Start ins Referendariat Anfang 2027. Juristische Vorkenntnisse brauchst du keine. Kapitel (00:00) Zurück in Deutschland – und morgen geht's wieder los (02:01) Recap-Einstieg: zwölf Monate im Interview-Format (03:07) Was ist eigentlich ein LL.M. – und warum macht man ihn? (04:59) Warum Boston? Der Weg zur Boston University School of Law (07:49) Kurswahl aus 200+ Kursen und die Concentration im IP Law (11:22) Spezialisierter oder allgemeiner LL.M.? Für wen sich was lohnt (13:50) Deutsches vs. US-amerikanisches Jurastudium: Readings, Case Briefs, Outlines (18:58) Bar Exam: Was dafür spricht – und warum Kim es nicht gemacht hat (25:03) Bewerbung: Zeitplan, Personal Statement, Empfehlungsschreiben (29:02) Finanzierung: Stipendien und der unterschätzte Studiengebührenerlass (32:36) Englisch im Alltag und im Hörsaal: Wo die Lernkurve am steilsten war (38:43) Highlights: Costa Rica, Road Trips, Campus-Events (41:39) WG-Leben in Boston und die Frage nach der Miete (44:53) Freundschaften – was bleibt nach dem Jahr? (47:18) Unangenehmster und lustigster Moment (Stichwort: Truthähne) (48:50) Sport in Boston: Red Sox, Celtics, Patriots, Bruins (52:13) Blitzrunde und Abschluss Erwähnt in dieser Folge Unsere Folge zum Start: LL.M. und MBA im Vergleich → [Spotify] oder [Apple Podcast](https://podcasts.apple.com/de/podcast/h%C3%A4tten-wirs-mal-aufgezeichnet/id1843046730?l=en-GB&i=1000729869748) (https://open.spotify.com/episode/3mNhhUOHJC9c7r2MjNs4nl?si=4e94321c3f7f43dd) Boston University School of Law → bu.edu/law DAJV LL.M.-Day (Infoveranstaltung für Interessierte) → dajv.de Kims schriftliche Erfahrungsbericht - [hier](https://www.llm-essentials.de/llm-erfahrungsberichte/boston-2025-2026-kimberly-rose-hantschke/) **Findet uns** Instagram: [@hwma_podcast](https://www.instagram.com/hwma_podcast?stkn=OWZma2FrMWdvODFs) – dort gibt's Updates, die Erfahrungsberichte und Einblicke zwischen den Folgen. Fragen zum LL.M., zur Bewerbung oder zur Finanzierung? Schreibt uns gern per DM – wir sammeln die Themen für kommende Folgen.

    #16 Ein Jahr LL.M. an der Boston University: Ein Interview - Kurswahl, Bar Exam, Kosten & Alltag

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Wir sind ein Juristenpärchen, dass neben all den Jura-Themen vor allem über das Leben zwischen den Paragrafen plaudert. Es geht um Entscheidungen, Zweifel, Perspektiven, Gesellschaftliches und auch Beziehungsfragen. Viele bereits geführte Gespräche hätten eigentlich ins Mikro gehört. Jetzt tun wir's - der Name ist Programm. Hier gibt's ehrliche Einblicke, eine Prise Selbstironie und Denkanstöße, die Euch vielleicht länger begleiten als der letzte Kaffeefleck im Gesetzestext. Nehmt mit, was taugt und vergesst, was niemand braucht.