Ich erzähle, wie bei der „Natur-Auszeit im Wald für Sterneneltern“ alles anders kam als geplant und ich dennoch dankbar war. Eine weitere Gelegenheit für ein persönliches Treffen ist der Sternenkinder-Workshop in Bremen am Samstag, 10.10.2026 im Café Schweizer Viertel. Ich hoffe auf Interaktion und Austausch zu den Fragen: Was ist Trauer? Was kann helfen? Wie sind deine persönlichen Erfahrungen? – Natürlich unter dem Motto: alles kann, nichts muss. Den Herbst verbinde ich mit Erntedank: auch für die „Früchte des Jahres“. Was war schön, bewegend, außergewöhnlich, lehrreich, …? Das stimmt mich überwiegend dankbar. Dankbarkeit bedeutet für mich: bewusst wertschätzen. Ganz wichtig: Dankbarkeit ist nicht das Gegenteil von Trauer, sondern kann gleichzeitig neben der Trauer existieren. Dankbar sein bedeutet, dass wir auch das Gute sehen dürfen, obwohl nicht alles in unserem Leben gut ist. Viele trauernde Sterneneltern fragen: Darf ich mich jemals wieder freuen? Darf ich wieder lachen? – Dass du dich am Leben freust, macht dein Sternenkind nicht unvergessen. Vielleicht hilft dir der Gedanke: Du bist nicht dein Gefühl. Du bist ein Mensch mit Gefühlen. Ein Teil von dir ist traurig und fühlt den Schmerz. Ein anderer Anteil von dir freut sich über etwas Schönes. Wofür kannst du dankbar sein, wenn du doch ein Sternenkind verabschieden musstest? – Zum Beispiel für scheinbar Selbstverständliches, Kleinigkeiten, Erfolge, persönliche Begegnungen etc. Falls das Wort „Dankbarkeit“ zu groß klingt, dann ersetze es. Welches Wort passt für dich? Was war erträglich? Was war ok? Was hat mir geholfen? Was hat mir gut getan? Warum kann Dankbarkeit helfen? Ziel ist nicht, etwas Schlechtes schön zu reden oder zu verdrängen. Dankbarkeitsübungen ersetzen auch keine ggf. nötige Therapie. Dankbarkeit kann dich in deinem Wohlbefinden unterstützen. Effekte von Dankbarkeit: zusammengefasst wird unsere psychische und körperliche Gesundheit gefördert. Du kannst bewusst den Blickwinkel neu wählen: wieder wahrnehmen, was außer der Trauer noch im Leben ist. Dankbarkeit kann eine „Tür zum Leben“ sein. Dankbarkeit in den Alltag zu integrieren erfordert Training: am besten regelmäßig. Zum Beispiel kannst du abends 3 Dinge benennen, wofür du dankbar bist. Denken, aufschreiben, mit jemandem sprechen, 5-Finger-Methode (pro Finger ein Thema), … Ich führe dich beispielhaft durch eine kurze Dankbarkeitsübung. Die Natur zeigt, dass alles zusammen gehört: Blühen, Wachsen, Reifen, Loslassen, Ruhen. Davon können wir lernen. Dankbarkeit kann heißen: „Ja, mein Leben ist anders als gewünscht. Und gleichzeitig gibt es Dinge, die ich in meinem Herzen tragen möchte.“