CIMPL - Psychologie, Kommunikation und Führung - Militär trifft Zivil

CIMPL

Hey, wir sind Marius und Léon. In CIMPL – Civil-Military Progress and Leadership sprechen wir über Psychologie, Kommunikation und echte Führungserfahrungen. Zwei Perspektiven, ein Ziel für Selbstführung und Führung anderer: Menschen verstehen, Entwicklung fördern und Klarheit schaffen. Kein Fachchinesisch – dafür echte Gespräche mit Haltung, Tiefgang und Humor.

  1. vor 2 Tagen

    #26 Was hättest du getan? - Teil 1

    Wie entscheidest du, wenn Haltung etwas kostet und du nur eine Seite der Geschichte kennst? Folge 26 ist unsere Jubiläumsfolge, live aufgenommen, und startet das Format „Was hättest du getan?“. Jeder bringt einen realen Fall mit und erzählt ihn anonymisiert bis zum Entscheidungspunkt. Der andere legt sich fest, erst danach folgen Auflösung und Abgleich mit der Realität. Psychologie wird nicht erklärt, sondern angewendet. Fall 1: Eskalation an einer Hotelrezeption, danach eine virale Falschbeschuldigung (Fall Gil Ofarim, 2021). Wir sprechen über Impulskontrolle, Zurückrudern und Deeskalation, und über die Perspektive des Beschuldigten: Anzeige statt Schweigen. Dazu: Illusory-Truth-Effekt und „What you see is all there is“ (Kahneman). Warum setzt sich eine einseitige Darstellung fest? Was muss Krisenkommunikation leisten: schnell, genau, sachlich? Mit Brücke zur Bundeswehr, wo interne Prüfschleifen gegen die Dynamik des Netzes laufen. Fall 2: ein Whistleblower-Dilemma, angelehnt an Edward Snowden. Gewissen gegen Existenzrisiko, Schweigegeld, die These „Wer schweigt, ist Mittäter“. Außerdem: Loyalität, Fairness oder Empathie? Wem sind wir verpflichtet, Arbeitgeber oder Kunde? Mit Rückgriff auf Folge 15 (Entscheidungshilfe) und Folge 25. Eure Fälle sind gefragt: Schickt uns Szenarien für die nächste Runde, anonymisiert oder mit Vornamen. Takeaway: Prüfe unter Druck zuerst deine Reaktion (Impuls, Eigeninteresse, Rechtfertigung), dann die Informationslage: Wessen Seite fehlt? Erst dann entscheidest du. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie: Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #26 Was hättest du getan? - Teil 1
  2. 11. Okt.

    #25 Was, wenn jeder glaubt, dass er Recht hat?

    In Folge 25 geht es um zwei Denkmechanismen, die bestimmen, was wir für wahr halten: 1. Den Illusory Truth Effect und 2. WYSIATI („What you see is all there is“, Kahneman). Der eine sorgt dafür, dass sich Wiederholtes wahr anfühlt. Der andere dafür, dass wir aus dem, was wir sehen, ein vollständiges Bild bauen, ohne zu fragen, was fehlt. Wir sprechen darüber, warum Mythen wie das Goldfisch-Gedächtnis so hartnäckig sind und wie Politik und soziale Medien Wiederholung nutzen, ob Wiederholung immer negativ sein muss oder ob Manifestieren eine positive Form davon ist, wie Desinformationskampagnen funktionieren und warum eine Flut an Informationen nicht automatisch besser informiert, wie Risikokommunikation durch weggelassene Zahlen in die Irre führt, wie aus selektiv wahrgenommenen Fakten ganze Weltbilder entstehen, welche Gefahr Denkfehler in Indizienprozessen bedeuten und wer am Ende das Narrativ beherrscht.Aus der militärischen Entscheidungsfindung nehmen wir ein Gegenmittel mit: Bei der Bundeswehr versetzt man sich gezielt in die Lage des Gegners und spielt auch das gefährlichste Szenario für die eigene Seite durch, um darauf vorbereitet zu sein. Übertragen heißt das: Wer in eine Diskussion geht, sollte die Argumente der Gegenseite kennen, bevor er die eigenen verteidigt. (Quellen u. a.: Hasher, Goldstein & Toppino 1977; Fazio et al. 2015; Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken) Vertrautheit ist kein Wahrheitsbeweis und die eigene Wahrheit ist nicht automatisch die der anderen. Deshalb gilt es, die Offenheit für andere Perspektiven bewusst zu halten und zu stärken. Gaslighting bekommt dann wohl eine eigene Folge. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie:Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #25 Was, wenn jeder glaubt, dass er Recht hat?
  3. 27. Sept.

    #24 Emotionen, Trauma und Belastungen: Wie können wir damit umgehen?

    In Folge 24 ist Cici (CICIVIEWS) zu Gast: Cici ist Expertin für Essstörungen, traumasensible Yoga-Lehrerin und Pädagogin. Wir sprechen darüber, warum emotionale Kompetenz keine private Wohlfühlfrage ist, sondern eine Führungsaufgabe. Worum es geht: Warum wir Emotionsregulation unbewusst und früh lernen – über das „Lernen am Modell" (Bandura)Vorbildfunktion und „Führen mit Vorbild": Man kann nichts verlangen, was man nicht vorlebtEmotionen benennen als Voraussetzung für Regulation – inkl. einer konkreten Alltagsübung„Wie geht's dir?" als Vertrauensweiche in der Führung – Rollenbewusstsein und FürsorgepflichtWas passiert, wenn wir Emotionen unterdrücken: Kompensation, Burnout, Zwang, EssstörungDer Kipppunkt: wann Gesundes ungesund wird – Motiv-Verschiebung und Selbstwert als SchutzfaktorIntervention als Führungskraft: „Es gibt keinen Zu-früh-Punkt, nur einen Zu-spät-Punkt" Was du mitnimmst: Wer als Führungskraft Raum für Emotionen schafft, erhöht Leistungsfähigkeit und Fürsorge zugleich. Der erste Schritt ist nie Intervention, sondern ein klares „Ich sehe dich". Den Menschen adressieren, nicht das Krankheitsbild. Und meistens braucht man nicht direkt die Welt zu retten. Oftmals hilft und reicht schon ein einfaches, niederschwelliges Gespräch um Vertrauen aufzubauen. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie: Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #24 Emotionen, Trauma und Belastungen: Wie können wir damit umgehen?
  4. 13. Sept.

    #23 Welche positive Eigenschaft wird überschätzt?

    Welche Eigenschaft, die du für eine Stärke hältst, kostet dich in Wahrheit deine Handlungsfähigkeit? In Folge 23 stellen wir drei vermeintliche Tugenden auf den Prüfstand: Selbstsicherheit, Perfektion und Furchtlosigkeit.  Ausgangspunkt ist Marius' Leitfrage: welche Eigenschaft halten wir für überschätzt? Unsere These: Nicht die Eigenschaft täuscht, sondern unsere Bewertung. Wir belohnen, was sichtbar ist, und übersehen, was als Nicht-Ereignis auftritt. Worüber wir sprechen: Selbstsicherheit: notwendig für Fortschritt, soziale Interaktion und Erfolg. Im Übermaß kippt sie in Überheblichkeit, Engstirnigkeit und Arroganz. Wir streifen den Dunning-Kruger-Effekt (und ordnen ihn kritisch ein) sowie das Impostor-Syndrom als sein Gegenstück. Perfektion: wir trennen drei Ebenen: das Streben nach hohen Standards, die Sorge (Angst vor Fehlern) und den sozialen Erwartungsdruck von außen. Daraus wird die eigentliche Führungsfrage: Können wir Perfektion überhaupt nur leisten, wenn wir keinen Zeitdruck haben? Und wenn Zeit selbst ein Führungsfaktor ist – ist die perfekte Entscheidung dann noch die richtige? Furchtlosigkeit: für uns kein Ideal, sondern die Verdrängung einer wichtigen Emotion. Auch Soldaten dürfen und sollen Angst haben; Tapferkeit ist nicht ihre Abwesenheit, sondern ihre Überwindung. Furchtlos sein sollte man nur vor dem Irrationalen. Diesen Gedanken diskutieren wir entlang des Buchs „Offizier sein". Was du mitnimmst: einen Blick dafür, warum in Unternehmen wie im Militär oft die falsche Eigenschaft belohnt wird – und warum die eigentliche Führungsleistung nicht in der Eigenschaft liegt, sondern in ihrer situativen Kalibrierung. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie:Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #23 Welche positive Eigenschaft wird überschätzt?
  5. 30. Aug.

    #22 Wie führst du jemanden, der dir unsympathisch ist?

    Was tust du, wenn dir ein Mensch, für den du Verantwortung trägst, unsympathisch ist? Antipathie im Führungsalltag ist nicht vermeidbar. Die Frage ist nur, ob man sie steuert oder ob sie einen steuert. In Folge 22 sprechen Marius und Leon darüber, wie Führung fair bleibt, wenn persönliche Sympathien und Abneigungen unbemerkt in Entscheidungen, Beurteilungen und Kommunikation einsickern. Verantwortung meint dabei mehr als das Team im Unternehmen: auch Verein, Ehrenamt, Mannschaft und Truppe: überall dort, wo man für jemanden geradesteht, den man sich nicht ausgesucht hat. Worüber wir sprechen:der Unterschied zwischen leichter Unsympathie und echter Antipathie – und warum die Intensität das Verhalten verändertdie ehrliche Seite: unangenehme Aufgaben landen schnell bei den Unsympathischen – und das ist selten eine reine Sachentscheidungder schwierigere Fall, den kaum jemand zugibt: wenn ein sympathischer Mensch sanktioniert werden müsste – und man ein Auge zudrücktwarum die gefährlichere Verzerrung nicht von denen ausgeht, die man nicht mag, sondern von denen, die einem guttunHalo-Effekt, Attributionsfehler und der Similar-to-me-Effekt als typische Denkfehler bei Beurteilung und Führungder Unterschied zwischen Alltag und echter Drucksituation, in der Impulskontrolle deutlich schwerer wird (Beispiel: Corona-Amtshilfe) Der Takeaway: Sympathie ist kein Führungsinstrument, kognitive Empathie schon. Man muss niemanden mögen, um ihn fair zu führen, aber man muss die eigenen Gefühle kennen, um sie nicht unbemerkt handeln zu lassen. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da.Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie: Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #22 Wie führst du jemanden, der dir unsympathisch ist?
  6. 16. Aug.

    #21 Mit Menschlichkeit zur ,,ElitePerformance” - Wie geht das?

    Mit Menschlichkeit zur ,,ElitePerformance" – wie geht das? In Folge 21, unserer ersten Gesprächsfolge, sprechen wir mit Malte Boven, ehemaliger U16-Cheftrainer im Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Greuther Fürth, Sportlehrer und Dozent, über Leistungsdruck und Menschlichkeit im Sport. Sein Leitmotiv: „Mit Menschlichkeit zur ElitePerformance." Wir klären: Was ist eigentlich ElitePerformance? Wer macht eigentlich Druck? System, Verein, Medien, Eltern oder man sich selbst? Warum es eine zentrale Führungsaufgabe ist, in jeder Situation zu unterscheiden: Spreche ich gerade die Rolle an oder den Menschen dahinter? Am Beispiel von Jürgen Klopps Vorstellung als neuer Bundestrainer: Wie er sachliche Kritik an seiner Arbeit ausdrücklich akzeptierte, private Grenzen aber scharf zog und damit selbst als Vorbild für das setzte, was er später von seinem Team an Haltung erwarten wird. Maltes eigene Reflexionsfrage, mit der er Menschen zu verstehen versucht: Wer braucht was, von wem, woraus und wie? Was wir von Kindern und Jugendlichen lernen können: Räume für Leichtigkeit und für Fehler zuzulassen, ist kein Gegensatz zu Höchstleistung. Fehler können Helfer sein. Am Ende steht eine klare Aussage: Räume für Leichtigkeit und Fehler schließen "ElitePerformance" nicht aus. Sie sind die Voraussetzung dafür. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie: Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast Malte's Instagram → https://instagram.com/maltevanb

    #21 Mit Menschlichkeit zur ,,ElitePerformance” - Wie geht das?
  7. 2. Aug.

    #20 Bist du derselbe Mensch, wenn niemand hinschaut?

    Bist du derselbe Mensch, wenn niemand hinschaut? Folge 20 ist ein Selbstversuch. Kein Modell, keine Studie im Vordergrund. Es geht nur um eine Frage, ehrlich und persönlich zwischen uns durchdiskutiert. Der Kern: Integrität ist nicht das, was du in Meetings, Beurteilungen oder vor der Truppe zeigst, sondern das, was übrig bleibt, wenn Publikum, Bewertung und Konsequenz wegfallen. Worüber wir sprechen: – Die Lücke zwischen öffentlichem und privatem Ich und warum genau diese Lücke über Führungsglaubwürdigkeit entscheidet. – Warum „Charakter ist, was du tust, wenn niemand hinschaut" (John Wooden) als Führungsmaßstab zu kurz greift und Charakter sich oft dann zeigt, wenn alle hinschauen. – Situative Ehrlichkeit: Wo passen wir uns an, wo verbiegen wir uns, und ab wann ist Anpassung keine Klugheit mehr, sondern Selbstverlust. – Der militärische Prüfstein: Führung ohne Aufsicht, Entscheidungen ohne Zeugen, wenn nur das eigene Gewissen kontrolliert. – Der zivile Alltag: Kleine Unehrlichkeiten, unerwähnte Fehler des Gegenübers, das ungestörte Bequeme. Takeaway: Konsistenz zwischen dem sichtbaren und dem unbeobachteten Ich ist keine moralische Zierde, sondern die Grundlage, auf der andere dir folgen. Wer im Verborgenen ein anderer ist, führt auf Zeit. Inspiration zur Leitfrage: John Wooden – „The true test of a man's character is what he does when no one is watching." Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie:Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #20 Bist du derselbe Mensch, wenn niemand hinschaut?
  8. 19. Juli

    #19 Braucht Führung Menschlichkeit oder nur Ergebnisse?

    Braucht Führung Menschlichkeit – oder zählen am Ende nur Ergebnisse? Folge 19 schließt sich dem Themenblock Menschlichkeit an und überträgt ihn auf Führung. Ausgangspunkt: die Unterscheidung zwischen persönlicher, sozialer und methodischer Kompetenz und die Frage, ob fachliche Exzellenz allein für Führungsstärke reicht. Wir sprechen über: Transformationale Führung (Bass & Riggio) – vier Dimensionen, von Vorbildfunktion bis individueller Förderung. Kurzerklärung und Einordnung: https://www.haufe-akademie.de/blog/themen/general-management/transformationale-fuehrung/ Psychologische Sicherheit (Edmondson, 1999) – warum Teams nur dann offen Fehler ansprechen und Ideen einbringen, wenn sie sich sicher fühlen, und warum das nicht mit Vertrauen zwischen zwei Personen verwechselt werden darf. Militärische Perspektive: Warum auch Systeme mit Befehl und Gehorsam auf psychologische Sicherheit angewiesen sind und wo Auftragstaktik genau das ermöglicht. Takeaway: Führungsstärke braucht soziale Kompetenz nicht zusätzlich zur fachlichen – sie braucht sie, weil fachliche Exzellenz ohne psychologische Sicherheit im Team wirkungslos bleibt. Das gilt zivil wie militärisch, auch dort, wo Hierarchie die Struktur vorgibt. Wenn dir die Folge gefällt, folge uns hier auf Spotify und lass eine Bewertung da. Für weitere Inhalte rund um Führung, Kommunikation und Psychologie:Instagram → https://instagram.com/cimplpodcast

    #19 Braucht Führung Menschlichkeit oder nur Ergebnisse?

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