E-E-A-T sieht auf den ersten Blick aus, als wäre jemand auf der Tastatur ausgerutscht. Genau das hat Lukas gedacht, als er Nataschas Vorbereitung für diese Folge gesehen hat. Hinter den vier Buchstaben steckt aber eine Frage, die jede Webseite betrifft, nämlich wann Google dir und deinem Unternehmen vertraut. Egal, was du im Marketing machst, am Ende geht es darum, Vertrauen bei deiner Zielgruppe aufzubauen. Damit das auch mit der Webseite gelingt, hat Google die Quality Rater Guidelines formuliert, und darin steht der Begriff E-E-A-T. Er steht für Experience, Expertise, Autorität und Trust. Trust ist das Endergebnis, die anderen drei sind die Bereiche, in denen du selbst etwas tun kannst. Experience sind die Erfahrungen, die Leute mit deiner Firma, deinem Produkt oder einem Thema gemacht haben, zum Beispiel in Kundenbewertungen oder Foreneinträgen. Bei der Expertise geht es um richtig und falsch. Wer selbst ein Stromkabel verlegt, sammelt Erfahrung. Wie es richtig geht, weiß aber die Elektrofachkraft, und wenn der Lichtschalter danach nicht angeht, hilft dir die netteste Person nichts. Autorität haben offizielle Anlaufstellen, etwa bei Gesundheitsfragen, wie man in der Corona-Zeit an den Suchergebnissen gesehen hat. Für Themen wie Online-Marketing oder Podcasts gibt es so eine Stelle nicht. Passen die Signale aus allen drei Bereichen zusammen, entsteht Trust, und dann zeigt Google dich auch an. Was du auf deiner Webseite über dich selbst schreibst, ist nur mittelmäßig wertvoll, weil jeder von sich sagen kann, er oder sie sei die Beste. Bei Waldhirsch wurde ausprobiert, ob Eigenlob in der generativen Suche etwas bringt. Kurzzeitig hat es funktioniert, mittlerweile nicht mehr. Ob dein Über-uns-Text in der dritten Person steht, macht für das Ranking wahrscheinlich keinen Unterschied. Mehr bringen Bewertungen, solange sie unabhängig sind. Wer ein Produkt gratis bekommt, bewertet es mit einer Gegenleistung im Rücken, und Amazon kennzeichnet inzwischen, ob ein Produkt selbst gekauft war oder ein Sample. Manche Firmen zeigen auf ihrer Webseite sogar bewusst, was in einem Projekt schiefgelaufen ist und wie sie es gelöst haben, weil das ehrlich wirkt und Vertrauen schafft. Bei einem Produkt für zwei Euro ist so ein offener Fehler kein großes Risiko. Geht es um viel Geld oder um Gesundheit, fallen die Themen unter Your Money, Your Life, und dort ist Google viel strenger. Das erwartet dich ➡️ Wofür die vier Buchstaben E-E-A-T stehen ➡️ Warum Trust das Endergebnis ist und aus den anderen drei Bereichen entsteht ➡️ Der Unterschied zwischen Experience und Expertise am Beispiel Elektriker ➡️ Warum Eigenlob auf der Webseite nur wenig bringt ➡️ Warum unabhängige Bewertungen mehr zählen als Gratis-Produkte ➡️ Wann du Fehler offen auf deiner Webseite zeigen kannst ➡️ Was hinter Your Money, Your Life steckt ➡️ Welche Rolle Presse und Gedrucktes für dein Vertrauen spielen ➡️ Wie Vorträge, Backlinks und Brand Search zusammenhängen ➡️ Wie du als Unternehmen trotzdem an Autorität kommst 🎙️ Waldgeplauder – der Podcast über digitales Marketing, Webstrategie und ehrliches Unternehmertum von Lukas Lehmann und Natascha Schindler.Weitere Infos zum Podcast: https://waldgeplauder.de/ Hosts:Natascha Schindler: https://waldhirsch.de/Lukas Lehmann: https://forest-stories.de/